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Kuba, die Wirtschaft, die Staatsrates von Kuba, Gesellschaft, Politik

consejo de miniostros Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Kubas werde in der ersten Hälfte des Jahres 2015 etwas über 4% wachsen, bestätigte Marino Murillo Jorge, Minister für Wirtschaft und Planung, auf der Beratung des Ministerrates, die der Bewertung der Leistung der kubanischen Wirtschaft in diesen sechs Monaten und den Prognosen bis zum Ende des Jahres gewidmet war.

Im Vergleich zu 2014 wachsen sämtliche Wirtschaftsbereiche und die höchsten Wachstumsraten seien in der Zucker- und der verarbeitenden Industrie, dem Bauwesen und dem Handel zu verzeichnen. Die Nichterfüllungen betreffen vor allem die Bereiche Verkehr, Lagerwirtschaft und Fernmeldewesen.

Die Handelsbilanz zeige im Jahresverlauf eine positive Entwicklung. Nach Murillo Jorge gebe es jedoch auch weiterhin Spannungen in der Außenfinanzierung.

Kritisch erwähnte er die Instabilität in der Versorgung mit verschiedenen Lebensmittelprodukten (Käse, Hähnchen, Würstchen, Hackfleisch und Wurst), da deren nationale Produktion sowie deren Einfuhr nicht erfüllt werden. Mit dem Ziel, dieses Defizit zu überwinden, wurden weitere 40 Millionen Dollar für den Kauf solcher Waren vorgesehen.

Ebenfalls aufgezeigt wurden die Probleme im Transport von Lasten, die die Wirtschaft beeinträchtigt haben.

So wurde informiert, dass bis März für Liegezeiten von Containern und Schiffen 2,1 Millionen US-Dollar bezahlt worden sind. Ein beträchtlicher Teil davon ist den Transportschwierigkeiten zuzuordnen.

Der Minister für Wirtschaft und Planung nannte als Ursachen für diese Schäden die nicht Umsetzung der für 2014 und 2015 geplanten Investitionen, das Fehlen von Ersatzteilen und Aggregaten, Probleme in den Reparaturwerkstätten, anhaltende organisatorische Probleme sowie eine ungenügende technische Verfügbarkeit im Eisenbahn- und Fahrzeugpark.

Aufgrund dessen wurde eine umfassende Überprüfung der Organisation und Absicherung des Lastentransports, der Reparatur und Wartung des Fahrzeug- und Eisenbahnparks sowie die Beurteilung der Funktionsfähigkeit der Verbindung zwischen Hafen, Transport und Binnenwirtschaft beschlossen.

Bezüglich der Investitionen wurde bekannt, dass sich die Umsetzung des Plans, wie in den Vorjahren, auf das zweite Halbjahr konzentriere und zu Ende 2015 mit einer Nichterfüllung von 7,7% zu rechnen sei. Hierzu sagte Murillo Jorge, der Plan müsse allmählich so gestaltet werden, dass bereits im Vorjahr alle Kapazitäten geschaffen sein müssten, denn wie jetzt deutlich werde, gingen gegenwärtig die ersten Monate in Erwartung der Ressourcen so gut wie verloren.

Bezüglich des Wohnungsbaus wurde berichtet, dass mit der Erfüllung des staatlichen Plans zu rechnen sei. Durch Eigenbau der Bevölkerung werden im ersten Halbjahr schätzungsweise 6.000 Wohnungen und 17.000 im Jahr fertiggestellt, eine um 5.301 höhere Zahl als im Jahr 2014. Im Bereich der Sanierung und Erhaltung mit eigenen Anstrengungen werde eine Erfüllung von 109% erwartet, da mehr Baumaterialien verkauft worden seien.

In Bezug auf die Wasservorräte führte er aus, dass die vorhandenen Staubecken Ende Mai 3,3 Milliarden Kubikmeter Wasser gespeichert haben (37% ihres Fassungsvermögens), was 1,3 Milliarden Kubikmeter weniger als im Vorjahreszeitraum seien. Daraus folge ein Aufruf zum Haushalten mit dieser Ressource in allen Territorien des Landes, nicht nur in jenen mit der schlechtesten Situation wie Santiago de Cuba (34%), Guantanamo (36%) und Pinar del Rio (55%).

Die Beschäftigungssituation ähnelt im Halbjahr der Vorjahreszeitraum. Das Durchschnittsgehalt wächst aufgrund der Erhöhungen aus der zweiten Hälfte des Jahres 2014 vor allem im Bereich des Gesundheitswesens, während sich die Arbeitsproduktivität um 5,3% erhöht.

Wie der Minister ausführte, haben Produktivität und Durchschnittslohn im Betriebssystem eine positive Korrelation. Darüber hinaus werde während des Halbjahres und des Jahres mit Übererfüllung des Nutzens gerechnet.

Später ging Jorge Murillo dann auf den Staatshaushalt ein und berichtete, dass zum Ende des Jahres das Haushaltsdefizit mit 4,2% des BIP unter dem beschlossenen von 6,2% liegen werde.

Im Ausblick auf das Jahr 2016 kommentierte er schließlich, dass es Ziele anstrebe, deren Erreichung abhängig von den Maßnahmen sei, die bereits jetzt ausgeführt werden müssen. Sie seien auf die Schaffung von Infrastruktur ausgerichtet, auf die Erweiterung der Kapazitäten im Bauwesen und Transport, auf die Bereitstellung von Ressourcen, die zur Entwicklung beitragen, auf erneuerbare Energien sowie auf den Export und den Ersatz von Importen. Hierzu seien eine Reihe von Maßnahmen verabschiedet worden.

Die Wirtschaft weise ein gutes Wachstumstempo auf. Man sei in der Lage, das Jahr gut zu beenden, aber es müsse weiter hart gearbeitet werden, fügte er hinzu.

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