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Guam, «Speerspitze» der USA im Pazifik

guamNur 3 432,12 km liegen zwischen der Demokratischen Volksrepublik Korea und Guam, der größten Insel der im Pazifik gelegenen Marianen. Das so oft umkämpfte Territorium (im Besitz der USA) befindet sich jetzt wegen der Spannungen um die koreanische Halbinsel im Epizentrum der internationalen Politik und der Mediendiskurse.

Auch wenn sie nicht Teil des nationalen US-Territoriums ist, so stellt die Insel doch einen strategischen Punkt dar, auf dem sich US-Militärbasen ausdehnen, die ein Drittel des Territoriums besetzen. Von dort aus können die Vereinigten Staaten ihre Operationen im gesamten Südpazifik durchführen.

Vom geopolitischen Gesichtspunkt aus ist die Insel im Südpazifik, auf der 163.000 Menschen leben, kaum drei Mal größer als Washington und zwischen 1950 und heute war sie einer sogenannten „organisierten autonomen Regierung, die nicht zum Territorium gehört“ unterworfen. Technisch ist ihr Staatschef der Präsident der USA und Regierungschef ist der Gouverneur Eddie Calvo.

Im Jahr 1942, während des II. Weltkriegs wurde Guam von japanischen Truppen besetzt. 1944 eroberten di USA die Insel zurück und installierten ab dann dort ihre Luftwaffen- und Marinebasis.

Heutzutage verfügt die Marinebasis über drei nuklear angetriebene U-Boote und ein Schiff für Logistik und Versorgungsaufgaben. Im Luftwaffenstützpunkt Anderson sind B-1B Bomber mit Nuklearkapazität stationiert, die am 8. August von den USA auf die koreanische Halbinsel geschickt wurde, wie die Zeitung El Mundo meldet.

Experten versichern, dass während des Vietnam Krieges Guam eine entscheidende Rolle bei der Versorgung spielte. 2014 waren 6.000 US-Soldaten in Guam stationiert. Das Interesse der USA an den Militärbasen auf der Insel ist so groß, dass sie im Jahr 2013, ein Jahr bevor diese Tausende von Soldaten dorthin entsandt wurden, ein 8 Millionen Dollar Programm zur Kontrolle der Schlangen durchführten, die Kurzschlüsse verursachten und zu hohen Reparaturkosten führten und neue Leitungen erforderlich machten. Um diese verschwinden zu lassen, wurden 2.000 vergiftete Nagetiere mit Fallschirmen abgeworfen, obwohl es sich dabei nicht um Giftschlangen handelte.

In seiner früheren Geschichte gehörte Guam zu den Territorien, die Spanien im Vertrag von Paris an die Vereinigten Staaten abtrat, der Vertrag, der auch dem spanisch- kubanisch- amerikanischen Krieg ein Ende setzte und Guam zu einer Art Puerto Rico am anderen Ende der Welt machte, weit entfernt von seinem Mutterland nämlich genau 11. 562,54 km.

(Granma)

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