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Verbesserung der pflanzengenetischen Ressourcen und des Saatguts

alimentosDa sich die Güte der pflanzengenetischen Ressourcen und des Saatguts auf die land- und forstwirtschaftlichen Erträge des Landes auswirken und sie die biologische Grundlage für die Ernährungssicherheit in Kuba darstellen, ist für deren Management eine vom Landwirtschaftsministerium (MINAG) geregelte Richtlinie festgelegt worden und es unterliegt rechtlichen Bestimmungen, die deren korrekte Umsetzung garantieren.

Laut Rolando Quincoses Arteaga, dem Direktor für Saatgut und pflanzengenetische Ressourcen des MINAG, besteht das Ziel dieser Politik darin, die technologische Unterstützung für die Erhaltung und Nutzung pflanzengenetischer Ressourcen zu gewährleisten sowie die Qualität des Saatguts zu verbessern und die Erträge des Sektors zu steigern.

„In der Richtlinie sind 19 Grundsätze festgelegt, die das Management der pflanzengenetischen Ressourcen und des Saatguts in Übereinstimmung mit den von Kuba unterzeichneten internationalen Verträgen, wie dem Übereinkommen über die biologische Vielfalt und dem internationalen Vertrag über pflanzengenetische Ressourcen für Lebensmittel und Landwirtschaft, regeln. Darüber hinaus ist Kuba im Rahmen der Welthandelsorganisation Unterzeichner des Abkommens über Aspekte des geistigen Eigentums.“

Unter den Grundprinzipien der Richtlinie hob der Beamte die Rettung und den Schutz von genetischem Material sowie von Pflanzenarten hervor, die in natürlichen Umgebungen geschützt werden. Zu diesem Zweck werden Pflanzenzüchtungsprogramme entwickelt, um Sorten und Hybriden zu erhalten, die an die gegenwärtigen und zukünftigen Auswirkungen des Klimawandels angepasst sind.

„Das Saatgutsystem, angefangen vom ursprünglichen und grundlegenden Saatgut, das in Forschungsinstituten und Universitäten hergestellt wird, bis zu dem, das von ausgewählten Produzenten erhalten wird, wird ebenfalls perfektioniert. Außerden wird eine staatliche Kontrolle der Saatgutproduktion eingeführt, die deren Inspektion und Zertifizierung garantiert“, sagte er.

Quincoses Arteaga fügte hinzu, dass in dem maßgeblichen Dokument ebenfalls festegelegt ist, dass diese Angelegenheit seitens des Wirtschaftsplans des Landes in Bezug auf Ausrüstung, Verbrauchsmitteln und Dienstleistungen für die spezialisierte Herstellung von Saatgut priorisiert behandelt wird. Ebenso wird das Thema der pflanzengenetischen Ressourcen und des Saatgut in das Schulungsprogramm für Facharbeiter und Techniker aufgenommen, und eine entsprechende Aktualisierung der Studienprogramme an den Universitäten ist geplant.

Der Direktor für phytigenetische Ressourcen und Saatgut des MINAG fügte hinzu, dass die Umsetzung dieser Richtlinie vorsieht, bis 2030 90 % der für Ernährung und Landwirtschaft nützlichen Pflanzenarten in natürlichen Umgebungen zu erhalten, und 100 % des in Keimplasmabanken gezüchteten genetischen Materials. Ebenso sollen die Züchtungsprogramme für Nutzpflanzen konsolidiert werden, wobei der Schwerpunkt auf Weiden- und Futterpflanzen, Mais, Kaffee, Bohnen, Kartoffeln, Forstpflanzen, Tomaten, Paprika, Salatpflanzen und Obstbäumen liegt und ein Produktionspotenzial von 32 Millionen Vitro-Pflanzen pro Jahr erreicht werden soll.

„Wir arbeiten auch daran, 100 % des für die land- und forstwirtschaftliche Produktionen erforderlichen zertifizierten Saatguts zur Verfügung zu haben und eine 100% ige Inspektion und Zertifizierung der Gebiete zu erreichen, die für die Produktion von botanischem, agamischem und biotechnologischem Saatgut bestimmt sind.” , er schloss.

In ähnlicher Weise gab die oben genannte Quelle an, dass zur Einhaltung der Richtlinie über Saatgut und pflanzengenetische Ressourcen ein Rechtsrahmen erstellt wurde, der aus dem Gesetzesdekret Nr. 388 vom 7. Oktober 2019 „Über pflanzengenetische Ressourcen für Lebensmittel und Landwirtschaft und Saatgut“ und dem in jüngerer Zeit angenommenen Dekret Nr. 10 vom 17. Juli 2020 besteht, das die „Verordnung des Gesetzesdekrets Nr. 388“ darstellt.

„Diese Norm regelt die Erhaltung und Nutzung pflanzengenetischer Ressourcen sowie den Zugang zu ihnen und das System der Einstufung, Zulassung und Rücknahme kommerzieller Sorten. Es enthält auch die Vorschriften, die für die Kette der Saatgutproduktion, -konservierung und -vermarktung, die Anwendung der Gentechnik und der Biotechnologie bei der Gewinnung von Sorten und der Erzeugung von Saatgut genehmigt wurden, sowie Vorschriften für deren Ein- und Ausfuhr. Darüber hinaus legt die Verordnung die Verfahren zur Umsetzung der Bestimmungen des Gesetzesdekrets und die Verantwortlichen für deren Ausführung fest“, sagte Quincoses Arteaga.

Saatgut in Kuba, Ausgangspunkt unseres Nahrungsmittelsystems

Die Arbeit in Bezug auf Saatgut und pflanzengenetische Ressourcen ist in einem System organisiert, das die nationale, provinzielle und kommunale Ebene abdeckt und vom MINAG geleitet wird. Auf nationaler Ebene sind im budgetgestützten staatlichen Bereich nebem der Saatgutdirektion des MINAG eine wissenschaftlich-technische Gruppe dieses Ministeriums zu diesem Thema sowie die Forschungsinstitute und Universitäten beteiligt, an denen diese Wissenslinien verfolgt wird.

„Die Provinzen und Gemeinden werden von den Delegationen oder Direktionen für Landwirtschaft auf diesen Ebenen vertreten, zu denen die Spezialisten für Saatgut und phytogenetische Ressourcen gehören, die für die Durchführung, Umsetzung und Kontrolle der Politik der Prospektion, Konservierung, Einführung und Erhaltung, Dokumentation und Nutzung der pflanzengenetischen Ressourcen und des Saatguts sowie für die Qualitätsprüflabors und Pflanzenschutzstationen verantwortlich sind“, sagte Quincoses Arteaga.

Ebenso betonte der Beamte, dass der Zyklus der Gewinnung und Kategorisierung von Saatgut mit der Konservierung, Erhaltung und Verbesserung der pflanzengenetischen Ressourcen beginnt. Die Forschungsinstitute und Universitäten – sagte er – erhalten das ursprüngliche Saatgut, führen Erweiterungsarbeiten unter verschiedenen edaphoklimatischen Bedingungen durch und bewerten das neue Produkt im öffentlichen Register für gewerbliche Sorten.

„Diese Unternehmen multiplizieren dieses Material, um das Grundsaatgut zu erhalten, das sie an das Produktions- und Vermarktungsunternehmen für Saatgut verkaufen sowie an die landwirtschaftlichen Unternehmen, die für die Vermehrung von registriertem und zertifiziertem Saatgut verantwortlich sind, und sie schließen mit ausgewählten Genossenschaften und Landwirten Verträge über die Mengen ab, die zur Unterstützung kommerzieller Pflanzungen benötigt werden“, erklärte er.

Ebenso wies er darauf hin, dass die funktionale Struktur des Systems Sastgut und phytogenetische Ressourcen der Republik Kuba aus 20 Forschungsinstituten besteht. Diese gehören dem MINAG, (10), dem Ministerium für Hochschulbildung (6), dem Ministerium für Wissenschaft, Technologie und Umwelt (2), der Unternehmensgruppe AzCuba (1) und dem Unternehmen BioCubaFarma (1) an. Darüber hinaus besteht dieses System aus den vom MINAG betreuten übergeordneten Organisationen der Unternehmensführung, dem Netz der kommunalen Saatgutfarmen der städtischen und vorstädtischen Landwirtschaft und der Militärischen Landwirtschaftsunion sowie der landwirtschaftlichen Unternehmensgruppe des Innenministeriums.

Diese Tätigkeit verfügt nach Angaben des Direktors für pflanzengenetische Ressourcen und Saatgut des MINAG über eine solide Produktionsbasis. Diese besteht aus 229 Grundeinheiten der Genossenschaftsproduktion, 166 landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften und 3.723 Produzenten, die in Kredit- und Dienstleistungsgenossenschaften zusammengefasst sind. Das System hat 1.739 Beschäftigte, davon 220 im haushaltsgestützten System.

„Die Saatgutproduktion umfasst erfolgt im ganzen Land auf einer Fläche von 46.485,18 Hektar, was 1,45 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche entspricht. Davon sind 6.803,6 Hektar für Mischkulturen bestimmt, 21,4 für Heilpflanzen, 41,49 für Zitrusfrüchte; 6.818,2 für Reis, 1.409,66 für Weiden- und Futterpflanzen, 1.135,15 für den Forstsektor, während der Saatgutproduktion von Kaffee 287,8 Hektar dienen, neun der von Kakao und 135,15 der von Tabak und auf einer Fläche von 22.868,1 Hektar Zuckerrohrsaatgut produziert wird“, berichtete er.

Der Beamte fügte hinzu, dass das Land derzeit Kulturen habe, die hinsichtlich der Zertifizierung von Saatgut für den kommerziellen Anbau güstig dastehen, und hob unter diesen führenden Kulturen Reis, Tabak, Kaffee und Kakao hervor, wobei die beiden letzteren zu 90 % mit zertifiziertem Saatgut angebaut werden. Er argumentierte jedoch auch, dass es Arten gibt, bei denen hart daran gearbeitet wird, den in den letzten Jahren verlorenen Boden wiederzugewinnen, so bei Knollenfrüchten und Gemüsebananen, Weiden-, Futter- und Proteinpflanzen.

“Obwohl die Ergebnisse nicht ausreichen, um der Nachfrage des Landes nach Qualitätssaatgut gerecht zu werden, sind in seiner genetischen Kategorie erhebliche Fortschritte zu verzeichnen“, schloss er.

(Quelle: Granma)

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