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Landwirtschaft in Maisi erholt sich langsam

Maisi poda arbolesMinuten später, immer den Geräuschen nachgehend, die Äxte und Macheten verursachen, wenn sie Bäume zerkleinern, treffen wir auf die, die wir so vehement gesucht haben: die zwei Brigaden der Waldarbeiter aus der Provinz Granma, die Initiatoren der Wiedererholung der Kaffeeproduktion in Maisi, der den Haupterwerbszweig des schwer getroffenen Kreises darstellt, von dem ein großer Teil der Familien abhängt.

Beide Kollektive kamen am Sonntag Abend an und sie haben den klar definierten Auftrag, die Kaffeeplantagen von den Bäumen zu befreien, die auf sie gefallen sind. Bereits am ersten Tag haben die erfahrenen 21 Arbeiter, die mit Hingabe ans Werk gingen, einen Hektar der Finca von Wilder Tuz Abad wiederherhestellt.

„Wir werden hierbleiben, solange dies nötig ist, denn die Schäden an den Plantagen sind kolossal und sie wieder herzustellen erfordert Zeit und viel Mühe“, ist die einhellige Auffassung aller Beteiligten.

„Guckt euch mal die Menge an Bäumen an, die wir bereits zerschnitten und aus den Kaffeeplantagen entfernt haben, die aber anscheinend nicht von ihnen zermalmt worden sind.

Als wir hierherkamen, wussten wir, dass uns harte Arbeit erwartet, wegen der schwierigen Bedingungen und wegen des Zeitdrucks, unter dem wir arbeiten müssen. Deswegen müssen wir auch im Regen arbeiten.“

Genau wie Yuniel Suárez Moreno versicherte auch Rey Elías González mit der Motorsäge in der Hand, dass sie nichts davon abhalten werde, ihre Aufgabe zu erfüllen: „Das sind wir den Menschen aus Maisi schuldig, von denen vielen praktisch alles verloren haben und die alle in ihrem Optimismus und ihrem Vertrauen in die Revolution nicht nachgelassen haben.“

Tuz Abad seinerseits betrachtet die Hilfe, die er erhält, als einen Segen und schätzt, dass er allein einige Jahre brauchen würde, wenn er seine Finca wieder herrichten müsste. „Mit diesen Männern und den Maschinen, die sie mitgebracht haben, hoffe ich, dass in einigen Tagen meine 2,5 Hektar Kaffeeplantagen wieder so weit sind, dass es vorwärts geht“, sagte er.

SCHÄDEN IN DER LANDWIRTSCHAFT

Die starken Winde und der heftige Regen von Matthew haben die Landwirtschaft Maisis praktisch völlig zerstört. Was die Kaffeeplantagen angeht, sind 4.940 Hektar beeinträchtigt, 1.197 davon waren in den letzten vier Jahren erneuert worden. Das hat zum Verlust 86.000 latas (1 lata ca. 13 kg) von Kaffeekirschen geführt, die noch auf den Plantagen waren und von 150.000 Pflanzen, die zur Einpflanzung bereit waren.

Es wurden auch Dutzende von Tonnen von bereits geernteten Kaffeekirschen beschädigt, da die Dächer aller sieben dort existierenden Einrichtungen zur Entkernung der Kaffeekirschen zerstört wurden.

Außerdem wurden 570 Hektar Kakao beschädigt, die ganze vorgesehene Produktion der Zwischenernte von etwa 20 Tonnen und weitere 25 Tonnen wurden nass, als die Dächer der Lager, die sie schützten, davongetragen wurden.

Auch die vom Hurrikan verursachten Schäden in den Wäldern waren enorm. Tausende von Bäumen, darunter Kokospalmen, Bäume von Zitrusfrüchten und anderen Obstsorten wurden niedergerissen. In Maisi wird es zur Zeit schwierig sein, einen Baum mit Blättern zu entdecken.

Wenn die Winde schon in der Lage sind, Kokospalmen, andere Palmen und mächtige Johannisbrotbäume zu entwurzeln, kann man sich vorstellen, wie es auf den Bananenplantagen aussieht, neben dem Kaffee das zweitwichtigste Produkt des Kreises. Im ganzen Kreis wird man heute schwerlich nur eine einzige Bananenstaude finden, die noch aufrecht steht.

STRATEGIE DER WIEDERERHOLUNG

Was den Kaffee und den Kakao angeht, ist geplant, die Wiedererholung in den Gebieten mit Plantagen in der Entwicklung zu beginnen, d.h. diejenigen, die zwischen einem und vier Jahren eingepflanzt wurden. Die Setzlinge, die den Hurrikan überstanden haben, sollen dort eingepflanzt werden.

Danach sollen die Anstrengungen auf die Rettung von ausgewachsenen Pflanzen konzentriert werden, die nicht so stark geschädigt sind.Die mit großen Schäden und die, die schon über 20 Jahre alt sind, werden ersetzt.

Im Augenblick stehen dafür sechs Brigaden zur Verfügung, die aus Granma und Santiago de Cuba kommen und mit Motorsägen und anderem Werkzeug ausgerüstet sind. Hinzu kommen die, aus den diverse Kreisen. Man erwartet auch die erste Lieferung von Dachbedeckungen, um die beschädigten Einrichtungen zu reparieren.

Was den Mangel an Bananen angeht, so ist ein Notplan für die Aussaat verschiedener Pflanzenarten vorgesehen, die einen kurzen Erntezyklus haben wie Kürbis, Süßkartoffel und bestimmte Gemüsesorten.

(Granma)

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