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Bolivien hofft, dass seinem Anspruch auf einen Meereszugang Gerechtigkeit zuteilwird

Bolivia„Heute erwarten wir mit mehr Anlass zur Hoffnung als je zuvor, dass Den Haag zugunsten der Gerechtigkeit, der Wiedergutmachung, der Berichtigung urteilen wird“, sagte am gestrigen Donnerstag der Botschafter Boliviens in Kuba Juan Ramón Quintana.

Er bezog sich auf einer Pressekonferenz auf die Forderung seines Landes gegenüber Chile nach einem Zugang zum Meer, die sich am Internationalen Gerichtshof von Den Haag, Niederlande, mit der Anhörung mündlicher Argumente in der letzten Phase befindet.

Vermittels dieser Forderung und auf der Grundlage von Prinzipien der Brüderlichkeit und Nachbarschaft beansprucht La Paz von Santiago, dass es die Verhandlungen wiederaufnehme, Bolivien einen souveränen Zugang zum Pazifischen Ozean zu bewilligen.

Gestern, während der Präsentation der mündlichen Argumente vor dem Gerichtshof bewertete der Vertreter Chiles Claudio Grossman den Anspruch Boliviens als „nicht nachhaltig”.

Der chilenische Präsident Sebastián Piñera seinerseits äußerte sich dahingehend, dass die von Bolivien in den Haag vorgebrachten Argumente “brüchig” seien und “keine Grundlage” hätten.

„Ich halte den Zeitpunkt für gekommen, dass Bolivien damit aufhört, eigene Erwartungen mit etwaigen Verpflichtungen unsererseits zu verwechseln und nicht länger darauf besteht, dass die Frustration der einen Seite gleichbedeutend sei mit einer Obliegenheit der anderen“, sagte der Staatschef.

Von der kubanischen Hauptstadt aus wies der bolivianische Botschafter diese Erklärungen zurück, die nur versuchten, den Inhalt der Forderung zu widerlegen, die sein Land vor diesem Tribunal der Vereinten Nationen vorgebracht hat.

Quintana forderte Chile auf, über das nachzudenken, was vor 139 Jahren geschah, als Bolivien 400 km Küste und 120.000 Quadratkilometer Territorium einbüßte, und auf diese Weise zurückzukehren auf den Weg andiner und lateinamerikanischer Brüderlichkeit.

Während man in Bolivien den Tag des Meeres beging, erklärte der Diplomat, dass die Kinder seines Landes aufwüchsen, ohne dieses Wunder je gesehen zu haben und wenn sie dann endlich einmal die Erfahrung machten, könnten sie häufig ihre Tränen nicht zurückhalten.

Die Forderung sei nicht allein, wie die chilenische Seite es gerne darstelle, ein Sentiment. Sie habe auch Auswirkungen auf das Wachstum und die wirtschaftliche Entwicklung.

An anderer Stelle dankte Quintana Kuba für die Hilfe und Solidarität, die es seinem Land leiste, ganz im Geiste José Martís und Fidel Castros, die ungeachtet der Jahre, die zwischen ihnen lagen, beide das Eingeschlossensein des Andenlandes angeprangert hätten.

Die Entscheidung in dem Fall wird für die zweite Jahreshälfte erwartet.

(Granma)

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