News »

Inmitten all der Ungerechtigkeiten wird es weiterhin Revolutionen geben

Asamblea NacionalMit Ovationen und Sprechchören „Viva Fidel!“ wurde Raúl Castro im Kongresspalast von Havanna empfangen. Er war bei der Klausur der 24. Auflage des jährlich stattfindenden Sao Paulo Forums in Havanna auf dem Podium.

In Anwesenheit des kubanischen Präsidenten Miguel Díaz-Canel Bermúdez, des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro, des bolivianischen Amtsinhabers Evo Morales, des salvadorianischen Titulars Salvador Sánchez Cerén und der über 630 Delegierten und Gäste wurden die „Deklaration von Havanna“ und der Aktionsplan verlesen, der die Arbeit des Foro Sao Paulo (FSP) im nächsten Jahr bestimmen wird.

Mónica Valente, Exekutivsekretärin des FSP, wertete das diesjährige Treffen als emblematisch und dankte der Leitung der Kommunistischen Partei Kubas (PCC) und dem kubanischen Volk für die Mühen der Organisation und dafür, einmal mehr die Arme geöffnet zu haben, um die Kämpfe der Völker der Region und der Welt willkommen zu heißen, besonders die politischen Kräfte und sozialen Bewegungen der Linken.

Vorher hatte sie die Abschlusserklärungen jedes einzelnen sektoralen Treffens und abgehaltenen Workshops vorgelesen, die den Frauen, der Jugend, den Parlamentariern, der politischen Kommunikation sowie den Medien, der Kunst und der Kultur gewidmet gewesen waren.

Es wurden auch die auf dem Treffen des Netzwerks zur Verteidigung der Menschheit geführten Debatten resümiert, die Gespräche der sozialen Bewegungen mit dem FSP und die Begegnung zwischen der Europäischen Linken Partei (PIE) und den Kräften des Forums.

Am Ende wurde dazu aufgerufen, eine internationale Kampagne „Freiheit für Lula jetzt!“ loszutreten und im kommenden August eine Twitter-Aktion für seine Freilassung zu starten mit Unterstützung durch die PIE und mit Hilfe aller politischen und sozialen Kräfte, die bereit sind, sich in Asien, Afrika und USA-Kanada zu vereinen.

Die Schlussworte sprach José Ramón Machado Ventura, Zweiter Sekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas, der daran erinnerte, dass für Fidel der Begriff Niederlage nie existierte; es existierten allenfalls kurzfristige Rückschläge, denn inmitten der Ungerechtigkeiten fänden weiter Revolutionen statt.

EINIGE PUNKTE DER ABSCHLUSSERKLÄRUNG

- die weltweite Bewegung für den Frieden zu stärken sowie die unnachgiebige Verteidigung der Proklamation Lateinamerikas als Friedenszone und der gerechten Ideen, die sie beinhaltet, um zu gewährleisten, dass sie von jeder einzelnen Regierung in Unserem Amerika gehört werden

- die Idee der Integration ins Bewusstsein unserer Völker zu säen

- die praktische Ausübung des gegenseitigen Internationalismus unter allen Kräften der Linken Lateinamerikas und der Karibik, Asiens, Afrikas, Europas und Nordamerikas

- die Verteidigung der Celac in allen unseren Parteien, sozialen und Volksbewegungen, von jeder Schule, jeder Universität, jedem Ort intellektuellen Schaffens aus zum prioritären politischen Ziel zu machen

- jeglichen Militarismus aus den Eingeweiden der Imperialismus, der keine Grenzen und Skrupel kennt, abzulehnen und vor allem dieser Ablehnung sowohl in der alltäglichen politischen Aktion wie auch aus prinzipiellen Erwägungen konkrete Form zu verleihen.

- energisch die absurde und unzulässige Idee zurückzuweisen, dass diese Region der Welt den Machteliten der Vereinigten Staaten oder irgendeines anderen Landes gehöre

- anzuklagen – diesmal mit zusätzlichen Gründen – welche interventionistische Rolle die OAS spielt, die weiterhin von der Regierung der Vereinigten Staaten als Kolonialministerium benutzt wird

- die Traditionen der Freiheit jeder einzelnen unserer Nationen zu bewahren (…) und zu verhindern, dass die kulturelle Banalität des Nordens, der uns verachtet, der reichen Geschichte jener Länder übergestülpt wird, die wir repräsentieren

- die Bedeutung der gegenseitigen Annäherung und der konzertierten Aktion zwischen der Linken Europas einerseits und Lateinamerikas und der Karibik andererseits zu bekräftigen

- den nichtkonventionellen Krieg breiten Spektrums zu verurteilen, der vom Yanqui-Imperialismus und seinen europäischen Alliierten, Lateinamerikanern und Kariben der Bolivarischen Revolution Venezuelas aufoktroyiert wird

- die Solidarität mit all jenen Ländern der Region intakt zu halten, die sich weigern, den Rückschritt in den Neoliberalismus zu akzeptieren

- zu bestärken, dass Lateinamerika und die Karibik weiterkämpfen und bei der Entscheidung bleiben, mit Optimismus, Entschlusskraft und verstärktem Einheitssinn zu handeln

(Granma)

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert. *

*