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	<title>Cubadebate (Deutsch) &#187; Südamerika</title>
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		<title>In Lateinamerika hält sich die Freude über den Sturz Ghaddafis in Grenzen.</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Aug 2011 18:41:32 +0000</pubDate>
<dc:creator>Cubadebate</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Libyen]]></category>
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		<description><![CDATA[Wäh­rend welt­weit die meisten Mas­sen­me­dien bereits den Sturz des liby­schen Staats­chefs Muammar Al-​Ghaddafi gefeiert haben, halten zahl­reiche Regie­rungen in Lateinamerika und Afrika an ihrer Ver­ur­tei­lung der NATO-​Intervention gegen das nord­afri­ka­ni­sche Land fest.»Der Impe­ria­lismus bringt die Völker dazu, sich wie Hunde zu bekämpfen, bewaffnet Gruppen hier und dort, um sie anschlie­ßend zu bom­bar­dieren und das Land zu besetzen und sich ihre Reserven und ihr Erdöl anzu­eignen«, erklärte Vene­zuelas Prä­si­dent Hugo Chávez am Dienstag (Orts­zeit) in Caracas. Seine Regie­rung werde in Libyen keine Regie­rung aner­kennen, »die in Folge dieser impe­ria­lis­ti­schen Aggres­sion instal­liert« werde. Die ein­zige legi­time Füh­rung des Landes sei die von Muammar Al-​Ghaddafi.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h3>Von André Scheer</h3>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-2377" src="/files/2011/08/libia11.jpg" alt="" width="300" height="250" />Wäh­rend welt­weit die meisten Mas­sen­me­dien bereits den Sturz des  liby­schen Staats­chefs Muammar Al-​Ghaddafi gefeiert haben, halten  zahl­reiche Regie­rungen in Lateinamerika und Afrika an ihrer  Ver­ur­tei­lung der NATO-​Intervention gegen das nord­afri­ka­ni­sche  Land fest.</p>
<p>»Der  Impe­ria­lismus bringt die Völker dazu, sich wie Hunde zu bekämpfen,  bewaffnet Gruppen hier und dort, um sie anschlie­ßend zu bom­bar­dieren  und das Land zu besetzen und sich ihre Reserven und ihr Erdöl  anzu­eignen«, erklärte Vene­zuelas Prä­si­dent Hugo Chávez am Dienstag  (Orts­zeit) in Caracas. Seine Regie­rung werde in Libyen keine  Regie­rung aner­kennen, »die in Folge dieser impe­ria­lis­ti­schen  Aggres­sion instal­liert« werde. Die ein­zige legi­time Füh­rung des  Landes sei die von Muammar Al-​Ghaddafi.</p>
<p>In Managua erklärte  Bayardo Arce, der als Wirt­schafts­be­rater dem Kabi­nett von  Prä­si­dent Daniel Ortega ange­hört, die nica­ra­gua­ni­sche Regie­rung  werde einem Asyl­an­trag Ghad­dafis statt­geben, sollte dieser gestellt  werden. »Wenn uns jemand um Asyl bitten würde, müßten wir dies positiv  erwägen, denn unser Volk erhielt in vielen Län­dern Asyl, als uns die  Somoza-​Diktatur ermor­dete. Nun müßten wir uns logi­scher­weise ebenso  ver­halten, wie wir dies ja auch schon getan haben«, sagte Arce.  Zugleich erklärte er jedoch, er halte einen sol­chen Asyl­an­trag des  liby­schen Staats­chefs prak­tisch für aus­ge­schlossen, denn er wisse  nicht, wie Ghad­dafi in das zen­tral­ame­ri­ka­ni­sche Land gelangen  sollte: »Wir haben in Libyen nicht einmal eine Bot­schaft.«<br />
Nica­ragua  war in den ver­gan­genen Monaten inter­na­tional zu einem der  wich­tigsten Ver­bün­deten der liby­schen Regie­rung geworden. Nachdem  Libyens UN-​Botschafter Abdu­rahman Shalgam zu den Auf­stän­di­schen  über­ge­laufen war und Washington seinem von Tri­polis ernannten  Nach­folger Ali Treki die Ein­reise ver­wei­gerte, hatte Nica­ra­guas  frü­herer Außen­mi­nister Miguel d’Escoto auf Bitten der liby­schen  Regie­rung im März die Ver­tre­tung des nord­afri­ka­ni­schen Landes bei  den Ver­einten Nationen übernommen.</p>
<p>Die den regie­renden  San­di­nisten nahe­ste­henden Medien hatten auch in den ver­gan­genen  Tagen keinen Hehl aus ihrer Sym­pa­thie für den Wider­stand der  liby­schen Regie­rungs­truppen gegen NATO und Rebellen gemacht. Die  Oppo­si­tion des Landes wertet des­halb den abseh­baren Sturz Ghad­dafis  auch als Nie­der­lage Ortegas. In der stramm rechten Ta­geszeitung La  Prensa äußerte deren Kom­men­tator Luís Sán­chez Sancho sogar die  Hoff­nung, »wie der Fall der Ber­liner Mauer« könne der Sturz Ghad­dafis  weg­wei­send für einen erneuten Sturz Ortegas sein. Nach dessen  Wahl­nie­der­lage 1990 habe Ghad­dafi sogar dessen pri­vaten  Lebens­un­ter­halt finan­ziert und ihm auch den Wahl­kampf 2006 bezahlt,  behaup­tete Sánchez.</p>
<p>In Quito unter­strich die Regie­rung  Ecua­dors, das Schicksal Libyens müsse durch das Volk des  nord­afri­ka­ni­schen Landes ent­schieden werden, »und nicht durch eine  Mili­tär­al­lianz, die dort mit Tau­senden Bom­ben­an­griffen  ein­dringt, um sich in bester Kolo­ni­al­tra­di­tion das Erd­öl­ge­biet  eines Landes einzuverleiben«.</p>
<p>Der für Asien, Afrika und Ozea­nien  zustän­dige Staats­se­kretär im ecua­do­ria­ni­schen  Außen­mi­nis­te­rium, Rafael Quin­tero, zeigte sich besorgt über die  Ver­let­zung inter­na­tio­naler Abkommen und der Men­schen­rechte in  Libyen und warnte, daß dies als »Modell« dienen könne, um später auch in  anderen Län­dern zu inter­ve­nieren. Er for­derte einen sofor­tigen  Rückzug aus­län­di­scher Truppen aus Libyen.</p>
<p><strong>(<a rel="nofollow" target="_blank" href="http://www.jungewelt.de/2011/08-25/038.php" >Junge Welt</a></strong>)</p>
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