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Raúl im heldenhaften und kämpferischen Algerien

Raul Argelia 2015Der kubanische Präsident stattet dem Maghreb-Land zum dritten Mal, seit er die Präsidentschaft des Staats- und des Ministerrats innehat, einen Besuch ab

Unter einer heißen Sonne bei 30 Grad Celsius und nach einem fast neunstündigen Flug kam Präsident Raúl Castro Ruz am Sonntagmittag Ortszeit (etwa um sieben Uhr früh kubanischer Zeit) in der algerischen Hauptstadt an, um einen dreitägigen Besuch zu absolvieren, der bereits sein dritter Aufenthalt in dem Maghreb-Land ist, seit er im Jahre 2008 Präsident des Staats- und des Ministerrats wurde.

Der Präsident des Nationalrats Adelkader Bensalah hieß ihn auf dem Internationalen Flughafen Houari Boumediene willkommen und begleitete ihn auf dem roten Teppich bis zu einem Podium, von wo aus man 21 Salutschüsse und die Hymnen beider Länder hörte.

Später tauschten sich beide Delegationen im prachtvollen Ehrensaal des Protokolls aus. Bei seinem Besuch wird Raúl vom Vizepräsidenten des Ministerrats Ricardo Cabrisas Ruiz, Außenminister Bruno Rodríguez Parrilla, dem Minister der Revolutionären Streitkräfte Leopoldo Cintra Frías sowie dem kubanischen Botschafter in Algerien Raúl Bárzaga Navas begleitet. Nach dem ersten Meinungsaustausch begaben sich die beiden Delegationen zur Gedenkstätte der Märtyrer, ein emblematischer Ort, der auf einem der Hügel dieser Stadt gelegen ist, an dem die im algerischen Unabhängigkeitskrieg Gefallenen geehrt werden.

Dieses Denkmal wurde 1982 eingeweiht und es wurde in der Form von drei Palmenblättern errichtet, unter denen sich die ewige Flamme befindet. Am Rand der Palmenblätter stehen Statuen von Soldaten, von denen jeder eine Etappe des algerischen Kampfes repräsentiert. Dort legte der kubanische Präsident ein Blumengebinde nieder, genauso, wie er es bei seinem offiziellen Besuch getan hatte, den er dem Land im Februar 2009 abgestattet hatte.

Dann lud ihn der Präsident des Nationalen Rates zu einem Ort seitlich der Gedenkstätte ein, von wo man einen wundervollen Ausblick auf die majestätische Bucht und die Stadt Algier hat. Sie unterhielten sich einige Minuten über die Geschichte der Stadt, ihre Architektur und die Arbeit des modernen Hafens.

Für den am Montag geplanten Tagesablauf sind ein Höflichkeitsbesuch beim Präsidenten der Nationalversammlung Ould Khelifa und ein Treffen mit Premierminister Abdelmalek Sellal vorgesehen. Schließlich wird er mit dem großen Freund Kubas, dem algerischen Präsidenten Abdelaziz Bouteflika, zusammentreffen.

Es ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass beide Länder am 17 Oktober 1962 diplomatische Beziehungen miteinander aufnahmen, wodurch Kuba zum ersten Land Amerikas wurde, das Algerien diplomatisch anerkannte.

Ein Höhepunkt dieser Beziehungen war am 23. Mai 1963, als Kuba die erste medizinische Mission dorthin entsandte, die dann 13 Monate in Algerien arbeitete. So entstand die emblematische internationale medizinische Zusammenarbeit, die dem Land soviel Anerkennung gebracht hat.

Zu verschiedenen Anlässen hatte auch der Comandante en Jefe Fidel Castro dieses Land besucht, das er im Mai 2001 während eines Treffens mit Bouteflika als das „heroische und kämpferische Algerien“ bezeichnete. Ebenfalls zahlreich waren die Gelegenheiten, bei denen Ernesto Guevara das Land besuchte. Gegenwärtig werden die bilateralen Beziehungen von beiden Ländern als ausgezeichnet bewertet.

Bei der Zusammenarbeit ist das ophtalmologische Programm hervorzuheben, dass den Bau von sieben Krankenhäusern vorsieht, von denen vier bereits in Betrieb sind. Kubanische Ärzte verschiedener Fachgebiete befinden sich in 16 algerischen Provinzen und versorgen eine Bevölkerung von mehr als 15 Millionen. Mit diesem Besuch des kubanischen Präsidenten wird das Band der Freundschaft zwischen Algerien und Kuba noch enger, das, wie dieser bei einem Treffen mit der Presse, die über seinen Besuch im Juli 2009 berichtete, gesagt hatte „genau so unzerstörbar ist, wie vor 50 Jahren“.

Da ist es kein Zufall, dass man auf den Straßen der Stadt kubanische Fahnen und Fotos von Raúl Castro sehen konnte. Außerdem sind die Medien des Landes voll des Lobes ob dieser historischen Beziehung und haben aus den Archiven Bilder der Besuche hervorgeholt, die Fidel, Raúl und der Che diesem Land abgestattet hatten.

(Leticia Martínez, enviada especial de Granma)

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