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	<title>Cubadebate (Deutsch) &#187; Rede</title>
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		<title>Rede von Comandante en Jefe Fidel Castro Ruz nach seiner Ankunft in Ciudad Libertad in Havanna am 8. Januar 1959</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Oct 2019 14:07:37 +0000</pubDate>
<dc:creator>Cubadebate</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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		<description><![CDATA[Mir ist bewusst, dass, heute Abend hier zu sprechen, für mich vielleicht eine der schwierigsten Pflichten in diesem langen, am 30. November 1956 in Santiago de Cuba begonnenen Kampfprozess darstellt. Die Bevölkerung hört zu, die revolutionären Kämpfer hören zu, und es hören die Soldaten der Armee zu, deren Schicksal in unseren Händen liegt.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-4218" alt="Fidel Constitucion" src="/files/2018/07/Fidel-Constitucion.jpg" width="300" height="258" /><strong>Fecha:08/01/1959</strong></p>
<p>Liebe Mitbürger!</p>
<p>Mir ist bewusst, dass, heute Abend hier zu sprechen, für mich vielleicht eine der schwierigsten Pflichten in diesem langen, am 30. November 1956 in Santiago de Cuba begonnenen Kampfprozess darstellt.</p>
<p>Die Bevölkerung hört zu, die revolutionären Kämpfer hören zu, und es hören die Soldaten der Armee zu, deren Schicksal in unseren Händen liegt.</p>
<p>Ich bin überzeugt, dass dies ein entscheidender Augenblick in unserer Geschichte ist: die Tyrannei ist besiegt worden. Die Freude ist riesig. Es ist jedoch noch viel zu tun. Wir dürfen uns nicht täuschen und glauben, dass von nun an alles einfach sein wird; vielleicht wird von jetzt an alles noch schwieriger werden.</p>
<p>Die Wahrheit zu sagen, ist die erste Pflicht jedes Revolutionärs. Das Volk zu täuschen, in ihm falsche Hoffnungen zu erwecken, das wird immer die schlimmsten Folgen mit sich bringen; und ich bin der Meinung, dass die Bevölkerung vor einem Übermaß an Optimismus gewarnt werden muss.</p>
<p>Wie hat die Rebellenarmee den Krieg gewonnen? Indem sie immer die Wahrheit gesagt hat. Wie hat die Tyrannei den Krieg verloren? Indem sie die Soldaten getäuscht und angelogen hat.</p>
<p>Wenn wir eine Niederlage erlitten haben, dann haben wir das über den Rundfunksender „Radio Rebelde“ verkündet, die Fehler jeglichen Befehlshabers kritisiert, der diese verursacht hatte, und alle Kameraden darauf aufmerksam gemacht, damit ihnen in jeglicher anderen Truppe nicht dasselbe geschähe. In den Kompanien der Armee war das nicht so. Verschiedene Truppenteile begingen die gleichen Fehler, weil den Offizieren und Soldaten niemals die Wahrheit gesagt wurde.</p>
<p>Und deshalb möchte ich beginnen – oder besser gesagt -, mit dem gleichen System fortfahren: d.h. der Bevölkerung immer die Wahrheit zu sagen.</p>
<p>Wir sind eine Wegstrecke vorangekommen, vielleicht einen bedeutenden Schritt vorwärts. Wir sind hier in der Hauptstadt, hier im Militärcamp Columbia, die revolutionären Kräfte scheinen siegreich zu sein; die Regierung ist gebildet und von zahlreichen Regierungen der Welt anerkannt, scheinbar ist der Frieden erobert worden. Wir dürfen jedoch nicht optimistisch sein. Während die Bevölkerung heute lachte, während die Bevölkerung sich freute, waren wir besorgt. Und je außergewöhnlicher die Menschenmenge war, die uns zu empfangen erschien, und je außergewöhnlicher der Jubel der Bevölkerung, desto größer war unsere Besorgnis, weil dadurch auch unsere Verantwortung der Geschichte gegenüber, dem Volk von Kuba gegenüber, größer war.</p>
<p>Der Revolution steht schon eine Armee gegenüber, die klar zum Gefecht ist. Welche können heute oder von jetzt an die Feinde der Revolution sein? Welche können von jetzt an angesichts dieses siegreichen Volkes die Feinde der Revolution sein? Die schlimmsten Feinde, welche die Kubanische Revolution von jetzt an haben kann, sind wir Revolutionäre selbst.</p>
<p>Das habe ich immer den Kämpfern der Rebellenarmee gesagt: wenn der Feind nicht mehr vor uns steht, wenn der Krieg zu Ende ist, dann können die einzigen Feinde der Revolution wir selbst sein. Und deshalb habe ich immer gesagt und sage es weiterhin, dass wir mit den Soldaten der Rebellenarmee strenger umgehen werden, als mit jedem anderen, dass wir an die Soldaten der Rebellenarmee höhere Ansprüche stellen werden, als an jeden anderen, denn von ihnen wird abhängen, dass die Revolution siegt oder scheitert.</p>
<p>Es gibt viele Arten von Revolutionären. Seit langer Zeit hören wir schon von Revolution sprechen; sogar am 10. März wurde gesagt, dass eine Revolution gemacht worden war, und sie beriefen sich auf das Wort Revolution, und alles war revolutionär; die Soldaten wurden hier versammelt und sie sprachen zu ihnen von „der Revolution des 10. März“ (GELÄCHTER)</p>
<p>Von Revolutionären haben wir schon lange Zeit sprechen gehört. Ich erinnere mich an meine ersten Eindrücke bezüglich eines Revolutionärs; bis das Studium und eine gewisse Reife mir eine Idee davon vermittelten, was wirklich eine Revolution ist und was wirklich ein Revolutionär ist. Die ersten Eindrücke über einen Revolutionär bekamen wir als Kinder vermittelt, und wir hörten sagen: „Herr Soundso war Revolutionär, er hat an jenem Kampf teilgenommen, oder an jener Kampfhandlung, oder er hat Bomben gelegt“. „Herr Dingsda war Revolutionär…“, und es wurde sogar eine Art Kaste von Revolutionären geschaffen, und so gab es Revolutionäre, die von der Revolution leben wollten, die davon leben wollten, Revolutionäre gewesen zu sein, eine Bombe oder zwei Bomben gelegt zu haben; und möglicherweise hatten diejenigen am wenigsten getan, die am meisten darüber redeten. Aber es ist so, dass sie in den Ministerien erschienen, um Posten zu verlangen, um als Parasiten zu leben, den Preis dafür einzukassieren, was sie zu jenem Augenblick für eine Revolution getan hatten, die leider nicht vollendet wurde. Denn ich bin der Meinung, dass die erste Revolution, welche größere Möglichkeiten der Verwirklichung zu haben scheint, die jetzige ist, wenn wir sie nicht verderben… (AUSRUFE: „Nein!“ UND BEIFALL).</p>
<p>Jener Revolutionär meiner ersten kindlichen Eindrücke lief mit einer 45mm-Pistole im Gürtel herum und wollte mit Ehrfurcht behandelt werden; man sollte Angst vor ihm haben: er war in der Lage, jedermann zu töten; er kam in die Arbeitsräume hoher Beamter und spielte den großen Herrn, der was zu sagen hat; und man fragte sich wirklich:</p>
<p>Wo ist denn die Revolution, die diese Leute, diese Revolutionäre gemacht haben? Denn es hat keine Revolution gegeben und es hat nur sehr wenige Revolutionäre gegeben.</p>
<p>Das erste, was wir, d.h. diejenigen, die wir diese Revolution gemacht haben, uns fragen müssen, ist, mit welchen Absichten wir sie gemacht haben; ob jemand von uns ambitiöse Absichten verhüllt hat, ein Befehlsbedürfnis, ein niederträchtiges Ziel; ob jeder der Kämpfer dieser Revolution einen Idealisten verkörperte oder ob mit dem Vorwand des Idealismus andere Zielstellungen verfolgt wurden; ob wir diese Revolution im Glauben gemacht haben, dass wir die Freuden der Macht genießen würden, sobald die Tyrannei besiegt wäre; dass jeder von uns die Nebenleistungen der Macht genießen würde; dass jeder von uns einen Luxus-Cadillac fahren würde, dass jeder von uns wie ein König leben würde, dass jeder von uns einen Palast haben würde, und dass das Leben von jetzt an für uns wie ein Spaziergang sein würde, da wir ja dafür Revolutionäre geworden waren und die Diktatur gestürzt hatten; ob wir der Meinung waren, die einen Minister abzusetzen, um andere einzusetzen; ob wir gedachten, einfach die einen Menschen abzusetzen, um andere Menschen dort einzusetzen; oder ob jedem von uns echte Uneigennützigkeit innewohnt, ob jedem von uns ein echter Opfergeist innewohnt, ob jedem von uns die Absicht innewohnt, Alles als Gegenleistung für Nichts zu geben, und ob wir von vornherein bereit waren, auf alles zu verzichten, was nicht darin besteht, opferbereit die Pflicht aufrichtiger Revolutionäre zu erfüllen. (LANG ANHALTENDER BEIFALL). Diese Frage muss sich jeder stellen, denn von unserer Gewissensprüfung kann das zukünftige Schicksal Kubas, unser Schicksal und das des Volkes abhängen.</p>
<p>Wenn ich von Kolonnen sprechen hören, wenn ich von Kampffronten sprechen höre, wenn ich von mehr oder weniger zahlreichen Truppen sprechen höre, dann denke ich immer: Hier ist unsere standhafteste Kolonne, unsere beste Truppe, die einzige Truppe, die in der Lage ist, allein den Krieg zu gewinnen: Diese Truppe ist das Volk! (BEIFALL)</p>
<p>Mehr als das Volk kann kein einziger General; mehr als das Volk kann keinerlei Armee. Wenn man mich fragen würde, welche Truppe ich zu führen vorziehe, dann würde ich sagen: ich ziehe es vor, das Volk zu führen (BEIFALL), denn das Volk ist unbesiegbar. Und das Volk war es, das diesen Krieg gewonnen hat, denn wir hatten keine Panzer, wir hatten keine Flugzeuge, wir hatten keine Geschütze, wir hatten keine Militärakademien, wir hatten keine Rekrutierungs- und Ausbildungslager, wir hatten weder Divisionen noch Regimente, Kompanien oder Züge, nicht einmal Trupps (LANG ANHALTENDER BEIFALL).</p>
<p>Wer hat schließlich den Krieg gewonnen? Das Volk, die Bevölkerung hat den Krieg gewonnen. Diesen Krieg hat niemand anderes als die Bevölkerung gewonnen – und ich sage das, falls jemand glaubt, dass er ihn gewonnen habe, falls irgendeine Truppe glaubt, dass sie ihn gewonnen habe (BEIFALL). Und somit steht in erster Linie das Volk.</p>
<p>Aber mehr noch: die Revolution interessiert mich, als Einzelperson, nicht, auch nicht einen anderen Comandante persönlich, bzw. einen anderen Hauptmann, oder eine andere Kolonne oder andere Kompanie; wen die Revolution interessiert, ist das Volk (BEIFALL).</p>
<p>Wer durch sie gewinnt oder verliert, ist das Volk. Da die Bevölkerung es war, die die Schrecklichkeiten dieser sieben Jahre erlitten hat, ist es auch das Volk, das sich fragen muss, ob es selbst, seine Kinder, seine Enkel, in 10 oder 15 oder 20 Jahren weiterhin die Gräueltaten erleiden werden, die die Republik Kuba von Beginn an erlitten hat, gekrönt von solchen Diktaturen wie denen von Machado und Batista (LANG ANHALTENDER BEIFALL).</p>
<p>Das Volk ist sehr daran interessiert, dass wir diese Revolution gut machen werden, oder ob wir in die gleichen Fehler verfallen werden, die die vorangegangene Revolution begangen hat, oder die Revolution vor dieser, oder die noch weiter davor, und somit werden wir die Folgen unserer Fehler erleiden, denn es gibt keinen Fehler ohne Folgen für die Bevölkerung; es gibt keinen politischen Fehler, für den früher oder später gebüßt werden muss.</p>
<p>Es gibt Umstände, die nicht die gleichen sind. Ich bin zum Beispiel der Meinung, dass dieses Mal eine bessere Möglichkeit als je besteht, dass die Revolution vollständig ihre Bestimmung erfüllt. Vielleicht ist deshalb der Jubel der Bevölkerung so groß und sie vergisst dabei ein wenig, wie viel noch gekämpft werden muss.</p>
<p>Eine der größten Sehnsüchte der Nation – Folge der aufgrund der Repression und des Krieges erlittenen Gräueltaten – war die Sehnsucht nach Frieden, nach Frieden mit Freiheit, nach Frieden mit Gerechtigkeit, nach Frieden mit Rechten. Niemand wollte den Frieden zu einem anderen Preis, denn Batista sprach von Frieden, sprach von Ordnung, und jenen Frieden wollte niemand, weil das der Frieden auf Kosten der Unterwerfung gewesen wäre.</p>
<p>Heute hat das Volk den Frieden so, wie es ihn wollte: einen Frieden ohne Diktatur, einen Frieden ohne Verbrechen, einen Frieden ohne Zensur, einen Frieden ohne Verfolgung (LANG ANHALTENDER BEIFALL).</p>
<p>Möglicherweise ist im Augenblick die größte Freude die der kubanischen Mütter. Mütter von Soldaten oder Mütter von Revolutionären, Mütter jeglichen Bürgers, haben heute das Gefühl, dass ihre Kinder endlich außer Gefahr sind (BEIFALL).</p>
<p>Das größte Verbrechen, das heutzutage in Kuba begangen werden könnte &#8211; ich wiederhole -, das größte Verbrechen, das heutzutage in Kuba begangen werden könnte, wäre ein Vergehen gegen den Frieden. Was heutzutage niemand in Kuba vergeben würde, wäre, wenn jemand gegen den Frieden konspirieren würde (BEIFALL).</p>
<p>Jedermann, der heutzutage etwas gegen den Frieden von Kuba unternimmt, jedermann, der die Ruhe und das Glück von Millionen kubanischen Müttern in Gefahr bringt, ist ein Verbrecher und ist ein Verräter (BEIFALL). Wer nicht bereit ist, um des Friedens willen auf etwas zu verzichten, wer zum jetzigen Zeitpunkt nicht bereit ist, um des Friedens willen auf alles zu verzichten, ist ein Verbrecher und ist ein Verräter (BEIFALL).</p>
<p>Da ich so denke, sage und schwöre ich vor meinen Mitbürgern, dass ab sofort, wenn irgendeiner meiner Kameraden oder unsere Bewegung oder ich auch nur das geringste Hindernis für den Frieden in Kuba wären, das Volk über alle uns verfügen kann und uns sagen kann, was wir zu tun haben (BEIFALL). Denn ich bin ein Mensch, der ein Amt niederlegen kann, das habe ich mehr als einmal in meinem Leben bewiesen, denn das habe ich meinen Kameraden gelehrt, ich habe Moral und spüre die ausreichende Kraft und Autorität, um zu so einem Augenblick wie diesem hier zu sprechen (BEIFALL UND AUSRUFE: „Fidel Castro lebe hoch!“).</p>
<p>Und in erster Linie muss ich zu den Revolutionären so sprechen; wenn es notwendig wäre, oder besser gesagt, da es notwendig ist, es rechtzeitig zu sagen.</p>
<p>Jenes Jahrzehnt, das auf den Sturz von Machado folgte, liegt nicht allzu weit zurück; eines der vielleicht größten Übel jenes Kampfes war die Ausbreitung der revolutionären Gruppen, die nicht zögerten, sich gegenseitig zu beschießen (BEIFALL). Und so kam infolgedessen Batista und blieb 11 Jahre an der Macht.</p>
<p>Als die Bewegung 26 de Julio organisiert wurde, und sogar als wir diesen Krieg begannen, war ich der Meinung, wenn auch die von uns gemachten Opfer sehr groß waren, wenn auch der Kampf sehr lang sein würde, und das ist er gewesen, denn er hat über zwei Jahre gedauert, zwei Jahre, die für uns kein Spaziergang gewesen sind, zwei Jahre des harten Kampfes, seitdem wir die Kampagne mit einer Handvoll Männer erneut begonnen hatten, bis wir in der Hauptstadt der Republik angekommen sind; dass trotz der vor uns liegenden Opfer uns jedoch eine Idee beruhigte: es war offensichtlich, dass die Bewegung 26 de Julio über die Unterstützung der riesigen Mehrheit und die Sympathie der Bevölkerung verfügte (BEIFALL); es war offensichtlich, dass die Bewegung 26 de Julio die fast einmütige Unterstützung der kubanischen Jugend hatte (BEIFALL). Es schien, dass dieses Mal eine große und starke Organisation die Erwartungen und Bestrebungen unserer Bevölkerung aufnehmen würde und dass die schrecklichen Folgen der Ausbreitung von revolutionären Organisationen sich in diesem Prozess nicht zeigen würden.</p>
<p>Ich bin der Meinung, dass wir vom ersten Augenblick an alle in einer einzigen revolutionären Organisation sein sollten: unsere oder die eines anderen, die 26., die 27. oder die 50., wo auch immer, denn schließlich waren wir doch die Gleichen, d.h. diejenigen die im Gebirge Sierra Maestra kämpften, diejenigen, die im Gebirge Escambray kämpften oder in Pinar del Rio, junge Menschen, Menschen mit den gleichen Idealen. Warum sollte es also ein Dutzend revolutionärer Organisationen geben? (BEIFALL)</p>
<p>Unsere war einfach die erste; unsere war einfach diejenige, die den ersten Kampf in der Kaserne Moncada ausgefochten hat, die am 2. Dezember mit der Jacht „Granma“ gelandet ist (BEIFALL), und die über ein Jahr allein gegen die gesamten Streitkräfte der Tyrannei gekämpft hat (BEIFALL); die, als sie knapp 12 Mann hatte, die Flagge der Rebellion weiter hoch gehalten hat, die dem Volk gezeigt hat, dass man kämpfen und siegen konnte, die alle in Kuba vorhandenen falschen Hypothesen über das, was eine Revolution ist, zerstört hat. Denn hier hat sich jedermann verschwört, mit dem Gefreiten, mit dem Sargenten, oder durch Einschleusen von Waffen in Havanna, die ihnen dann die Polizei abnahm (BEIFALL), bis wir gekommen sind und gezeigt haben, dass das nicht der Kampf ist, dass der Kampf anders aussehen musste, dass man eine neue Taktik und eine neue Strategie erfinden musste, und das waren die Taktik und die Strategie, die wir in die Praxis umgesetzt haben und die zum außergewöhnlichsten Sieg geführt haben, den das Volk von Kuba in seiner Geschichte zu verzeichnen hatte (BEIFALL).</p>
<p>Und ich möchte, dass die Bevölkerung mir ehrlich sagt, ob das der Wahrheit entspricht oder nicht (BEIFALL UND AUSRUFE: „Ja!“)</p>
<p>Es gibt außerdem eine weitere Tatsache: die Bewegung 26 de Julio (26. Juli) war die absolut mehrheitliche Organisation, stimmt das oder etwa nicht? (AUSRUFE: „Ja!“) Und wie endete der Kampf? Ich werde es sagen: die Ejército Rebelde (Rebellenarmee), wie der Name unserer Armee lautet, jene, die im Gebirge Sierra Maestra begonnen wurde, hatte den ganzen Ostteil, ganz Camagüey, einen Teil von Las Villas, ganz Matanzas, die Festung La Cabaña, das Militärcamp Columbia, das Polizeipräsidium und Pinar del Rio besetzt, als die Tyrannei fiel (BEIFALL).</p>
<p>Der Kampf endete gemäß dem vorhandenen Kräfteverhältnis, denn aus irgendeinem Grund haben unsere Kolonnen die Ebenen von Camagüey, verfolgt von Tausenden Soldaten und der Luftwaffe, durchquert und sind in Las Villas angekommen; und weil die Rebellenarmee Comandante Camilo Cienfuegos hatte (LANG ANHALTENDER BEIFALL), in Las Villas, und weil sie Comandante Ernesto Guevara in Las Villas hatte (LANG ANHALTENDER BEIFALL), am 1. Januar, kurz nach dem Verrat von Cantillo (AUSRUFE: „Raus mit ihm!“)… Denn unsere Armee hatte sie dort, wie ich sage, am Ersten und konnte Comandante Camilo Cienfuegos den Befehl geben, mit 500 Mann in die Hauptstadt vorzurücken und das Militärcamp Columbia anzugreifen (BEIFALL); und weil sie Comandante Ernesto Guevara in Las Villas hatte, konnte sie ihm sagen, auf die Hauptstadt vorzurücken und die Festung La Cabaña einzunehmen (BEIFALL).</p>
<p>Alle Regimente, alle bedeutenden militärischen Festungen waren in der Gewalt der Rebellenarmee, und das hat uns niemand geschenkt, es ist nicht so, dass jemand gesagt hätte: „Geh dorthin, geh dahin und geh an jenen Ort“; es waren unsere Bemühungen und unsere Opfer, unsere Erfahrung und unsere Organisation, was zu jenen Ergebnissen geführt hat (BEIFALL).</p>
<p>Bedeutet das, dass die anderen nicht gekämpft hätten? Nein. Bedeutet das, dass die anderen keine Verdienste hätten? Nein. Denn wir alle haben gekämpft, denn das gesamte Volk hat gekämpft. In Havanna gab es keinen Gebirgsschauplatz, aber es gibt Hunderte Tote, Kameraden, die, ermordet in Erfüllung ihrer revolutionären Pflichten, gefallen sind. In Havanna gab es keinen Gebirgsschauplatz, jedoch der Generalstreik war ein entscheidender Faktor dafür, dass der Sieg der Revolution vollständig war (BEIFALL).</p>
<p>Wenn ich das sage, dann nur, um die Dinge an ihren Platz zu situieren, die Rolle der Bewegung 26 de Julio in diesem Kampf, wie sie die Bevölkerung zu jenem Zeitpunkt geführt und geleitet hat, wo hier von Wahlen und wahltaktischem Verhalten die Rede war. Von Mexiko aus musste ich einmal einen Artikel unter dem Titel „Allen die Stirn bietend“ schreiben, weil wir wirklich allen Meinungen entgegengesetzt waren und unsere revolutionäre These, die Strategie dieser Revolution, verteidigten, die die Bewegung 26 de Julio festgelegt hatte, und die Fertigstellung dieser Revolution, die die überwältigende Niederlage der Tyrannei war, da sich die wichtigsten Festungen letzterer in Händen der von der Bewegung 26 de Julio organisierten Rebellenarmee befanden.</p>
<p>Nicht nur die Richtlinien im Krieg hat die Bewegung 26 de Julio festgelegt sondern sie hat ebenfalls gelehrt, wie der Feind im Krieg zu behandeln war. Das ist vielleicht die erste Revolution auf der Welt, wo niemals auch nur ein einziger Kriegsgefangener ermordet worden ist. (LANG ANHALTENDER BEIFALL); wo niemals ein Verletzter im Stich gelassen worden ist, wo niemals jemand gefoltert worden ist (BEIFALL); denn diese Richtlinie war von der Rebellenarmee festgelegt worden. Mehr noch: dies ist die einzige Revolution auf der Welt, aus der kein General hervorgegangen ist (BEIFALL), und nicht einmal ein Oberst, denn den Dienstgrad, den ich für mich bestimmt habe bzw. den meine Kameraden für mich festgelegt haben, war Comandante (Anm. des Übersetzers: Mayor, Kommandant, Kommandeur), und den habe ich nicht verändert &#8211; trotzdem wir viele Schlachten gewonnen haben und einen Krieg gewonnen haben &#8211; und bin weiterhin Comandante und möchte keinen anderen Dienstgrad (BEIFALL).</p>
<p>Und die moralische Auswirkung, die Tatsache, dass wir, d.h. diejenigen, die diesen Krieg begonnen haben, einen bestimmten Dienstgrad in der militärischen Hierarchie festgelegt hatten, führte dazu, dass sich niemand hier getraut hat, sich einen höheren Dienstgrad als den eines Comandante zu geben – obwohl es allem Anschein nach zu viel Kommandanten gibt.</p>
<p>Ich glaube, die Bevölkerung ist einverstanden damit, dass ich klare Aussagen treffe, denn die Tatsache, so um die Rechte jedes Bürgers gekämpft zu haben, wie ich es getan habe, erteilt mir zumindest das Recht, die Wahrheit laut auszusprechen (BEIFALL). Und da außerdem die Interessen des Vaterlandes im Spiel sind, kann ich angesichts der Risiken, die plötzlich in der Kubanischen Revolution auftreten können, absolut nicht auch nur die geringste Anpassung dulden.</p>
<p>Haben alle die gleiche moralische Autorität zu sprechen? Ich sage, dass derjenige, der mehr Verdienste aufweist, mehr Autorität zum Sprechen hat, als derjenige mit geringeren Verdiensten. Ich bin der Meinung, dass die Menschen, um in moralischen Vorrechten gleich zu sein, erst bezüglich ihrer Verdienste gleichziehen müssen. Ich bin der Meinung, dass die Revolution so geendet hat, wie sie sollte, da Comandante Camilo Cienfuegos – Veteran mit zwei Jahren und einem Monat des Kampfes – (BEIFALL), Befehlshaber des Militärcamps Columbia ist; da Comandante Efigenio Ameijeiras, der in diesem Krieg drei Brüder verloren hat und Veteran der „Granma“ und Comandante aufgrund der von ihm ausgefochtenen Schlachten ist (BEIFALL), oberster Befehlshaber der Polizei der Republik ist, und da Comandante Ernesto Guevara – echter Held, Expeditionsteilnehmer der „Granma“ und Veteran mit zwei Jahren und einem Monat des Kampfes in den höchsten und rauesten Bergen von Kuba – der Befehlshaber der Festung La Cabaña (BEIFALL); und da wir als Befehlshaber jedes Regiments in den verschiedenen Provinzen jene Männer eingesetzt haben, die sich bei dieser Revolution am meisten aufgeopfert und am meisten gekämpft haben. Und da dem so ist, hat also niemand das Recht, beleidigt zu sein.</p>
<p>Allem voran soll dem Verdienst Gebühr gezollt werden, denn derjenige, der nicht dem Verdienst Gebühr zollt, ist nur ein Ambitiöser (BEIFALL); der ohne die Verdienste wie andere zu haben, die Vorrechte der anderen haben möchte.</p>
<p>Jetzt tritt die Republik, bzw. die Revolution in eine neue Etappe ein. Wäre es gerecht, dass die Ambition oder die Selbstsucht und der Personenkult das Geschick der Revolution in Gefahr bringen würden? (AUSRUFE: „NEIN!“) Woran ist die Bevölkerung interessiert, da sie hier das letzte Wort zu sagen hat? (AUSRUFE: „Freiheit!“, „Freiheit!“) Sie ist in erster Linie an den Freiheiten interessiert, an den dem Volk geraubten Rechten und am Frieden. Und sie hat sie, denn im Augenblick hat sie alle Freiheiten, alle Rechte, welche ihr die Tyrannei geraubt hatte, und sie hat den Frieden (BEIFALL).</p>
<p>Woran ist das Volk interessiert? An einer redlichen Regierung. Ist es nicht eine redliche Regierung, woran die Bevölkerung interessiert ist? (AUSRUFE: „Ja!“). Da habt ihr es: einen ehrbaren höheren Justizbeamten als Präsidenten der Republik (BEIFALL). Woran ist sie interessiert, daran, dass junge und unbescholtene Menschen die Minister der Revolutionären Regierung seien? (AUSRUFE: „Ja!“). Da habt ihr sie: analysiert einen nach dem anderen die Minister der Revolutionären Regierung und sagt mir, ob unter ihnen ein Dieb, oder ein Verbrecher oder eine unverschämte Person ist (AUSRUFE: „Nein!“).</p>
<p>Es gibt viele Menschen, die aufgrund ihrer Ehrbarkeit und Fähigkeit Minister in Kuba sein könnten, aber es können nicht alle Minister sein, denn es kann nur 14, 15 oder 16 Minister geben. Und hier ist die Bevölkerung nicht daran interessiert, dass es „Don Hinz“ bzw. „Don Kunz“ sei, sondern dass derjenige, der Minister ist, ein junger Mensch und ein ehrbarer Mensch ist. (BEIFALL). Und das Wichtige hier ist, dass die Ernannten jene Eigenschaften und Fähigkeiten besitzen, und nicht, dass es nicht „Don Hinz“ bzw. „Don Kunz“ sind, denn die Hinz und Kunz sind zum jetzigen Augenblick nicht wichtig für die Revolution und für die Republik (BEIFALL).</p>
<p>Darf jemand versuchen, dieses Land mit Blut zu beflecken, weil er nicht Minister geworden ist? (AUSRUFE: „Nein!“) Darf irgendeine Gruppe aufgrund der Tatsache, dass man ihr nicht drei oder vier Ministerposten zugesprochen hat, dieses Land mit Blut beflecken und den Frieden stören? (AUSRUFE: „Nein!“) Wenn das Regierungsteam nicht taugt, über das die Bevölkerung von Kuba im Augenblick verfügt, dann wird das Volk Zeit haben, es rauszuschmeißen1*, aber nicht an den Urnen zu wählen**, sondern es bei Wahlen rauszuschmeißen* (BEIFALL). Das ist nicht so im Fall, dass das Regierungsteam nicht geeignet bzw. ideal wäre, dann würde niemand hier eine Revolution machen oder einen Putsch, um es abzusetzen, da jedermann weiß, dass es Wahlen geben wird und wenn es nicht taugt, dann wird die Bevölkerung es übernehmen, frei das letzte Wort zu sprechen; und nicht das tun, was Batista gemacht hat, der 80 Tage vor den Wahlen gesagt hat, dass er die Regierung absetzen musste und dass dies das Patriotische sei – weil er behauptet hat, dass er jene Regierung bekämpfe, und eine Reihe Anschuldigungen gegen jene Regierung gemacht hat. Denn hier ist für immer Schluss mit den Putschen und mit den Anschlägen auf die Verfassung und das Recht (BEIFALL).</p>
<p>Es ist erforderlich, so zu sprechen, damit nicht die Demagogie und die Begriffsverwirrung und die Spalttätigkeit aufkommen und damit die Bevölkerung diesen erkennt, sobald der erste die Ohren der Ambition hervorgucken lässt. (BEIFALL). Und ich versichere euch meinerseits, da es das Volk ist, das ich führen und leiten möchte, weil es die beste Truppe ist und weil ich das Volk allen bewaffneten Kolonnen vereint vorziehe; ich sage euch, dass das Erste sein wird, was ich immer tun werde, wenn ich die Revolution in Gefahr sehe, das Volk zusammenzurufen (BEIFALL). Denn indem wir zum Volk sprechen, können wir Blutvergießen sparen; denn hier muss, bevor ein einziger Schuss abgegeben wird, erst tausend Mal das Volk zusammengerufen werden und zum Volk gesprochen werden, damit das Volk ohne Schießerei die Probleme löst. Ich habe Vertrauen in das Volk, und das habe ich bewiesen, ich weiß, was das Volk kann, und ich glaube, das habe ich bewiesen, ich sage euch, wenn das Volk will, dann wird hier in diesem Land niemals wieder ein Schuss erklingen (BEIFALL). Denn die öffentliche Meinung hat eine außerordentliche Kraft und einen außerordentlichen Einfluss, besonders, wenn keine Diktatur vorhanden ist. In der Zeitspanne der Diktatur ist die öffentliche Meinung ein Nichts, aber zu Zeiten der Freiheit der öffentlichen Meinung ist sie alles, und die Gewehre müssen sich ihr beugen und vor der öffentlichen Meinung niederknien (BEIFALL). Liege ich richtig, Camilo? (AUSRUFE: „Camilo lebe hoch!”)</p>
<p>Ich spreche so zum Volk, weil ich es schon immer gemocht habe, vorauszusehen, und ich bin der Meinung, dass die Revolution, wenn ich vorausschauend zum Volk spreche, die einzigen Gefahren verhindern kann, die noch vor ihr stehen; und ich sage euch, dass sie nicht so groß sind; aber mir wäre es lieb, dass, damit die Revolution sich konsolidiere, kein einziger Tropfen kubanischen Blutes mehr zu vergießen wäre (BEIFALL).</p>
<p>Meine große Sorge besteht darin, dass nicht in drei Wochen, oder vier Wochen, oder in einem Monat, oder in einer Woche im Ausland – wo diese Revolution die Bewunderung der ganzen Welt genießt &#8211; gesagt werden muss, dass hier erneut kubanisches Blut vergossen wurde, um diese Revolution zu konsolidieren, denn dann wäre diese Revolution nicht ein Beispiel (BEIFALL).</p>
<p>Ich hätte nicht so gesprochen, als wir eine Gruppe von 12 Mann waren, denn als wir eine Gruppe von 12 Mann waren, da war alles, was wir vor uns hatten, nur kämpfen, kämpfen und kämpfen, und unter jenen Umständen bestand Verdienst darin zu kämpfen; aber heute, wo wir die Flugzeuge, die Panzer, die Geschosse und die Mehrheit der bewaffneten Männer haben, die Kriegsflotte, zahlreiche Armee-Kompanien und eine enorme Macht im militärischen Bereich (AUSRUFE: „Und das Volk!“, „Und das Volk!“) Das Volk… Ich komme auf die Idee zurück, die ich euch mitteilen wollte: heute, wo wir all das haben, beunruhigt es mich sehr, kämpfen zu sehen, denn so ist es kein Verdienst, zu kämpfen; ich würde es vorziehen, erneut mit 12 Mann ins Sierra Maestra-Gebirge zu gehen, gegen alle Panzer zu kämpfen, anstelle mit allen Panzern zu kommen, um auch nur irgendjemanden hier zu beschießen (BEIFALL).</p>
<p>Und diejenige, die ich bitte, uns sehr zu helfen, die ich von ganzem Herzen bitte, mir zu helfen, ist die Bevölkerung (BEIFALL), ist die öffentliche Meinung, um die Ambitiösen zu entwaffnen, um von vornherein diejenigen zu verurteilen, die von jetzt an beginnen, ihre wahre Absicht zu verraten (BEIFALL).</p>
<p>Ich werde mich heute nicht in persönlichen bzw. spezifischen Angriffen auslassen, da das gerade erst geschehen ist und es noch zu früh ist, öffentliche Polemiken zu führen – obwohl, wenn dies erforderlich wird, dann ist das für mich kein Problem, denn ich werde das erhobenen Hauptes tun und bin bereit, mit der Wahrheit in der Hand zu diskutieren -, und weil eine sehr große Freude in der Bevölkerung vorhanden ist, und in der Masse der Kämpfer, ich werde nicht sagen, bei allen ihren Befehlshabern und führenden Köpfen, obwohl bei der Mehrheit der führenden Köpfe, denn bei der Mehrheit von ihnen – und da habt ihr zum Beispiel Carlos Prío Socarrás, der mit einer Haltung nach Kuba gekommen ist, der Revolution bedingungslos zu helfen, wie er sagt, und absolut nach nichts zu trachten – (BEIFALL); er hat nicht gegen die Tatsache protestiert, er hat absolut nicht protestiert, er hat weder die geringste Beanstandung noch die geringste Ablehnung gegen das Kabinett gezeigt, er weiß, dass es sich um ein Kabinett ehrbarer Menschen und junger Menschen handelt, die es sehr gut verdient haben, dass ihnen ein Vertrauensvotum zum Arbeiten gegeben wird.</p>
<p>Und da sind die Führungskräfte anderer Organisationen, die dieselbe Bereitschaft zeigen. Und noch etwas: die Massen der Kämpfer, die Menschen, die gekämpft haben und die sich allein von Idealen leiten lassen, die Menschen, die gekämpft haben, die aller Organisationen, die haben alle eine sehr patriotische Haltung und sehr revolutionäre und großmütige Gefühle, denn sie werden immer so denken, wie das Volk denkt, denn ich bin sicher, dass derjenige, der die Verrücktheit zu begehen versucht, einen Bürgerkrieg zu verursachen, die Verurteilung des gesamten Volkes haben wird (BEIFALL), und von den einfachen Kämpfern verlassen wird, die ihm nicht folgen werden. Und man muss wirklich verrückt sein, um nicht nur die Macht unter den Bedingungen herauszufordern, unter denen wir sie heute haben, sondern auch die Vernunft, das Recht des Vaterlandes und das gesamte Volk von Kuba (BEIFALL).</p>
<p>Und ich sage all das, weil ich dem Volk eine Frage stellen möchte; weil ich der Bevölkerung eine Frage stellen möchte, die mich sehr interessiert, und die für die Bevölkerung von äußerstem Interesse ist, sie zu beantworten: Wozu im Augenblick heimlich einen Waffenvorrat anlegen? Wozu Waffen an verschiedenen Stellen der Hauptstadt verstecken? Wozu im Augenblick Waffen schmuggeln? Wofür? Und ich sage euch, dass es Elemente einer bestimmten revolutionären Organisation gibt, die Waffen verstecken (AUSRUFE: „Los, suchen wir sie!“), die Waffenvorrat anlegen und die Waffen schmuggeln. Alle Waffen, die die Rebellenarmee aufgegriffen hat, befinden sich in den Kasernen, von diesen ist keine einzige angefasst worden, niemand hat sie mit zu sich nach Hause genommen oder sie versteckt; sie sind in den Kasernen, unter Verschluss; in Pinar del Rio genauso wie in der Festung La Cabaña, wie im Militärcamp Columbia, wie in Matanzas, wie in Santa Clara, in Camagüey und in Oriente (im Ostteil); es sind nicht Lastwagen voll Waffen beladen worden, um sie irgendwo zu verstecken, denn diese Waffen müssen in den Kasernen sein.</p>
<p>Ich werde euch eine Frage stellen, denn die Probleme löst man, indem man klar spricht und sie analysiert, und ich bin bereit, alles das zu tun, was mir möglich ist, um sie so zu lösen, wie sie gelöst werden müssen: mit Vernunft und Intelligenz, und unter Einfluss der öffentlichen Meinung, die es ist, welche befiehlt, und nicht mit Gewalt; denn wenn ich an die Gewalt glauben würde, dass sie mit Gewalt zu lösen wären, dann müsste man nicht mit dem Volk sprechen, dann müsste man ihm nicht dieses Problem vorlegen, sondern hingehen, jene Waffen zu suchen (BEIFALL).</p>
<p>Und was hier erreicht werden muss, ist, dass die revolutionären Kämpfer, die idealistischen Menschen, die durch jenes Manöver getäuscht werden können, jene falschen „Führerlein“, die jene Haltung einnehmen, verlassen, und sich an die Seite des Volkes stellen, dem sie vor allem dienen müssen.</p>
<p>Ich werde euch eine Frage stellen: Waffen wozu, um gegen wen zu kämpfen? Gegen die Revolutionäre Regierung, die die Unterstützung des gesamten Volkes hat? (AUSRUFE: „Nein!“) Ist es etwa dasselbe, wenn der Richter Urrutia die Republik regiert, als wenn Batista die Republik regiert? (AUSRUFE: „Nein!“) Waffen wozu? Gibt es eine Diktatur hier? (AUSRUFE: „Nein!“) Werden sie gegen eine freie Regierung kämpfen, die die Rechte der Bevölkerung achtet? (AUSRUFE: „Nein!“) Jetzt, wo es keine Zensur gibt, wo die Presse vollkommen frei ist, freier als je, und außerdem die Sicherheit hat, dass sie es für immer sein wird, ohne dass es hier erneut eine Zensur geben wird? (BEIFALL) Jetzt, wo die gesamte Bevölkerung sich frei versammeln kann? Jetzt, wo es weder Folter noch politische Gefangene, noch Morde oder Terror gibt? Jetzt, wo es nur Freude darüber gibt, dass alle Führungskräfte in den Gewerkschaften, die Verräter waren, abgesetzt worden sind, und wo unmittelbar in allen Gewerkschaften zu Wahlen aufgerufen werden wird? (BEIFALL) Wo alle Rechte der Bürger wiederhergestellt worden sind, wo in der kürz möglichsten Zeit zu Wahlen aufgerufen werden wird, wozu dann Waffen? Wozu Waffen verstecken? Um den Präsidenten der Republik unter Druck zu setzen bzw. zu erpressen? Um hier zu drohen, den Frieden zu brechen? Um Gangster-Organisationen zu schaffen? Werden wir etwa in das Gangsterunwesen zurückkehren? Werden wir etwa zur täglichen Schießerei auf den Straßen der Hauptstadt zurückkehren? Waffen, wozu?</p>
<p>Also ich sage euch, dass vor zwei Tagen Elemente einer bestimmten Organisation in eine Kaserne gegangen sind, die Kaserne San Antonio, eine Comandante Camilo Cienfuegos unterstehende Kaserne, und mir als Comandante en Jefe (Oberstem Befehlshaber) aller Streitkräfte unterstehend, und haben die dort aufbewahrten Waffen mitgenommen, sie haben 500 Waffen weggenommen und 6 Maschinengewehre und 80 000 Gewehrkugeln bzw. Geschosse (AUSRUFE: „Los, suchen wir sie!“).</p>
<p>Und ich sage euch ehrlich, es hätte keine schlimmere Provokation begangen werden können. Denn dies jenen Männern anzutun, die es verstanden haben, während zwei Jahren hier für das Land zu kämpfen, Männern, die heute die Verantwortung für den Frieden des Landes tragen und die die Dinge gut machen wollen, das ist eine Gemeinheit und ist eine nicht zu rechtfertigende Provokation.</p>
<p>Und was wir gemacht haben, ist nicht, hinzugehen und jene Waffen zu suchen; denn es ist so – wie ich euch schon vorher gesagt habe – dass wir mit dem Volk sprechen und den Einfluss der öffentlichen Meinung nutzen wollen, damit jene „Führerlein“, die hinter diesen kriminellen Manövern stecken, ohne Truppen bleiben, damit die idealistischen Kämpfer – und diejenigen, die in jeder Organisation hier gekämpft haben, sind echte Idealisten – es wissen, damit jene zur Verantwortung für diese Taten gezogen werden.</p>
<p>Und deshalb haben wir uns nicht einmal provozieren lassen, wir haben sie wegen diesem Waffenraub vollkommen in Ruhe gelassen, einem nicht zu rechtfertigenden Raub, denn hier gibt es keine Diktatur und niemand befürchtet, dass wir zu Diktatoren werden, und ich werde euch sagen, warum, ich werde es euch sagen: derjenige wird zum Diktator, der nicht die Unterstützung des Volkes hat und so zur Gewalt greifen muss, da er über keine Stimmen verfügt, wenn er zur Wahl antreten muss (BEIFALL). Wir können nicht zu Diktatoren werden, wir, die wir so viel Zuneigung im Volk gesehen haben, eine einstimmige, vollkommene und absolute Zuneigung im Volk; abgesehen von unseren Prinzipien, denn wir werden niemals die Plumpheit begehen, eine Stellung mit Gewalt zu bekleiden, denn das ist uns zuwider, denn wir sind nicht umsonst die Anführer dieses Kampfes gegen die ekelhafte und scheußliche Tyrannei gewesen (BEIFALL).</p>
<p>Wir werden niemals die Gewalt benötigen, denn wir haben die Unterstützung des Volkes, und außerdem, an dem Tag, an dem das Volk uns ein unfreundliches Gesicht macht, uns einfach nur ein unfreundliches Gesicht macht, da gehen wir (BEIFALL). Denn wir sehen das als eine Pflicht an, nicht als ein Vergnügen; wir sehen das als eine Arbeit an, denn nicht umsonst schlafen wir nicht, ruhen wir uns nicht aus und essen wir nicht, während wir die Insel abfahren und ehrlich arbeiten, um unserem Land zu dienen; nicht umsonst besitzen wir nichts, und nicht umsonst werden wir Menschen sein, die nichts haben (BEIFALL UND AUSRUFE: „Doch, du hast das Volk!“). Und das Volk wird uns niemals bei etwas Unmoralischem sehen und auch nicht irgendjemandem Privilegien erteilend oder eine Ungerechtigkeit tolerierend, oder stehlend oder uns bereichernd und auch nicht bei anderen Dingen dieser Art; denn die Macht verstehen wir als ein Opfer, und glaubt mir, wenn dem nicht so wäre, dann wäre es besser – wenn es nicht eine Pflicht wäre, die man zu erfüllen hat &#8211; nach all den Beweisen der Zuneigung, die mir von der Bevölkerung zuteil geworden sind, nach all den grandiosen Bekundungen, zu gehen, sich zurückzuziehen oder zu sterben; denn nach so viel Zuneigung und so viel Vertrauen macht es einem Angst, dem Volk nicht alles so erfüllen zu können, wie man es tun muss! (LANG ANHALTENDER BEIFALL).</p>
<p>Und wenn es nicht wegen jener Pflicht wäre, wenn es nicht wegen jener Pflicht wäre – das sage ich – dann würde ich mich vom Volk verabschieden und die mir heute dargebrachte Zuneigung für immer bewahren, und dass man mich mit den gleichen Mut machenden Worten anruft, wie es heute geschehen ist.</p>
<p>Ich weiß jedoch, dass die Machtausübung eine harte, komplizierte Aufgabe ist, dass unsere Aufträge und Aufgaben so sind, wie dieses vor uns stehende Problem, wirklich ein schwieriges Problem und voller Bitterkeit, und man geht es an, weil das einzige, was man zu dieser Stunde nicht zum Volk sagen wird, ist: „Ich gehe.“ (AUSRUFE: „Der Vater des Vaterlandes, er lebe hoch!“; GEFOLGT VON GESCHLOSSENEM BEIFALL).</p>
<p>Außerdem gibt es noch einen weiteren Grund, weshalb uns die Gewalt nicht gefällt: wenn sich eines Tages hier jemand mit Gewalt in Waffen erheben würde, und es ist so, dass ich mich trauen würde, den schlimmsten Feind zu rufen, denjenigen, der am wenigsten mit mir sympathisiert, wenn dieser bereit wäre, dem Volk gegenüber seiner Pflicht nachzukommen, und würde ihm sagen: „Schauen Sie, nehmen Sie alle jene Streitkräfte, alle jene Truppen und alle jene Waffen“, und ich würde ganz ruhig bleiben, weil ich weiß, dass ich an dem Tag, wo jener sich mit Gewalt erheben würde, erneut ins Sierra Maestra-Gebirge gehen würde und dann würden wir schon sehen, wie lange jene Diktatur dort an der Macht dauern würde (BEIFALL).</p>
<p>Ich bin der Meinung, dass dies mehr als ausreichende Gründe sind, damit jedermann überzeugt ist, dass wir nicht daran interessiert sind, irgendeine Macht mittels Gewalt zu kontrollieren.</p>
<p>Der Präsident der Republik hat mich mit der heikelsten aller Aufgaben beauftragt, mit der Aufgabe, die bewaffneten Einrichtungen der Republik umzuorganisieren und mir das Amt des Oberbefehlshabers aller Luft-, See- und Bodenstreitkräfte der Nation übertragen (BEIFALL UND AUSRUFE: „Du hast es verdient!“). Nein, ich habe es nicht verdient, denn es ist ein Opfer für mich, und schließlich ist dies für mich weder ein Grund zum Stolz noch zur Eitelkeit, für mich ist es ein Opfer. Aber ich möchte, dass das Volk mir sagt, ob es der Meinung ist, dass ich diese Funktion übernehmen soll (LANG ANHALTENDER BEIFALL UND AUSRUFE: „Ja!“)</p>
<p>Ich bin der Meinung, da wir mit 12 Mann eine Armee gebildet haben und diese 12 Mann heute den Einrichtungen der Streitkräfte vorstehen, ich bin der Meinung, da wir unserer Armee gelehrt haben, dass man einen Gefangenen nie ermordet, dass man einen Verletzten nie im Stich lässt, dass man einen Häftling niemals schlägt, dann sind wir diejenigen, die allen militärischen Einrichtungen der Republik dieselben Dinge beibringen können, die wir jener Armee beigebracht haben (BEIFALL). Um Streitkräfte zu haben, wo kein einziger ihrer Mitglieder erneut einen Häftling schlägt, oder ihn foltert oder ihn ermordet (BEIFALL). Und außerdem können wir als Brücke zwischen den Revolutionären und den ehrbaren Militärangehörigen dienen, jenen, die weder gestohlen noch ermordet haben, denn jene Militärangehörige, die nicht gestohlen und nicht ermordet haben, werden das Recht haben, weiterhin den Streitkräften anzugehören (BEIFALL); so wie ich euch ebenfalls sage, dass niemand denjenigen, der gemordet hat, vor dem standrechtlichen Erschießen retten kann (LANG ANHALTENDER BEIFALL).</p>
<p>Außerdem, alle revolutionären Kämpfer, die den regulären Streitkräften der Republik angehören möchten, haben das Recht dazu, unabhängig davon, welchen Organisationen sie angehören, und dies mit ihren Dienstgraden… die Türen stehen allen revolutionären Kämpfern offen, die kämpfen möchten und die eine Aufgabe zum Wohl des Landes erfüllen wollen. Und da das so ist, da es Freiheiten gibt, da es eine Regierung junger und ehrbarer Menschen gibt, da das Land zufrieden ist, da es Vertrauen in jene Regierung hat und in die Männer, die die Streitkräfte befehligen, da es Wahlen geben wird, da die Türen allen offen stehen, warum also Waffen einlagern?</p>
<p>Ich möchte, dass ihr mir sagt, ob die Bevölkerung möchte, dass Frieden ist, oder ob sie möchte, dass an jeder Ecke ein mit einem Gewehr bewaffneter Typ steht; ich möchte, dass ihr mir sagt, ob die Bevölkerung damit einverstanden ist bzw. der Meinung ist, dass es richtig ist, dass jeder der hier will, eine Privatarmee hat, die allein ihrem Boss gehorcht (AUSRUFE: „Nein!“); ob es so Ordnung und Frieden in der Republik geben kann (AUSRUFE: „Nein!“).</p>
<p>(JEMAND RUFT: „Säuberung der Streitkräfte!“) Gründliche Säuberung, nicht nur eine einfache (BEIFALL).</p>
<p>(AUSRUFE: „Sag etwas über Raúl!“) Raúl ist in der Moncada-Kaserne, d.h. dort, wo er jetzt sein muss.</p>
<p>Und dies sind die Probleme, die ich heute dem Volk vorlegen wollte. Die Waffen müssen so schnell als möglich von den Straßen fort, die Waffen müssen von den Straßen verschwinden (BEIFALL). Denn der Feind steht nicht mehr direkt gegenüber, es braucht nicht mehr gegen irgendjemand gekämpft zu werden; und wenn eines Tages gegen einen fremden Feind bzw. gegen eine gegen die Revolution gehende Bewegung gekämpft werden muss, dann werden nicht nur einige Wenige sondern ein ganzes Volk kämpfen (LANG ANHALTENDER BEIFALL).</p>
<p>Die Waffen müssen in den Kasernen sein, niemand hat hier das Recht, Privatarmeen zu haben (BEIFALL).</p>
<p>Jene Elemente, die mit jenen verdächtigen Machenschaften beschäftigt sind, haben vielleicht einen Vorwand dafür in der Tatsache gefunden, dass ich und meine Kameraden ernannt wurden für eine Arbeit, die der Präsident zugewiesen hat, und haben davon gesprochen, dass es eine politische Armee gäbe. Politische Armee? Wo doch, wie ich euch schon sagte, das gesamte Volk hinter uns steht, das in Wirklichkeit unsere politische Armee ist.</p>
<p>Heute will ich die Bevölkerung darauf aufmerksam machen, und die kubanischen Mütter darauf aufmerksam machen, dass ich immer alles, was in unserer Macht steht, unternehmen werde, um alle Probleme zu lösen, ohne auch nur einen Blutstropfen zu vergießen (BEIFALL). Ich möchte den kubanischen Müttern sagen, dass hier niemals wieder durch unserer Schuld auch nur ein einziger Schuss abgegeben werden wird; und ich möchte die Bevölkerung darum bitten, wie ich auch die Presse bitten möchte, wie ich auch alle gesunden und verantwortungsbewussten Menschen des Landes bitten möchte, dass sie uns helfen, diese Probleme mit Unterstützung der öffentlichen Meinung zu lösen, nicht mit Kompromissen, denn wenn die Leute sich bewaffnen und drohen, damit man ihnen etwas gibt, dann ist das unmoralisch, und das werde ich niemals akzeptieren (BEIFALL). Denn nachdem bestimmte Individuen Waffen einzulagern begonnen haben, sage ich hier, dass ich nicht das geringste Zugeständnis akzeptieren werde, denn das würde bedeuten, die Moral der Revolution zu demütigen (BEIFALL). Was getan werden muss besteht darin, dass derjenige, der nicht den regulären Streitkräften der Republik angehört – denen anzugehören jeder revolutionäre Kämpfer das Recht hat -, die Waffen in die Kasernen zurückbringt, denn hier werden Waffen überflüssig sein, da es keine Tyrannei mehr gibt und es ist nachgewiesen, dass die Waffen nur taugen, wenn man Recht hat, und wenn das Volk hinter einem steht, und im gegenteiligen Fall dienen sie allein dazu, zu morden und Missetaten zu begehen (BEIFALL).</p>
<p>Ich möchte der Bevölkerung außerdem sagen, dass sie sicher sein kann, dass die Gesetze des Landes geachtet werden und dass es hier weder Gangsterunwesen noch Cliquenwirtschaft noch Banditentum geben wird; einfach deswegen, weil es keine Duldsamkeit geben wird. Die Waffen der Republik sind heute in den Händen der Revolutionäre. Ich hoffe, dass diese Waffen niemals verwendet werden müssen, aber an jenem Tag, wenn das Volk es befiehlt, um seinen Frieden, seine Ruhe und seine Rechte abzusichern, wenn das Volk darum bittet, wenn das Volk es will, wenn es eine Notwendigkeit wäre, dann werden diese Waffen das erfüllen, was sie erfüllen müssen, und sie werden einfach ihre Pflicht erfüllen (BEIFALL).</p>
<p>Niemand soll glauben, dass wir uns provozieren lassen, denn wir sind zu gelassen, um uns provozieren zu lassen, denn wir haben sehr große Verantwortungen, um uns jemals beim Maßnahmetreffen zu überstürzen, bzw. zu prahlen oder ähnliche Dinge, und ich bin vollkommen überzeugt, dass hier immer alle Mittel der Überzeugung und alle vernünftigen Mittel und alle menschlichen Mittel erschöpft werden müssen – und ich werde sie immer erschöpfen -, um zu verhindern, dass erneut auch nur ein einziger Blutstropfen in Kuba vergossen wird. Also braucht niemand zu befürchten, dass wir uns provozieren lassen; denn wenn uns allen die Geduld zu Ende geht, dann suchen wir mehr Geduld, und wenn uns erneut die Geduld zu Ende geht, suchen wir erneut mehr Geduld; das wird unsere Richtschnur sein (BEIFALL). Und das muss die Losung derjenigen sein, die die Waffen in ihrer Hand haben und die die Macht in der Hand haben: niemals müde werden auszuhalten, niemals müde werden, sich mit allen Bitternissen und mit allen Provokationen abzufinden, ausgenommen den Fall, wenn schon die heiligsten Interessen des Volkes in Gefahr geraten werden. Aber nur, wenn dies wirklich bewiesen wird, wenn es schon eine Forderung der gesamten Nation ist, der Presse, der bürgerlichen Einrichtungen, der Werktätigen und des gesamten Volkes; wenn sie darum bitten und nur wenn sie darum bitten. Und was ich immer tun werde, unter jedem von diesen Umständen, das ist, zu kommen und dem Volk zu sagen: „Seht, es ist dies und das geschehen.“</p>
<p>Dieses Mal habe ich die Namen ausgelassen, denn ich möchte nicht die Atmosphäre vergiften, ich möchte nicht die Spannung erhöhen; ich möchte einfach nur das Volk auf diese Gefahren aufmerksam machen, denn es wäre sehr traurig, dass diese Revolution, die so viel Opfer gekostet hat – und nicht dass sie vereitelt würde, denn diese Revolution wird auf keine Art und Weise vereitelt, denn es ist ja bekannt, dass, zusammen mit dem Volk und mit allem, was es zum Wohl des Volkes gibt, nicht die geringste Gefahr besteht -, aber es wäre sehr traurig, dass nach dem Amerika gegebenen Beispiel hier erneut ein Schuss fällt.</p>
<p>Es stimmt, dass bei fast allen Revolutionen nach dem Kampf ein weiterer Kampf folgt, und dann noch einer – schaut euch die Geschichte aller Revolutionen an, in Mexiko und überall. Es schien jedoch, dass diese eine Ausnahme sein würde, wie sie eine Ausnahme bei allem Anderen gewesen ist; sie war außerordentlich bei allem Anderen, und wir möchten, dass sie auch durch die Tatsache so außerordentlich bliebe, dass hier kein einziger Schuss mehr fällt; und ich glaube, dass das gelingt. Ich glaube, dass die Revolution siegen wird, ohne dass auch nur noch ein einziger Schuss fällt. Und wisst ihr warum? Weil der im Land entwickelte Bewusstseinsgrad wirklich bewundernswert ist, die staatsbürgerliche Verantwortung dieses Volkes, die Disziplin dieses Volkes, der Geist dieses Volkes; ich bin wirklich stolz auf das gesamte Volk, ich habe ein außerordentliches Vertrauern in das Volk von Kuba (BEIFALL). Sich für unser Volk aufzuopfern, ist der Mühe wert.</p>
<p>Heute hatte ich das Vergnügen, vor der versammelten Presse ein Beispiel zu geben: eine große Menschenmenge war vor dem Präsidentenpalast versammelt, und man sagte mir, dass 1 000 Mann erforderlich seien, um dort herauszukommen; so habe ich mich schließlich hingestellt und die Bevölkerung gebeten, sie möchte zwei Reihen bilden, und gesagt, dass kein einziger Mann erforderlich sei, dass ich allein dort gehen würde, und in wenigen Minuten haben die Leute ihre zwei Reihen gebildet und wir sind dort entlang gegangen, ohne ein Problem irgendeiner Art. Das ist das Volk von Kuba, und dieser Beweis erfolgte vor allen Journalisten (BEIFALL).</p>
<p>Von jetzt an hören die freundlichen Empfänge und Beifallsbekundungen auf; von jetzt an gilt für uns: arbeiten, morgen wird genau so ein Tag wie jeder andere sein, und alle anderen ebenso, und wir werden uns an die Freiheit gewöhnen. Jetzt sind wir zufrieden, weil wir schon lange Zeit nicht mehr frei gewesen waren, aber in einer Woche werden wir uns um andere Dinge Sorgen machen: ob wir Geld haben, die Miete zu zahlen, den Strom, das Essen, das sind die Probleme, die die Revolutionäre Regierung wirklich lösen muss, die Million Probleme, die die Bevölkerung von Kuba hat, und dafür hat sieeinen aus jungen Leuten bestehenden Ministerrat, von denen ich weiß, dass sie voller Enthusiasmus sind, bezüglich deren ich sicher bin, dass sie die Republik verändern werden, da bin ich sicher (LANG ANHALTENDER BEIFALL). Außerdem, weil es einen Präsidenten gibt, der sicher in seinem Amt ist, dem keinerlei Gefahr droht, denn die Gefahren, von denen ich gesprochen habe, sind nicht jene Gefahren, dass das Regime irgendwie Gefahr liefe, gestürzt zu werden, diese sind tausend Meilen entfernt davon; ich sprach von der Gefahr, dass auch nur ein einziger weiterer Tropfen Blut vergossen würde. Aber der Präsident der Republik ist konsolidiert, schon von allen Nationen anerkannt – nicht von allen, aber sehr schnell anerkennen ihn alle Nationen der Welt -, und verfügt über die Unterstützung der Bevölkerung und unsere Unterstützung, die Unterstützung der revolutionären Kräfte; und eine echte Unterstützung, eine Unterstützung ohne Bedingungen, eine Unterstützung ohne um etwas zu bitten oder etwas zu fordern, denn hier haben wir um das Vorrecht der Zivilmacht gekämpft und das werden wir beweisen, dass für uns die Prinzipien vor jeglicher anderer Erwägung stehen und dass wir nicht aus Ambition gekämpft haben.</p>
<p>Ich bin der Meinung, dass wir ausreichend bewiesen haben, ohne Ambitionen gekämpft zu haben. Ich glaube, dass kein Kubaner auch nur den geringsten Zweifel darüber hegt.</p>
<p>Sodass wir jetzt alle viel arbeiten müssen. Ich meinerseits bin bereit, mein Bestmögliches zum Nutzen des Landes zu tun, und weiß, dass alle meine Kameraden es ebenso sind, und dass der Präsident der Republik es ist, und dass alle Minister es sind, die nicht rasten werden. Und ich versichere euch, wenn heute jemand aus Kuba weggeht und in zwei Jahren zurückkommt, dann wird er diese Republik nicht wiedererkennen.</p>
<p>Ich sehe einen außerordentlichen Zusammenarbeitsgeist im gesamten Volk, ich sehe die Presse, die Journalisten, alle Sektoren des Landes, wie sie begierig sind zu helfen, und das ist es, was gebraucht wird. Es ist so, dass die Bevölkerung von Kuba viel gelernt hat, und in diesen sieben Jahren hat sie für siebzig gelernt. Es ist gesagt worden, dass der Putsch ein Zurückbleiben von fünfundzwanzig Jahren bedeutet hat, wenn dem so gewesen ist – und jenes war wirklich ein Rückschritt von fünfundzwanzig Jahren -, dann haben wir jetzt einen Vormarsch von fünfzig gemacht. Die Republik ist nicht wiederzuerkennen: keinerlei Biertischpolitik, keinerlei Laster, keinerlei Glücksspiel, keinerlei Raub. Wir haben gerade erst vor wenigen Tagen begonnen und schon ist die Republik nicht wiederzuerkennen.</p>
<p>Jetzt steht noch eine große Arbeit vor uns. Alle Fragen bezüglich der Streitkräfte sind Angelegenheiten, die zu unseren zukünftigen Tätigkeiten in Beziehung stehen werden, aber außerdem werden wir immer alles in unserer Macht stehende für das gesamte Volk tun, denn ich bin nicht Militär von Beruf, und schon gar nicht Berufsoffizier; ich werde die minimale Zeit hier sein und wenn ich hier fertig sein werde, werde ich andere Dinge tun, denn ehrlich, ich werde hier dafür nicht gebraucht (AUSRUFE). Ich meine damit, dass man mich nicht für die Tätigkeiten militärischer Art brauchen wird, ich habe andere Erwartungen, von anderer Art. Und genau das, unter andern Dingen: an jenem Tag, wo ich schießen, kämpfen, eine Besorgnis begründen möchte, gibt es hier viel freies Feld, wo man die Dinge tun kann (BEIFALL).</p>
<p>(AUSRUFE: „Es müssen Arbeitsplatz-Quellen gefördert werden!“) Wenn wir nicht alle diese Probleme lösen, dann wäre dies nicht eine Revolution, Kameraden, denn ich bin der Meinung, dass das Hauptproblem der Republik im Augenblick und das, was die Bevölkerung demnächst benötigen wird, wenn erst die Siegesfreude verklingt, Arbeit ist, d.h. die Art und Weise, sich auf anständige Weise ihren Lebensunterhalt zu verdienen (BEIFALL).</p>
<p>Aber nicht nur das, Kameraden; es gibt tausende Dinge mehr, über die ich in all diesen Tagen gesprochen habe, und die ich mir vorstellen kann, dass ihr sie über Rundfunk gehört habt oder über die Presse, mancher mehr, der andere weniger, und außerdem werden wir auch nicht alle Themen an einem einzigen Abend ausschöpfen.</p>
<p>Wir werden weiterhin über die von mir heute angesprochenen Probleme nachdenken und so wollen wir den langen Tag abschließen – und obwohl ich gar nicht erschöpft bin, weiß ich doch, dass ihr nach Hause zurückkehren müsst und das ist weit. (AUSRUFE: „Das macht nichts!“, „Sprich weiter!“)</p>
<p>Ich hatte die Vereinbarung getroffen, heute Abend um 10:30 Uhr oder zu jeglicher anderer Uhrzeit zum Programm „Ante la Prensa“ (Vor der Presse) zu erscheinen und jetzt ist es schon 1:30 Uhr (AUSRUFE: „Morgen!“) Nun gut, ich werde es für morgen lassen.</p>
<p>Ihr werdet die Möglichkeit haben, über die Presse, über Rundfunk und über alle möglichen Medien die Minister zu hören.</p>
<p>Alle meine langzeitigen Freunde &#8211; von der Schule, aus dem Wohngebiet -, sie sind von überall her gekommen. Ich könnte euch beinahe sagen, dass ich schon alle Kubaner kenne…</p>
<p>Und ich sagte euch, dass ihr die Möglichkeit haben werdet, die Minister zu hören, von denen jeder seine Pläne hat und sein Programm darlegen wird; und jeder der Männer im Ministerrat ist eng gegenseitig mit allen weiteren revolutionären Elementen durchdrungen.</p>
<p>Der Präsident der Republik, mit dem ihm zustehenden Recht – denn er wurde bedingungslos gewählt -, hat eine Mehrheit der Minister aus der Bewegung 26 de Julio gewählt. Er hatte das Recht, und als er um unsere Mitarbeit bat, hat er diese vollständig bekommen, und wir übernehmen die Verantwortung für diese Revolutionäre Regierung.</p>
<p>Was ich schon anderswo gesagt habe: niemand soll glauben, dass die Dinge von Heute auf Morgen gelöst werden können. Der Krieg wurde nicht an einem einzigen Tag gewonnen, und nicht an zwei oder drei, und es musste hart gekämpft werden; die Revolution wird ebenfalls nicht an einem einzigen Tag gewonnen werden, und es wird auch nicht alles, was getan werden wird, an einzigem Tag gemacht. Außerdem habe ich der Bevölkerung bei anderen Kundgebungen gesagt, dass sie nicht glauben soll, dass die Minister Weise sind – angefangen dabei, dass keiner von ihnen vorher Minister gewesen ist, oder fast keiner. D.h. niemand weiß, ein Minister zu sein, das ist etwas Neues für sie; sie sind jedoch voller guter Absichten. Und ich sage hierzu, ebenso wie ich es über die Befehlshaber der Rebellenarmee sage: schaut, Comandante Camilo Cienfuegos hatte keine Ahnung vom Krieg, verstand es nicht, mit einer Waffe umzugehen, er wusste hiervon absolut nichts. Und Che wusste nichts; als ich Che in Mexiko kennen gelernt habe, war dieser damit beschäftigt, Kaninchen zu sezieren und medizinische Forschungen durchzuführen. Raúl wusste ebenfalls nichts; Efigenio Ameijeiras auch nicht; und am Anfang wussten sie gar nichts von Kriegsführung und zum Schluss konnte man ihnen sagen, wie ich ihnen gesagt habe: „Comandante, rücke auf das Militärcamp Columbia vor und nimm es ein“; „Comandante, rücke auf die Festung La Cabaña vor und nimm sie ein“; „Rücke auf Santiago vor und nimm die Stadt ein“, und ich wusste, dass sie diese einnehmen würden&#8230; (LANG ANHALTENDER BEIFALL). Warum? Weil sie gelernt hatten.</p>
<p>Möglicherweise werden die Minister jetzt nicht große Erfolge haben, aber ich bin sicher, dass sie es in ein paar Monaten verstehen werden, alle Probleme zu lösen, die ihnen von der Bevölkerung vorgelegt werden, denn sie haben das Wichtigste: den Wunsch, dass es ihnen gelingt und dem Volk zu helfen; und vor allem bin ich sicher, dass keiner von ihnen jemals einen der klassischen Fehler der Minister begehen wird. Ihr wisst, welcher das ist, nicht wahr? (AUSRUFE: „Stehlen!“, „Stehlen!“) Oh, woher wisst ihr das?</p>
<p>Also vor allem das: die Moral, die Rechtschaffenheit jener Kameraden. Sie sind vielleicht keine Weisen, denn hier ist niemand ein Weiser, aber ich versichere euch, dass sie Rechtschaffenheit im Überfluss haben, das ist es, was verlangt wird. Ist es nicht das, worum die Bevölkerung immer gebeten hat, eine rechtschaffene Regierung? (AUSRUFE: „Ja!“) so werden wir ihnen schließlich ein Vertrauensvotum erteilen und warten (AUSRUFE). Ja die meisten sind von der „26“, aber wenn sie dafür nicht geeignet sind, dann kommen danach die von der 27 oder der 28. Wir wissen, dass es viele befähigte Leute in Kuba gibt, aber nicht alle können Minister sein. Oder hat etwa die „26 de Julio“ nicht das Recht, einen Versuch zu machen, die Republik zu regieren? (AUSRUFE: „Ja!”).</p>
<p>Das ist also alles für heute. Es ist wirklich nur noch eins zu sagen… Wenn ihr wüsstet, sobald ich mit dem Volk zusammentreffe, dann fällt die Müdigkeit von mir ab, der Hunger, alles. Euch geht es ebenso mit der Müdigkeit, nicht wahr?</p>
<p>(AUSRUFE: „Ja!”)</p>
<p>Das Wichtige, bzw. das, was ich euch noch sagen wollte, ist Folgendes: Ich glaube, dass die heutigen Kundgebungen der Bevölkerung von Havanna, die Massenkundgebungen von Heute, die kilometerlange Menschenmenge – denn das war erstaunlich, ihr habt es gesehen; das wird in den Filmen, auf den Fotos zu sehen sein -, ich glaube ehrlich, dass das eine Übertreibung der Bevölkerung gewesen ist, denn es ist viel mehr, als wir verdienen (AUSRUFE: “Nein!“).</p>
<p>Ich weiß außerdem, dass wir niemals wieder in unserem Leben eine ähnliche Menschenmenge erleben werden, ausgenommen zu einem weiteren Anlass – bei dem ich sicher bin, dass sich erneut große Menschenmengen versammeln werden – und das ist der Tag, an dem wir sterben, denn, wenn man uns zu Grabe tragen werden muss, an jenem Tag, werden sich erneut so viele Leute wie heute versammeln, denn wir werden niemals unser Volk enttäuschen!</p>
<p>(OVATION.)</p>
<p>STENOGRAPHISCHE VERSION DES SEKRETARIATS DES PREMIERMINISTERS</p>
<p>Source: <a href="http://www.fidelcastro.cu/es/node/77406?fbclid=IwAR16fu4gcQiA2lNBlEUCgH2-EWwpilfimUh-yABLAyzjwTEunGYFUsS6Qbk"  target="_blank" rel="nofollow"><strong>Fidel, soldado de las ideas</strong></a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Die Welt wird sehen, was wir in der Lage sind zu tun und die Welt wird uns in unserem Widerstand begleiten</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Jul 2019 19:22:57 +0000</pubDate>
<dc:creator>Cubadebate</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Rede des Präsidenten des Staats- und des Ministerrats Miguel Díaz-Canel Bermúdez anlässlich der zentralen Veranstaltung zum 66. Jahrestag des Angriffs auf die Kasernen Moncada und Carlos Manuel de Céspedes auf dem Platz des Vaterlandes in Bayamo am 26. Juli 2019 „ 61. Jahr der Revolution“]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-4529" alt="canel 26 julio" src="/files/2019/07/canel-26-julio.jpg" width="300" height="253" />Rede des Präsidenten des Staats- und des Ministerrats Miguel Díaz-Canel Bermúdez anlässlich der zentralen Veranstaltung zum 66. Jahrestag des Angriffs auf die Kasernen Moncada und Carlos Manuel de Céspedes auf dem Platz des Vaterlandes in Bayamo am 26. Juli 2019 „ 61. Jahr der Revolution“</p>
<p>Übersetzung der stenographischen Version des Staatsrats</p>
<p>Lieber Armeegeneral Raúl Castro Ruz, Erster Sekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas</p>
<p>Compañero Machado</p>
<p>Compañero Lazo</p>
<p>Heldenhaftes Volk von Granma (Beifall),</p>
<p>vor der historischen Generation, die uns begleitet, werde ich die zentrale Rede dieser Veranstaltung halten, auf demselben Platz, an dem der Comandante en Jefe am gleichen Datum 2006 zum letzten Mal bei der Gedenkfeier zum Tag der Nationalen Rebellion dabei war und seine Ansprache hielt.</p>
<p>Als die Führung unserer Partei mir den Auftrag gab, heute zu sprechen, habe ich mich an jenen Moment erinnert und an die Bedeutung der Tradition gedacht, die vor 60 Jahren begann. Nach einer Reise, die unserer entgegengesetzt verlief, nahmen Tausende Bauern mit Camilo Cienfuegos an der Spitze den Platz der Revolution José Martí in Havanna ein. Zumindest zwei von Ihnen haben dabei die Straßenlaternen erklommen, so als ob es Palmen wären, um Fidel zu grüßen.</p>
<p>Diese Männer vom Land, Guajiros, mit ihren Macheten in der Hand, zeigten der Welt das authentischste Gesicht einer Revolution von den einfachen Menschen für die einfachen Menschen.</p>
<p>Mit jener Veranstaltung begannen die Aktivitäten zur Erinnerung an den 26. Juli, ein Datum, das der Hass mit Blut befleckte und das die Liebe in ein Fest zur Ehrung der Söhne und Töchter der Jahrhundertgeneration verwandelte.</p>
<p>Ich fragte mich, wie und in wessen Namen ich heute sprechen soll, wenn man dabei berücksichtigt, dass bei diesen Veranstaltungen traditionell zwei Ansprachen gehalten wurden: die der Provinz, die Ort der Feierlichkeiten ist und die des Protagonisten dieser Geschichte.</p>
<p>Im Namen der Bevölkerung von Granma sprach der Companero Federico Hernández, erster Sekretär der Partei in der Provinz. Die zentralen Ansprachen bei allen Feierlichkeiten zuvor lagen immer bei Fidel, Raúl, Ramiro Valdés oder Machado Ventura.</p>
<p>Es kann wie eine Kleinigkeit aussehen, aber es ist von Bedeutung, dass die Protagonisten der Geschichte, die leben, bei klarem Verstand und in der politischen Führung noch aktiv sind, jemandem von der neuen Führungsgeneration den Auftrag erteilen, die zentrale Rede zu einer der bedeutendsten Erinnerungen der revolutionären Geschichte zu halten. (Beifall).</p>
<p>Ich bin mir im Klaren darüber, dass ich heute im Namen der „Dankbaren“ spreche, die wir vor der Herausforderung stehen, ein Land anzustoßen &#8211; wie es in dem Gedicht von Miguel Barnet heißt, &#8211; im Bewusstsein der außerordentlichen Geschichte, die wir geerbt haben und der Verpflichtung, weder gegenüber den Helden des Vaterlandes noch gegenüber dem Volk, aus dem wir geboren wurden, zu scheitern.</p>
<p>Das sage ich zu Beginn, damit Sie verstehen, falls in irgendeinem Moment, wie es durchaus geschehen könnte, die Emotion mich bei einem Wort oder bei einem anrührenden Namen erfasst.</p>
<p>An Raúl, Ramiro und alle die bei der Erstürmung der Kasernen dabei waren und die hier bei uns sind. Danke für das Vertrauen, das Vorbild und das Vermächtnis! (Beifall).</p>
<p>Die Geschichte. Welch kolossales Gewicht hat die Geschichte in unserem Leben. Es hier, wo sie vor 151 Jahren begonnen hat, sich als Nation auszudrücken.</p>
<p>Wer, der sich als Kubaner fühlt oder sagt, er sei Kubaner, kann an La Demajagua, an Yara, an Manzanillo, an jiguaní, an Dos Rios, an La Plata, an Guisa vorbeigehen, durch die Straßen und über die Plätze von Bayamo gehen, ohne zu bemerken, dass die Geschichte über uns urteilt?</p>
<p>Wer kann den Cauto Fluss überqueren, die Berge der Sierra Maestra hochsteigen, die Füße am Strand von Las Colorados nass machen, ohne in Hochachtung vor dem Heldenmut zu erbeben?</p>
<p>Wer, der „Die Geschichte wird mich freisprechen“ liest, kann die Worte Fidels vergessen, mit denen er erklärte, warum man die militärische Festung von Bayamo für einen der Angriffe auswählte, und ich zitiere:</p>
<p>„Bayamo wurde gerade deswegen angegriffen, um unsere Vorhut in der Nähe des Cauto Flusses aufzustellen. Man darf nie vergessen, dass diese Provinz“ – er bezog sich dabei auf die ehemalige Provinz Oriente – „die heute eineinhalb Millionen Einwohner hat, zweifellos die kämpferischste und patriotischste Kubas ist. Sie war es, die die Flamme des Kampfes für die Unabhängigkeit 30 Jahre lang lebendig hielt und den höchsten Tribut an Blut, Opfern und Heldenmut zollte. Im Oriente atmet man noch die Luft des ruhmreichen Epos, und wenn die Hähne wie dort wie der Weckruf von Trompeten klingen, der die Soldaten aufruft und die Sonne sich über die steilen Berge erhebt, scheint jeder Tag einmal mehr der von Yara oder der von Baires zu sein.“</p>
<p>Deswegen habe ich Sie heute bei der Begrüßung heldenhaftes Volk von Granma genannt.</p>
<p>Diese Provinz, die durch den Namen des Schiffes geehrt wurde, das 82 seiner Söhne 1956 auf kubanische Erde zurückbrachte, die bereit waren, entweder frei oder Märtyrer zu sein, ist auch Wiege unserer Nationalität, unserer Nationalhymne, der Revolution, die Céspedes 1868 begann und der Rebellenarmee, die sie in unseren Tagen mit Fidel an der Spitze dorthin trug.</p>
<p>Es ist deswegen kein Zufall, dass sich in Granma die zweite Kaserne befand, die an jenem Morgen des Namenstags der heiligen Anna angegriffen wurde, die Kaserne Carlos Manuel de Céspedes, die sich heute in einen Park mit Museum verwandelt hat und den ehrenvollen Namen von Ñico López trägt, einem der Führer dieser Aktion in dieser Stadt und Freund Raúls, in dessen Büro das Foto dieses jungen Mannes mit der großen schwarzen Brille einen Ehrenplatz einnimmt.</p>
<p>Ñico ist an einem Tag wie heute in Bayamo Inspiration. Unsere Kinder und die Kinder ihrer Kinder müssen die Geschichte dieses jungen Mannes kennen, der von Einwanderern aus Galizien abstammte, der nicht aus Bayamo sondern aus Havanna war, der gezwungen war, die Schule zu verlassen, weil er schon als Kind arbeiten musste, um seine Familie zu unterstützen, der einer der Organisatoren der Aktionen vor 66 Jahren war und dem es gelang, sein Leben zu retten, indem er heldenhaft in den Straßen dieser Stadt kämpfte. Der, zurück in der Hauptstadt, in einer Botschaft Asyl suchte und in den Zeiten der Unruhen um Jacobo Arbenz nach Guatemala auswanderte. Dort lernte er Dr. Ernesto Guevara kennen, und wie erzählt wird, war es Ñico , der ihm den Beinamen gab unter dem ihn die Welt kennt: Che.</p>
<p>Ñico fiel, als er in den Stunden nach der Landung der Granma auf dem Boden ebendieser Provinz ermordet wurde, aber er ist beim revolutionären Werk, dem er sich mit so viel Leidenschaft und Glauben an den Sieg hingab, ohne jemals die Begeisterung und das Lachen zu verlieren, keinen Augenblick nicht dabei gewesen.</p>
<p>Es ist kurios, dass verschiedene wichtige Einrichtungen, wie die Raffinerie in Regla oder die Parteihochschule nicht den offiziellen Namen Antonio López sondern den Namen Ñico tragen. In diesen vier Buchstaben des vertrauten Namenkürzels ist eine Botschaft enthalten: die der grenzenlosen Kameradschaft und Freundschaft als Werte der Jahrhundertgeneration.</p>
<p>Fidel, Raúl, Almeida, Ramiro und jene Männer und Frauen, die die Nation vorantrieben, die das Land als eine Familie betrachteten, waren Geschwister.</p>
<p>Von ihnen stammen wir ab und es ist sehr wichtig, dass sich unsere Ehrung, die jährliche oder die tägliche, nicht auf eine Veranstaltung, auf einige Verse oder einige Worte zum Gedenktag beschränkt.</p>
<p>Die Revolution braucht jetzt, da wir eine große Schlacht für die Verteidigung und die Wirtschaft führen, damit wir den Plan des Feindes zunichtemachen, uns zu zerstören und uns die Luft zum Atmen zu nehmen und es ist nötig, dass wir gleichzeitig in unseren Leuten die Spiritualität, den Gemeinsinn, den Anstand, die Solidarität, die soziale Disziplin und den Sinn der Öffentlichkeit zu dienen stärken. Denn es ist eine der großen Hinterlassenschaften unserer Vorkämpfer, die die Jahrhundertgeneration übernommen hat. Denn kein Fortschritt würde dauerhaft sein, wenn der soziale Körper sich moralisch zersetzt.</p>
<p>Lasst uns kurz die Ereignisse vor 66 Jahren in Erinnerung rufen: Die Aktionen des 26. Juli 1953 haben die Ziele, die sich die Angreifer vorgenommen hatten, nicht erreicht: Der Überraschungsfaktor ging verloren, nicht alle konnten der Repression entkommen, die gewalttätig und grausam war.</p>
<p>Männer, die noch lebend fotografiert wurden, wie José Tasende, der nur an einem Bein verletzt war, wurde brutal gefoltert und danach als gestorben im Kampf gemeldet.</p>
<p>Wir sind immer noch von den harten bildlichen und mündlichen Zeugnissen getroffen, die die Historiker und Journalisten in all den Jahren gesammelt haben und das Unerträglichste dabei ist, sich die Augen Abels in den Händen der Schergen vorzustellen.</p>
<p>Trotz des Schmerzes, des physischen Verlusts „dieser Wesen der anderen Welt“ des „Canción del elegido“ (Lied des Auserwählten) von Silvio, haben die Überlebenden jenes von Fidel angeführten Epos nie geklagt, haben sich nie zurückgezogen, um ihre toten und ermordeten Compañeros zu beweinen. Sie schufen eine Bewegung mit einem Programm zur Befreiung, das volle Gültigkeit hat und sie verwandelten das Ereignis in die Motivation für andere Kämpfe: Der kleine Motor trieb den großen an.</p>
<p>Fünf Jahre, fünf Monate und fünf Tage nach den Angriffen auf die Kasernen in Santiago de Cuba und Bayamo kam, da man das angebliche Scheitern von 1953 ignorierte, der Sieg von 1959. Der Rückschlag hatte sich in einen Sieg verwandelt (Beifall).</p>
<p>Die Erklärung des Wunders, dass eine Gruppe von Menschen am Ende eine der am besten ausgerüsteten Armeen des Kontinents besiegte, kann man nur in den überragenden menschlichen Werten der Jahrhundertgeneration finden: Sinn für Gerechtigkeit, Treue zu einer Sache, Achtung vor dem gegebenen Wort, Vertrauen in den Sieg, unverrückbarer Glaube an das Volk und die Einheit als Prinzip.</p>
<p>Unsere Eltern und Lehrer haben uns gelehrt, dass es einfach ist, einen Stab einzeln zu brechen, aber dass es unmöglich ist, ein Bündel Stäbe zusammen zu zerbrechen.</p>
<p>Als wir dazu aufriefen als Land zu denken, haben wir an die absolute physische Kraft gedacht, die in einem Bündel von Stäben liegt, die einzeln ganz einfach umzuknicken wären.</p>
<p>Wir müssen als Land denken, denn niemand wird für uns denken.</p>
<p>Und der Riese mit den Sieben-Meilen-Stiefeln, der zum Himmel geht und dabei Welten verschlingt, hat schon vor langer Zeit aufgehört, eine visionäre Metapher Martís zu sein sondern ist zu grausamer Gewissheit für das geworden, was uns erwartet, wenn wir ihn aus Naivität oder Dummheit unterschätzen oder glauben, der Plan zur Wiederaneignung Unseres Amerikas, den das Imperium mit der Fahne der Monroe-Doktrin an die Masten seines Piratenschiffes geheftet hat, gelte nicht für uns.</p>
<p>Venezuela, belagert, buchstäblich mit der Zustimmung oder dem komplizenhaften Schweigen anderer mächtiger Nationen angegriffen und, was das Schlimmste ist, mit der beschämenden Zusammenarbeit lateinamerikanischer Regierungen, ist heute die dramatischste Bühne für die Grausamkeit der politischen Maßnahmen des sich in Dekadenz befindlichen Imperiums, das sein Verhalten als Weltpolizist mit dem des obersten Richters für das globale Dorf kombiniert.</p>
<p>Die immer mehr in Verruf geratene servile OAS rollt für eine mögliche militärische Intervention den roten Teppich aus. Die Zone des Friedens, die die Celac in Havanna vereinbarte, um die Region vor der Gewalt des konventionellen Krieges zu bewahren, überlebt mühsam durch den Willen der würdigen Länder Lateinamerikas und der Karibik.</p>
<p>Und auch für den intelligenten, heroischen und beispielhaften Widerstand des zivil-militärischen Bündnisses Venezuelas, seiner Regierung und seines Volkes gegen den nicht-konventionellen Krieg, bei dem man jeden Tag neue Methoden ausprobiert, um es zur Kapitulation zu bringen.</p>
<p>„Unsere Eltern und Lehrer haben uns gelehrt, dass es einfach ist, die Stäbe einzeln zu brechen, aber dass es unmöglich ist ein Bündel Stäbe zusammen zu brechen“ Photo: Endrys Correa Vaillant<br />
Unter völliger Missachtung dessen, was einmal die heiligste Errungenschaft der Gemeinschaft der Länder des Planeten war, des Völkerrechts, ist die aktuelle US-Regierung dabei, alle zu bedrohen, auch ihre traditionellen Partner und attackiert sogar die, die ihr bedingungslos ergeben sind.</p>
<p>Die ganze Welt weiß das. Die Generalversammlung der Vereinten Nationen, deren Resolutionen das Imperium ignoriert, gibt dies zu.</p>
<p>Seit 60 Jahren leiden verschiedene Generationen von Kubanern darunter, dass sie daran gehindert werden, sich eine Nation aufzubauen, wie sie unseren Träumen entspricht.</p>
<p>Und was ist das Verbrechen, für das man uns bestraft?</p>
<p>Unsere Eltern besaßen die Kühnheit, dem Missbrauch ein Ende zu setzen und das wiederzugewinnen, was man der Nation durch die Jahrhunderte hindurch immer wieder entrissen hat: an erster Stelle den Grund und Boden, der von Yankee-Transnationalen am Ende eines langen und blutigen Krieges von 30 Jahren, der mit einem Pakt zwischen dem aufstrebenden Imperium und der alten dekadenten Metropolis am Ende der Jahrhundertwende zum lächerlichen Preis von sechs Dollar pro Hektar gekauft wurde. Die Kolonie wurde durch die Neokolonie ersetzt.</p>
<p>Warum die Agrarreform? Das fragten sich die Autoren einer Umfrage unter kubanischen Landarbeitern, die von einer Gruppierung der Katholischen Universität 1956-1958 durchgeführt wurde. Eine Studie, die wir wegen des Helms-Burton-Gesetzes wieder entstaubt haben.</p>
<p>„…auf dem Land leben besonders die Landarbeiter in schwer vorstellbaren Zuständen der Stagnation, des Elends und der Verzweiflung“, stellten die Autoren der Studie fest.</p>
<p>Einer von ihnen, Dr. José Ignacio Lasaga gestand, dass er bei all seinen Rundreisen durch Europa, Amerika und Afrika er nur selten Bauern angetroffen habe, die elender lebten als die Kubaner.</p>
<p>Dazu ist zu sagen, dass die Erde zu bearbeiten nicht bedeutete, sie auch zu besitzen. Wenn man diese unterernährten, Landarbeiter, Analphabeten ohne Hoffnung, fragte, was ihnen am meisten fehle, baten praktisch alle nur um Arbeit. Aber eine Garantie darauf hatten sie noch nicht einmal für eine Hälfte des Jahres.</p>
<p>Der Grad der materiellen und sozialen Armut auf dem Land hat die Autoren der Umfrage derart beeindruckt, dass sie zu folgenden Schlussfolgerungen gelangten:</p>
<p>„Es ist die Zeit gekommen, dass unsere Nation nicht weiter ein privates Lehen einiger Mächtiger ist. Wir sind der festen Überzeugung, dass binnen weniger Jahre Kuba nicht mehr Eigentum einiger weniger, sondern das wirkliche Vaterland für alle Kubaner sein wird &#8230;“ Die Verfassung von 1940, die praktisch mit Blut und Feuer von den Revolutionären der Epoche erobert wurde, sah eine Agrarreform vor, aber diese wurde erst im Mai 1959 Gesetz.</p>
<p>Bis dahin war unser Grund und Boden Lehen US-amerikanischer Gesellschaften im Bündnis mit korrupten Politikern und dem Schutz der Militärs unter Befehl des Diktators Fulgencio Batista, der 1958 unterschiedliche Grade an Eigentumsanteilen an neun Zuckerrohrfabriken, einer Bank, drei Fluggesellschaften, verschiedenen Radiosendern, einem Fernsehsender, Zeitungen, Zeitschriften, einer Fabrik zur Herstellung von Baumaterial, einer Reederei, einem touristischem Zentrum, diversen Immobilien in der Stadt und auf dem Land etc. besaß, wie aus dem Buch „Die Eigentümer Kubas 1958“ hervorgeht.</p>
<p>Wie die Untersuchung feststellt, waren etwas mehr als 500 Leute die Eigentümer des Landes. Die meisten von ihnen flüchteten beim Sieg der Revolution, gaben ihr Eigentum auf, das sie durch Unrecht und Machtmissbrauch und aufgrund unzähliger Verbrechen von Batista Anhängern und Komplizen des Diktators erhalten hatten.</p>
<p>Es waren die Besitztümer dieser Betrüger, die die Revolution konfiszierte.</p>
<p>Eine andere Geschichte ist die der Nationalisierungen, ein Recht, das das internationale Recht allen souveränen Ländern zum öffentlichen Wohl zugesteht. Sie werden auch durch ein Gesetz der Verfassung von 1940 gestützt, das Entschädigungen vorsah, die Kuba mit anderen Regierungen aushandelte – wie auch die Verstaatlichungen &#8211; mit Ausnahme der Vereinigten Staaten, die sich weigerten dies zu tun, weil sie darauf vertrauten, dass sie sich alles innerhalb kurzer Zeit mit Gewalt zurückholen würden.</p>
<p>Das Gesetz der Agrarreform war die erste große Nationalisierung und der größte Akt der vom Volk verlangten sozialen Gerechtigkeit. Und es war auch der Punkt des Bruches, das Überqueren des Rubikon, wie Armeegeneral Raúl Castro dies ausgedrückt hat.</p>
<p>Diejenigen, die glaubten, die Herren Kubas zu sein, entfesselten von da an diesen nicht erklärten Krieg, der kurze Pausen erlebte, aber kein Ende gehabt hat.</p>
<p>Um die öffentliche Meinung zu verwirren und dieser Konfrontation den Schein einer Legalität zu geben, die sie nicht hat, fabrizierte man das Helms-Burton-Gesetz, ein juristisches Machwerk, in dem sich die imperialen Bestrebungen, über unser Schicksal zu bestimmen und die Rachegelüste der Batista Nostalgiker miteinander vermischen.</p>
<p>Aus dieser Gattung ohne Moral und Vaterlandsliebe stammen diejenigen, die jetzt die Besitztümer fordern, die vor 60 Jahren endlich in die Hände des Volkes übergingen.</p>
<p>Da sie unfähig waren, es selbst zu tun, suchen die Diebe dieser Epoche heute ihre Zuflucht in einem Gesetz, das in Kuba keinerlei Gültigkeit hat, um ihre Güter zurückzubekommen, die sie, weil sie durch Veruntreuung erworben wurden oder aus Angst vor dem Gerechtigkeitsempfinden des Volkes aufgegeben hatten.</p>
<p>Ich erlaube mir, sie zu warnen, dass die Nachkommen jener Kavallerie von Mambises und Bauern, die 1959 die Plaza einnahmen, um die siegreiche Revolution zu begrüßen, die Erde und die Macheten von ihren Vorfahren geerbt haben, und nicht zögern würden, sie gut geschärft gegen jene zu schwingen, die versuchen, ihnen den Grund und Boden zu entreißen, die diese Revolution ihnen übergeben hat (Beifall).</p>
<p>„Nein, wir verstehen uns nicht und wir werden uns auch niemals mit denen verstehen, die die Absicht haben, Kuba in den Zustand zurückzuversetzen, der 1953 den besten Teil der kubanischen Jugend dazu brachte, zwei militärische Kasernen mehr mit Moral als mit Waffen anzugreifen.</p>
<p>Das Programm der Moncada, das so brillant vom jungen Fidel Castro in seinem Plädoyer zur Verteidigung dargelegt wurde, spricht klar über die Gründe, die sie an jenem 26. Juli zum Kampf führten:</p>
<p>„Das Problem des Grund und Bodens, das Problem der Industrialisierung, das Wohnungsproblem, das Problem der Arbeitslosigkeit, das Bildungsproblem und das Problem der Gesundheit des Volkes; daraus ergaben sich die sechs Punkte, auf deren Lösung wir zusammen mit der Eroberung der öffentlichen Freiheiten und der politischen Demokratie entschlossen unsere Anstrengungen gerichtet haben.</p>
<p>Vielleicht scheint diese Ausführung kalt und theoretisch, wenn man nicht die gewaltige Tragödie kennt, die das Land, zusammen mit der demütigenden politischen Unterdrückung, in diesen sechs Bereichen erleidet.“</p>
<p>Nur eine Revolution konnte dieses Panorama verändern, das sich vier Jahre nach dem Angriff so verschlimmert hatte, dass 1957 eine religiöse Organisation wie die, die ich vorher erwähnt habe, ihre Umfrage mit der Forderung nach einer radikalen und definitiven Veränderung im Land beendete.</p>
<p>Kuba hat sich verändert, aber was sich nicht verändert hat, sind die Bestrebungen des mächtigen Nachbarn, es sich mit der begeisterten Zusammenarbeit der Falken und der servilen Vaterlandslosen im Süden Floridas anzueignen.</p>
<p>Sie können Kuba nicht in Besitz nehmen, wie Maceo sagte, und deswegen haben sie beschlossen es zu verfolgen, zu umzingeln und es zu ersticken. Die Belagerung, unter der all unsere Handels- und Finanzoperationen leiden, ist in den letzten Jahren und Monaten in extraterritorialem, illegalem und verbrecherischem Ausmaße eskaliert.</p>
<p>Ich werde eine aktuelle Zahl angeben, damit die Welt darüber urteilen kann: Allein im letzten Jahr, von März 2018 bis April 2019, brachte uns die Blockade Verluste im Wert von 4.343 Millionen Dollar.</p>
<p>Ich muss dazu sagen, dass diese Daten nicht die Beeinträchtigungen mit einschließen, die durch die letzten Maßnahmen der aktuellen Administration hervorgerufen wurden, mit denen die Lizenzen zu reisen beschränkt werden, das Anlegen von Kreuzfahrtschiffen verboten wird und finanzielle Restriktionen verstärkt wurden, um direkt den Tourismus und mit ihm verbundene Aktivitäten zu treffen, von denen der wachsende nicht-staatliche Sektor der Wirtschaft profitiert hat.</p>
<p>Diese Restriktionen und die finanzielle Verfolgung gegen Kuba sind die Hauptursachen für den Versorgungsmangel bei Nahrungsmitteln und Treibstoff und die Schwierigkeit, die für die Aufrechterhaltung des Nationalen Elektroenergetischen Systems unerlässlichen Ersatzteile zu erwerben. Es gab dort in den letzten Wochen und Monaten Beeinträchtigungen, denen wir mit Kreativität und dem eisernen Willen zu widerstehen und zu siegen, begegnen.</p>
<p>Nach sechs Jahrzehnten der Verfolgung auch der einfachsten kubanischen Transaktion, haben die angehäuften Verluste unter Berücksichtigung des Verfalls der grünen Scheine gegenüber dem Gold inzwischen den Betrag von 922.630 Millionen Dollar erreicht.</p>
<p>Die Belagerung um unser Land wird immer enger, genauso wie um Venezuela, Nicaragua und jedes andere Land der Welt, das sich weigert, den imperialen Plan für sein Schicksal zu akzeptieren.</p>
<p>Heute klage ich vor dem Volk Kubas und der Welt an, dass die Administration der Vereinigten Staaten begonnen hat, mit größerer Aggressivität zu agieren, um mit allen Mitteln zu verhindern, dass Tanker kubanische Häfen erreichen, indem sie Schiffsgesellschaften, die Regierungen der Länder, in denen die Schiffe registriert sind und die Versicherungsunternehmen auf brutale Weise bedrohen.</p>
<p>Der völkermörderische Plan besteht darin, die Lebensqualität der Bevölkerung, ihren Fortschritt, ja sogar ihre Hoffnungen noch mehr zu beeinträchtigen mit dem Ziel, die kubanischen Familien in ihrem Alltag zu treffen,bei ihren Grundbedürfnissen und parallel dazu die kubanische Regierung der Ineffizienz zu beschuldigen. Sie suchen die soziale Explosion.</p>
<p>Wie wenig sie uns kennen! Wann werden sie endlich verstehen, dass die heroische kubanische Familie in der Lage ist, mit Würde der schlimmsten Belagerung zu trotzen und ihr zu widerstehen und sich dabei weiterhin zu lieben, auch aus der Ferne, weil nichts und niemand sie spalten kann? (Beifall).</p>
<p>Und als Gipfel des Zynismus greifen sie zur Erpressung.</p>
<p>In ihrer Unwissenheit, was die Geschichte und die Prinzipien der Außenpolitik der Kubanischen Revolution angeht, schlagen sie uns vor, über eine mögliche Versöhnung zu verhandeln, wenn wir den von unserem Volk zuvor und jetzt gewählten und verteidigten Kurs aufgeben würden. Sie schlagen uns vor, die Freunde zu verraten und 60 Jahre der Würde in die Mülltonne zu werfen.</p>
<p>Nein, ihr Herren Imperialisten, wir verstehen uns nicht! (Beifall). Kuba, das sich der ethischen und politischen Distanz zwischen dieser US-Administration und den nobelsten Bürgern dieses Landes wohl bewusst ist, hat nie von seinem erklärten Willen Abstand genommen, eine zivilisierte Beziehung zu den Vereinigten Staaten aufzubauen, aber diese muss sich auf der gegenseitigen Respektierung unserer tiefgehenden Differenzen begründen.</p>
<p>Jeder Vorschlag, der von dem Respekt unter Gleichen abweicht, interessiert uns nicht (Beifall).</p>
<p>Und was das Volk der USA betrifft, so ist es immer nach Kuba eingeladen. Unsere Türen sind geöffnet. Kommt, seht und lernt die Wirklichkeit des Landes kennen, das man euch im Namen der Freiheit verbietet zu besuchen, einem wesentlichen Menschenrecht, das, wie sie sagen, in Kuba fehle und bei ihnen in Fülle vorhanden sei.</p>
<p>Wir unsererseits lassen uns von Druck und Drohungen nicht verwirren. Es gibt so viele Herausforderungen zu bestehen und darauf werden wir uns konzentrieren: an allererster Stelle steht die wirtschaftliche und militärische Unverwundbarkeit des Landes, die juristische Ordnung, die Beseitigung aller inneren oder äußere Hindernisse, die weiterhin bestehen: seien es Bürokratie, mangelnde Sensibilität oder Korruption, die im Sozialismus nicht akzeptiert werden können.</p>
<p>Und dem Imperialismus „auch kein ganz kleines bisschen“ (nachgeben) Satz von Che und ständige Lehre der Revolution (Beifall).</p>
<p>Diese Botschaften eines Kuba der unveränderlichen politischen Prinzipien tragen wir zum Sao Paulo Forum, das diese Woche in Venezuela zusammenkommt, um die Integration der linken Kräfte und deren Mobilisierung im Angesicht der imperialen Offensive zu stärken, die sich vorgenommen hat, uns zu brechen, zu spalten und gegen uns vorzugehen.</p>
<p>Liebe Mitbürger,</p>
<p>das, was wir bei unseren Rundgängen durch diese Provinz gesehen und aus der Rede ihres ersten Sekretärs Federico Hernández herausgehört haben, sind wichtige wirtschaftliche und soziale Ergebnisse. Die Provinz hat es wegen ihrer unbestrittenen Fortschritte verdient, Sitz dieser Veranstaltung zu sein (Beifall).</p>
<p>Ich hebe hier vor allem die Nutzung des Ackerlands zu 80 % hervor und den Antrieb der produktiven Zentren zur Selbstversorgung der Gemeinden, wegen des Beitrags, den sie zum Ersatz der Importe in Sparten wie Reis und bei den Grundnahrungsmitteln der kubanischen Familien machen können. Aber – und es gibt immer ein aber – die Behörden des Landes erkennen, dass selbst mit wichtigen produktiven Rekorden sie noch immer weit unter ihren Möglichkeiten liegen.</p>
<p>Das ist eine Realität, die auf das ganze Land zutrifft, in dem die Schlacht für die Entwicklung ein intensiver und ermüdender Lauf über Hindernisse aller Art ist. Das erste und entscheidende ist die US-Blockade, das zweite die Praktiken, die mit dem Sozialismus nicht kompatibel sind, was wir bereits in den Redebeiträgen vor den Ökonomen, den Intellektuellen und Künstlern und vor der Nationalversammlung ausgeführt haben.</p>
<p>Ich werde nicht müde werden, darauf zu bestehen, dass es unsere Pflicht ist, als Land zu denken, den Egoismus, die Eitelkeit, die Trägheit, die Stümperei und das „das geht nicht“ zu verjagen.</p>
<p>Hören wir auf zu glauben und zu behaupten, der andere sei schuld, ohne vorher zu sehen, was jeder einzelne von uns tut, schafft und beiträgt.</p>
<p>Wenn man das Panorama der brutalen Verfolgung unserer Finanzoperationen betrachtet, das ich zuvor beschrieben habe, haben wir alle die Pflicht, die kostspieligen Investitionen, die im Bereich des Transports, der Industrie, der Kommunikation und in anderen Sektoren durchgeführt wurden, wie „unsere Augäpfel“ zu hüten.</p>
<p>Anzunehmen, dass sich plötzlich die Mentalität mit der Höchstgeschwindigkeit, die unsere Züge erreichen, ändert, könnte sich wie eine Utopie anhören, wenn wir nicht an das Volk und seine moralischen Reserven und seine Bestrebungen an ein Wachstum in Schönheit glauben würden.</p>
<p>Aber diese Veränderungen kann man nicht aus dem Hut zaubern. Wir sind keine Zauberer.</p>
<p>Unser Ministerrat arbeitet nicht mit Illusionen. Uns kommt es zu, die knappen vorhandenen Ressourcen einzusetzen und gut einzusetzen, um die gleiche und gerechte Verteilung der geschaffenen Güter zu garantieren.</p>
<p>Wir sind dabei, die nationale Produktion mit Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit, die Exporte und den Ersatz von Importen, die ausländische Investition, die produktive Verzahnung, die Anwendung der Wissenschaft, der Technik und das Talent unserer Universitäten zu fördern, um Innovationen, die elektronische Regierung und die Kommunikation als fundamentales Element im Kampf, um die alltäglichen Probleme ein großes Stück leichter zu machen.</p>
<p>Man kann einen Grad an Reaktion darauf feststellen, der beeindruckt, aber das genügt nicht. Die heutigen Umstände zwingen uns, wie sie uns immer gezwungen haben, einen Rhythmus beim Vorankommen einzuschlagen, der über unseren Zielen liegt, Ansprüche zu stellen, zu kontrollieren, die Routine zu brechen und an Fakten zu verifizieren, ob die Formel, die wir gestern angewandt haben, heute noch effektiv ist oder ob sie erneuert werden muss.</p>
<p>Wir müssen die hart und angemessen bestrafen, die nicht verstehen, dass das Vaterland zu verteidigen heute darin besteht, die knappen materiellen Güter zu pflegen und zu schützen.</p>
<p>Wenn die Regierung alles daran setzt, das Leben unserer Bürger zu verbessern, müssen Regierung und Bürger verhindern, dass das, was so teuer anzuschaffen war, schlecht behandelt, verschmutzt oder vernachlässigt wird.</p>
<p>Vor die alte Wahl gestellt, jetzt schon die Löhne zu erhöhen oder die produktiven Ergebnisse abzuwarten, um diese Ausgaben zu unterstützen, haben wir beschlossen, sie zu erhöhen. Nicht nur einmal sondern viele Male mehr als man vorher bezahlte.</p>
<p>Wir haben auch nicht bis zum Jahresende gewartet, um diese Maßnahme durchzuführen, die so populär wie abhängig von dem ist, was wir alle in der Lage sind zu tun, dass sich dies in Wachstum überträgt.</p>
<p>Aber um dies und alle Maßnahmen zum sozialen Wohl, die möglich sind, zu stützen, ist es nötig, mehr zu produzieren und die Qualität der Dienstleistungen anzuheben.</p>
<p>Neue, vom Volk vorgeschlagene Maßnahmen werden in den nächsten Wochen und Monaten verabschiedet werden.</p>
<p>„Wir streben nach mehr“ ist kein Slogan. Es ist die Übersetzung der Regierungssprache als politische Antwort auf den Feind: auf die, die uns das Land, das Haus, die Schulen, die Krankenhäuser, die Kindergärten, die Fabriken, die Strände, die Häfen und Flughäfen rauben wollen … Nein, wir verstehen uns nicht!</p>
<p>Es ist die Konkretisierung unseres Willens in der Praxis, uns nicht durch Druck und Drohungen ablenken zu lassen und kreativ Widerstand zu leisten ohne auf Entwicklung zu verzichten.</p>
<p>„Die harten Jahre, die uns durch die Belagerung des Imperialismus aufgezwungen wurden, können nicht Wahrheiten wie Fäuste unter dem Deckmantel des Vergessens verbergen“, hat die geliebte Intellektuelle Graziella Pogolotti in ihrem jüngsten Artikel geschrieben, in dem sie uns auch erinnert, dass: „weil der Kampf nicht zu Ende ist, wir immer den 26. haben“ (Beifall).</p>
<p>Ja, der 26. Juli wird immer eine große Inspiration sein. Und als Land zu denken, ich möchte dieses Motto der Jahre der Arbeit in den Provinzen wieder aufnehmen, als wir das Volk, das durch die Bedeutung des Datums motiviert war, aufriefen:</p>
<p>„Lasst uns arbeiten, um jeden Tag auf dem Kalender zu einem 26. zu machen, aus jedem Monat des Kalenders einen Juli, aus jeder Verpflichtung eine siegreiche Moncada!“</p>
<p>Die Welt wird sehen, was wir in der Lage sind zu tun, und die Welt wird uns in unserem Widerstand begleiten. Es ist an der Zeit, einen neuen und dringenden Aufruf an ihr Gewissen zu machen.</p>
<p>Wir können diesen Aufruf mit einigen Versen von jemandem beginnen oder beschließen, der immer Ja zur Revolution gesagt hat: Roberto Retamar, Essayist, Dichter, großer Intellektueller, der gerade von uns gegangen ist. Lasst ihn uns mit seinen schönen Worten erklären, was wir, trotz aller Fehler und Belagerungen dabei sind zu tun.</p>
<p>In seinem Gedicht „Wen es interessieren könnte“ schrieb Roberto:</p>
<p>Auf der gesamten Länge der Insel sind wir weniger als die, die täglich durch eine große Stadt gehen.</p>
<p>Wir sind wenige: Eine Handvoll Menschen auf einem Streifen Erde</p>
<p>Gepeitscht vom Meer geschlagen. Aber</p>
<p>Wir haben eine vergessene Freude aufgebaut.</p>
<p>Wegen dieser Freude werden wir weiter bauen: Lasst uns nach mehr streben! Denn für alle gilt &#8211; Wir wir Kuba! Wir sind Kontinuität!</p>
<p>Vaterland oder Tod!</p>
<p>Wir werden siegen!</p>
<p>Ovationen</p>
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		<title>Wir verzichten auf keines unserer Prinzipien</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Jun 2019 21:47:24 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Erneut hat sich ein widriges Szenario gebildet und erneut entsteht eine Euphorie bei unseren Feinden, die glauben, dass ihre Träume von der Zerstörung des Beispiels Kuba bald Wirklichkeit werden. Es ist nicht das erste Mal und wird auch nicht das letzte Mal sein, dass die kubanische Revolution Herausforderungen und Drohungen bewältigen muss. Wir waren alle Risiken ausgesetzt und haben unbesiegt 60 Jahre Widerstand geleistet.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-4459" alt="Raul Castro" src="/files/2019/06/Raul-Castro.jpg" width="300" height="249" />Erneut hat sich ein widriges Szenario gebildet und erneut entsteht eine Euphorie bei unseren Feinden, die glauben, dass ihre Träume von der Zerstörung des Beispiels Kuba bald Wirklichkeit werden. Es ist nicht das erste Mal und wird auch nicht das letzte Mal sein, dass die kubanische Revolution Herausforderungen und Drohungen bewältigen muss. Wir waren alle Risiken ausgesetzt und haben unbesiegt 60 Jahre Widerstand geleistet.</p>
<p>Für uns, genauso wie für Venezuela und Nicaragua, ist es sehr klar, dass die Belagerung enger wird und unser Volk auf der Hut und bereit sein muss, jeder Herausforderung mit Einheit, Festigkeit, Optimismus und dem unverbrüchlichen Glauben an den Sieg zu begegnen.</p>
<p>Nach fast einem Jahrzehnt, in dem die Methoden des nicht-konventionellen Krieges angewandt wurden, um die Kontinuität zu verhindern oder die Rückkehr der progressiven Kräfte zu bremsen, haben die Zirkel der Macht in Washington Staatsstreiche gefördert, zuerst einen militärischen in Honduras, um Präsident Zelaya zu stürzen und später gegen Lugo in Paraguay und Dilma Rousseff in Brasilien haben sie auf parlamentarisch-juristische Staatsstreiche zurückgegriffen.</p>
<p>Sie haben Gerichtsprozesse angestrengt, die manipuliert und politisch motiviert waren, sowie Kampagnen, um Führer und Organisationen der Linken zu diskreditieren, wobei sie die Kontrolle über das Monopol der Massenmedien ausnutzten. Auf diese Weise ist es ihnen gelungen, den Compañero Lula da Silva ins Gefängnis zu bringen und ihn seines Rechts zu berauben, Präsidentschaftskandidat der Arbeiterpartei zu sein, um so seinen sicheren Sieg bei den letzten Wahlen zu verhindern. Ich nutze die Gelegenheit, um einen Aufruf an alle ehrlichen politischen Kräfte dieses Planeten zu machen, seine Freilassung und ein Ende der Angriffe und der juristischen Verfolgung gegen die ehemaligen Präsidentinnen Dilma Rousseff und Cristina Fernández de Kirchner zu fordern.</p>
<p>Diejenigen, die von einer Wiederherstellung der imperialistischen Herrschaft in unserer Region träumen, sollten verstehen, dass Lateinamerika und die Karibik und auch die Welt sich verändert haben.</p>
<p>Nie zuvor war es wichtiger, wirklich den Weg der Einheit zu beschreiten und anzuerkennen, dass wir zahlreiche gemeinsame Interessen haben. Für die „Einheit in der Verschiedenheit“ zu arbeiten, ist eine unaufschiebbare Notwendigkeit.</p>
<p>Um diese zu erreichen, ist es erforderlich sich strikt an die Proklamation Lateinamerikas und der Karibik als Zone des Friedens zu halten, die von den Staats- und Regierungschefs im Januar 2014 in Havanna unterzeichnet wurde, in der wir uns „zur genauen Einhaltung seiner Verpflichtung, sich weder direkt noch indirekt in die Angelegenheiten irgendeines Staates einzumischen“ und zur Lösung der Differenzen auf friedlichem Wege verpflichtet haben, ebenso wie „auf die völlige Respektierung des unveräußerlichen Rechtes eines jeden Staates, sein politisches, wirtschaftliches, soziales und kulturelles System zu wählen“.</p>
<p>Wir Kubaner sind uns bewusst, dass ohne die von unserem Volk geleistete Anstrengung zur Festigung unserer Verteidigungskapazität, wir schon lange aufgehört hätten, als unabhängige Nation zu existieren.</p>
<p>Unsere Siegesgewissheit stützt sich auf das Blut der gefallenen Compañeros und auf die Bäche von Schweiß, die im Laufe einiger Jahrzehnte und besonders in den letzten Jahren von Millionen von Kubanern vergossen wurden, die für unser größtes Ziel den Krieg zu vermeiden, gearbeitet haben.</p>
<p>Dieses schreckliche Wespennest, in das sich jeder Winkel unseres Landes verwandeln würde, ich wiederhole, das schreckliche Wespennest, in das sich jeder Winkel unseres Landes verwandeln würde, würde dem Feind eine größere Zahl von Verlusten zufügen, als die öffentliche Meinung in den USA bereit wäre zuzulassen.</p>
<p>Das Anwachsen des Wirtschaftskriegs mit der Verschärfung der Blockade und der fortgesetzten Anwendung des Helms-Burton Gesetzes verfolgen die alte Sehnsucht die Kubanische Revolution durch Erstickung der Wirtschaft und durch Entbehrungen zu stürzen. Dieses Vorhaben ist bereits in der Vergangenheit gescheitert und wird wiederum scheitern.</p>
<p>Der Sozialismus, das System, das die Regierung der Vereinigten Staaten schlecht macht, verteidigen wir, weil wir an die soziale Gerechtigkeit, an die ausgeglichene und nachhaltige Entwicklung sowie an eine gerechte Verteilung des Reichtums und die Garantien von Dienstleistungen von Qualität für die gesamte Bevölkerung glauben.Wir praktizieren die Solidarität und lehnen den Egoismus ab, wir teilen nicht das, was wir übrig haben, sondern auch das, von dem wir selbst zu wenig haben. Wir lehnen jegliche Form der sozialen Diskriminierung ab und bekämpfen das organisierte Verbrechen, den Drogenhandel, den Menschenhandel und alle Formen der Sklaverei. Wir verteidigen die Menschenrechte aller Bürger, nicht nur die von exklusiven, privilegierten Segmenten. Wir glauben an die Demokratie des Volkes und nicht an die politische und antidemokratische Macht des Kapitals. Wir streben den Wohlstand des Landes in Harmonie mit der Natur an, indem wir die Quellen schützen, von denen das Leben auf dem Planeten abhängt. Deswegen sind wir überzeugt, dass eine bessere Welt möglich ist.</p>
<p>In den 60 Jahren, in denen wir Kubaner Aggressionen und Drohungen ausgesetzt waren, haben wir den eisernen Willen bewiesen, auch unter schwierigsten Umständen Widerstand zu leisten und zu siegen. Trotz seiner immensen Macht besitzt der Imperialismus nicht die Fähigkeit, die Würde eines vereinten Volks zu brechen, das stolz auf seine Geschichte und die unter solch großen Opfern erlangte Freiheit ist. Kuba hat bereits gezeigt, dass man Widerstand leisten, kämpfen und siegen konnte und das man dies weiter kann und können wird. Es gibt dazu keine Alternative.</p>
<p>Quellen:<br />
Rede zum 45. Jahrestag der Gründung der Armee für den Westen des Landes, 13. Juni 2016</p>
<p>Rede beim V. Celac Gipfel, 25. Januar 2017</p>
<p>Rede zum 65. Jahrestag der Erstürmung der Kasernen Moncada und Carlos M. de Céspedes am 26. Juli 2018.</p>
<p>Rede zum 60. Jahrestag des Sieges der Kubanischen Revolution am 1. Januar 2019</p>
<p>Rede anlässlich der Proklamation der Verfassung der Republik am 10. April 2019</p>
<p><strong>(Granma)</strong></p>
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		<title>Díaz-Canel: „Wir werden vorwärts schreiten und weiter siegen“</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Dec 2018 21:23:32 +0000</pubDate>
<dc:creator>Cubadebate</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kuba]]></category>
		<category><![CDATA[Miguel Diaz Canel]]></category>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<category><![CDATA[Sitzungsperiode]]></category>

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		<description><![CDATA[Rede von Miguel M. Díaz-Canel Bermúdez, Präsident des Staats- und des Ministerrates, beim Abschluss der Zweiten ordentlichen Sitzungsperiode der Neunten Legislaturperiode der Nationalversammlung der Volksmacht im Kongresspalast am 22. Dezember 2018, „60. Jahr der Revolution“]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-4327" alt="Diaz Canel Asamblea discurso" src="/files/2018/12/Diaz-Canel-Asamblea-discurso.jpg" width="300" height="235" />Rede von Miguel M. Díaz-Canel Bermúdez, Präsident des Staats- und des Ministerrates, beim Abschluss der Zweiten ordentlichen Sitzungsperiode der Neunten Legislaturperiode der Nationalversammlung der Volksmacht im Kongresspalast am 22. Dezember 2018, „60. Jahr der Revolution“</p>
<p>(Stenografische Version des Staatsrat)</p>
<p>Lieber Armeegeneral Raúl Castro Ruz, Erster Sekretär des Zentralkomitees der Partei,<br />
Compañeros Machado und Lazo,<br />
Abgeordnete,<br />
Mitbürger,</p>
<p>in unseren ersten Worten am Tag des Pädagogen wollen wir die kubanischen Lehrer beglückwünschen und anerkennen, die uns nicht nur ihre Zeit, sondern den Sinn ihres Lebens widmen.</p>
<p>Das Jahr 2018 ist fast zu Ende und wir treffen uns wieder zu einer traditionellen Umarmung und zur Auswertung einer entscheidenden Phase in der Geschichte der kubanischen Revolution.</p>
<p>Das Jahr, das wir heute verabschieden, wird in unserem nationalen Gedächtnis als das Jahr verbleiben, in dem eine neue Generation nach und nach in klarem Ausdruck der Kontinuität die Hauptaufgaben der Leitung übernahm, mit dem Glück, die Führung durch die historische Generation beizubehalten, insbesondere die des Armeegenerals Raúl Castro Ruz, Erster Sekretär der Kommunistischen Partei Kubas.</p>
<p>Während der Monate, die seit der Nationalversammlung im April vergangen sind, konnten wir angesichts der schwersten und unerwartetsten Herausforderungen auf diese Führung setzen. In deren Vertrauen und in der kollektiven Leitung haben wir die grundlegenden Mittel gefunden, um heute hier herzukommen und Rechenschaft vor Ihnen abzulegen, die sich für die Lösung der Probleme engagieren, die das Volk am meisten beschäftigen, jener Probleme, die jede Minute unserer Tage und jedes Teilchen unserer Energie absorbieren.</p>
<p>Eine Bilanz der Anstrengungen und Ergebnisse ziehend, muss ich zuallererst von der tiefen Zufriedenheit sprechen, die die im Volk geführte Diskussion über die heute angenommene neue Verfassung in uns hinterlässt.</p>
<p>Mit dieser Debatte haben wir nicht nur unsere politische Kultur, das Zugehörigkeitsgefühl zu einer Nation und die Zukunft des Landes bereichert. Wir sind den Sorgen und Forderungen unserer Menschen näher gekommen, ein grundlegendes Ziel der Revolution, von dem unsere Gegner immer versucht haben, uns abzubringen, indem sie bestrebt waren, die kubanische Gesellschaft aufzubrechen und zu spalten, weil sie sich bewusst sind, dass die Einheit deren wertvollste Stärke ist.</p>
<p>Ich möchte sagen, dass dies ein Jahr des Anstoßes des E-Governments und einer höheren Effizienz im wirtschaftlichen Management war, aber dies ist nur die erste Stufe einer Aufgabe mit unendlichen Anforderungen, die gegen 2019 beginnen müssen, ihre ersten Früchte zu bringen.</p>
<p>Und es muss gesagt werden, dass wir auch wirklich harte Prüfungen zu bestehen hatten, wie die Überschwemmungen, die die zentralen Provinzen heimsuchten, und der Absturz eines Flugzeugs, der eine beklagenswerte Zahl von 112 Todesopfern forderte und eine einzige Überlebende hinterließ, welche in den letzten Tagen eine schöne Dankesbotschaft an ihre Landsleute und vor allem an das medizinische Team sandte, das sie am Leben hielt.</p>
<p>Nach Erfüllung der traurigen Aufgabe, die für Kuba schlimmsten Nachrichten dieses Jahres in Erinnerung zu rufen, gehe ich zur anregendsten über.</p>
<p>Diese Sitzung der Nationalversammlung endet mit einer transzendenten Entscheidung für das Leben der Nation: der Billigung der neuen Verfassung der Republik, die im Februar dem Referendum vorgelegt wird.</p>
<p>Wir haben sie nach einer umfassenden Konsultation der Bevölkerung erreicht, bei der die Bürgerinnen und Bürger mit Wohnsitz innerhalb oder außerhalb des Landes die Möglichkeit hatten, sich frei über den Inhalt des Entwurfs auszusprechen, der neben anderen grundlegenden Aspekten die politischen und wirtschaftlichen Grundlagen, die Rechte und Pflichten und die Struktur des Staates beinhaltete.</p>
<p>Ausschließlich alle Beiträge wurden sorgfältig bewertet und führten zu Änderungen in etwa 60 % der Artikel des Entwurfs, was eine Bereicherung seines Inhalts ermöglichte.</p>
<p>Die Analyse im Volk offenbarte den Willen, die Verfassung zu verbessern. Sie ging jedoch noch viel weiter, da sie wichtige Elemente enthielt, die wir bei der vor uns stehenden umfassenden Gesetzgebung berücksichtigen müssen, um die Einhaltung der Verfassungsvorschriften mit den erforderlichen Gesetzen zu unterstützen.</p>
<p>Die Gelegenheit ist günstig, um im Namen der Nationalversammlung diejenigen zu beglückwünschen, die an der Sicherstellung und Organisation des Konsultationsprozesses der Bevölkerung beteiligt waren: Die Zweiergruppen, die die mehr als 133.000 im ganzen Land abgehaltenen Versammlungen geleitet haben, die Funktionäre, die mit der Sammlung und Analyse der Vorschläge betraut waren, das Zentrum für sozialpolitische Studien des Zentralkomitees der Partei und insbesondere die mit der Ausarbeitung des Verfassungsprojekts beauftragte Kommission und, wie hier tief empfunden und gerechtfertigt zum Ausdruck gebracht wurde, ihren Vorsitzenden, den Armeegeneral Raul Castro Ruz.</p>
<p>Das soeben verabschiedete Grundgesetz bekräftigt den sozialistischen Kurs der Revolution und ermöglicht uns, die Arbeit des Staates, der Regierung, der Organisationen und des ganzen Volkes auf die kontinuierliche Verbesserung der Gesellschaft zu lenken. Es stärkt die Institutionalität, legt die Vorherrschaft der Verfassung in unserem Vorgehen für eine stärkere Inklusion, Gerechtigkeit und soziale Gleichheit und die Stärkung der Bevollmächtigung des Volkes in der Regierung des Landes fest.</p>
<p>Dieser Prozess, der mit dem Referendum am 24. Februar nächsten Jahres fortgesetzt wird, ist eine echte und außergewöhnliche Demonstration der Machtausübung durch das Volk und folglich des eindeutig partizipativen und demokratischen Charakters unseres politischen Systems.</p>
<p>Im Gegensatz zu dem, was die Feinde der Revolution darlegen, hat Kuba erneut gezeigt, dass die grundlegenden Entscheidungen und der Konsens über die Fragen, die das Leben der Nation definieren, mit dem entscheidenden Beitrag aller erreicht werden. Man müsste unseren Verleumdern sagen, dass sie es einmal riskieren sollten, in ihren Ländern einen Prozess mit ähnlichen Charakteristiken auszuführen, wie wir ihn entwickeln.</p>
<p>An einem so bedeutsamen Datum wie dem 24. Februar, 124 Jahre nach der Wiederaufnahme des Unabhängigkeitskampfes unter Führung des Nationalhelden José Martí, werden wir Kubaner dieser Zeiten, die den Kampftraditionen treu sind, zu den Urnen gehen, um die Verfassung zu bestätigen als ein Ausdruck der Standhaftigkeit, der Loyalität gegenüber dem Erbe des Comandante en Jefe der kubanischen Revolution Fidel Castro. Mit unserer Stimme werden wir Ja sagen zur Revolution, zur Souveränität und Unabhängigkeit des Vaterlandes, zur Einheit, Ja zum Sozialismus und zur Verpflichtung gegenüber den Helden und Märtyrern in den mehr als 150 Jahren des Kampfes für die Freiheit.</p>
<p>Liebe Compañeras und Compañeros,</p>
<p>die Debatte in den zehn Arbeitsausschüssen dieser Versammlung war intensiv und fruchtbar. Neben dem Verfassungstext haben wir im Plenum zwei vorrangige Themen erörtert: die Erfüllung des Plans und das Haushaltsbudget dieses Jahres und seine Entwürfe für 2019.</p>
<p>Mit einem bescheidenen Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 1,2% &#8211; was inmitten so vieler nachteiliger Faktoren nicht unermutigend ist &#8211; beendet die Wirtschaft das Jahr mit positivem Vorzeichen.</p>
<p>Damit dies nicht unterschätzt wird, möchte ich einige Entscheidungen beschreiben, die durch dieses bescheidene, aber echte Wachstum ermöglicht wurden:</p>
<p>Im November dieses Jahres wurde die Anhebung der Mindestrente für Rentner in Kraft gesetzt, die für fast 300.000 Menschen von 200 auf 242 Peso anstieg.</p>
<p>Darüber hinaus wurden alle durch Sozialhilfe bezogenen Geldleistungen um 70 Peso erhöht, was 99.000 Familien zugute kam.</p>
<p>Diese Erhöhungen, die jährliche Kosten für das Staatsbudget von 224 Millionen Pesos verursachen, zielen auf eine geringfügige Verbesserung des Einkommens von Menschen und Familien mit geringerer Kaufkraft ab und stellen einen Vorgeschmack auf die Maßnahmen dar, die getroffen werden, um die Situation der Gehälter, Renten, Sozialleistungen, Subventionen und Zuwendungen zu ordnen.</p>
<p>Einer der Sektoren, die am meisten dazu beitragen, ist die Telekommunikation, dank des Anstiegs der Konnektivität und des Internetzugangs in staatlichen Einrichtungen sowie in den von der Bevölkerung nachgefragten Diensten durch den Anstieg von 700.000 Mobilfunkanschlüssen, was eine Gesamtzahl von 5.300.000 Anschlüssen ausmacht.</p>
<p>Die öffentlichen Zugangspunkte über WLAN sind ebenfalls um mehr als 300 gewachsen und die mit dem Internet verbundenen Haushalte belaufen sich bereits auf 60.000.</p>
<p>Die größten Beeinträchtigungen auf das Bruttoinlandsprodukt sind in der Zuckerindustrie und in bescheidenerem Maße in der Landwirtschaft und Viehhaltung konzentriert. Es ist jedoch gerechtfertigt, die Steigerung der Produktion von Reis und Bohnen hervorzuheben, die es uns ermöglicht, Importe zu ersetzen.</p>
<p>Trotz des Durchzugs des Hurrikans Irma, der die Vermarktung des Reiseziels Kuba in der Hochsaison 2017-2018 stark beeinträchtigte, und der von der US-Regierung ergriffenen Maßnahmen zur Behinderung der Reisen in unser Land, schließt der Tourismus dieses Jahr mit einem Wachstum und einem neuen Rekord an internationalen Besuchern ab.</p>
<p>Nicht weniger relevant ist die Tatsache, dass inmitten so vieler nachteiliger Faktoren die sozialen Dienstleistungen für die Bevölkerung in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Kultur und Sport abgesichert wurden. Es wird prognostiziert, dass das Jahr 2018 mit einer Kindersterblichkeitsrate von 4 endet, ähnlich wie im Vorjahr, was dem niedrigsten Stand in der Geschichte entspricht.</p>
<p>Ein Programm, das einen deutlichen Schub erlebte, war das Wohnungswesen, was den Abschluss des Baus von mehr als 29.000 Wohnungen durch den staatlichen Plan ermöglichte, während etwa 11.000 durch eigene Anstrengungen der Bevölkerung errichtet werden. Zu diesem Anliegen wird die Wohnungspolitik beitragen, die kürzlich vom Ministerrat genehmigt und den Abgeordneten dieser Sitzung des Parlaments mitgeteilt wurde.</p>
<p>Für das nächste Jahr wird ein ähnliches Wirtschaftswachstum erwartet (1,5 % des Bruttoinlandsprodukts), wobei sich die Zuckerindustrie erholt und die Aktivitäten in anderen Sektoren wie Bauwesen, Verkehr und Telekommunikation ansteigen.</p>
<p>Diese Zuwächse spiegeln zwar die Fortschritte des Landes in bestimmten Sektoren wider, erlauben aber nicht das erforderliche Entwicklungsniveau, um die ständig wachsenden Bedürfnisse der Bevölkerung zu befriedigen. Aus diesem Grund wurde im Rahmen des Nationalen Plans der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung für 2030 eine Gruppe von Zielen definiert, auf die die Leistung der Wirtschaft für den Zeitraum 2019-2021 ausgerichtet werden sollte. Innerhalb derer werden die Steigerung der Exporterlöse und die Fähigkeit zur Erhöhung der nationalen Produktion durch einen Investitionsprozess, der effizienter werden muss, von entscheidender Bedeutung sein.</p>
<p>Die nichtstaatlichen Verwaltungsformen leisteten im Jahr 2018 einen Beitrag von 12 % an den Gesamteinnahmen, welche im nächsten Jahr ebenfalls leicht ansteigen müssen. Die fast 600.000 Selbständigen tragen 5 % des Haushaltseinkommens bei.</p>
<p>Compañeras und Compañeros,</p>
<p>das Land leidet weiter unter einer angespannten externen Finanzlage, die sich dadurch ergibt, dass die geplanten Einkünfte durch Exporte, den Tourismus und die Zuckerproduktion nicht erreicht wurden; hinzu kamen die Schäden, die durch eine anhaltende Dürre und die darauf folgenden Zerstörungen durch Hurrikan Irma und die intensiven Regenfälle, die danach auftraten, erfolgten; dies alles zusammen hat das Eintreffen von Rohstoffen, Ausrüstungen und Verbrauchsmaterial beeinträchtigt.</p>
<p>Nur dank zusätzlicher Kontrollmaßnahmen bei den wichtigsten finanziellen Absicherungen des Plans 2018, die darauf zielten, bei den Entscheidungen, was die Importe und andere Ausgaben in Devisen im zweiten Halbjahr anging mit größerer Präzision zu arbeiten, wurde ein Wachstum mit positivem Saldo in der Handelsbilanz und beim Kontokorrent erreicht.</p>
<p>Wir haben zum Ausdruck gebracht, dass der Kampf im Bereich der Wirtschaft weiter die wichtigste und zugleich schwierigste Aufgabe darstellt. Es ist dies die Aufgabe, die heute von uns allen am meisten fordert, weil sie es ist, von der unser Volk am meisten erhofft.</p>
<p>Der von uns beschriebene Kontext verlangt eine mobilisierende Planung, mit der verhindert werden soll, dass die Bürokratie die Anstrengungen der wichtigsten wirtschaftlichen Akteure lähmt.</p>
<p>Es ist notwendig, unsere Führungsstrukturen und –teams und das wirtschaftliche Management mit den Beiträgen von Spezialisten und Experten insbesondere der Wirtschaftswissenschaften aber auch aus anderen Bereichen zu verstärken. Wir dürfen nicht müde werden, auf das zu hören, was sie zu sagen haben, ihre Vorschläge auszuwerten und in das, was wir uns zu erreichen vorgenommen haben, einzugliedern.</p>
<p>Wir benötigen bei der Führung eine proaktivere, intelligentere und konkretere Verhaltensweise, die Impulse für sichere und spezifische Problemlösungen liefert und keine Fesseln anlegt oder verzögert, sondern kontinuierlich und intensiv auf der Suche nach flexiblen und effizienten Antworten ist.</p>
<p>Es ist erforderlich bei der Konzeptualisierung des Wirtschafts- und Sozialmodells konsequenter und systematischer zu sein und präziser bei der der Umsetzung der von unserer Partei verabschiedeten Leitlinien der Wirtschafts- und Sozialpolitik der Revolution vorzugehen.</p>
<p>Die Zeit ist gekommen, ohne Dogmen und realistisch zu handeln, die Prioritäten anzugehen, die wahrhafte Stärkung des staatlichen Unternehmens und seine produktive Verkettung mit der ausländischen Investition und dem nicht-staatlichen Sektor der Wirtschaft zu ermöglichen.</p>
<p>Ebenso müssen wir die Aktivität des privaten Sektors der Wirtschaft ordnen, aber ohne dabei dessen Anstrengungen zu hemmen oder zu bremsen, die besten Verfahrensweisen fördern, bis es gelingt, dass diejenigen, die in diesem Bereich arbeiten, sich von der Illegalität abwenden. Die Herausforderung besteht darin, alle Akteure, Eigentumsformen und jetzt in unserem wirtschaftlich sozialen Umfeld bestehenden Betriebsformen in den wirtschaftlichen Kampf zu integrieren, der, und ich wiederhole es, heute der wichtigste Kampf ist.</p>
<p>Wie uns die Ergebnisse des Jahres zeigen, ist es zwingend erforderlich die ausländische Investition anzuregen, ein Ambiente des Vertrauens und der Sicherheit für die Investoren zu schaffen, mehr zu exportieren, die Einkünfte zu behaupten, den Exportzyklus mit rechtzeitiger Bezahlung abzuschließen und das einzuhalten, was Armeegeneral Raúl Castro Ruz mehrfach wiederholt hat, nämlich nicht mehr auszugeben als wir einnehmen und keine Verpflichtungen einzugehen, die wir nicht einhalten können. So wird die Kette des Zahlungsverzugs angehalten und einer Lösung zugeführt.</p>
<p>Wirksam zu investieren und das einzuhalten, was die Machbarkeitsstudien nach dem Ingangsetzen der Investitionen vorsehen, ist genauso wichtig, wie der Ausführung die größtmögliche Aufmerksamkeit zu widmen, die rechtzeitige Zulieferung und die Arbeitskräfte zu garantieren und so Überraschungen und Improvisation zu vermeiden.</p>
<p>Gleichzeitig müssen wir alle Möglichkeiten der Finanzierung kennen und handhaben, die Kredite effizienter nutzen und mit deren Zahlungen verantwortlicher umgehen.</p>
<p>Es gilt, die wertvollen menschlichen Ressourcen und die qualifizierte und wissenschaftliche Arbeitskraft wirkungsvoll zu nutzen, über die wir dank der großen Leistungen der Revolution im Bereich der Bildung verfügen, die nationale Produktion zu behaupten und unser gesamtes Potential zu mobilisieren, um mehr und effizienter zu produzieren; das ist das einzige, das uns über alle klimatischen Beeinträchtigungen und finanzielle Spannungen hinweg das Wachstum ermöglicht.</p>
<p>Wir müssen ebenfalls die überflüssigen Kosten bei der Regierungsführung vermeiden, eine wirkliche Kontrolle über die Ressourcen erlangen und die Erfahrungen anderer sozialistischer Länder wie China, Vietnam und Laos nutzen.</p>
<p>Die Regierungsverwaltung muss sich mit größerer Dynamik auf die Qualitätsanforderungen der Dienstleistungen ausrichten und vermeiden, dass ihre Unzulänglichkeiten zu Ärger und Irritation bei der Bevölkerung führen. Es darf niemals vergessen werden, dass für uns, als öffentliche Diener, das Wohl des Volkes unser höchstes Ziel ist.</p>
<p>Wenn wir die aktuelle Lage realistisch und objektiv angehen, können wir einen nachhaltigen Wirtschaftsplan für 2019 aufstellen, der auf einer soliden Grundlage beruht, die trotz der Schwierigkeiten, die Entwicklung von für das wirtschaftliche Wachstum prioritären Aktivitäten begünstigt und zur allmählichen Wiederherstellung der finanziellen Glaubwürdigkeit des Landes beiträgt.</p>
<p>Mitbürger,</p>
<p>2019 wird ein Jahr der Ordnung sein. Der Plan wird auf die Deviseneinkünfte des Landes und ihrer Eintreibung ausgerichtet sein, mehr Schulden bezahlen als Kredite eingehen und mit größtmöglicher Pünktlichkeit die Zahlung von Verpflichtungen einhalten.</p>
<p>Es gibt keinen anderen Weg den Plan zu machen. Andernfalls würde man etwas vorschlagen, das nicht erfüllt werden kann und ihn so unbeherrschbar machen.</p>
<p>Ich muss dabei betonen, dass das in diesem Plan Vorgesehene das Minimum ist, das es zu erreichen gilt. Man muss Reichtum erwirtschaften, um mehr zu haben. Die Durchführung des Plans muss von einer angemessenen Verwaltung des Haushalts begleitet werden, alle Möglichkeiten für Einkünfte müssen potenziert, die Haushaltskosten im Unternehmenssektor vermindert und das Haushaltsdefizit so weit wie möglich verringert werden.</p>
<p>Diese veranschlagten Ziele zu erreichen, erfordert einen tiefgehenden Diskussionsprozess des Plans, einen höheren Grad an Kontrolle und die Miteinbeziehung aller, damit alle dafür einstehen.</p>
<p>Die Zuckerrohrernte, eine wirtschaftliche Aktivität, die nicht nur wegen der Zuckerproduktion wichtig ist, sondern auch, weil durch sie liquides Einkommen erzeugt wird, durch ihren Beitrag bei der Herstellung elektrischer Energie aus Biomasse, wegen der Herstellung von Tierfutter und von Derivaten, hat mit einer Übererfüllung der wichtigsten Indikatoren begonnen. Jetzt ist es wichtig, dass die Probleme, die einem guten Ende der Kampagne schaden könnten, sich nicht anhäufen.</p>
<p>Als Teil des Prozesses der Computerisierung der Gesellschaft schreitet die Digitalisierung des Fernsehens voran und es wurde mit dem Internetdienst für mobile Telefone begonnen; dies ist eine neue Möglichkeit für die Bürger und ein deutlicher Ausdruck des politischen Willens der Regierung, dieses Programm mit unseren eigenen Anstrengungen und unserem eigenen Talent voranzubringen, ohne der Einmischung Raum zu geben, die einige in perverse Angebote und Pläne zur Kolonisierung verkleiden.</p>
<p>Die Investitionen in Windparks und Fotovoltaikparks gehen weiter, während man gleichzeitig solche begonnen hat, die mit der Erzeugung bioelektrischer Energie aus Biomasse in Verbindung stehen und die Pläne zur Änderung der Energiematrix und den Anstieg der Nutzung erneuerbarer Energiequellen unterstützen.</p>
<p>Um in aller Breite die Entwicklungspläne des Landes zu debattieren, haben wir es als sinnvoll erachtet, für das erste Trimester des kommenden Jahres eine außerordentliche Sitzung der Nationalversammlung einzuberufen, die wir der Analyse des Nationalen Plans zur Wirtschaftlichen und Sozialen Entwicklung in seinen drei Stufen bis 2030 und dem Bericht über den Stand der Umsetzung der Leitlinien der Wirtschafts- und Sozialpolitik der Partei und der Revolution widmen werden.</p>
<p>Auf der anderen Seite sind kürzlich die Maßnahmen in Kraft getreten, die mit der Arbeit auf eigene Rechnung in Zusammenhang stehen. Sie werden vom größten Teil der Bevölkerung akzeptiert, die sie als notwendig für die Organisation und Kontrolle dieses Prozesses betrachtet.</p>
<p>Dazu möchte ich unseren Standpunkt, was diese Aktivität angeht, präzisieren.</p>
<p>Die Arbeiter auf eigene Rechnung sind keine Feinde der Revolution, sie sind das Ergebnis der Aktualisierungsprozesses des Wirtschaftsmodells; sie haben Probleme gelöst, die auf dem Staat lasteten und bei deren Lösung sich dieser gelegentlich als ineffizient herausgestellt hat. Sie haben Berufe wiederbelebt, die, wie das Leben uns gezeigt hat, notwendig sind.</p>
<p>Wir haben den nicht-staatlichen Sektor als eine Ergänzung der Wirtschaft anerkannt und es besteht keinerlei Absicht, ihn an einer gedeihlichen Entwicklung zu hindern, aber seine Tätigkeit muss sich innerhalb der Gesetze bewegen.</p>
<p>Wir wissen, dass wir auf die Mehrzahl von ihnen bei der Ankurbelung und Belebung der Wirtschaft zählen können. Man muss in einigen Köpfen die Vorurteile löschen, die gegenüber deren Arbeit bestehen, die genauso viel Schaden anrichten wie jene Inspektoren, die sich bestechen lassen und Misstrauen und Unsicherheit erzeugen.</p>
<p>Damit sie ihre Arbeit angemessen ausführen können, liegt es an uns, Bedingungen zu schaffen, die das Einhalten der neuen Normen begünstigen und zu einer wirklichen Ordnung der Aktivität beitragen. Die Beamten, die mit der Überwachung dieser Normen beauftragt sind, müssen ethisch, rigoros und gerecht handeln und das schlechte Bild beseitigen, das das Verhalten einiger korrupter hervorruft.</p>
<p>Uns ist auch nicht unbekannt, dass die privaten Arbeiter einiger Modalitäten ihre Unzufriedenheit mit diesen Regulierungen bekundet haben, aber nicht aus einer Perspektive der Zusammenarbeit mit der Bevölkerung heraus, sondern weil sie gegen eine Ordnung sind, die der unrechtmäßigen Bereicherung, die nicht gestattet wird, ein Ende setzt.</p>
<p>Wir wissen, dass es Versuche gibt, den nicht-staatlichen Sektor in einen Feind des revolutionären Prozesses zu verwandeln, aber es wird ihnen nicht gelingen, uns zu spalten. Dabei zählen wir auf das Engagement der Arbeiter auf eigene Rechnung und auf das der staatlichen Institutionen.</p>
<p>Abgeordnete,</p>
<p>es ist wichtig, sich darüber im Klaren zu sein, dass es solche gibt, die die Bedeutung und die Ziele des Dekrets 349 verzerren und es so darstellen wollen, als diene es als Instrument für künstlerische Zensur. Ich spreche von solchen, denen die Kultur fremd ist, über solche, die sich nie um sie gesorgt haben und die sich in Schweigen gehüllt haben angesichts der Verbreitung von Banalität, Vulgarität, Gewalt, Grobheit, der Diskriminierung von Frauen, des Sexismus und Rassismus, die in den verschiedensten Ausdrucksformen präsent sind, die gegen die Kulturpolitik der Revolution gerichtet sind, die sich in öffentlichen staatlichen wie auch in privaten Räumen zeigen, von denen einige nicht einmal rechtlich anerkannt sind.</p>
<p>Wir wissen nur zu gut, von wo die Anleitungen kommen, die das Ziel verfolgen, Verwirrung zu stiften, zu spalten, zu demotivieren und zu demobilisieren.</p>
<p>Es ist klar, dass besagtes Dekret aufgrund seiner Wichtigkeit stärker diskutiert und besser erklärt werden muss. Dies wird durch die Meinungen von Großen unserer Kultur deutlich, die wirklich eine bewährte und engagierte Arbeit leisten.</p>
<p>Sie rufe ich auf, uns bei der Aufgabe zu begleiten, nun das zu tun, was wir schon früher hätten tun müssen.</p>
<p>Nach diesen unerlässlichen Lektionen können wir nun über den aufrichtigen Dialog die Art und Weise finden, wie diese Norm umzusetzen ist, weil sie einer Notwendigkeit und einem Anspruch der Künstler selbst folgt, nämlich zu verhindern, dass sich die Respektlosigkeit gegenüber der Kulturpolitik vermehrt – durch pseudokünstlerische Produktionen, die ein Bild von unserem Land vermitteln, dem wir nicht entsprechen, nie entsprochen haben und nie entsprechen werden.</p>
<p>Ich kann versichern, dass besagtes Dekret nur ein einziges Ziel hat: die Kultur des Landes vor den falschen Künstlern zu schützen, vor der professionellen Unterwanderung und vor der Pseudokultur, die – wie von unseren Kreativen, Schriftstellern und Künstlern angeprangert – durch Antiwerte hervorgerufen werden.</p>
<p>Das künstlerische Schaffen in Kuba ist frei und wird es weiter sein, so, wie es in der Verfassung postuliert wird, und die kulturellen Einrichtungen haben die Verantwortung, besagte Norm völlig diesen Zwecken gemäß anzuwenden.</p>
<p>Compañeras und Compañeros,</p>
<p>die in dieser Versammlung debattierten Themen erfordern die besondere Aufmerksamkeit des Ministerrats. In diesem Sinne sind wir dabei, ein Arbeitssystem zu entwickeln, das auf Austausch mit dem Volk, dem Besuch der Territorien und Gemeinden und der Verbindung mit den Kollektiven basiert, die bei den wirtschaftlichen und sozialen Entwicklungsprogrammen die tragende Rolle spielen.</p>
<p>Sie suchen wir auf, um zuzuhören, zu argumentieren, zu klären, Hindernisse zu beseitigen und Probleme zu lösen, Beschwerden, Missverständnissen und Irrtümern nachzugehen.</p>
<p>Uns interessiert die Rechenschaftspflicht jener, die wir leiten unter Bevorzugung der direkten Kommunikation mit dem Volk, systematisch durch Pressemedien und die sozialen Netze.</p>
<p>Wir wollen Wege öffnen, damit die wissenschaftliche Forschung bei jedem Vorgang Raum greift und Innovation bringt und wir müssen die Computerisierung in der Gesellschaft vorantreiben.</p>
<p>Systematisieren wir die Weiterverfolgung und Sicherstellung der Entwicklungsprogramme, indem wir einen kollektiven Führungsstil fördern und mit Disziplin und Verantwortungsbewusstsein die Ausrichtungen unserer Partei verteidigen.</p>
<p>Wir haben zu einer ethischen Schlacht gegen die Korruption, die Gesetzwidrigkeiten, die Abhängigkeiten und die soziale Disziplinlosigkeit aufgerufen, die gegen unsere Gegenwart und Zukunft gerichtet sind und mit ihr unvereinbar sind.<br />
Was bisher getan wurde, ist noch unzureichend. Was wir erreicht haben, ist nichts verglichen mit unseren Zielen als Regierung der Revolution. Wir möchten uns jedoch für die Unterstützung und das Verständnis der Kubanerinnen und Kubaner bedanken, die in unseremLand wohnen. Wir schulden ihnen etwas.</p>
<p>Es gilt, sich um viele Fragen zu kümmern und sie zu beantworten. Wir werden so viele Antworten geben, wie wir können, und nach denjenigen, die wir im Moment nicht haben, werden wir nicht müde werden zu suchen.</p>
<p>Kubanerinnen und Kubaner,</p>
<p>das Jahr 2018 war inmitten eines schwierigen internationalen Kontextes aufgrund der zunehmenden imperialen Hegemonie, die den Multilateralismus in den internationalen Beziehungen behindert, intensiv.</p>
<p>Lateinamerika und die Karibik, unsere große Heimat, sind von diesen Einflüssen nicht verschont.</p>
<p>Kuba wird vom Imperium vorgeworfen, die Ursache dessen zu sein, was sie als &#8220;das große Übel der Region&#8221; betrachten. Die Blockade verschärft sich und die finanzielle Verfolgung wird immer stärker, um die Entwicklung des Landes zu behindern.</p>
<p>Das am 1. November in zehn aufeinanderfolgenden Abstimmungen der Generalversammlung der Vereinten Nationen erzielte Ergebnis zeigte die überwältigende Unterstützung, die Kuba im Kampf gegen die Blockade hat, eine aggressive, anachronistische, gescheiterte Politik, die dem kubanischen Volk enormen Schaden zufügt, das Haupthindernis für unsere Entwicklung darstellt und eine Verletzung der Menschenrechte ist. Wir danken allen Regierungen, die sich der Forderung angeschlossen haben, sie zu beenden.</p>
<p>Am selben Tag kündigte der Nationale Sicherheitsberater der Vereinigten Staaten mit äußerst aggressiver und respektloser Sprache in Miami neue Maßnahmen an, die die Blockade verstärken und zusammen mit anderen Vorgängen und Drohungen vorhersehen lassen, dass sich seine Regierung auf einen Konfrontationskurs mit Kuba vorbereitet.</p>
<p>Der US-Imperialismus hat die Gültigkeit der Monroe-Doktrin bekräftigt und attackiert die progressiven Regierungen und Prozesse, versucht, die Fortschritte in Bezug auf Integration und soziale Gerechtigkeit in der Region umzukehren, führt eine systematische und enorme Operation kommunikativer und kultureller Manipulation durch und verfolgt und kriminalisiert linke politische Kräfte und Führer, Volksbewegungen und soziale Organisationen mit dem Ziel, den Neoliberalismus durchzusetzen. Er versucht auch, die Kooperationsmechanismen und echte lateinamerikanische und karibische Abkommen wie Celac und Unasur zu zerstören.</p>
<p>Aber die Völker beugen sich nicht und geben den Kampf nicht auf, wie auf dem breiten und einheitlichen XXIV.Treffen des Forums von Sao Paulo gezeigt wurde, das im Juli in dieser Stadt stattfand.</p>
<p>Unsere tiefste Dankbarkeit spreche ich der Gemeinschaft der Karibik für ihre ermutigende Solidaritätserklärung vom 8. Dezember 2018 anlässlich des Caricom-Kuba-Tages aus.</p>
<p>Die Erklärung des am 14. Dezember in Havanna abgehaltenen XVI. Gipfeltreffens der Bolivarischen Allianz der Völker Amerikas, ALBA-TCP, behandelte diese Fragen und sprach sich dafür aus, entschlossen für die Mobilisierung und unverzichtbare Einheit der revolutionären, progressiven und Volkskräfte einzutreten, und drückte der Bolivarischen Republik Venezuela und der Republik Nicaragua angesichts der imperialistischen und oligarchischen Feindseligkeiten volle Unterstützung und Solidarität aus.</p>
<p>In Mexiko errang der Präsident Andrés Manuel López Obrador einen historischen Sieg, der große Sympathie auslöst. Ihm und dem brüderlichen mexikanischen Volk danke ich für die herzliche Gastfreundschaft, mit der wir während seines Amtsantritts empfangen wurden.</p>
<p>In Brasilien haben uns die inakzeptablen Bedingungen und die wiederholten Verleumdungen seitens des gewählten Präsidenten dieses Landes zwecks der Beseitigung des Mais Médicos-Programms, wobei er die entsprechenden Vereinbarungen mit der Panamerikanischen Gesundheitsorganisation verletzte, dazu gezwungen, in Verteidigung der Würde, des Altruismus und der anerkannten Professionalität unseres Gesundheitspersonals der kubanischen Beteiligung ein Ende zu setzen, wie unserem Volk sowie der brasilianischen und internationalen Öffentlichkeit ausführlich berichtet wurde.</p>
<p>Jeden Tag erreichen unsere Ärzte aus den entlegensten Ecken des großen südamerikanischen Landes Botschaften der Dankbarkeit und der Ablehnung der Politik des neuen Präsidenten, die sie den Orten entrissen hat, an die nur sie gekommen waren, um Leben zu retten.</p>
<p>In einer Botschaft an unser Volk sagte Lula: „Ich bedauere, dass das Vorurteil der neuen Regierung gegen die Kubaner wichtiger war als die Gesundheit der Brasilianer, die in den entferntesten und bedürftigsten Gemeinden leben.“</p>
<p>Die Geschichte wird Zeugnis vom Vorher und Nachher unserer Zusammenarbeit ablegen. Bei der vierzigsten Ausgabe des Internationalen Festivals des Neuen Lateinamerikanischen Films in Havanna brachte eine brasilianische Dokumentarfilmschaffende allein durch die Erwähnung unserer Ärzte das gesamte Publikum dazu, sich zu erheben. Medien aus aller Welt haben aufgrund des unsinnigen Verhaltens der rechtsextremen brasilianischen Regierung ihren Blick zum ersten Mal unserer medizinischen Zusammenarbeit zugewandt.</p>
<p>Unsere Fachleute des Gesundheitswesens sind das Paradigma, das dem Egoismus und der Kommerzialisierung medizinischer Dienstleistungen entgegenwirkt. Sie sind Kuba und das schönste Denkmal für das internationalistische, humanistische Werk in Verteidigung der Menschenrechte von auf universeller Ebene, für Fidel.</p>
<p>In den letzten Monaten hatten wir einen intensiven und fruchtbaren bilateralen Austausch, insbesondere während unserer offiziellen Besuche in der Russischen Föderation, der Demokratischen Volksrepublik Korea, der Volksrepublik China, der Sozialistischen Republik Vietnam und der Demokratischen Volksrepublik Laos. Wir sind dankbar für die herzliche Gastfreundschaft bei diesen Besuchen, bei denen es auch zu wichtigen Vereinbarungen kam, in deren Erfüllung wir alle unsere Anstrengungen setzen werden.</p>
<p>Der Austausch während unseres Aufenthalts in der Französischen Republik und im Vereinigten Königreich war ebenfalls bedeutend. Ergebnisreich war auch der Besuch des spanischen Regierungschefs Pedro Sánchez in Havanna.</p>
<p>Besonders bewegend war die Gedenkfeier, zusammen mit den afrikanischen Nationen, zum hundertsten Geburtstag von Nelson Mandela und zum dreißigsten Jahrestag der Schlacht von Cuito Cuanavale gegen das Apartheid-Regime.</p>
<p>Sehr geehrte Mitbürger,</p>
<p>was für ein großartiges Jahr verabschieden wir!</p>
<p>Wenn wir nur die Symbole betrachten würden, würde es ausreichen, die 150 Jahre erbitterten Kampfes für unsere Unabhängigkeit, die 2018 begangen wurden, und die 60 Jahre des Kampfes, des Widerstands und der Kreativität zu nennen, die in der ersten Minute des Jahres 2019 seit dem endgültigen Sieges vergangen sein werden.</p>
<p>Wir bewegen uns von einem Jahr zum anderen, getrieben von den Großtaten derer, die in die Manigua gingen, manchmal mit nicht mehr Waffen als der Scham, und Hunger und grenzenlose Entbehrung auf sich nahmen, um uns zu befreien.</p>
<p>Männer und Frauen mit geerbten Gütern und Reichtum, die auf sie verzichteten, um eine neue Nation zu gründen.</p>
<p>In diesem Jahr hat uns ein Heimatmuseum der früheren Metropole einen Stuhl geliehen, der Maceo gehörte. Aus einem Palmenstamm war der Thron der tapfersten unserer Generäle gemacht worden. Er hatte keinen eleganten und gepolsterten von denen genommen, die damals sein Land unterworfen hatten. Deshalb nahmen sie ihn als Kriegstrophäe, diejenigen, die, auch indem sie Maceo töteten, unsere libertäre Berufung niemals besiegen konnten.</p>
<p>Genau 60 Jahre nach dem Tod von Maceo, im Dezember 1956, nahmen Fidel, Raúl und ihre Gefährten der Granma den Geist dieses Kriegers wieder auf und errichteten ein Lager in den Bergen. So kreolisch und souverän wie der Stuhl des Bronzetitans wurde die rebellische Kommandantur.</p>
<p>Auch aus Palmenbrettern und Guano-Dach ist Fidels Haus in La Plata, der Ort, der von der Armee der Diktatur nie erobert wurde, beschützt, wie es war und immer sein wird, von den einfachen Bewohnern dieser Gegend, durch die laut und frei der Fluss der Sierra fließt.</p>
<p>Wir sind eine Nation, die von solch großen Unabhängigkeitsbestrebungen geprägt ist, dass sie uns auch vor egoistischen Abhängigkeiten von materiellen Besitztümern retteten, als der Preis für deren Erlangung die Freiheit war.</p>
<p>Die Symbole, auf die ich mich bezogen habe, jene Zeichen und Essenzen, die uns die Geschichte hinterlässt, sprechen von einem Land mit Charakter, das immer wusste, dass „Armut vorübergeht, was nicht vorübergeht, ist die Schande“, wie der Apostel, der Geld und Bereitschaft für den notwendigen Krieg gesammelt hat, ohne sich jemals einen Cent zu nehmen, angesichts des abgetragenen Gehrocks sagte.</p>
<p>Dieser Charakter, der uns von den Großeltern und den Eltern übertragen wird, der uns für das Vaterland sogar Tränen entreißt, uns aber vor allem im Galopp auf diejenigen wirft, die ihm schaden wollen, ist nicht, wie manche glaube, das Geschichtsbuch, das die junge Generation nicht zu lesen versteht.</p>
<p>Leidenschaft und Stolz zu fühlen für das, was wir sind, und gleichzeitig Ungeduld und Qual zu leiden wegen dem, was wir nicht erreichen, und macht diesen Übergang zwischen zwei Jahren, mehr als zu einem Leiden, zu einem Triumphbogen, gekrönt von allem, was wir gegeben haben, und der Gewissheit, dass zu kämpfen der Sieg ist,(Applaus).</p>
<p>Wir streben immer nach mehr. Und mit allen Generationen, die zusammen leben, ehren wir diejenigen, die alles geopfert haben, damit der Weg zur Eroberung dieses immer anhängigen Mehr durch den Frieden und die Einheit aller Kubaner bewacht wurde.</p>
<p>Im Namen einer Generation, die stolz ist, nicht Ablösung, sondern Kontinuität zu sein, möchte ich Ihnen die tiefe Verpflichtung zum Ausdruck bringen, die uns dazu bewegt, unerbittlich dafür zu kämpfen, auf der Höhe der Geschichte, unserer Helden und unseres Volkes zu sein, untrennbar in den Gefühlen und der Treue.</p>
<p>Heute sind wir gekommen, um über unsere Arbeit Rechenschaft abzulegen und uns zu mehr zu verpflichten: alles zu fördern, was uns erlaubt, voranzukommen und zu siegen, mit unseren eigenen Einschränkungen und trotz des Wirtschaftskrieges, der finanziellen Verfolgung und der verstärkten Blockade.</p>
<p>Die größte Motivation ist der 60. Jahrestag der Revolution mit ihren unauslöschlichen Lehren, dass es möglich ist, alle Hindernisse zu überwinden, wenn das Volk uns begleitet.</p>
<p>Es wird zweifellos ein weiteres Jahr voller Herausforderungen sein. Aber, wie Martí, über die Seele der Revolution und die Pflicht Kubas sagte (&#8230;): „Nichts erwartet das kubanische Volk von der Revolution, was die Revolution ihm nicht geben kann.“</p>
<p>Wir werden vorankommen. Und wir werden weiterhin siegen. Das haben uns die Väter der Nation gelehrt. Das ist es, wozu uns das würdige und heldenhafte Volk von Céspedes, Mariana, Maceo, Gómez, Martí, Mella, Villena, Haydeé, Abel, Celia, Frank, Vilma, Camilo, Che, Almeida, Fidel, Raúl und seine Kampfgefährten, von denen wir die Ehre haben, dass sie uns begleiten, täglich aufruft.</p>
<p>Am 24. Februar wird Kuba mit dem Referendum zur Ratifizierung der Verfassung einen Höhepunkt der 150 Jahre erleben, die wir begangen haben und der 60 Jahre der Kubanischen Revolution, der Revolution von Fidel und Raúl, die wir am 1. Januar feiern.</p>
<p>Wir werden ja sagen und wir werden wieder siegen. Weil wir Kuba sind.</p>
<p>Herzlichen Glückwunsch an unser ganzes Volk zum Neuen Jahr!</p>
<p>Hasta la victoria siempre!<br />
Patria o Muerte!<br />
Venceremos!<br />
(Ovation)</p>
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		<title>Es wird niemals Raum für Spaltung oder Wankelmut geben!</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jul 2018 18:35:21 +0000</pubDate>
<dc:creator>Cubadebate</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Rede des Präsidenten des Staats- und des Ministerrats Miguel Díaz-Canel Bermúdez während einer besonderen Plenumssitzung zum Denken Fidels beim XXIV. Treffen des Sao Paulo Forums im Kongresspalast in Havanna am 17. Juli 2018, „60. Jahr der Revolution“ , (Übersetzung der stenografischen Version des Staatsrats)]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-4222" alt="Canel discurso FOro" src="/files/2018/07/Canel-discurso-FOro.jpg" width="300" height="252" />Rede des Präsidenten des Staats- und des Ministerrats Miguel Díaz-Canel Bermúdez während einer besonderen Plenumssitzung zum Denken Fidels beim XXIV. Treffen des Sao Paulo Forums im Kongresspalast in Havanna am 17. Juli 2018, „60. Jahr der Revolution“ , (Übersetzung der stenografischen Version des Staatsrats)</p>
<p>Brüder:</p>
<p>Nicolás Maduro Moros,Präsident der Bolivarischen Republik Venezuela,</p>
<p>Evo Morales Ayma, Präsident des Plurinationalen Staates Bolivien,</p>
<p>Salvador Sánchez Cerén, Präsident El Salvadors &#8211; lasst die Überzeugungen, die von Ihnen hier ausgesprochen wurden, zu den unseren werden</p>
<p>Compañera Mónica Valente,Sekretärin des Sao Paulo Forums,</p>
<p>sehr geehrte ehemalige Präsidenten Manuel Zelaya aus Honduras, Kenny Anthony aus Santa Lucía, Martín Torrijos aus Panama, ehemaliger Premierminister Denzil Douglas aus St. Kitts und Nevis und Ex-Präsident Joaquim Chissano aus Mosambik,</p>
<p>Delegierte und Gäste der Mitgliedsparteien des Forums,</p>
<p>Vertreter der sozialen linken Bewegungen und Organisationen Lateinamerikas und der Karibik und aus anderen Teilen der Welt,</p>
<p>am XXIV. Sao Paulo Forum teilnehmende Compañeras und Compañeros,</p>
<p>junge hier anwesende Lateinamerikaner,</p>
<p>zunächst empfangt im Namen der Kommunistischen Partei Kubas, der Regierung und des kubanischen Volkes unsere brüderlichen und solidarischen Grüße.</p>
<p>Im Juli 1990, als viele den Fall und das Ende des realen Sozialismus feierten und andere als Ergebnis der imperialistischen, neoliberalen und hegemonialen Offensive die Hoffnung verloren, entstand das Sao Pulo Forum, um die Kräfte der Linken zu vereinen und ihnen eine Stimme zu geben, die Prozesse, die stattfanden, zu analysieren und Wege zu finden, wie man den Sozialismus in einer neuen historischen Etappe verteidigen konnte.</p>
<p>Heute, im Juli 2018, 28 Jahre später, ruft uns das Sao Paulo Forum angesichts des Ansturms der kapitalistischen Restauration, die andauert, existiert, immer präsent ist, in seiner unerlässlichen Rolle als entscheidender politischer Handlungsträger in der Region und als Raum für den Erfahrungsaustausch und den Entwurf politischer Alternativen, erneut zusammen.</p>
<p>Und sehen Sie, dass das Forum lebt kann man an bedeutsamen Daten feststellen: An diesem Treffen gab es 625 Teilnehmer aus über 51 Ländern, über 60 davon sind Parlamentarier. Es haben 168 Organisationen teilgenommen und über 120 Delegierte der wichtigsten sozialen Bewegungen des Kontinents. Zum ersten Mal öffnet sich das Sao Paulo Forum als ein Raum für den Dialog zwischen Parteien und sozialen Bewegungen, etwas was man beibehalten muss und dem man die notwendige Koordinierung geben muss, damit es weiterverfolgt werden kann.</p>
<p>Aus Beweggründen, die mit der Gründung, der Geschichte und der Gefühle zu tun haben, erinnern wir uns an Fidel und Chávez, um sie zu ehren (Beifall).</p>
<p>Wir vermissen ebenfalls die Anwesenheit von Lula, Néstor und Cristina, von Correa, Daniel und von Mujica (Beifall).</p>
<p>Compañeras und Compañeros,</p>
<p>wir leben in einer internationalen Situation, die gekennzeichnet ist durch wachsende Bedrohung des Friedens und der internationalen Sicherheit, durch Interventionskriege, Gefahren für das Überleben der menschlichen Gattung und eine internationale Wirtschaftsordnung, die ungerecht und ausschließend ist.</p>
<p>Die Welt wird von einer unersättlichen Gier nach Luxus und einem frenetischen Wettrüsten verschlungen. Der Planet lebt den Unsicherheiten und dem Klimawandel ausgesetzt, der seine Ursachen in den Produktionsmustern und dem unhaltbaren, mit der kapitalistischen Entwicklung verbundenen Konsum hat.</p>
<p>In diesem Stadium der Krise versucht der globalisierte Kapitalismus zu expandieren und seine Bereicherungskapazität zu erweitern und er greift dabei auf alle mögliche Aktionen zurück, um uns eine kolonisierende Plattform aufzuerlegen.</p>
<p>Die Prozesse, die in Lateinamerika vor sich gehen, sind der offensichtliche Beweis für die Wiedergeburt dieser Pläne. Politische und ökonomische Interessen versuchen die freie Selbstbestimmung der Völker der Region zu verhindern. Man beruft sich erneut auf die perverse Monroe Doktrin; Ungerechte einseitige Zwangsmaßnahmen der Vereinigten Staaten und einiger ihrer Verbündeten gesellen sich zu der skandalöse Einmischung der OAS. Die Manipulation der Medienkonsortien, der privaten Presse, der sozialen Netze als Teil des nicht-konventionellen Krieges, schaffen ein Meinungsfeld, das Verwirrung und Mutlosigkeit hervorruft.</p>
<p>Die Geschichte lehrt uns, dass wenn ein revolutionäres oder soziales, gerechtes und menschlicheres Projekt in Gang gesetzt wird, das logischerweise mit den enormen Schwierigkeiten verbunden ist, die soziale Veränderungen mit sich bringen, sofort brutaler wirtschaftlicher, diplomatischer ja sogar militärischer Druck hinzukommt, der von intensiven rufschädigenden und diffamierenden Medienkampagnen unterstützt wird, um das revolutionäre Wagnis mit der größtmöglichen Anzahl an Agressionen zu strafen, wozu die ständige Drohung mit einer Invasion gehört.</p>
<p>Das ist der Preis, den unsere Völker bezahlt haben, weil sie die Regeln der imperialen Ordnung herausgefordert haben.</p>
<p>Die aktuelle US-Regierung, die eine außenpolitisch im Diskurs und in ihren Handlungen eine sehr aggressive Linie verfolgt, zeigt eine kriegerische Tendenz und eine absolute Verachtung für die internationalen Institutionen; sie setzt die Gewalt über die Verhandlung, verteidigt den Hegemonismus bis aufs äußerste, droht und straft mit Sanktionen die Länder, die ihre Pläne nicht unterstützen und widersetzt sich systematisch allen internationalen Vereinbarungen, mit denen versucht wird, die drängenden Probleme der Menschheit zu mindern.</p>
<p>Erneut kommt die lateinamerikanische und karibische Linke zusammen, um über die vordringlichsten Probleme nachzudenken und um angesichts der Agression des Imperialismus und seiner oligarchischen Alliierten Kampfstrategien zu entwerfen. Wir tun dies in einem Moment, in dem die Offensive gegen die Veränderungsprozesse in der Region Methoden des nicht-konventionellen Krieges anwendet, was durch die Aktionen deutlich wird, die wir hier energisch verurteilen. Gegen das chavistische Venezuela, das sandinistische Nicaragua, das Brasilien Lulas und gegen die vom Volk getragene und von Bruder Evo Morales angeführte demokratische Revolution in Bolivien (was wir hier energisch verurteilen) (Beifall).</p>
<p>Es geht ihnen auch darum durch Aktionen von Gruppen oder Bündnissen der Rechten, Brüche in den Revolutionen und in den regionalen Integrationsmechanismen wie ALBA-TCP herbeizuführen, die in wenigen Jahren im wirtschaftlichen und sozialen Bereich viel erreicht haben und in der Celac, innerhalb der die Einheit in der Vielfalt es ermöglicht hat, die Proklamation Lateinamerikas und der Karibik als Zone des Friedens zu verabschieden und man die Verpflichtung übernommen hat, Mechanismen der Integration und der politischen, wirtschaftlichen und solidarischen Zusammenarbeit zu entwickeln.</p>
<p>Die Linke sieht sich der Herausforderung gegenüber, das Erreichte zu retten, den Neoliberalismus aufzuhalten, der gekommen ist, um zu versuchen, die von unseren Völkern erreichten Errungenschaften auszulöschen.</p>
<p>Es ist daher von besonderer Bedeutung, dass wir ein besonderes Plenum in diesem Forum der Debatte über das Denken des historischen Führers der Revolution Comandante en Jefe Fidel Castro Ruz widmen, der gemeinsam mit Lula, der heute zu Unrecht im Gefängnis ist, Urheber des Forums war (Beifall).</p>
<p>Als bester Schüler von Martí lernte Fidel die Maxime, die Teil seines täglichen Handelns wurde, nämlich, dass die beste Art etwas zu sagen, ist, es zu tun. So überlebte er sein Werk, er dachte, organisierte die Revolution, führte sie an, kämpfte, siegte, gab dem Land die Würde, schmiedete ein emanzipatorisches Werk, etablierte eine Hoffnung für die Menschheit, bekämpfte entschlossen und unbesiegt den Imperialismus und wuchs mit seinem Volk und seiner Revolution.</p>
<p>Das sind die Gründe, die erklären, warum wir alle in diesem Saal mit besonderer Aufmerksamkeit die Aussagen und die Ideen verfolgt haben, die von jedem von Ihnen , ehrliche Freunde Kubas, über den Comandante en Jefe Fidel Castro Ruz dargelegt wurden. Ich danke allen, für die Anstrengungen, die Sie unternommen haben, uns bei dieser Ehrung zu begleiten.</p>
<p>Fidel konzipierte auf brilliante Weise das Werk in dem, was er vor 18 Jahren, anlässlich der Feier zum 1. Mai, vor unserem Volk über die Revolution zum Ausdruck brachte. Das kubanische Volk nahm es auf und schwor, als es ihm posthum Tribut zollte, dieses Konzept bis zur letzten Konsequenz zu verteidigen.</p>
<p>Fidel war der kohärente Träger dessen was Würde und die Wahrheitsliebe, Uneigennutz und Humanismus, Bescheidenheit und Altruismus, Gefühl für Gleichheit und Opferbereitschaft, Kühnheit und Heldentum, Patriotismus und Internationalismus sowie moralische und politische Werte angeht. Nicht nur die fundamentalen Werte, sondern auch die, die das Verhalten jener bestimmen, die in voller Freiheit den revolutionären Zustand im Sinne Guevaras, so wie wir ihn verstehen, also eine höhere Stufe des Menschseins anstreben.</p>
<p>Indem er uns erklärte, was Revolution bedeutet, nämlich „volle Freiheit“, hinterließ er uns eine Synthese der kubanischen historischen Erfahrung in Richtung auf das gleichzeitige Erreichen der Unabhängigkeit, der nationalen Souveränität und der völligen Fähigkeit der Selbstbestimmung als freies Volk.</p>
<p>Er zeigte die ethischen und politischen Koordinaten, die in dem schwierigen Aufbauprozess des Sozialismus vorherrschen sollten, nur 90 Meilen vom brutalsten Imperium der Geschichte entfernt, das hartnäckig das Ziel verfolgt, uns als sozialistisches Land von der Landkarte hinwegzufegen.</p>
<p>Er bewies mit überzeugenden Fakten, dass das „Gespür für den historischen Moment“ beim Treffen der schwierigsten Entscheidungen der Innen-oder Außenpolitik, mit der Fähigkeit einhergehen muss, „alles zu verändern, was verändert werden muss“, um so das emanzipatorische Werk der Revolution zu perfektionieren.</p>
<p>Er warnte uns, dass eine wahrhafte Revolution in der Lage sein müsse, mit eigenen Mitteln „mächtige Kräfte innerhalb und außerhalb des sozialen und nationalen Umfelds zu bekämpfen“. Für Fidel würde dies ohne die entscheidende, organisierte und bewusste Mitwirkung des Volkes nicht möglich sein. Für ihn, wie für José Martí kann ein Werk nur Bestand haben, das ein Volk verteidigt und als sein eigenes ansieht. Wir glauben fest, das dem so ist. Andernfalls wären wir nicht hier.</p>
<p>In dem er grundsätzlich festlegte, dass Revolution bedeutet, niemals zu lügen und keine ethischen Prinzipien zu verletzen, trug er einer der Schlüsselfaktoren bei, die erklären, warum die Gründungsgeneration unserer revolutionären Erfahrung 60 Jahre später noch alle moralische und politische Autorität besitzt, die notwendig ist, um sich mit neuen Herausforderungen der internen Entwicklung sowie den Widrigkeiten der internationalen Bühne zu begegnen, die Sie genau kennen. Das ist moralischer Anreiz und sichere politische Richtschnur für die, die mit der Revolution geboren wurden und denen es jetzt zukommt, sie voranzubringen.</p>
<p>Die Wahrheitsliebe und das politische und moralische Vorbild, das die höchste Führung der Revolution mit Fidel und Raúl an der Spitze bewahrt haben, helfen die anderen Schlüsselfaktoren zu verstehen, die erklären, warum wir weiter vorankommen: beide Eigenschaften des kubanischen revolutionären Prozesses erklären sich mit der Legitimität seiner Führer, aber auch mit den Anforderungen, die die Partei an ihre Mitglieder stellt und die das Volk mit vollem Recht von uns allen fordert.</p>
<p>Fidel erinnerte uns mit besonderem Nachdruck, dass Revolution Einheit bedeutet. Diese war effektiv eine der Schlüssel, um zu verstehen, warum wir erfolgreich äußeren Aggressionen aller Art begegnen konnten und auch in enger Verbundenheit mit dem Volk und der höchsten Führung des Landes die sensibelsten Probleme lösen konnten, die mit dem Aufbau des Sozialismus zu tun haben.</p>
<p>Revolution, so haben wir von Fidel gelernt, „heißt für unsere Träume von Gerechtigkeit für Kuba und die Welt kämpfen, was die Grundlage für unseren Patriotismus und unseren Internationalismus ist“.</p>
<p>Diese Formulierung weist uns direkt auf die Außenpolitik der Kubanischen Revolution hin, auf die Werte und Prinzipien, die sie geleitet haben und leiten.</p>
<p>Wenn man auf die Außenpolitik der Kubanischen Revolution zu sprechen kommt, muss man an erster Stelle die Rolle anerkennen, die der Comandante en Jefe Fidel Castro als Inspirator, Architekt, Lenker und wichtigster Ausführender eingenommen hat. An zweiter Stelle muss man dem kubanischen Volk, als entscheidender Akteur bei den Erfolgen, die sie geerntet hat, die Ehre erweisen. Nicht nur, dass es heldenhaft in unendlich vielen internationalistischen Missionen sowohl ziviler als auch militärischer Natur teilgenommen hat, sondern auch, weil es die revolutionäre Politik im Innern konsolidiert hat.</p>
<p>Fidel hat politische Entscheidungen immer aus Prinzipien heraus und ausgehend von nicht verhandelbaren moralischen Werten getroffen, während er gleichzeitig mit vollkommener Objektivität die Korrelation der Kräfte und die jeweiligen politischen Forderungen sowohl im inneren Rahmen als auch auf der sich verändernden internationalen Arena auswertete.</p>
<p>Diese Konzept unserer Außenpolitik zu bewahren und zu konsolidieren, ist die wesentliche Aufgabe der Partei, vor allem, wenn der Moment kommt, in dem, wie Armeegeneral Raúl Castro sagte, „&#8230; nur die Partei der würdige Erbe des Vertrauens sein kann, das das Volk in den einzigen Comandante en Jefe der Kubanischen Revolución Cubana, den Compañero Fidel Castro gesetzt hat.».</p>
<p>Die Solidarität und die damit verbundene solidarische Kultur haben im Rahmen der revolutionären Kämpfe eine zusätzliche Dimension erhalten: die des Internationalismus, der von Fidel als „das beste Wesen des Sozialismus“ definiert wurde. Das haben beispielhaft Che und Hunderttausende anonymer Internationalisten bei der Verteidigung der Freiheit vieler Völker der Dritten Welt bestätigt und die Mitarbeiter in den ärmsten und bedürftigsten Gebieten der Erde, die sowohl als Lehrer und Professoren arbeiten und die Fachleute der Dritten Welt ausbilden, die Techniker und Konstrukteure und Tausende Spezialisten, die in hunderten Ländern geholfen haben, Leben zu retten oder es zu verbessern.</p>
<p>Diese Kultur der Solidarität machte die Kubaner zu vollständigeren Menschen.</p>
<p>Der Antiimperialismus, der Internationalismus und die kompromisslose Verteidigung der Einheit mit den Ländern der Dritten Welt und mit jeder gerechten Sache statteten die Kubanische Revolution vor der Welt seit 1959 mit einer eigenen Identität aus. Diese Identität wird jeden Tag stärker. Daran gibt es für mich nicht den geringsten Zweifel.</p>
<p>Von den ersten Tagen des jahres 1959 an zeigt die Geschichte Versuche und Bemühungen Washingtons auf, um uns in der Welt und vor allem in unserem natürlichen Umfeld Lateinamerika und der Karibik zu isolieren, aber auch die kubanischen Siege angesichts dieser imperialen Strategie.</p>
<p>Die Solidarität, die wir den nationalen Befreiungsbewegungen Afrikas, Asiens und Lateinamerikas gewährt haben, war Ausdruck der strikten Erfüllung des Internationalismus der Revolution. Diese Solidarität wurde ausgeübt, als Kuba als Ergebnis des von Washington ausgeübten Drucks im lateinamerikanischen diplomatischen Bereich am meisten angegriffen und isoliert war. In den 70er Jahren gab man einer Bruderregierung in Angola, die in Ausübung ihrer Souveränität darum nachgesucht hatte, massive militärische Unterstützung. Es war dies folgerichtig ein loyaler Akt des Internationalismus mit dem Angegriffenen.</p>
<p>Sehr geehrte Compañeras und Compañeros,</p>
<p>der politische und soziale Kontext der Region benötigt dringend eine Koordinierung aller progressiven und linken Kräfte für den Aufbau einer anti-hegemonialen Plattform. Die Einheit der linken Partien und der politischen Bewegungen scheint heute der einzige Ausweg zu sein.</p>
<p>Die große kontinentale Einheit der Linken und der progessiven Bewegungen auf der Basis des Respekts vor nationalen Erfahrungen und ihren Protagonisten muss ein Hauptziel sein.</p>
<p>Der Aufstieg der Rechten, die bis jetzt unfähig ist, einen würdigen und gerechten Ausweg für die sozialen Probleme unseres Großen Vaterlandes zu zeigen, macht es nötig, zum integrationistischen Ideal des Comandante en Jefe zurückzukehren und den Kampf von der Einheit und der Integration der politischen Kräfte und sozialen Bewegungen aus wiederaufzunehmen, um einen Aktionsplan umszusetzen, der von allen entworfen wurde und der realisierbar ist. Das ist die beste Ehrung für Fidel.</p>
<p>Es ist dies die Stunde, um zur bewussten und organisierten Offenive überzugehen. Wir haben die Pflicht, Unser Amerika zu verteidigen. Heute ist die Einheit nötig, um eine Sicht der Gesamtheit der Probleme, denen wir gegenüberstehen und ihre möglichen Lösungen zu erreichen, mit einer Debatte des Konsenses Unseres Amerikas und mit Unserem Amerika zum Kampf bereit.</p>
<p>Um die Einheit der revolutionären Kräfte zu erreichen, ist ihre Eingliederung in ein Programm notwendig, das über das Wahlprogramm hinausgeht und in dem jedes unserer Länder die Schritte für die Machtergreifung und den Aufbau neuer souveräner Gesellschaften mit dem höchstmöglichen Grad an sozialer Gerechtigkeit, antiimperialistisch und solidarisch definiert. Außerdem die Umsetzung einer anti-hegemonialen kulturellen und kommunikativen Front, zu der die Anstrengungen der progressiven Regierungen, der linken Parteien und der sozialen Bewegungen hinzukommen.</p>
<p>Die bedingungslose Unterstützung für die Revolution, die bolivarische und chavistische Regierung und die zivil-militärische Union des venezolanischen Volkes und seiner legitimen und demokratischen Regierung unter Führung des Compañero Nicolás Maduro Moro, der dem destabilisierenden Prozess Widerstand leistet, die politische Inititiative beibehält und in der Verteidigung der Errungenschaften des Volkes voranschreitet (Beifall).</p>
<p>Die Stärkung der Überzeugung, dass für Venezuela zu kämpfen heißt, für die Integration der Region zu kämpfen, für die Achtung der Souveränität und die Unabhängigkeit Unseres Amerikas (Beifall). Die Einheit ist auch notwendig, um ein Ende der Einmischung der OAS in die inneren Angelegenheiten der lateinamerikanischen Länder zu fordern, um die Drohungen zu verurteilen, denen sich die sandinistische Regierung ausgesetzt sieht und uns mit dem Volk Nicaraguas zu solidarisieren (Beifall).</p>
<p>Die Unterstützung der Bewegung zum Sozialismus unter Führung des Präsidenten Evo Morales, die darin fortschreitet, die natürlichen Reichtümer wiederzugewinnen, um sie zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Bevölkerung einzusetzen. Sie stellt eine Säule der lateinamerikanischen Linken bei der Verteidigung der Kulturen der Urvölker und der indigenen- und Volksbewegungen dar.</p>
<p>Unsere Solidarität mit dem Brudervolk Brasilien auszudrücken, das einem parlamentarisch-juristischen Putsch und dem Abbau der mit den Regierungen der Arbeiterpartei erreichten sozialen Fortschritte ausgesetzt ist. Eine brüderliche Botschaft für die Compañeros Lula und Dilma angesichts des Versuchs, sie juristisch aus dem Verkehr zu ziehen. Lula muss befreit werden! (Beifall und Rufe: „Lula Libre“ und „ Es lebe der Präsident“).</p>
<p>Einheit, um unsere Unterstützung für die Frente Farabundo Martí de Liberación Nacional El Salvadors und ihren Präsidenten Salvador Sánchez Cerén zu bekräftigen, der einer destabilisierenden Offensive des Imperiums und dessen lokaler Verbündeten gegenübersteht, die planen, das Fortschreiten des Veränderungsprozesses zugunsten des Volkes zu verhindern.</p>
<p>Einheit, um die Erfüllung der Friedensverträge für Kolumbien von Havanna zu unterstützen und die Gespräche zwischen der kolumbianischen Regierung und der ELN (Beifall), in dem Bewusstsein, dass nur der Weg des Dialogs und des gegenseitigen Respekts den Frieden mit sozialer Gerechtigkeit garantieren und zum Wohl des kolumbianischen Volkes beitragen kann (Beifall).</p>
<p>Zur Unterstützung der gerechten Sache des Brudervolks von Puerto Rico für seine Unabhängigkeit und für ein Ende von jeglicher Form des Kolonialismus auf unserem Kontinent, eine Sache, die hier auf dem Forum vom Kämpfer Oscar López Rivera vertreten wird (Beifall und Rufe: „Viva Puerto Rico libre&#8221;).</p>
<p>Unterstützung des historischen Siegs des Präsidenten López Obrador im Bruderland Mexiko (Beifall, Rufe).</p>
<p>Forderung der Rückgabe der Malwinen, Südgeorgiens und der Südlichen Sandwich Inseln an Argentinien(Beifall).</p>
<p>Bekräftigung der Bedeutung der Gemeinschaft Lateinamerikanischer und Karibischer Staaten, von Unsaur und der Bolivarischen Allianz für die Völker Unseres Amerikas als Ausdruck des Willens nach Einheit und lateinamerikanischer und karibischer Integration(Beifall).</p>
<p>Bekräftigung der Bedeutung der Proklamation Lateinamerikas und der Karibik als Zone des Friedens für den Kampf unserer Völker, in der das unveräußerliche Recht ratifiziert wird, das politische, ökonomische, soziale und kulturelle System auszuwählen (Beifall).</p>
<p>Solidarität mit den Völkern Palästinas, Syriens und der Republik Sahauri kundtun (Beifall).</p>
<p>Besser die Möglichkeiten der Technologie lernen und anwenden, um die unendlich großen Räume des Internets mit Wahrheiten zu überschwemmen, in denen heute die Lüge herrscht. Wir müssen bei der Verbreitung unserer Wahrheiten kreativer sein, um unsere Gegener zu bekämpfen, die solch große Fähigkeiten entwickelt haben zu lügen, zu verfälschen oder das revolutionäre Werk zu verschweigen (Beifall).</p>
<p>Die bedingunslose Unterstützung für den Kampf um soziale Gerechtigkeit und Wohlergehen für unterschiedslos alle Menschen in jedem Teil der Welt und unser Wille, das zu teilen, was wir besitzen. Das ist der revolutionäre Geist, den uns das unvergängliche Beispiel José Martís, Che Guevaras und Fidels hinterlassen hat, das vom Compañero Armeegeneral Raúl Castro Ruz fortgesetzt wurde (Aplausos).</p>
<p>Einheit auch, um die Aufhebung der kriminellen von den USA gegen Kuba verhängten Blockade zu fordern (Beifall), Haupthindernis für unsere wirtschaftliche Entwicklung und die Rückgabe des illegal, gegen den Willen des kubanischen Volkes durch die US-Marinebasis besetzten Territoriums in der östlichen Provinz Guantanamo(Beifall).</p>
<p>Compañeras und Compañeros,</p>
<p>eine kritische Bilanz der lateinamerikanischen und karibischen Realität ermöglicht es uns festzustellen, dass trotz aller Anstrengungen des Yankee Imperialismus die Flamme der Rebellion im Großen Vaterland von Bolívar und Martí weiter brennt (Beifall).</p>
<p>Dieses Treffen hat die ständige Präsenz des Erbes von Fidel, Chávez und von Che in unseren Kämpfen deutlich gemacht (Beifall).</p>
<p>Die Ehrerbietungen, die dem Comandante en Jefe und Che Guevara gezollt wurden, stärken uns in unserer Verpflichtung, eine bessere Welt aufzubauen.</p>
<p>In Kuba gibt es keine kapitalistische Schwenkungen und es wird sie auch nicht geben und auch nicht Konzessionen irgendeiner Art, mit denen sie versuchen, uns von den historischen internationalistischen Positionen der Revolution zu entfernen. Das betone ich und ich bitte, dies als einen feierlichen Schwur vor Fidel zu verstehen (Beifall).</p>
<p>Ich möchte mit diesen Ideen und Überzeugungen schließen, die ich mit Ihnen in Gedanken an Fidel, Che und an Raúl teile, die Lenker der internationalistischen, antiiimperialistischen und einheitlichen Politik der Kubanischen Revolution.</p>
<p>Erwarten Sie von uns nur Anstrengungen und Entscheidungen wenn es um bekämpfen, einen, zusammenschließen, multiplizieren, organisieren, kämpfen und siegen geht. Hier wird es niemals einen Raum für Spaltung und Schwankung geben!</p>
<p>Das revolutionäre und sozialistische, fidelistische und martianische Kuba wird nicht von seinen antiimperialistischen Positionen abweichen.</p>
<p>Die Kubanische Revolution wird ihre Prinzipien der Solidarität und des Internationalismus hochhalten.</p>
<p>Heute sind wir alle Fidel und unser Wahlspruch wird auf immer sein:</p>
<p>¡Patria o Muerte! ¡Venceremos!</p>
<p>¡Hasta la Victoria Siempre!</p>
<p>(Ovationen)</p>
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