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FARC-EP und Regierung treffen sich wieder in Havanna

colombia pintura pazIn einem gemeinsamen Kommuniqué verpflichten sich die kolumbianische Regierung und die Vereinigten Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens – Armee des Volkes (FARC-EP), weiter am Friedensprozess in Kolumbien zu arbeiten.

„Nach fast 4 Jahren intensiver Gespräche vollendeten wir am 24. August das Schlussabkommen für die Beendigung des Bewaffneten Konflikts und den Aufbau eines Stabilen und Dauerhaften Friedens, dem wir verpflichtet sind. Wir sind der Auffassung, dass darin die notwendigen Reformen und Maßnahmen enthalten sind, um die Grundlagen des Friedens zu legen und das Ende des bewaffneten Konflikts zu garantieren“, heißt es im ersten Teil des Textes.

Beide Seiten kamen überein, den Friedensvertrag zu diskutieren und die Stimmen aus verschiedenen Sektoren der Gesellschaft zu berücksichtigen, um deren Besorgnis kennenzulernen und im Friedensprozess weiter voranzuschreiten, berichtet teleSur.

„Wir stellen jedoch fest, dass diejenigen, die am vergangenen 2. Oktober am Plebiszit teilgenommen haben, sich mehrheitlich, wenn auch knapp für das NEIN ausgesprochen haben (…) daher ist es geboten, dass wir weiter in einem schnellen und effektiven Prozess, die verschiedenen Sektoren der Gesellschaft anhören, um ihre Besorgnisse zu verstehen und schnell auf den vorgegebenen Wegen einen Ausweg zu definieren (…) Die Vorschläge zur Angleichung und die Präzisierungen, die aus diesem Prozess entstehen, werden, um allen Garantien zu geben, von der Nationalen Regierung und der FARC-EP diskutiert werden.“

In dem Dokument weisen beide Seiten darauf hin, dass in dem am 24. August abgeschlossenen Friedensvertrag die notwendigen Reformen und Maßnahmen enthalten sind, um die Grundlagen des Friedens zu legen und das Ende des bewaffneten Konflikts zu garantieren.

Im Text wird die Verpflichtung seitens des Präsidenten der Republik und des Kommandenten der FARC-EP hervorgehoben, den am 29. August definitiv erklärten Waffenstillstand und die Einstellung der beiderseitigen Feindseligkeiten aufrechtzuerhalten, ebenso wie an deren Überwachung und Verifizierung durch den Dreiparteienmechanismus festzuhalten, sowie an den Sicherheitsgarantien und dem Schutz der Gemeinden in ihren Territorien.

Es wurde auch ein Protokoll zur Vorbeugung von Zwischenfällen in den Zonen der Vorgruppierung und zur Schaffung einer Atmosphäre der Ruhe und Sicherheit angekündigt, in voller Anwendung aller Regulierungen, die den aktuellen Waffenstillstand und die beiderseitige und definitive Einstellung der Feindseligkeiten bestimmen.

Wie aus dem Kommuniqué hervorgeht, ersuchen die in Havanna anwesenden Vertreter den Generalsekretär der Vereinten Nationen und den Sicherheitsrat um Genehmigung einer Mission der Vereinten Nationen in Kolumbien, um die Arbeit der Überwachung und Verifizierung fortzuführen.

Die Regierung Kolumbiens und die FARC-EP unterzeichneten am 26. September das endgültige Friedensabkommen, um die 52 Jahre andauernde bewaffnete Konfrontation zu beenden, die 220.000 Tote und Millionen von Vertriebenen zurückließ.

Am 2. Oktober fand in Kolumbien die Volksabstimmung zur Beglaubigung der Friedensvereinbarung von Havanna statt, bei der das NEIN mit 50,23% gegenüber dem JA mit 49,76% siegte.

Da das Friedensdokument nicht beglaubigt wurde, reisten die Delegationen der Regierung und der FARC nach Kuba, um das Ergebnis zu analysieren und die Verpflichtung zu bekräftigen, mit dem Friedensprozess in Kolumbien fortzufahren.

Der ehemalige Präsident Kolumbiens und Hauptimpulsgeber für das NEIN, Alavaro Uribe schlug am 3. und 4. Oktober die Aufnahme einer Generalamnestie für alle Kämpfer der Aufständischen und alle Militärangehörigen vor, die am Konflikt beteiligt waren und denen kein Gewaltverbrechen nachgewiesen werden kann.

(Granma)

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