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	<title>Cubadebate (Deutsch) &#187; NATO</title>
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		<title>Finnlands vorsichtige NATO-Annäherung</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Apr 2015 16:23:45 +0000</pubDate>
<dc:creator>Cubadebate</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Finnland]]></category>
		<category><![CDATA[NATO]]></category>

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		<description><![CDATA[Die finnische Neutralität war lange eine Selbstverständlichkeit. Doch Russlands Politik, die Annexion der Krim und die Krise in der Ukraine haben es geschafft, das Undenkbare denkbar zu machen. ]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-2732" alt="otan finlandia 1" src="/files/2015/04/otan-finlandia-1.jpg" width="300" height="250" />Jahrzehntelang hat Finnland gut mit seiner militärischen Neutralität gelebt. Sie war praktisch Staatsräson. Das Land im Nordosten Europas mit seiner 1300 Kilometer langen Grenze zur Sowjetunion beziehungsweise Russland hatte durch den gesamten Kalten Krieg hindurch sein westliches Gesellschaftssystem, es war souverän, und es hatte enge wirtschaftliche Beziehungen zu Russland. Auch der Beitritt zur EU im Jahr 1995 bedeutete kein Problem für Moskau. Die Finnen wollten die Vorteile ihrer Stellung nicht durch Provokationen gegenüber Moskau aufs Spiel setzen. Ein NATO-Beitritt wäre eine solche Provokation gewesen. Und er wäre es aus russischer Sicht heute noch.</p>
<p>Doch seit der Ukraine-Krise und der russischen Annexion der Krim ist es mit der finnischen Rücksichtnahme vorbei. Die Verteidigungs- und Außenminister Finnlands und der anderen nordischen Staaten nannten die jüngsten militärischen Aktivitäten Russlands an ihren Grenzen und die zahlreichen Grenzverletzungen &#8220;herausfordernd&#8221;. Die nordischen Länder und speziell die beiden neutralen Staaten Finnland und Schweden wollen nun bei der Überwachung des Luftraums, bei der Marine und beim Austausch von nachrichtendienstlichen Informationen enger zusammenarbeiten, um sich gegen eine mögliche russische Aggression zu schützen.</p>
<p>Doch während sich Dänemark, Norwegen und Island als NATO-Mitglieder im Notfall auf die Bündnissolidarität der übrigen Mitglieder &#8211; einschließlich der mächtigen USA &#8211; verlassen können, wären Schweden und Finnland am Ende auf sich gestellt. Das soll sich ändern, finden führende Politiker und Militärs in Finnland. Bereits vor einem Jahr hatten sich fast zwei Drittel der finnischen Offiziere für einen NATO-Beitritt ausgesprochen.</p>
<p>Ähnlich sehen es manche Politiker. Doch im Gegensatz zu den Offizieren müssen sie Rücksicht auf die Meinung der Öffentlichkeit wenige Tage vor der Wahl am Sonntag nehmen. Man solle &#8220;eine NATO-Mitgliedschaft nicht ausschließen&#8221;: So vorsichtig drückt sich der konservative finnische Ministerpräsident Alexander Stubb aus, einer der größten Befürworter eines NATO-Beitritts. Stubb weiß, dass die meisten Finnen lieber neutral bleiben wollen. 57 Prozent waren es nach der jüngsten Umfrage im Februar &#8211; ähnlich wie im August 2014.</p>
<p>Stolz auf die eigene Unabhängigkeit</p>
<p>Nils Torvalds ist liberaler finnischer Europaabgeordneter und Buchautor zum Thema Russland. Im Gespräch mit der Deutschen Welle erklärt er die öffentliche Meinung in seinem Land mit dem Stolz der Finnen: &#8220;Wir waren die einzigen, die im Zweiten Weltkrieg gegen Russland gekämpft haben und unabhängig geblieben sind. Wir wurden nie besetzt. Alle anderen wurden in irgendeiner Form besetzt, einschließlich Deutschlands.&#8221; Und dieser Stolz hänge eng mit der finnischen Neutralität zusammen.</p>
<p>Doch die Situation habe sich geändert. Torvalds sagt voraus: &#8220;Wenn Russland in den kommenden vier Jahren seine aggressive Agenda der vergangenen Jahre fortsetzt, wird es uns in eine NATO-Mitgliedschaft hineintreiben.&#8221; Dabei glaubt Torvalds nicht einmal, dass Finnland selbst bedroht wäre. Es sei eher eine Sorge um Europa insgesamt. &#8220;Selbst wenn wir keine Gefahr für Finnland erwarten, verstehen wir doch, dass es eine wachsende Unruhe angesichts der künftigen russischen Außenpolitik gibt.&#8221;</p>
<p>Finnland arbeitet zwar seit 1994 im Rahmen des sogenannten Partnerschaft-für-den-Frieden-Abkommens mit der NATO zusammen und hat an NATO-geführten Missionen wie in Afghanistan teilgenommen, ein Beitritt wäre aber etwas ganz anderes. Obwohl das Thema noch gar nicht auf der politischen Tagesordnung steht, hat die russische Regierung diese Überlegungen bereits als einen Grund für &#8220;ganz besondere Sorge&#8221; bezeichnet. Stubb nannte das &#8220;Säbelrasseln&#8221; und will sich davon nicht beirren lassen. &#8220;Kein anderes Land kann ein Veto gegen Entscheidungen Finnlands einlegen&#8221;, so der Ministerpräsident im finnischen Rundfunk.</p>
<p>Aber Finnland spürt den Konflikt mit Russland schon heute auf nichtmilitärischer Ebene und ohne NATO-Beitritt. Von den EU-Sanktionen gegenüber Russland ist Finnland durch seinen starken Russland-Handel besonders betroffen. Der überzeugte Europäer Stubb findet die Sanktionen trotzdem richtig. Doch nach Umfragen wird er die Wahl verlieren &#8211; zwar sicher nicht nur wegen seiner Haltung in der NATO- und Sanktionsfrage, aber wohl auch deswegen.</p>
<p>Alles im Fluss</p>
<p>Sein Herausforderer Juha Sipilä von der Zentrumspartei hält nichts von einer NATO-Annäherung. Er ist für eine bilaterale Verständigung mit Moskau und will damit auch einen Beitrag zur Lösung der finnischen Wirtschaftsprobleme leisten. Der Europaabgeordnete Nils Torvalds glaubt allerdings nicht, dass ein NATO-Beitritt den Handel mit Russland stark beeinträchtigen würde. Russland werde zwar heftig protestieren, &#8220;aber längerfristig würden wir zu normalen Beziehungen zurückkehren&#8221;.</p>
<p>Die Frage einer NATO-Mitgliedschaft stellt sich angesichts des Widerstands in der Bevölkerung weder heute noch morgen. Doch Torvalds sieht die Dinge im Fluss: &#8220;Wegen des russischen Verhaltens ist im Augenblick in der europäischen Sicherheitspolitik nichts stabil.&#8221; Auch die finnische Neutralität, so glaubt er, kann in ein paar Jahren zu Ende sein. Daran würde auch der Stolz auf die eigene Geschichte nichts ändern.</p>
<p>(DWTV)</p>
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		<title>Die wunderbare Welt des Kapitalismus</title>
<link>http://de.cubadebate.cu/reflexionen-fidel/2012/04/02/die-wunderbare-welt-des-kapitalismus/</link>
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		<pubDate>Tue, 03 Apr 2012 02:11:40 +0000</pubDate>
<dc:creator>Cubadebate</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reflexionen von Fidel]]></category>
		<category><![CDATA[Fidel Castro]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunistischen Partei von Kuba]]></category>
		<category><![CDATA[NATO]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Suche nach der politischen Wahrheit wird immer eine harte Aufgabe sein, selbst noch zur jetzigen Zeit, wo die Wissenschaft uns schon eine große Menge an Kenntnissen zur Verfügung gestellt hat. Eine der wichtigsten Erkenntnisse war, die fabelhafte Kraft der in der Materie gespeicherten Energie kennen zu lernen und zu untersuchen.
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				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Suche nach der politischen Wahrheit wird immer eine harte Aufgabe sein, selbst noch zur jetzigen Zeit, wo die Wissenschaft uns schon eine große Menge an Kenntnissen zur Verfügung gestellt hat. Eine der wichtigsten Erkenntnisse war, die fabelhafte Kraft der in der Materie gespeicherten Energie  kennen zu lernen und zu untersuchen.</p>
<p>Der Entdecker jener Energie und seiner möglichen Anwendung war ein friedfertiger und gutmütiger Mensch, der trotz seiner Ablehnung der Gewalt und des Krieges dessen Entwicklung bei den Vereinigten Staaten beantragte, die damals unter der Präsidentschaft von Franklin D. Roosevelt standen, dessen antifaschistische Haltung bekannt war. Dieser war eine Führungspersönlichkeit eines in einer tiefen Krise befindlichen kapitalistischen Landes,  zu dessen Rettung er durch harte Maßnahmen, die ihm den Hass der Extremen Rechten seiner eigenen Klasse eintrugen, beigetragen hat. Jetzt zwingt jener Staat der Welt die brutalste und gefährlichste Tyrannei auf, die je unsere zerbrechliche Gattung kennen gelernt hat.</p>
<p>Die aus den Vereinigten Staaten und von ihren Verbündeten der NATO eintreffenden Agenturmeldungen beziehen sich auf die von ihnen und ihren Komplizen begangenen Missetaten. Die bedeutendsten Städte der Vereinigten Staaten und von Europa widerspiegeln ständige Feldschlachten zwischen den Demonstranten und der gut ausgebildeten und ernährten Polizei, ausgerüstet mit Panzerfahrzeugen und Kampfanzügen, die Schläge, Fußtritte und Gase gegen Frauen und Männer anwendet, Arme und Hälse von jungen und alten Menschen verdreht, der Welt die feigen Aktionen zeigt, die gegen die Rechte und das Leben der Bürger ihrer eigenen Länder begangen werden.</p>
<p>Bis wann können solche Grausamkeiten weitergehen?</p>
<p>Um nicht mich nicht über das Thema zu verbreiten, da man diese Tragödien immer öfter im Fernsehen und allgemein in der Presse zeigen wird, und diese zu dem täglichen Brot werden, das jeden Tag denjenigen verweigert wird, die am wenigsten haben, werde ich die heute erhaltene Agenturmeldung einer wichtigen westlichen Nachrichtenagentur zitieren:</p>
<p>„Den überprüften Berechnungen eines Regierungspaneels zufolge könnte ein Großteil der japanischen Küsten am Pazifik von einer Riesenwelle von mehr als 34 Metern (112 Fuß) Höhe überschwemmt werden, wenn sich ein mächtigse Erdbeben ereignen würde.<br />
Jeglicher Tsunami, der von einem Erdbeben der Stärke 9 in der Senke von Nankai ausgelöst werden würde, die von der japanischen Hauptinsel Honschu bis zur südlichen Insel Kiuschu reicht, könnte 34 Meter Höhe erreichen, zeigt der Ausschuss auf.<br />
Eine vorherige Berechnung vom Jahr 2003 schätzte, dass die maximale Höhe solch einer Welle unter 20 (66 Fuß) Meter betragen würde.“<br />
„Die Anlage von Fukushima war dafür entworfen worden, einem Tsunami von 6 Metern (20 Fuß) stand zu halten, weniger als die Hälfte jener Welle, die dort am 11. März 2011 aufprallte.“</p>
<p>Es gibt aber keinen Grund zur Beunruhigung. Eine weitere Agenturmeldung von vor zwei Tagen, d.h. vom 30. März, kann uns beruhigen. Sie stammt aus wirklich gut informierten Kreisen. Ich werde sie kurz zusammenfassen: „Wenn Sie Fußballer wären, oder arabischer Scheich oder Manager oder Vorstandsmitglied eines großen multinationalen Unternehmens, welche Art der Technologie würde Sie aufseufzen lassen?</p>
<p>Kürzlich hat ein bekanntes Luxus-Warenhaus in London eine ganze Abteilung für Technologie-Liebhaber mit dicken Brieftaschen eingeweiht.<br />
Fernseher für eine Million Dollar, Videokameras Ferrari und individuelle U-Boote sind einige jener Fetische, um den Millionär zu entzücken.”<br />
„Der Fernseher für eine Million Dollar ist das Juwel der Krone.“<br />
„Im Fall Apple verpflichtet sich das Unternehmen, seine neuen Produkte am selben Tag ihrer Lancierung auszuhändigen.“<br />
„Sagen wir mal, dass wir aus unserer herrschaftlichen Villa herausgekommen sind und es schon müde sind, mit unserer Jacht, unserer Limousine, unsererm Hubschrauber bzw. unserem Jet dort so herumzukreuzen. Dann haben wir immer noch die Option, ein individuelles U-Boot oder eins für zwei Personen zu kaufen.“</p>
<p>Das Angebot geht weiter mit Handys mit rostfreiem Gehäuse, Prozessoren von 1,2 GHz und 8 G Speicherkapazität, und NFC-tecnology, um die Rechnungen über Handy zu bezahlen.  Videokamera mit Ferrari-Siegel.<br />
Wirklich, Mitbürger, der Kapitalismus ist ein wunderbares Ding! Vielleicht sind wir schuld daran, dass nicht jeder Bürger ein eigenes U-Boot am Strand hat?</p>
<p>Sie sind es, und nicht ich, die die arabischen Scheiche und die Manager bzw. Vorstandsmitglieder der großen transnationalen Unternehmen in dem selben Sack mit den Fußballern gemischt haben. Letztere unterhalten zumindest Millionen Menschen und sind keine Feinde von Kuba. Das muss ich klarstellen.</p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-2629" src="/files/2012/04/firma120401-El-mundo-maravilloso-del-capitalismo-300x213.jpg" alt="" width="300" height="213" /></p>
<p><strong>Fidel Castro Ruz</strong><br />
<strong> 1. April 2012</strong><br />
<strong> 20:35 Uhr</strong></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Der Weltfrieden hängt am seidenen Faden</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Jan 2012 15:59:00 +0000</pubDate>
<dc:creator>Cubadebate</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reflexionen von Fidel]]></category>
		<category><![CDATA[Barack Obama]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[Mahmoud Ahmadinejad]]></category>
		<category><![CDATA[NATO]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Vereinigten Staaten]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern habe ich die Freude genossen, mich in aller Gelassenheit mit Mahmoud Ahmadinejad unterhalten zu können. Ich hatte ihn seit September 2006 nicht mehr gesehen, d.h. seit mehr als fünf Jahren, als er unser Land besuchte, um am 14. Gipfeltreffen der Blockfreien Länder in Havanna teilzunehmen, wo Kuba zum zweiten Mal für die vorgesehene Frist von drei Jahren für die Präsidentschaft dieser Organisation gewählt wurde.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern habe ich die Freude genossen, mich in aller Gelassenheit mit Mahmoud Ahmadinejad unterhalten zu können. Ich hatte ihn seit September 2006 nicht mehr gesehen, d.h. seit mehr als fünf Jahren, als er unser Land besuchte, um am 14. Gipfeltreffen der Blockfreien Länder in Havanna teilzunehmen, wo Kuba zum zweiten Mal für die vorgesehene Frist von drei Jahren für die Präsidentschaft  dieser Organisation gewählt wurde.</p>
<p>Ich war am 26.Juli 2006, einen Monat vor demselben, schwer erkrankt , und konnte mich kaum im Bett aufrichten. Mehrere der am Event teilnehmenden hervorragendsten Führungspersönlichkeiten waren so freundlich, mich zu besuchen. Chávez und Evo mehrere Male. An einem Mittag kamen vier, an die ich mich immer erinnere: Kofi Annan, Generalsekretär der UNO; Abdelaziz Buteflika, ein alter Freund, Präsident von Algerien;   Mahmoud Ahmadinejad, Präsident des Iran; und ein stellvertretender Außenminister der chinesischen Regierung und jetzt Außenminister dieses Landes, Yang Jiechi, in Vertretung von Hu Jintao, Parteivorsitzender der Kommunistischen Partei und Präsident der Volksrepublik China. Das war wirklich ein bedeutender Augenblick für mich, der ich damals gerade unter großen Anstrengungen meine rechte Hand heilgymnastisch behandelte, die beim Unfall, d.h. beim Sturz in Santa Clara ernsthaft Schaden erlitten hatte.</p>
<p>Mit den vier habe ich Aspekte jener Probleme kommentiert, welche die Welt zu jenem Zeitpunkt konfrontierte. Diese sind übrigens immer komplizierter und schwieriger geworden.</p>
<p>Beim gestrigen Treffen sah ich den iranischen Präsidenten völlig gelassen und ruhig, vollkommen gleichgültig gegenüber den Drohungen der USA, im kompletten Vertrauen auf die Fähigkeit seines Volkes, jeglicher Aggression zu begegnen, und auf die Wirksamkeit und Leistungsfähigkeit der Waffen &#8211; die sie zum Großteil selbst herstellen-, um den Aggressoren einen unbezahlbaren Preis abzuverlangen.</p>
<p>In Wirklichkeit wurde das Kriegsthema kaum berührt, sein Denken war auf jene, während seines Vortrags im Audimax der Universität Havanna dargelegte Ideen konzentriert, die auf den Kampf um das menschliche Wesen gerichtet waren: „voranschreiten, bis der Frieden erreicht und bewirkt ist, und die Sicherheit, die menschliche Achtung und Würde, als ein Wunsch aller Menschen im Verlaufe der gesamten Geschichte.“</p>
<p>Ich bin sicher, dass seitens Iran keine solche unüberlegte, voreilige Aktionen zu erwarten sind, die zum Ausbruch eines Krieges beitragen.  Wenn dieser unweigerlich ausgelöst wird, dann wird dies als Ergebnis der Hitzköpfigkeit und angeborenen Unverantwortlichkeit des US-Imperiums geschehen.</p>
<p>Ich meinerseits bin der Meinung, dass die rund um den Iran geschaffene politische Situation, die alle verwickelt, und die aus ihr hervorgehenden Gefahren eines Atomkrieges – unabhängig davon, ob sie solche Waffen besitzen – äußerst heikel sind, da sie die Existenz unserer Gattung selbst bedrohen. Der Mittlere Osten ist zur konfliktreichsten Region der Welt geworden, und zum Gebiet, wo die lebenswichtigen energetischen Ressourcen für die Weltwirtschaft erzeugt werden.</p>
<p>Die Zerstörungskraft und die starken Leiden großer Menschenmengen, die einige der im Zweiten Weltkrieg verwendeten Mittel verursacht hatten, haben eine starke Tendenz zum Verbot einiger solcher Waffen hervorgerufen, wie zum Beispiel der Atemgifte und anderer in jenem Krieg angewandter.  Jedoch die Kämpfe um die jeweiligen Interessen und die riesigen Gewinne der Waffenproduzenten haben diese dazu geführt, immer grausamere und zerstörerischere Waffen herzustellen, bis die moderne Technologie jenes Material und jene Mittel lieferte, deren Anwendung in einem Weltkrieg zur Ausrottung und Vernichtung führen würde.</p>
<p>Ich vertrete die Meinung, die ohne Zweifel von allen jenen Menschen mit einem elementaren Sinn für Verantwortung geteilt wird, dass kein einziges großes oder kleines Land das Recht hat, Atomwaffen zu besitzen.</p>
<p>Diese hätten niemals verwendet werden dürfen, um zwei wehrlose Städte wie Hiroshima und Nagasaki anzugreifen, hunderttausende Männer, Frauen und Kinder zu ermorden und mit schrecklichen und dauerhaften Auswirkungen radioaktiv zu bestrahlen, Städte eines Landes, das schon militärisch besiegt war.</p>
<p>Wenn der Faschismus die gegen den Nazismus alliierten Mächte dazu gezwungen hat, mit jenem Feind der Menschheit bei der Herstellung solcher Waffen in Wettbewerb zu treten, so bestand nach Ende des Krieges und Schaffung der Organisation der Vereinten Nationen die oberste Pflicht jener Organisation darin, sie ohne Ausnahme zu verbieten.</p>
<p>Aber die Vereinigten Staaten, stärkste und reichste Macht, haben der Welt die zu befolgende politische Linie auferlegt. Heute besitzen sie Satelliten, die vom Weltraum aus alle Bewohner des Planeten ausspionieren und überwachen. Ihre See-, Luft und Bodenstreitkräfte sind mit tausenden Atomwaffen ausgerüstet, und sie steuern und manipulieren über den Weltwährungsfonds nach Belieben die Finanzen und Investitionen der Welt.</p>
<p>Wenn man die Geschichte jeder einzelnen der Nationen von Lateinamerika analysiert, von Mexiko bis Patagonien, ohne Santo Domingo und Haiti zu übergehen, kann man feststellen, dass alle, ohne eine einzige Ausnahme während zweihundert Jahren, d.h. seit Beginn des 19. Jahrhunderts bis heute, die schlimmsten Verbrechen erlitten haben, die die Macht, der Reichtum und die Gewalt gegen die Rechte der Völker begehen können, und sie erleiden dies auf die eine oder andere Art jedes Mal mehr.  Immer zahlreicher tauchen hervorragende Schriftsteller auf: einer von ihnen, Eduardo Galeano, Autor von „Las venas abiertas de América Latina” (etwa: „Der Aderlass von Lateinamerika“) der das Vorangegangene beschreibt, weilt auf Einladung gerade hier, um als Anerkennung für sein relevantes Werk die Verleihung des angesehenen Preises <em>Casa de Las Américas</em> einzuweihen.</p>
<p>Die Ereignisse folgen einander mit unglaublicher Schnelligkeit; aber die Technologie übermittelt sie dem Publikum noch schneller. An irgendeinem Tag, wie zum Beispiel dem heutigen, folgen mit außerordentlicher Schnelle wichtige Nachrichten aufeinander. Eine Agenturmeldung mit gestrigem Datum, also vom 11., gibt wörtlich folgende Nachricht wieder: „Der dänische Vorsitz der Europäischen Union bestätigte am Mittwoch, dass am 23. Januar eine neue Reihe an ernsthafteren europäischen Sanktionen  gegen den Iran beschlossen werden wird, und zwar aufgrund seines Atomprogramms, und dass diese nicht nur auf die Erdölbranche sondern ebenfalls auf die Zentralbank gerichtet sein werden.</p>
<p>„Wir werden dieses Mal weiter gehen, gleichzeitig bezüglich der Sanktionen im Erdölbereich und gegen die Finanzstrukturen“, sagte Villy Soevndal, Chef der dänischen Diplomatie, während eines Treffens mit der ausländischen Presse. Es ist klar wahrnehmbar, dass &#8211; mit dem Ziel, die Verbreitung der Atomwaffen zu verhindern – Israel hunderte atomare Sprengköpfe anhäufen darf, während Iran kein 20% angereichertes Uran herstellen darf.</p>
<p>Eine weitere Nachricht zum Thema. Eine bekannte und sachkundige britische Nachrichtenagentur führt folgendes an: „China machte am Mittwoch keine Anstalten, den US-Forderungen zur Verminderung seiner Käufe von iranischem Erdöl nachzukommen und bezeichnete die Sanktionen von Washington gegenüber Teheran als übermäßig…“.</p>
<p>Jedermann würde sich über die Unbekümmertheit wundern, mit der die Vereinigten Staaten und das zivilisierte Europa diese Kampagne mit einer unglaublichen und systematischen Terrorpraxis fördern. Diese, von einer weiteren bedeutenden europäischen Presseagentur übermittelten Zeilen sollen ausreichend sein: „Die am Mittwoch erfolgte Ermordung eines Verantwortlichen des Atomkraftwerks Natanz, in der Landesmitte von Iran, verfügt über drei Präzedenzfälle seit Januar 2010.“</p>
<p>Am 12. Januar jenes Jahres: „Masud Alí Mohamadi, ein international anerkannter Atomphysiker, Professor der Universität von Teheran, der für die <em>Revolutionshüter</em> arbeitete, starb durch die Explosion eines mit Sprengstoffen versehenen Motorrads vor seiner Wohnung…“.</p>
<p>„29. November 2010: Majid Shahriari, Gründer der Atomgesellschaft von Iran und ‘beauftragt mit einem der großen Projekte der iranischen Atomenergieorganisation’ […] starb in Teheran durch die Explosion einer an seinem Auto befestigten Magnetbombe.</p>
<p>Am selben Tag wurde Fereydoun Abasi Davani, ein weiterer Atomphysiker, zum Ziel eines Attentats unter identischen Verhältnissen, als er sein Auto vor der Universität Shahid Beheshti in Teheran stationierte, wo beide Männer als Professoren tätig waren.“ – Er wurde nur verletzt.</p>
<p>23. Juli 2011: Der Wissenschaftler Dariush Rezainejad, der an Projekten des Verteidigungsministeriums arbeitete, wurde von Unbekannten durch Schüsse getötet, welche sich in Teheran auf einem Motorrad fortbewegten.“</p>
<p>„11. Januar 2012: &#8211; d.h., am selben Tag, als Ahmadinejad von Nicaragua nach Cuba reiste, um seinen Vortrag an der Universität Havanna zu halten – starb der Wissenschaftler Mostafa Ahmadi Roshan, der in der Anlage von Natanz arbeitete, dessen kaufmännischer Direktor er war, in der Nähe der Universität Allameh Tabatabai, im Osten von Teheran bei der Explosion einer an seinem Auto angebrachten Magnetbombe“.  Wie in den vorangegangenen Jahren „ hat Iran erneut die Vereinigten Staaten und Israel beschuldigt.“</p>
<p>Es handelt sich um ein selektives Gemetzel von herausragenden iranischen Wissenschaftlern, die systematisch ermordet werden. Ich habe Artikel von bekannten Sympathisanten von Israel gelesen, die von Verbrechen sprechen, die von dessen Geheimdiensten in Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten und der NATO ausgeführt wurden, als ob das etwas ganz Normales wäre.</p>
<p>Gleichzeitig berichten die Nachrichtenagenturen aus Moskau Folgendes: „Russland hat heute darauf aufmerksam gemacht, dass in Syrien ein ähnlicher Schauplatz wie der von Libyen heranreift, warnte aber, dass dieses Mal der Angriff von der benachbarten  Türkei ausgehen wird.</p>
<p>Nikolai  Patruschew, Sekretär des russischen Sicherheitsrates, behauptete, dass der Westen ‘Damaskus nicht so sehr wegen der Repression gegen die Opposition, als vielmehr wegen seiner Widerspenstigkeit, sein Bündnis mit Teheran zu unterbrechen, bestrafen’ will.“</p>
<p>„…seiner Meinung nach reift in Syrien solch ein Schauplatz heran wie der von Libyen, aber dieses Mal werden die Angriffskräfte nicht aus Frankreich, Großbritannien und Italien kommen, sondern aus der Türkei.“</p>
<p>„Er wagte sogar vorwegzunehmen, dass ‘es möglich ist, dass  Washington und Ankara schon dabei sind, mehrere Optionen von Flugverbotszonen festzulegen, wo bewaffnete Armeen von syrischen Rebellen trainiert und konzentriert werden können’.“</p>
<p>Die Nachrichten kommen nicht nur aus dem Iran oder dem Mittleren Osten, sondern ebenfalls aus anderen, dem Mittleren Osten nahe gelegenen Orten von Zentralasien. Dieselben ermöglichen uns, die Kompliziertheit der Probleme wahrzunehmen, die sich aus jener gefährlichen Zone ergeben können.</p>
<p>Die Vereinigten Staaten sind durch ihre widersprüchliche und absurde imperiale Politik zu ernsthaften Problemen in solchen Ländern wie Pakistan geführt worden, dessen Grenzen mit Afghanistan, einem weiteren wichtigen Staat, von den Kolonialherren gezogen worden sind, ohne die Kulturen und Volksstämme zu berücksichtigen.</p>
<p>In letzterem Land, das über Jahrhunderte seine Unabhängigkeit gegenüber dem englischen Kolonialismus verteidigte, hat sich die Rauschgiftproduktion seit der US-Invasion vervielfacht, und die europäischen Soldaten begehen mit Unterstützung der unbemannten Flugzeuge und hoch entwickelter Waffentechnik der Vereinigten Staaten beschämende Gemetzel, die den Hass der Bevölkerung vermehren und die Friedensmöglichkeiten in weite Ferne schieben. Dies und weiterer Schmutz und Dreck wird ebenfalls in den westlichen Agenturmeldungen widerspiegelt.</p>
<p>„WASHINGTON, 12. Januar 2012  &#8211; Leon Panetta, US-Verteidigungsminister, hat am heutigen Donnerstag das Verhalten von vier Männern, die als US-Marineangehörige präsentiert wurden und in Afghanistan auf Leichen urinierten, was mit einem Video im Internet verbreitet wurde, als ‘äußerst bedauerlich’ bezeichnet.</p>
<p>„Ich habe das Bildmaterial gesehen und finde das Verhalten (jener Männer) äußerst bedauerlich…“</p>
<p>„‘Dieses Verhalten ist völlig unangemessen für ein Mitglied der US-Armee und widerspiegelt auf keinen Fall die Kriterien und Werte, die unsere Streitkräfte zu achten schwören’…“</p>
<p>In Wirklichkeit wird es von ihm weder bestätigt noch bestritten. Jedermann können Zweifel bleiben und möglicherweise dem Verteidigungsminister selbst auch.</p>
<p>Aber es ist ebenfalls äußerst unmenschlich, dass Männer, Frauen und Kinder, oder ein afghanischer Kämpfer, der gegen die ausländische Besetzung kämpft, von den Bomben aus unbemannten Flugzeugen ermordet werden. Etwas ebenfalls sehr Schwerwiegendes: Dutzende pakistanische Soldaten und Offiziere, die die Grenzen ihres Landes schützten, sind von jenen Bomben zerrissen worden.</p>
<p>In Erklärungen von Karzai selbst, d.h. dem Präsidenten von Afghanistan, hat dieser verlautbart, dass die Schändung der Leichen „‘einfach unmenschlich’ sei, und bat die US-Regierung, ‘die härteste Bestrafung anzuwenden, unabhängig davon, wer es sei, und dass derjenige schließlich für dieses Verbrechen bestraft wird’.“</p>
<p>Sprecher der Taliban erklärten, dass „‘in den letzten zehn Jahren hunderte ähnliche Akte stattgefunden haben, die nicht publik geworden sind’…“</p>
<p>Man spürt sogar Mitleid mit jenen Soldaten, die, getrennt von ihren Familienangehörigen  und Freunden, tausende Kilometer von ihrem eigenen Land entfernt, zum Kämpfen in solche Länder geschickt werden, die sie als Schulkinder vielleicht nicht einmal nennen gehört haben, und wo man ihnen die Aufgabe erteilt, zu töten oder zu sterben, um transnationale Unternehmen, Waffenhersteller und skrupellose Politiker zu bereichern, die jedes Jahr jene Fonds verschwenden, die für die Ernährung und Bildung der unzähligen Millionen Hungrigen und Analphabeten auf der Welt benötigt werden.</p>
<p>Nicht wenige jener Soldaten, Opfer der erlittenen Traumas, nehmen sich schließlich das Leben.</p>
<p>Übertreibe ich etwa, wenn ich behaupte, dass der Weltfrieden an einem seidenen Faden hängt?</p>
<p><img class="alignnone" src="http://www.cubadebate.cu/wp-content/uploads/2012/01/firma-120112-re-la-paz-mundial-pende-de-un-hilo-300x188.jpg" alt="" width="300" height="188" /></p>
<p><strong>Fidel Castro Ruz</strong></p>
<p><strong>12. Januar 2012</strong></p>
<p><strong> 21:14 Uhr</strong></p>
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		<title>Afrika liegt nackt da angesichts der euro-amerikanischen Militäroffensive</title>
<link>http://de.cubadebate.cu/news/2011/12/12/afrika-liegt-nackt-da-angesichts-der-euro-amerikanischen-militaroffensive/</link>
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		<pubDate>Mon, 12 Dec 2011 14:35:29 +0000</pubDate>
<dc:creator>Cubadebate</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Während die USA und ihre NATO-Alliierten nach Süden vorstoßen, um ihren Griff um Afrika weiter zu verstärken nach der Besitzergreifung von Libyen und seinen riesigen Ölfeldern, scheinen die meisten der afrikanischen Führer die Wiedereingliederung ins Imperium willkommen zu heißen. AFRICOM steht bereits in einer günstigen Position, in die sie von den Afrikanern selbst gebracht wurde.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Glen Ford</strong></p>
<p><strong>Traducido por Einar Schlereth</strong></p>
<p><strong>(Tlaxcala)</strong></p>
<p><span> </span></p>
<div><img class="alignleft size-full wp-image-2574" src="/files/2011/12/AFRIKA.jpg" alt="" width="300" height="250" />Die USA mit ihren Alliierten sind in einer  asiatischen und afrikanischen Offensive begriffen, einem mehrgleisigen  Überfall, der in manchen Regionen einem Blitzkrieg gleicht. Diese  besessene Aggression erlebte bereits in ihrem ersten Jahr die  Verwandlung der NATO in ein Expeditonskorps, um das harmlose libysche  Regime in Libyen zu zerschlagen, und ist jetzt dabei, die säkulare  Ordnung in Syrien zu stürzen. Obwohl man sich auf jahrelange Pläne für  offene und verdeckte Regimewechsel in ausgewählten Ländern stützte, in  vollem Einklang mit dem historischen Imperativ des globalen Kapitals,  den Planeten in einen geschmeidigen und Washington, London und Paris  hörigen Markt niederzuknüppeln, stieß die gegenwärtige Offensive auf  eine besondere zeitliche Entwicklung: die Alptraum-Vision eines  arabischen Erwachens.</div>
<div></div>
<div>Die Perspektive eines arabischen Frühlings zu Beginn von 2011 rief  eine allgemeine Hysterie in den imperialen Hauptstädten hervor.  Plötzlich starrte man ins Gesicht des geopolitischen Todes durch die  Hand der arabischen „Straße“. Washington versteht sehr gut, dass das  Entstehen von arabischen Regierungen, die den Willen des Volkes  widerspiegeln, bald dazu führen wird, wie Noam Chomsky so gerne sagt,  dass die USA aus der Region „hinausfliegen“ &#8211; die Totenglocke, nicht nur  für den ölhungrigen Westen, sondern auch für die Zweigstellen des  internationalen Kapitals in den autokratischen Jauchegruben des  Persischen Golfs.</div>
<div></div>
<div>Mit den Jahrhunderten euro-amerikanischer Herrschaft vor Augen,  machten Washington, London und Paris eiligst aus der NATO das Instrument  für eine „Shock and Awe“ Operation gegen das bevorzugte Opfer in  Nordafrika: Muammar Gaddafi. Der Schwung dieser Machtdemonstration hat  in seiner Erweiterung imperiale Gehilfen in die Straßen von Damaskus  gebracht. Aber Afrika ist die anfälligste Region auf dem Kriegspfad der  USA, ein Kontinent, reif zum Pflücken dank der unzähligen Verknüpfungen  von Afrikas politischer und militärischer Klassen mit dem Imperialismus.  Die Vereinigten Staaten und ihre Alliierten, vor allem die Franzosen,  sind in einer Position, den größten Teil Afrikas zu „schnappen“ mit der  Kollaboration der meisten seiner Regierungen und besonders seiner  Militärs.</div>
<div></div>
<div>AFRICOM, 2008 von der Regierung Bush geschaffen und jetzt voll und  ganz die Kreatur von Obamas „humanitärer“ Interventionsdoktrin,  beansprucht die militärische Verantwortung für den gesamten Kontinent  außer Ägypten. Das US-Militärkommando hat eine verwirrende Sammlung von  Allianzen mit regionalen Organisationen und Länderblocks versammelt, die  alle Länder auf dem Kontinent umfassen, mit wenigen Ausnahmen, die aber  schon das Fadenkreuz auf dem Rücken tragen. Während die USA mit  brutaler Gewalt nach der Eroberung von Libyen südwärts voranstürmt, ist  ihr Weg von den Afrikanern selbst geebnet worden.</div>
<div></div>
<div>Der lange US-Krieg in Somalia, der dramatisch durch die  US-Unterstützung der äthiopischen Invasion 2006 intensiviert wurde, ist  jetzt von der IGAD (International Authority on Development in East  Africa) abgesegnet worden unter Einschluss Äthiopiens, der  Marionettenregierung in Somalias Hauptstadt Mogadischu, Kenia, Uganda,  dem de facto französisch-amerikanischen Protektorat Dschibuti und  nominell dem Sudan.</div>
<div></div>
<div>Die von Frankreich geleitete, aber nominelle UN-Operation zum Sturz  des Regimes von Laurent Gbagbo in der Elfenbeinküste wurde von ECOWAS  genehmigt, der Wirtschaftsunion aus 16 Mitgliedern westafrikanischer  Staaten: Benin, Burkina Faso, Kapverden, Elfenbeinküste, Gambia, Ghana,  Guinea, Guinea-Bissao, Liberia, Mali, Nigeria, Senegal, Sierra Leone und  Togo.</div>
<div></div>
<div>AFRICOM veranstaltet jährlich ein gigantisches Militärmanöver,  African Endeavor genannt, das afrikanische Armeen darin schult,  „Standard- Kommunikationspraktiken“ zu benutzen. Den afrikanischen  Armeen werden die US-Kommando-und-Kontrollprozeduren an US-Ausrüstungen  beigebracht, die von US-Beratern gewartet werden. 2009 nahmen die Armeen  von 29 afrikanischen Ländern an dem Manöver teil. Dieses Jahr  beteiligten sich 40 Nationen an der Operation African Endeavor, was den  größten Teil der Männer unter Waffen in Afrika darstellt.</div>
<div></div>
<div>Noch heimtückischer ist AFRICOMS „Soldat-zu-Soldat“-Doktrin, durch  die Gleichrangige in den US- und Afrika-Armeen ermutigt werden,  persönliche Beziehungen auf allen Ebenen zu bilden: General-zu-General,  Oberst-zu-Oberst, Major-zu-Major und selbst Hauptmann-zu-Hauptmann.  Damit hofft AFRICOM, dass mit den afrikanischen Armeen dauerhafte  persönliche Beziehungen hergestellt werden, egal, welches Regime an der  Macht ist.</div>
<div></div>
<div>Im Sahel unterhält AFRCOM enge Bande mit praktisch jedem Staat in  dem langen Streifen Landes südlich der Sahara, der sich vom Atlantik bis  zum Indischen Ozean erstreckt, alles unter dem Vorwand des  „Anti-Terrorismus“. Dies umfasst Mauritanien, Mali, Tschad und Niger,  plus Nigeria und Senegal. Im Norden hat die AFRICOM ähnliche Bande mit  den Maghreb-Ländern Marokko, Algerien, Tunesien und bis dieses Jahr mit  Gaddafis Libyen.</div>
<div></div>
<div>AFRICOM ist oft die wahre Kraft hinter nominell afrikanischen  Aktionen. AMISOM, offiziell die sogenannte friedensbewahrende  Streitmacht in Somalia, ist in Wirklichkeit aus Truppen der  US-Marionetten-Staaten Uganda und Burundi zusammengesetzt, die als  Söldner Washingtons agieren und hauptsächlich von den Amerikanern  bezahlt werden. Bald schließen sich ihnen noch 500 Soldaten aus  Dschibuti an. Jahrelang war AMISOM die einzige Kraft, die das  Marionettenregime in Mogadischu vor der unmittelbaren Vernichtung durch  den Shabab-Widerstand rettete. Heute sind die verstärkten Kämpfer der  „Afrikanischen Union“ in der Offensive, zusammen mit kenianischen und  äthiopischen Invasoren, um die Shabab in einer Zangenbewegung zu  zerschlagen. US-Drohnen von Basen in Äthiopien und Dschibuti bringen den  Tod von oben. Folglich ist eine Armee, die nominell ein Arm der  Afrikanischen Union ist, ein aktiver Teil der US-Kriegsführung im Krieg  am Horn von Afrika, den die USA entfacht haben – ein Konflikt, der auch  von der IGAD, dem regionalen kooperativen Verband, gestützt wird.</div>
<div></div>
<div>Es ist nur eine Zeitfrage, bevor Eritrea, ein Gegner Äthipiens und  eines der wenigen afrikanischen Länder außerhalb des  AFRICOM-Dunstkreises, angegriffen wird – zweifellos von nominell  afrikanischen Streitkräften, mit der Hilfe von der USA und Frankreich.  Sicher wird sich die völlig kompromittierte Afrikanische Union dem nicht  widersetzen.</div>
<div></div>
<div>Sobald die letzte loyale Festung in Libyen gefallen war, dehnte  Obama seine ‚humanitären’ Interventionen bis tief nach Zentralafrika aus  und schickte 100 Mann Spezialeinheiten nach Uganda für den späteren  Einsatz in der Demokratischen Republik Kongo, der neuen Nation im  Südsudan und der Zentralafrikanischen Republik, ein französischer  neokolonialer Vorposten, wohin die Amerikaner den haitianischen  Präsidenten Jean Bertrand Aristide nach seiner Entführung 2004 geschickt  hatten. Wahrscheinlich werden die US-Green Berets die etwa 2000 Kämpfer  der Lord&#8217;s Liberation Army erlegen – eine Streitmacht, die die Ugander  selbst hätten auslöschen können, wenn sie nicht damit beschäftigt wären,  als US-Söldner sonstwo auf dem Kontinent zu agieren. (Washingtons  zweiter loyaler Berufskiller in der Region ist Ruanda, das in einem  Bericht der UNO als verantwortlich für Millionen Morde im Kongo  bezeichnet wurde.)</div>
<div></div>
<div>Die Aggression gegen Libyen wurde unausweichlich, als Nigeria,  Südafrika und Gabon sich selbst im UN-Sicherheitsrat entehrten, indem  sie für den „No Fly Zone“-Witz stimmten. Der Schwung der  euro-amerikanischen Offensive strömt südwärts und wird bald den ganzen  Kontinent in Brand stecken. Das Horn von Afrika ist schon ein  Schlachthaus aus Feuer und Hunger, von Amerika inszeniert, aber voll und  ganz von den Afrikanern und ihren regionalen Institutionen unterstützt.  Im Westen legitimiert ECOWAS die imperiale Politik, während im Sahel  sich die Afrikaner darum reißen, für die Amerikaner geeignete Ziele  auszusuchen. Jedes Jahr versammeln sich die Miltärs des Kontinents um  die Amerikaner, um zu lernen, wie sie ihre eigenen Truppen befehlen und  kontrollieren können, wodurch ihre Armeen untauglich werden, um dem  wirklichen Feind zu widerstehen: den USA und der NATO.</div>
<div></div>
<div>Betrogen von einer politisch-militärischen Klasse, die sich eifrig  in das imperiale System zu allen Bedingungen integrieren will, liegt  Afrika nackt da angesichts der euro-amerikanischen Militäroffensive.</div>
<div></div>
<div>Es wird an den Slums und dem Busch liegen, um diese Katastrophe  abzuwenden. Wenn man den Amerikanern und Europäern widerstehen will,  müssen die Afrikaner zuallererst ihre eigenen Regierungen bekämpfen.</div>
<p>&nbsp;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Völkermord-Zynismus (Zweiter und abschließender Teil)</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Nov 2011 00:33:13 +0000</pubDate>
<dc:creator>Cubadebate</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reflexionen von Fidel]]></category>
		<category><![CDATA[Barack Obama]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[NATO]]></category>
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		<category><![CDATA[UNO]]></category>
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		<category><![CDATA[Vereinigten Staaten]]></category>

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		<description><![CDATA[Sie bestand darauf, dass die US-Regierung zu dem Schluss gekommen ist, dass es erforderlich sein wird, mit dem gegenwärtigen iranischen System Schluss zu machen, um zu verhindern, dass dieses ein nukleares Arsenal schafft.  „Ich bin davon überzeugt, dass in diesem Sinne ein Systemwechsel unsere einzige Option sein wird“, gab Rice zu.

Das bedarf keiner weiteren Worte.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Um das Potential der UdSSR in ihren Bestrebungen zu veranschaulichen, die Parität mit dem Vereinigten Staaten auf diesem Gebiet zu erhalten, genügt es darauf hinzuweisen, dass es bei ihrem Zerfall im Jahr 1991 in Weißrussland 81, in Kasachstan 1400 und in der Ukraine circa 5000 Atomsprengköpfe gab, die in den Besitz der Russischen Föderation übergangen sind, der einzige Staat, der in der Lage war, die hohen Kosten zu aufzubringen, um seine Unabhängigkeit zu erhalten.</p>
<p>Aufgrund der START- und SORT- Abkommen über die Reduzierung von Atomwaffen, die zwischen den beiden großen Kernmächten unterzeichnet wurden, hat sich deren Anzahl um mehrere Tausend verringert.</p>
<p>Ein neues Abkommen dieser Art wurde zwischen beiden Mächten 2010 unterzeichnet.</p>
<p>Seitdem wurden die größten Anstrengungen zur Perfektionierung der Mittel zur Lenkung, Reichweite, Präzision und Täuschung der gegnerischen Verteidigung unternommen. Immense Summen werden in den militärischen Bereich investiert.</p>
<p>Sehr wenige Menschen auf der Welt, außer einzelne Denker und Wissenschaftler, sind sich darüber bewusst und warnen, dass allein die Explosion von 100 strategischen Atomwaffen ausreichend wäre, um das menschliche Leben auf der Welt auszulöschen. Die große Mehrheit würde infolge des nuklearen Winters, der entstehen würde, ein so unerbittliches wie schreckliches Ende haben.</p>
<p>Es sind acht Länder, die zurzeit Atomwaffen besitzen, fünf davon sind Mitglieder des Sicherheitsrates: Die Vereinigten Staaten, Russland, das Vereinigte Königreich, Frankreich und China. Indien und Pakistan sind jeweils 1974 und 1998 in die Kategorie der Ländern eingereiht worden, die im Besitz von Atomwaffen sind. Diese sieben oben Genannten anerkennen diese Einstufung.</p>
<p>Im Gegensatz dazu hat Israel den Charakter als Kernwaffen besitzendes Land nie erkannt. Trotzdem wird eingeschätzt, dass dieses Land zwischen 200 und 500 Waffen dieser Art besitzt, ohne dass es sich betroffen fühlt, wenn die Öffentlichkeit über die schwerwiegenden Probleme beunruhigt ist, die die Auslösung eines Krieges in der Region verursachen würde, wo ein großer Teil der Energie erzeugt wird, die Industrie und Landwirtschaft der Erde in Bewegung halten.</p>
<p>Mittels des Besitzes von Massenvernichtungswaffen konnte Israel seine Rolle als Instrument des Imperialismus und des Kolonialismus in dieser Region des Mittleren Ostens spielen.</p>
<p>Es handelt sich nicht um das legitime Recht des israelischen Volkes, in Frieden und Freiheit zu leben und zu arbeiten, es geht eben genau um das Recht der anderen Völker der Region auf Freiheit und Frieden.</p>
<p>Während Israel beschleunigt ein nukleares Arsenal schuf, griff es 1981 den irakischen Kernreaktor in Osirak an und zerstörte ihn und tat 2007 dasselbe mit dem syrischen Reaktor in Dayr Az-Zawr, eine Tatsache, über die die Öffentlichkeit seltsamerweise nicht informiert wurde. Die Vereinten Nationen und die IAEA wussten über diese Ereignisse ganz genau Bescheid.  Solche Handlungen konnten auf die Unterstützung durch die Vereinigten Staaten und den Atlantikpakt zählen.</p>
<p>Es ist nicht verwunderlich, dass die höchsten israelischen Stellen ihre Absicht kund tun, jetzt dasselbe mit dem Iran zu machen. Der Iran mit seinem enormen Reichtum an Erdöl und Gas, war Opfer von Verschwörungen von Großbritannien und den Vereinigten Staaten, deren Unternehmen die Ressourcen jenes Landes ausplünderten.  Die Streitkräfte wurden mit der modernsten Bewaffnung der US-Rüstungsindustrie ausgestattet.</p>
<p>Der Schah Resa Pahlewi wollte ebenfalls Atomwaffen erwerben. Aber seine Forschungszentren hat niemand angegriffen.  Der Krieg Israels war gegen die arabischen Muslime gerichtet und nicht gegen die im Iran, denn sie waren zu einem Bollwerk der NATO umgewandelt worden, das auf das Herz der UdSSR abzielte.</p>
<p>Die äußerst gläubigen Massen dieser Nation haben unter der Führung des Ajatollah Chomeini der Macht jener Waffen getrotzt, stürzten den Schah vom Thron und entwaffneten eine der am besten ausgerüsteten Armeen der Welt, ohne einen einzigen Schuss abzugeben.</p>
<p>Aufgrund seiner Kampfkraft, der Einwohnerzahl und der flächenmäßigen Ausdehnung des Landes ist ein Angriff gegenüber dem Iran mit den Kriegsabenteuern Israels im Irak und in Syrien nicht zu vergleichen. Hier würde unweigerlich ein blutiger Krieg ausgelöst werden.  Daran sollte man keinen Zweifel hegen.</p>
<p>Israel verfügt über eine hohe Anzahl an Atomwaffen sowie über die Fähigkeit, sie an jeden Zielort in Europa, Asien, Afrika und Ozeanien zu befördern. Ich frage mich: Hat die AIEA das moralische Recht, gegen ein Land Sanktionen zu verhängen und dieses zu ersticken, wenn dieses in Selbstverteidigung zu tun versucht, was Israel im Herzen des Mittleren Ostens tat?</p>
<p>Ich bin der festen Meinung, dass kein Land der Welt Atomwaffen besitzen sollte, und dass diese Energie der menschlichen Gattung zugute kommen sollte. Ohne diese Kooperationsbereitschaft marschiert die Menschheit unausweichlich auf ihre eigene Zerstörung zu. Unter den israelischen Bürgern selbst, einem zweifellos fleißigen und intelligenten Volk, werden viele mit dieser unsinnigen und absurden Politik, die sie in die totale Katastrophe führt, nicht übereinstimmen.</p>
<p>Worüber wird heute in der Welt hinsichtlich der Wirtschaftskrise gesprochen?</p>
<p>Die internationalen Presseagenturen informieren, dass „US-Präsident Barack Obama und sein chinesischer Amtskollege, Hu Jintao, gegensätzliche kommerzielle Tagesordnungen präsentierten, […] und die zunehmenden Spannungen zwischen den zwei größten Wirtschaften der Welt hervorheben“.</p>
<p>„Obama benutzte seine Rede, –so bestätigt Reuters–, um China mit wirtschaftlichen Sanktionen zu bedrohen, es sei denn, das Land begänne ‚nach den Regeln zu spielen&#8217;…“. Solche Regeln sind zweifellos die im Interesse der Vereinigten Staaten.</p>
<p>„Obama – bekräftigt die Presseagentur – befindet sich mitten im Kampf um die Wiederwahl im nächsten Jahr und wird von seinen republikanischen Gegnern angeklagt, nicht hart genug gegenüber  China zu sein.“</p>
<p>Die am Donnerstag und Freitag veröffentlichten Nachrichten stellten die Tatsachen, die wir gerade erleben, viel besser dar.</p>
<p>AP, die am besten informierte US-Presseagentur, teilte Folgendes mit: „Irans oberster Führer wies die Vereinigten Staaten und Israel darauf hin, dass die Antwort des Iran energisch sein wird, falls seine Erzfeinde einen militärischen Angriff gegen das Land beginnen…“</p>
<p>Die deutsche Presseagentur informierte, dass China erklärte, dass es wie immer der Meinung sei, dass Dialog und Kooperation die einzige Form einer aktiven Annäherung sind, um das Problem zu lösen.</p>
<p>Russland war ebenfalls gegen Strafmaßnahmen gegenüber dem Iran.</p>
<p>Deutschland lehnte die militärische Option ab, war aber für strenge Sanktionen gegen den Iran.</p>
<p>Das Vereinigte Königreich und Frankreich setzen sich für strenge und energische Sanktionen ein.</p>
<p>Die Russische Föderation bestätigte, dass sie alles Mögliche unternehmen werden, um eine militärische Operation gegen den Iran zu verhindern, und kritisierte den IAEA-Bericht.</p>
<p>„‚Eine militärische Operation gegenüber dem Iran könnte sehr schlimme Auswirkungen mit sich bringen, und Russland wird sich einsetzen müssen, um die Gemüter zu besänftigen’, sagte Kontantin Kosachov, Leiter des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten der Duma“ und kritisierte, laut EFE, „die Behauptungen seitens der Vereinigten Staaten, Frankreichs und Israels, dass der Gebrauch von Gewalt möglich ist und dass der Beginn einer militärischen Operation gegen den Iran immer näher rückt“.</p>
<p>Der Herausgeber der US-Zeitschrift EIR, Edward Spannaus, erklärte, dass der Angriff gegen den Iran zum Dritten Weltkrieg führen wird.</p>
<p>Selbst der US-Verteidigungsminister gab zu, nachdem er vor kurzem nach Israel reiste, dass er von der israelischen Regierung kein Versprechen bekommen konnte, die Vereinigten Staaten vor einem Angriff gegen den Iran zu konsultieren. So weit sind wir gekommen.</p>
<p>Der Stellvertretende Minister für Politische und Militärische Angelegenheiten der Vereinigten Staaten deckte die obskuren Absichten des Imperiums ganz offen auf:</p>
<p>„Israel und die Vereinigten Staaten werden gemeinsam an den ‚wichtigsten’ Manövern teilnehmen, die von ‚größter Bedeutung’ in der Geschichte der Verbündeten sind, erklärte am Samstag Anrew Shapiro, stellvertretender Minister für Politische und Militärische Angelegenheiten der Vereinigten Staaten“.</p>
<p>„…am […] Washingtoner Institut für Politik des Mittleren Ostens verkündete Shapiro, dass über 5.000 Mann der US-amerikanischen und der israelischen Streitkräfte an den Manövern teilnehmen werden und man die Verteidigung von ballistischen Raketen Israels simulieren wird“.</p>
<p>„Die israelische Technologie gilt als essenziell für die Verbesserung unserer nationalen Sicherheit und für den Schutz unserer Truppen, fügte er hinzu…“</p>
<p>„Shapiro betonte die Unterstützung der Obama-Regierung für Israel trotz der Kommentare vom Freitag seitens eines hohen US-Beamten, der seine Besorgnis ausdrückte, dass Israel die Vereinigten Staaten nicht vorinformieren wird, wenn eine militärische Aktion gegen die nuklearen Einrichtungen des Iran durchgeführt wird.“</p>
<p>„Unsere Beziehung zur Sicherheit Israels ist umfangreicher, tiefer und stärker denn je.“</p>
<p>„Wir unterstützen Israel, weil es unser nationales Interesse ist, dies zu tun’ […] Es ist die tatsächliche militärische Kraft Israels, die mögliche Angreifer abschreckt und hilft, den Frieden und die Stabilität zu fördern.“</p>
<p>Die US-Botschafterin bei der UNO, Susan Rice, sagte der BBC heute, am 13. November, dass die Möglichkeit eines militärischen Einsatzes in Iran noch immer auf der Tagesordnung steht, und dass es aufgrund der Verhaltensweise der Iranis eine reale Option ist.</p>
<p>Sie bestand darauf, dass die US-Regierung zu dem Schluss gekommen ist, dass es erforderlich sein wird, mit dem gegenwärtigen iranischen System Schluss zu machen, um zu verhindern, dass dieses ein nukleares Arsenal schafft.  „Ich bin davon überzeugt, dass in diesem Sinne ein Systemwechsel unsere einzige Option sein wird“, gab Rice zu. Das bedarf keiner weiteren Worte.</p>
<p><img class="alignnone" src="http://www.cubadebate.cu/wp-content/uploads/2011/11/firma-de-fidel-13-de-noviembre-de-2011-300x166.jpg" alt="" width="300" height="166" /></p>
<p><strong>Fidel Castro Ruz</strong></p>
<p><strong>13. November 2011</strong></p>
<p><strong> 20:17 Uhr</strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>VÖLKERMORD-ZYNISMUS (ERSTER TEIL)</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Nov 2011 14:20:48 +0000</pubDate>
<dc:creator>Cubadebate</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reflexionen von Fidel]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
		<category><![CDATA[IAEA]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Kernenergie]]></category>
		<category><![CDATA[NATO]]></category>
		<category><![CDATA[UNO]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Vereinigten Staaten]]></category>

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		<description><![CDATA[Seine Armee hat zusammen mit den englischen und französischen kolonialen Truppen Port Said angegriffen, als Abdel Nasser den Suez-Kanal, im Besitz von Frankreich, verstaatlichte, was den sowjetischen Premierminister zwang, ein Ultimatum zu übermitteln, das die Beendigung dieses Angriffes forderte, und den europäischen Verbündeten der Vereinigten Staaten keine andere Wahl blieb, als es zu befolgen.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Keine vernünftige Person, vor allem jene, die Zugang zu elementaren Kenntnissen der Grundschule hatte, wäre damit einverstanden, unserer Gattung, vor allem den heutigen Kindern, Teenagern oder Jugendlichen heute, morgen und für immer das Recht auf Leben abzuerkennen. Nie zuvor haben die Menschen, als mit Intelligenz ausgestatteten Wesen, in der Geschichte mit all ihren  Höhen und Tiefen so eine Erfahrung erlebt.</p>
<p>Ich fühle mich verpflichtet, all jenen, die sich die Mühe machen, diese Reflexionen zu lesen, meinen Standpunkt zu übermitteln, dass wir alle ohne Ausnahme die Pflicht haben, der Menschheit die Risiken bewusst zu machen, die aufgrund unverantwortlicher Entscheidungen von Politikern unerbittlich auf eine endgültige und totalen Katastrophe hinauslaufen; von Politikern, denen eher durch blinden Zufall und weniger durch ihre Begabung oder ihr Verdienst das Schicksal der Menschheit in die Hände gelegt wurde.</p>
<p>Seien die Bürger ihres Landes Anhänger eines Glaubens oder nicht, kein zurechnungsfähiger Mensch würde damit einverstanden sein, dass seine Kinder oder nahe stehende Verwandte ganz plötzlich oder als Opfer unter grässlichen und qualvollen Leiden sterben.</p>
<p>Nach den verabscheuungswürdigen Verbrechen, die die Organisation des Nordatlantikpakts unter der Schirmherrschaft der Vereinigten Staaten und der reichsten Länder Europas immer häufiger begeht, hat sich die Aufmerksamkeit der Welt auf das Treffen des G-20 konzentriert, wo es galt, die tiefe Wirtschaftkrise zu analysieren, die heute alle Nationen betrifft. Die internationale Öffentlichkeit, und vor allem die europäische, warteten auf eine Antwort auf die tiefe Wirtschaftskrise, die mit ihren tiefgreifenden sozialen sowie klimatischen Auswirkungen alle Einwohner des Planeten bedroht. Bei diesem Treffen sollte entschieden werden, ob der Euro als einheitliche Währung für die Mehrheit Europas erhalten bleibt, aber auch,  ob einige Länder in der Gemeinschaft bleiben können oder nicht.</p>
<p>Trotz der Bemühungen Chinas, Russlands, Indonesiens, Südafrikas, Brasiliens, Argentiniens und anderer Schwellenländer, die mit dem Rest der Welt auf der Suche von Lösungen für die ernsten wirtschaftlichen Probleme zusammenarbeiten wollen, gab es keine Antwort oder Lösung für die ernsten Problemen der Weltwirtschaft.</p>
<p>Befremdend ist, dass die NATO, kaum dass sie die Operation in Libyen für beendet erklärt hat,  &#8211; nach dem Luftangriff, der den verfassungsmäßigen Staatschef jenes Landes verwundete, das Fahrzeug zerstörte, in dem er fuhr, und er den Söldner des Imperiums ausgeliefert war, die ihn töteten und unter Verletzung der muslimischen Sitten und Traditionen als Kriegstrophäe präsentiert haben -, hat die Internationale Atomenergie-Behörde (IAEA), ein Organ der Vereinten Nationen, eine Einrichtung, die im Dienst des Weltfriedens stehen sollte, einen politischen, feindseligen und sektiererischen Bericht veröffentlicht, der die Welt an den Rand eines Krieges unter Nutzung von Atomwaffen stellt, den dasYankee-Imperium gemeinsam mit Großbritannien und Israel minuziös gegen Iran vorbereiten hat.</p>
<p>Der Ausspruch „Veni, vidi, vici“ des berühmten römischen Kaisers vor mehr als zweitausend Jahre, fand, sobald der Tod Gaddhafis bekannt wurde, seinen Ausdruck in den Worten „ich kam, ich sah, und er starb“, die über eine wichtige Fernsehkette ausgestrahlt wurden. Da erübrigen sich weitere Worte, um die Politik der Vereinigten Staaten zu beurteilen.</p>
<p>Was jetzt wichtig ist, ist die Notwendigkeit, bei den Völkern ein klares Bewusstsein über den Abgrund zu erwecken, an den die Menschheit gebracht wurde. Zwei Mal hat unsere Revolution das dramatische Risiko erlebt: im Oktober 1962, der kritischste Moment von allen, als die Menschheit fast am Rande eines nuklearen Holocausts stand; und Mitte 1987, als unsere Kräfte sich eine Schlacht mit den rassistischen südafrikanischen Truppen lieferten, die über Atomwaffe verfügten, die sie mit Hilfe der Israelis entwickelt hatten.</p>
<p>Der Schah von Iran hat damals neben Israel mit dem rassistischen und faschistischen Regime Südafrikas kollaboriert.</p>
<p>Was ist die UNO? eine von den Vereinigten Staaten vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges initiierte Einrichtung. Die USA, deren Staatsgebiet weit entfernt vom Kriegsort war, wurde enorm reich; sie hat  80% des Weltgoldes angehäuft und unter der Führung von Roosevelt, einem aufrichtigen Antifaschisten, die Entwicklung von Atomwaffen gefördert. Truman, sein Nachfolger, Oligarch und von mittelmäßigem Kaliber, zögerte nicht, sie 1945 gegen schutzlose Städte wie Hiroshima und Nagasaki zu benutzen.</p>
<p>Das Monopol des Weltgoldes in den Händen der Vereinigten Staaten und das Ansehen von Roosevelt erlaubten ihm, das Abkommen von Bretton Woods zu unterzeichnen, das den USA die Rolle zukommen ließ, den Dollar zu emittieren, der über viele Jahre als die einzige Devisenwährung im Welthandel benutzt wurde, ohne eine andere Bedingung, als dass sie durch Goldbarren gedeckt sein musste.</p>
<p>Am Ende jenes Krieges waren die Vereinigten Staaten auch das einzige Land, das Atomwaffen besaß, und sie zögerten nicht, dieses Privileg ihren Alliierten und Mitgliedern des Sicherheitsrates weiterzugeben: Großbritannien und Frankreich, die zwei wichtigsten kolonialen Weltmächte jener Epoche.</p>
<p>Gegenüber der UdSSR hat Truman kein einziges Wort über die Atomwaffen verlauten lassen, bevor er sie einsetzte. China wurde zu jener Zeit vom nationalistischen, oligarchischen und Pro-Yankee General Chiang Kai-shek regiert und konnte in jenem Sicherheitsrat nicht außen vor bleiben.</p>
<p>Die UdSSR, vom Krieg, der Zerstörung und dem Verlust von mehr als 20 Millionen ihrer Bürger durch die Invasion der Nazis schwer angeschlagen, hat enorme wirtschaftliche, wissenschaftliche und menschliche Ressourcen geopfert, um ihr nukleares Potential an das der Vereinigten Staaten anzugleichen. Vier Jahre später, 1949, hat sie ihre erste Atomwaffe getestet, 1953 ihre erste Wasserstoffbombe und 1955 ihre erste Megatonne. Frankreich hatte seine erste Atomwaffe im Jahr 1960.</p>
<p>Es gab 1957 nur drei Länder, die Atomwaffen besaßen, als die UNO unter der Schirmherrschaft der Yankees die IAEA gründete. Kann sich jemand vorstellen, dass diese Organisation, ein Instrument in den Händen der Vereinigten Staaten, etwas unternommen hat, um die Welt auf die schrecklichen Risiken für die Menschheit aufmerksam zu machen, wenn Israel, ein bedingungsloser Verbündeter der Vereinigten Staaten und der NATO, das im Zentrum der wichtigsten Erdöl- und Gasvorräte der Welt liegt, zu einer gefährlichen und aggressiven Kernmacht würde?</p>
<p>Seine Armee hat zusammen mit den englischen und französischen kolonialen Truppen Port Said angegriffen, als Abdel Nasser den Suez-Kanal, im Besitz von Frankreich, verstaatlichte, was den sowjetischen Premierminister zwang, ein Ultimatum zu übermitteln, das die Beendigung dieses Angriffes forderte, und den europäischen Verbündeten der Vereinigten Staaten keine andere Wahl blieb, als es zu befolgen.</p>
<p>Fortsetzung morgen.</p>
<p><img class="alignnone" src="http://www.cubadebate.cu/wp-content/uploads/2011/11/firma-fidel-111112-cinismo-genocida-primera-parte-300x176.jpg" alt="" width="300" height="176" /></p>
<p><strong>Fidel Castro Ruz</strong></p>
<p><strong>12. November 2011</strong></p>
<p><strong>20:15 Uhr</strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>DIE NATO IN DER VÖLKERMORD-ROLLE (Fünfter Teil)</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Nov 2011 15:32:56 +0000</pubDate>
<dc:creator>Cubadebate</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reflexionen von Fidel]]></category>
		<category><![CDATA[Libyen]]></category>
		<category><![CDATA[Muammar Al-Ghaddafi]]></category>
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		<description><![CDATA[„Wie einige wissen, hat Muammar al-Gaddhafi, ein arabisch-beduinischer Militär von eigentümlichem Charakter und von den Ideen des ägyptischen Führers Gamal Abdel Nasser inspiriert, im September 1969 eine Bewegung innerhalb der Streitkräfte gefördert, die König Idris I. von Libyen stürzte, ein Land, dessen Territorium fast vollkommen aus Wüste besteht, das wenig bevölkert ist und im Norden von Afrika, zwischen Tunesien und Ägypten liegt.“]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Am 9. März dieses Jahres habe ich unter dem Titel  „Die NATO, der Krieg, die Lüge und die Geschäfte“ eine neue Reflexion über die Rolle dieser kriegerischen Organisation veröffentlicht.</p>
<p>Hier nun die wichtigsten Abschnitte jener Reflexion:</p>
<p>„Wie einige wissen, hat Muammar al-Gaddhafi, ein arabisch-beduinischer Militär von eigentümlichem Charakter und von den Ideen des ägyptischen Führers Gamal Abdel Nasser inspiriert, im September 1969 eine Bewegung innerhalb der Streitkräfte gefördert, die König Idris I. von Libyen stürzte, ein Land, dessen Territorium fast vollkommen aus Wüste besteht, das wenig bevölkert ist und im Norden von Afrika, zwischen Tunesien und Ägypten liegt.“</p>
<p>„In einer beduinischen nomadischen Schäferfamilie in der Wüste der Region Tripolis geboren, war Gaddhafi ein großer Gegner des Kolonialismus.“</p>
<p>„…die Gegner von Gaddhafi versichern, dass er sich als Student durch seine Klugheit auszeichnete. Wegen seiner antimonarchischen Aktivitäten wurde er vom Lyzeum verwiesen. Es ist ihm gelungen, sich in einem anderen Lyzeum einzuschreiben und später, mit 21 Jahren, an der Universität von Bengasi sein Jurastudium abzuschließen. Danach tritt er in die Militärschule von Bengasi ein, in der er die so genannte Geheime Bewegung der Freien Offiziere gründete. Er beendete sein Studium an einer britischen Militärakademie.“</p>
<p>„Er hat sein politisches Leben mit unbestreitbar revolutionären Taten begonnen.</p>
<p>Im März 1970, nach massiven nationalistischen Demonstrationen, erreichte er den Abzug der britischen Soldaten aus seinem Land, und im Juni räumten die Vereinigten Staaten den großen Luftwaffenstützpunkt in der nähe von Tripolis und übergaben ihn Militärberatern aus Ägypten, einem mit Libyen verbündetem Land.</p>
<p>1970 sind einige westliche Öl- und Bankgesellschaften mit ausländischem Kapitalanteil durch die Revolution beeinträchtigt worden. Ende 1971 erlitt die gut bekannte <em>British Petroleum </em>das gleiche Schicksal. Im Agrarsektor wurden alle italienischen Güter beschlagnahmt und die Siedler und deren Angehörige aus Libyen verwiesen.“</p>
<p>„Der libysche Führer verstrickte sich in extremistische Theorien, die sich sowohl dem Kommunismus als auch dem Kapitalismus entgegen stellten. Das war eine Phase, in der sich Gaddhafi der Theoretisierung widmete, die es sich nicht lohnt, in diese Analyse einzubeziehen. Erwähnenswert ist lediglich, dass  im Ersten Artikel der Verkündung der Verfassung des Jahres 1969 der ‚sozialistische’ Charakter der ‚Großen Sozialistischen Libysch-Arabischen Volksrepublik’ festgeschrieben wurde.</p>
<p>Ich möchte betonen, dass die Menschenrechte für die Vereinigten Staaten und deren Verbündete in der NATO niemals von Interesse waren.</p>
<p>Das Tohuwabohu, das im Sicherheitsrat, auf der Tagung des Ausschusses für Menschenrechte mit Sitz in Genf und auch auf der Generalversammlung der UNO in New York ablief, war reines Theater.“</p>
<p>„Die USA beabsichtigen jetzt, […] militärisch in Libyen zu intervenieren und der revolutionären Welle, die in der arabischen Welt ins Rollen gekommen ist, einen Schlag zu versetzen.“</p>
<p>„Der latent vorhandene libysche Widerstand ist von den Nachrichtendiensten der Yankees und durch Fehler von Gaddhafi selbst gefördert worden, aber es ist wichtig, dass sich die Völker nicht täuschen lassen, da die Weltöffentlichkeit sehr bald über genügend Elemente verfügen wird, um zu wissen, woran sie ist.“</p>
<p>„Genau wie viele Länder der Dritten Welt ist Libyen Mitglied der Bewegung der Blockfreien Staaten, der Gruppe der 77 und anderer internationaler Organisationen, über welche Beziehungen ungeachtet des Wirtschafts- und Sozialsystems der jeweiligen Länder hergestellt werden.“</p>
<p>„In großen Zügen: Die Revolution in Kuba, inspiriert von den marxistisch-leninistischen Prinzipien und denen von Marti, siegte im Jahre 1959, nur 90 Meilen von den Vereinigten Staaten entfernt, die uns das Platt-Amendment aufgezwungen haben und die Besitzer der Wirtschaft unseres Landes waren.</p>
<p>Fast unmittelbar danach entfesselte das Imperium einen schmutzigen Krieg gegen unser Volk, mittels konterrevolutionärer Banden, der kriminellen Wirtschaftsblockade und der söldnerischen Invasion in der Schweinebucht (Playa Girón) im Schutze eines Flugzeugträgers und mit landungsbereiter Marine-Infanterie, die zum Einsatz kommen sollte, sobald die söldnerischen Kräfte bestimmte Ziele erreicht hätten.“</p>
<p>„Alle lateinamerikanischen Länder, mit Ausnahme von Mexiko, beteiligten sich an der kriminellen Blockade, die bis heute andauert, ohne dass sich unser Land jemals ergeben hätte.“</p>
<p>„Im Januar 1986, die Idee ins Feld führend, dass Libyen den so genannten revolutionären Terrorismus vertreten würde, ordnete Reagan den Abbruch der wirtschaftlichen und kommerziellen Beziehungen mit diesem Land an.</p>
<p>Im März 1986 haben Flugzeugträger im Golf von Syrte, der von Libyen als ein ihm zugehöriges Hoheitsgewässer angesehen wird, Angriffe durchgeführt, die die Vernichtung mehrerer Marine-Einheiten verursachten, die mit Raketenwerfern und Küstenradarsystemen ausgerüstet waren, die in der UdSSR erworben worden waren.</p>
<p>Am 5. April wurde eine Diskothek in Westberlin, die häufig von US-Soldaten besucht wurde, Opfer eines Plastikbomben-Anschlags, wo drei Personen, zwei davon US-amerikanische Militärangehörige, ums Leben kamen und viele verletzt wurden.</p>
<p>Reagan beschuldigte Gaddhafi und befahl, dass die Luftwaffe darauf antworten sollte. Drei Geschwader starteten von den Flugzeugträgern der VI. Flotte und Stützpunkten im Vereinigten Königreich von Großbritannien und griffen sieben militärische Ziele in Tripolis und Bengasi mit Raketen und Bomben an. Etwa vierzig Personen kamen ums Leben, 15 von ihnen Zivilisten […] als eine Rakete direkt in der Residenz (des libyschen Staatsoberhaupts) einschlug;  seine Tochter Hanna starb und zwei weitere Söhne wurden verletzt. Diese Tat erfuhr eine starke Ablehnung; die UNO-Generalversammlung verabschiedete eine Resolution zur Verurteilung wegen Verletzung der UNO-Charta und des Völkerrechts. Ebenso energisch äußerten sich die Bewegung der Blockfreien Staaten, die Arabische Liga und die Organisation der Arabischen Einheit (OAU).</p>
<p>Am 21. Dezember 1988 ist eine <em>Boeing 747</em> der Fluggesellschaft Pan Am, die von London nach New York flog, während des Fluges durch eine Bombenexplosion zerborsten…“</p>
<p>„Den US-amerikanischen Untersuchungen zufolge waren zwei Agenten des libyschen Geheimdienstes darin verwickelt.“</p>
<p>„Unter Beteiligung von Reagan und Bush Senior wurde eine finstere Legende über Gaddhafi erfunden.“</p>
<p>„Der Sicherheitsrat hat Sanktionen über Libyen verhängt, die aufgehoben wurden, nachdem Gaddhafi akzeptierte, den zwei Angeklagten des über Schottland explodierten Flugzeuges unter bestimmten Bedingungen den Prozess zu machen.</p>
<p>Man begann, libysche Delegationen zu innereuropäischen Treffen einzuladen. Im Juli 1999 hat London nach einigen zusätzlichen Zugeständnissen die Wiederherstellung voller diplomatischer Beziehungen mit Libyen in die Wege geleitet.“</p>
<p>„Am 2. Dezember hat Massimo D’Alema, Premierminister von Italien, als erster europäischer Regierungschef Libyen einen Besuch abgestattet.</p>
<p>Nach der Auflösung der UdSSR und des europäischen sozialistischen Lagers hat Gaddhafi entschieden, die Forderungen der Vereinigten Staaten und der NATO zu akzeptieren.“</p>
<p>„Anfang 2002 informierte das State Departement, dass es zu diplomatischen Gesprächen zwischen den Vereinigten Staaten und Libyen gekommen sei.“</p>
<p>„Anfang 2003 hat der Sicherheitsrat der UNO die Sanktionen von 1992 gegen Libyen angesichts der Unterzeichnung des Wirtschaftsabkommens über Entschädigungen zwischen Libyen und den Antrag stellenden Ländern, d.h. dem Vereinigten Königreich und Frankreich, aufgehoben.</p>
<p>Noch vor Ende des Jahres 2003 kündigten Bush und Tony Blair eine Vereinbarung mit Libyen an, ein Land, das den Geheimdienstexperten des Vereinigten Königreiches und Washington Unterlagen über seine Programme nicht konventioneller Waffen sowie über die ballistischen Raketen mit einer Reichweite von über als 300 km übergeben hatte. […] Das war das Ergebnis mehrmonatiger Gespräche zwischen Tripolis und Washington, wie Bush selbst enthüllte.</p>
<p>Gaddhafi hat seine Abrüstungsversprechen erfüllt. In wenigen Monaten hat Libyen die fünf  Scud-C-Raketeneinheiten mit einer Reichweite von 800 km abgegeben und hunderte Scud-B-Raketen mit einer Reichweite, die die 300 km der Kurzstreckenverteidigungsraketen übertreffen.</p>
<p>Ab Oktober 2002 begann ein Besuchermarathon nach Tripolis: Berlusconi im Oktober 2002; José María Aznar im September 2003; Berlusconi erneut im Februar, August und Oktober 2004; Blair im März 2004; der Deutsche, Schröder, im Oktober jenes Jahres; Jacques Chirac im November 2004.“</p>
<p>„Gaddhafi hat Europa im Triumph durchreist. Er wurde im April 2004 von Romano Prodi, dem Vorsitzenden des Europarates, in Brüssel empfangen. Im August jenes Jahres hat der libysche Führer Bush eingeladen, sein Land zu besuchen; Exxon Mobil, Chevron Texaco und Conoco Philips haben für die Wiederaufnahme der Rohölförderung Joint Ventures abgeschlossen.</p>
<p>Im Mai 2006 kündigten die Vereinigen Staaten die Entfernung Libyens von der Liste terroristischer Staaten sowie die Aufnahme voller diplomatischer Beziehungen an.</p>
<p>In den Jahren 2006 und 2007 haben Frankreich und die Vereinigten Staaten Verträge über die friedliche Nutzung der Kernenergie unterzeichnet. Im Mai 2007 stattete Blair erneut Gaddhafi in Syrte einen Besuch ab. Wie veröffentlicht wurde, hat British Petroleum einen “enorm wichtigen” Vertrag über die Erkundung von Gaslagerstätten unterzeichnet.</p>
<p>Im Dezember 2007 hat Gaddhafi Frankreich zweimal besucht und Verträge über militärische und zivile Ausrüstung in Höhe von 10 Milliarden Euro unterzeichnet. Er besuchte auch Spanien, wo er sich mit dem Regierungschef  José Luis Rodríguez Zapatero traf. Es wurden Verträge in Millionenhöhe mit wichtigen Ländern der NATO unterzeichnet.</p>
<p>Warum wurden jetzt plötzlich die Botschaften der Vereinigten Staaten und der übrigen Mitgliedstaaten der NATO zurückgezogen?</p>
<p>Das alles ist äußerst merkwürdig.</p>
<p>George W. Bush, der Urheber des dummen Antiterror-Krieges, erklärte den Kadetten von West Point am 20. September 2001 Folgendes: ‚Unsere Sicherheit wird […] die von Ihnen angeführte militärische Streitkraft benötigen, eine Kraft, die in der Lage sein muss, unmittelbar jedweden dunklen Winkel der Welt anzugreifen. Unsere Sicherheit wird erfordern, dass wir zu einem präventiven Angriff bereit sind, wenn es nötig ist, unsere Freiheit […] verteidigen zu müssen.’“</p>
<p>„‚Wir müssen terroristische Zellen in 60 oder mehr Ländern aufdecken […] Zusammen mit unseren Freunden und Verbündeten müssen wir uns der Ausbreitung solcher Regimes entgegen stellen, die den Terrorismus fördern, je nach dem, wie es jeder Fall verlangen wird.’“</p>
<p>Heute füge ich noch hinzu, dass Afghanistan, ein historisch gesehen rebellisches Land, überfallen wurde; die nationalistischen Stämme, ehemals Verbündete der USA bei ihrem Kampf gegen die UdSSR, wurden bombardiert und massakriert. Die schmutzigen Machenschaften wurden auf die ganze Welt ausgedehnt. Irak wurde unter Vorwänden überfallen, deren Falschheit später bewiesen wurde, seine reichen Erdölressourcen befinden sich jetzt in den Händen der Yankee-Unternehmen, Millionen Menschen haben ihre Arbeitsplätze verloren und waren gezwungen, innerhalb des Landes umzusiedeln oder außer Landes zu gehen, seine Museen wurden ausgeplündert und unzählige Bürger haben das Leben verloren bzw. wurden von den Invasoren massakriert.</p>
<p>Und weiter habe ich in jener Reflexion geschrieben:</p>
<p>„Eine Agenturmeldung von AFP aus Kabul […] enthüllt Folgendes: ‚Letztes Jahr gab es die meisten Toten unter den Zivilisten in den neun Kriegsjahren zwischen Taliban-Kämpfern und internationalen Truppen in Afghanistan, mit fast 2.800 Todesfällen, 15% mehr als im Jahr 2009“, legte am Mittwoch ein Bericht der UNO dar, der die Kosten an Menschenleben für die Bevölkerung bei diesem Konflikt betonte’.“</p>
<p>„Mit genau 2.777 getöteten Zivilisten im Jahr 2010 stieg die Zahl um  15% gegenüber 2009, erläutert der gemeinsame Jahresbericht der Betreuungsmission der Vereinten Nationen in Afghanistan…“</p>
<p>„Präsident Barack Obama sprach am 3. März dem afghanischen Volk sein ‚tiefes Beileid’ für die neun ums Leben gekommenen Kinder aus, ebenso wie es auch US-General David Petraeus, Oberbefehlshaber der ISAF-Truppen (International Security Assistance Force) und Verteidigungsminister Robert Gates getan haben.“</p>
<p>„…Der Bericht der UNAMA hebt hervor, dass die Zahl der getöteten Zivilisten im Jahr 2010 vier mal höher war als der im Kampf gefallenen Soldaten der internationalen Kräfte im selben Jahr.“</p>
<p>Bezüglich Libyens habe ich geschrieben:</p>
<p>„Zehn Tage lang wurden in Genf und in den Vereinten Nationen mehr als 150 Reden über die Verletzungen der Menschenrechte gehalten, die Millionen Mal im Fernsehen, Rundfunk, Internet und in der Presse wiederholt wurden.</p>
<p>Der Außenminister Kubas, Bruno Rodríguez, äußerte am 1. März 2011 in seiner Rede vor den in Genf versammelten Außenministern Folgendes:</p>
<p>‚Das menschliches Bewusstsein lehnt den Tod unschuldiger Personen unter jeglichen Umständen und an jeglichem Ort ab. Kuba teilt voll und ganz die Sorge der Welt über die Verluste an Zivilleben in Libyen und wünscht, dass dieses Volk eine friedliche und souveräne Lösung für diesen Bürgerkrieg findet, ohne jegliche ausländische Einmischung, und dass diese Lösung die Integrität dieser Nation garantiert’.“</p>
<p>„‚Wenn das menschliche Grundrecht das Recht auf Leben ist, ist der Sicherheitsrat denn dann bereit, das Mitgliedsrecht jener Staaten aufzuheben, die einen Krieg entfesseln?</p>
<p>Wird er die Mitgliedschaft jener Staaten aufheben, die Militärhilfe finanzieren und liefern, wenn diese vom Empfängerstaat für massive, flagrante und systematische Verletzungen der Menschenrechte benutzt wird sowie für Angriffe gegen die Zivilbevölkerung, wie es in Palästina der Fall ist?</p>
<p>Wird er diese Maßnahme gegen die mächtigen Länder anwenden, die im Staatsgebiet anderer Länder außergerichtliche Hinrichtungen mit Spitzentechnologie wie intelligenter Munition und unbemannten Flugzeugen durchführen?</p>
<p>Was wird mit jenen Staaten passieren, die auf ihrem Staatsgebiet illegale, geheime Gefängnisse akzeptieren, den Verkehr von Geheimflügen mit entführten Personen bewilligen oder an Folterhandlungen teilnehmen?’“</p>
<p>“Wir sind gegen den inneren Krieg in Libyen, für den sofortigen Frieden und für die volle Respektierung des Lebens und der Rechte aller Bürger, ohne ausländische Einmischung, die nur zur Verlängerung des Konflikts führen und den Interessen der NATO dienen wird.”</p>
<p>Gestern, d.h. am 31. Oktober, ist ein Ereignis vorgekommen, das, wie viele andere, den totalen Mangel an Ethik der Yankee-Politik beweist.</p>
<p>Die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft,  Kultur und Kommunikation hat gerade eine mutige Entscheidung getroffen: sie hat dem heroischen Volk von Palästina das Recht erteilt, als aktives Mitglied bei der UNESCO teilzunehmen. 107 Staaten haben dafür gestimmt, 14 dagegen, 52 haben sich ihrer Stimme enthalten. Jedermann weiß ganz genau warum.</p>
<p>Die Vertreterin der Vereinigten Staaten bei dieser Einrichtung hat auf Anweisungen des Nobelpreises für den Frieden sofort erklärt, dass ihr Land ab diesem Augenblick an die ganze wirtschaftliche Hilfe für diese Organisation einstellt, die von der UNO für Bildung, Wissenschaft und Kultur bestimmt war.</p>
<p>Die dramatische Betonung, mit der die Dame die Entscheidung angekündigt hat, war überhaupt nicht nötig. Niemand war über die erwartete und zynische Entscheidung überrascht.</p>
<p>Und falls dem nicht genug wäre, würde die heutige AFP-Agenturmeldung von 16:05 Uhr aus Washington ausreichen:</p>
<p>„‚Nach dem G20-Gipfel (&#8230;) werden der Präsident (Obama) und Präsident Sarkozy in Cannes an einer Zeremonie teilnehmen, um die  Allianz zwischen den Vereinigten Staaten und Frankreich zu begrüßen’, informierte die US-Präsidentschaft, sie präzisierte noch, dass die Staatsmänner  sich auch mit ‚US-amerikanischen und französischen Soldaten treffen werden, die zusammen an den Aktionen’ in Libyen ‚teilgenommen haben’.“</p>
<p>Fortsetzung demnächst.</p>
<p><img class="alignnone" src="http://www.cubadebate.cu/wp-content/uploads/2011/11/firma-de-fidel-1ro-de-noviembre-de-2011-300x191.jpg" alt="" width="300" height="191" /></p>
<p><strong>Fidel Castro Ruz</strong></p>
<p><strong>1. November 2011</strong></p>
<p><strong>16:32 Uhr</strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>DIE NATO IN DER VÖLKERMORD-ROLLE (Vierter Teil)</title>
<link>http://de.cubadebate.cu/reflexionen-fidel/2011/10/31/die-nato-der-volkermord-rolle-vierter-teil/</link>
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		<pubDate>Mon, 31 Oct 2011 15:25:10 +0000</pubDate>
<dc:creator>Cubadebate</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reflexionen von Fidel]]></category>
		<category><![CDATA[Libyen]]></category>
		<category><![CDATA[NATO]]></category>
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		<description><![CDATA[„Im Unterschied zu dem, was in Ägypten und Tunesien geschieht, nimmt Libyen den ersten Platz bei den Kennziffern der Humanentwicklung in Afrika ein und weist die höchste Lebenserwartung auf dem Kontinent auf. Dem Bildungs- und Gesundheitswesen widmet der Staat besondere Aufmerksamkeit. Das Bildungsniveau der Bevölkerung ist zweifellos höher. Die Probleme liegen auf anderer Ebene […] Das Land benötigte viele ausländische Arbeitskräfte, um die ehrgeizigen Pläne im produktiven und sozialen Bereich zu realisieren.“]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Am 2. März habe ich unter dem Titel „Der unvermeidliche Krieg der NATO“ Folgendes geschrieben:</p>
<p>„Im Unterschied zu dem, was in Ägypten und Tunesien geschieht, nimmt Libyen den ersten Platz bei den Kennziffern der Humanentwicklung in Afrika ein und weist die höchste Lebenserwartung auf dem Kontinent auf. Dem Bildungs- und Gesundheitswesen widmet der Staat besondere Aufmerksamkeit. Das Bildungsniveau der Bevölkerung ist zweifellos höher. Die Probleme liegen auf anderer Ebene […] Das Land benötigte viele ausländische Arbeitskräfte, um die ehrgeizigen Pläne im produktiven und sozialen Bereich zu realisieren.“</p>
<p>„Es verfügte über enorme Einkommen und Reserven konvertierbarer Währungen auf den Banken der reichen Ländern, mit denen es Bedarfsgüter und sogar hoch entwickelte Waffen kaufte, die genau von denselben Ländern geliefert worden sind, die heute Libyen im Namen der Menschenrechte überfallen wollen.“</p>
<p>„Die riesige, von den Massenmedien entfesselte Lügenkampagne verursachte eine große Verwirrung in der Weltöffentlichkeit. Die Zeit wird vergehen, bevor man genau rekonstruieren kann, was wirklich in Libyen geschehen ist, und bevor man die echten von den falschen Ereignissen unterscheiden werden kann, die verbreitet wurden.“</p>
<p>„Die USA und ihre Hauptverbündeten haben höchst ausgeklügelte Mittel benutzt, um entstellte Informationen über die Ereignisse zu verbreiten, aus denen man die Wahrheit herausfinden musste.“</p>
<p>„Der Imperialismus und die NATO – ernsthaft über die  revolutionäre Welle besorgt, die die arabischen Länder erfasst hat, wo ein großer Teil des Erdöls erzeugt wird, das die konsumorientierten Wirtschaften der entwickelten und reichen Ländern  aufrecht erhält – versäumten es nicht, den inneren Konflikt in Libyen auszunutzen, um eine militärische Intervention voranzutreiben.“</p>
<p>„Trotz der Lügenflut und der gewollten Verwirrung konnten die Vereinigten Staaten China und Russland nicht dazu verleiten, im Sicherheitsrat für eine militärische Intervention in Libyen zu stimmen, während es ihnen gelang, in der Menschenrechtskommission jene Ziele zu erreichen, die sie in diesem Moment anstrebten.“</p>
<p>„Es ist eine Tatsache, dass sich Libyen in einem Bürgerkrieg befindet, wie wir es vorausgesehen haben, und die Vereinten Nationen nichts tun konnten, um diesen zu verhindern, ausgenommen die Tatsache, dass ihr Generalsekretär selbst noch viel Öl ins Feuer gegossen hat.</p>
<p>Wahrscheinlich haben sich die Akteure aber nicht vorstellen können, dass die Führer des Aufstandes selbst in dieses komplizierte Thema eingreifen und erklären würden, dass sie jegliche ausländische Intervention ablehnten.“</p>
<p>Einer der Aufstandsführer, Abdelhafiz Ghoga, hat bei einem Treffen mit Journalisten am 28. Februar erklärt: „Was wir benötigen, sind geheimdienstliche Informationen, aber auf keinen Fall darf unsere Souveränität zu Luft, Land oder Wasser beeinträchtigt werden.“</p>
<p>„‚Die Unnachgiebigkeit der Verantwortlichen der Opposition bezüglich der nationalen Souveränität spiegelte die spontan gegenüber der internationalen Presse in Bengasi geäußerte Meinung vieler libyscher Bürger wieder’, teilte eine Meldung der AFP-Agentur am vergangenen Montag mit.</p>
<p>Am selben Tag erklärte Abeir Imneina, eine Professorin für Politikwissenschaften der Universität von Bengasi – Gegnerin von Gaddafi &#8211; Folgendes:</p>
<p>‚In Libyen gibt es ein sehr starkes Nationalgefühl.’</p>
<p>‚Außerdem macht das Beispiel Irak der arabischen Welt Angst’, betonte sie hinsichtlich der US-amerikanischen Invasion im Jahr 2003, die jenem Land, und schließlich übergreifend auf die anderen Länder der Region, die Demokratie bringen sollte; eine Hypothese, die durch die Tatsachen vollkommen widerlegt wurde.“</p>
<p>„‚Wir wissen, was in Irak passierte. Das Land ist völlig instabil und wir wollen auf keinen Fall denselben Weg gehen. Wir wollen nicht, dass die US-Amerikaner hierher kommen, und wir in eine Situation geraten, dann Gaddhafi hinterher beweinen zu müssen’, sagte die Expertin.“</p>
<p>„Wenige Stunden nach Veröffentlichung dieser Nachricht beeilten sich zwei der wichtigsten US-Presseorgane, <em>The New York Times</em> und <em>The Washington Post</em>, neue Versionen zum Thema zu verbreiten. Darüber berichtet die Presseagentur DPA am nächsten Tag, dem 1. März, wie folgt: ‚Die libysche Opposition könnte den Westen bitten, strategische Positionen der treuen Kräfte von Muammar al-Gaddhafi aus der Luft zu bombardieren’, berichtet heute die US-Presse’.</p>
<p>‚Das Thema wird gerade innerhalb des libyschen Revolutionsrates diskutiert’, präzisieren <em>The New York Times</em> und <em>The Washington Post</em> in ihren Online-Versionen.“</p>
<p>„‚Sollten diese Aktionen aus der Luft im Rahmen der Vereinten Nationen stattfinden, würden sie keine internationale Intervention implizieren’, erklärte der Sprecher des Rates, der von <em>The New York Times</em> zitiert wurde.“</p>
<p>„‚<em>The Washington Pos</em><em>t</em>’ zitierte Aufständische, die anerkannten, dass der Kampf gegen die Kräfte, die Gaddhafi die Treue halten, ohne westliche Unterstützung lange dauern und viele Menschenopfer kosten könnte.“</p>
<p>Ich habe mir in jener Reflexion dann sofort selbst die Frage gestellt:</p>
<p>„Warum wird darauf bestanden, die Aufständischen als prominente Mitglieder der Gesellschaft darzustellen, die Bombardements von den USA und der NATO fordern, um Libyer zu töten?“</p>
<p>„Eines Tages wird man die Wahrheit erfahren, und zwar durch solche Personen, wie die Professorin für Politikwissenschaften der Universität von Bengasi, die mit großer Beredsamkeit über die grausame Erfahrung im Irak berichtete, wo Millionen von Menschen getötet wurden, ihre Arbeit verloren haben, ihre Häuser zerstört sahen bzw. emigrieren mussten.</p>
<p>Heute, am Mittwoch, dem 2. März, präsentiert die Agentur EFE den schon bekannten Sprecher der Aufständischen, der Erklärungen abgibt, die meines Erachtens jene vom Montag bestätigen und ihnen zugleich widersprechen: ‚Bengasi (Libyen), 2. März. Die Führung der libyschen Aufständischen bittet den UNO-Sicherheitsrat um einen Luftangriff ‘auf die Söldner’ des Regimes von Muammar al-Gaddhafi’.“</p>
<p>„Welchem der zahlreichen imperialistischen Krieg würde dieser ähneln?</p>
<p>Dem von Spanien 1936, dem von Mussolini gegen Äthiopien 1935, dem von George W. Bush gegen den Irak 2003, oder irgendeinem von den Dutzenden von Kriegen, die von den USA gegen die Völker Lateinamerikas, von der Invasion in Mexiko 1846 bis zum Krieg  gegen die Falklandinseln 1982 , vom Zaun gebrochen wurden?</p>
<p>Selbstverständlich dürfen hierbei die söldnerische Invasion in der Schweinebucht, der schmutzige Krieg und die Blockade gegen unser Vaterland, nicht unerwähnt bleiben, die am kommenden 16. April  50 Jahre andauern.</p>
<p>In all diesen Kriegen, wie auch im Vietnamkrieg, der Millionen von Menschenleben kostete, überwogen Rechtfertigungen und die zynischsten Maßnahmen.</p>
<p>Für diejenigen, die an der unvermeidlich stattfindenden Militärinvasion in Libyen zweifeln, betitelte die Nachrichtenagentur AP, die ich als eine gut informierte Agentur betrachte, eine Nachricht, die heute veröffentlicht wurde, in der bestätigt wird: ‘Wie von Diplomaten verlautbart wurde, erarbeiten die Mitgliedstaaten der Organisation des Nordatlantikpaktes (NATO) einen Einsatzplan und nehmen dafür als Vorlage die Flugsperrgebiete über dem Balkan der 1990er Jahre, für den Fall, dass die internationale Staatengemeinschaft entscheidet, ein Luftembargo über Libyen zu verhängen’.“</p>
<p>Jede ehrliche Person, die in der Lage ist, die Ereignisse objektiv zu betrachten, kann die Gefahr dieser Gesamtheit zynischer und gewaltätiger Ereignisse bemerken, die die US-Politik charakterisieren und welche die beschämende Einsamkeit dieses Landes in den Vereinten Nationen während der Debatte über die „Notwendigkeit, die Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade gegen Kuba aufzuheben“ erklären.</p>
<p>Trotz meiner Arbeit verfolge ich ganz aus der Nähe die Panamerikanischen Spiele von Guadalajara 2011.</p>
<p>Unser Land ist Stolz auf diese jungen Menschen, die aufgrund ihrer Uneigennützigkeit und ihres solidarischen Geistes ein Vorbild für die ganze Welt sind. Ich gratuliere ihnen ganz herzlich. Den von ihnen errungenen Ehrenplatz wird ihnen schon niemand mehr entreißen können.</p>
<p>Fortsetzung am Sonntag, dem 30.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Fidel Castro Ruz</strong></p>
<p><strong>28. Oktober 2011</strong></p>
<p><strong>19:14 Uhr</strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>DIE NATO IN DER VÖLKERMORD-ROLLE (Dritter Teil)</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Oct 2011 21:04:16 +0000</pubDate>
<dc:creator>Cubadebate</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reflexionen von Fidel]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Libyen]]></category>
		<category><![CDATA[NATO]]></category>
		<category><![CDATA[Palästina]]></category>
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		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Vereinigten Staaten]]></category>

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		<description><![CDATA[„Wegen dem Verrat von Anwar El-Sadat in Camp David hat der palästinensische Staat trotz der UNO-Abkommen vom November 1947 nie existieren können, und Israel hat sich zu einer starken, mit der US-Regierung und der NATO verbündeten Atommacht entwickelt.“ „Der militärische Industriekomplex der USA lieferte Israel, und selbst den von ihm unterworfenen und gedemütigten arabischen Ländern, zig Milliarden Dollar jährlich.“]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Am 23. Februar habe ich unter dem Titel „Totentanz des Zynismus“ Folgendes erklärt:</p>
<p>„Die von den Vereinigten Staaten und ihren Verbündeten der NATO aufgezwungene Ausplünderungspolitik im Mittleren Osten ist in Krise.“</p>
<p>„Wegen dem Verrat von Anwar El-Sadat  in Camp David hat der palästinensische Staat trotz der UNO-Abkommen vom November 1947 nie existieren können, und Israel hat sich zu einer starken, mit der US-Regierung und der NATO verbündeten Atommacht entwickelt.“</p>
<p>„Der militärische Industriekomplex der USA lieferte Israel, und selbst den von ihm unterworfenen und gedemütigten arabischen Ländern, zig Milliarden Dollar jährlich.“</p>
<p>„Der Geist ist aus der Flasche herausgekommen und die NATO weiß nicht, wie sie ihn kontrollieren kann.</p>
<p>Sie werden versuchen, den höchstmöglichen Nutzen aus den bedauerlichen Ereignissen in Libyen herauszuholen. Niemand könnte in diesem Moment wissen, was dort gerade geschieht. Alle Angaben und Versionen, bis hin zu den Unglaubwürdigsten, wurden durch das Imperium über die Massenmedien veröffentlicht und haben das Chaos und die Desinformation verbreitet.</p>
<p>Es ist offensichtlich, dass ein Bürgerkrieg in Libyen stattfindet. Warum und wie wurde derselbe entfesselt?  Wer wird die Folgen erleiden?  Die Agentur Reuter hat die Meinung einer bekannten Bank in Japan, der Nomura-Bank, weiterverbreitet und erklärt, dass der Erdölpreis jede Grenze überschreiten könnte.“</p>
<p>„ …Was wären die Folgen inmitten der  Nahrungskrise?</p>
<p>Die Führungskräfte der NATO sind exaltiert. Wie ANSA mitteilte, hat der britische Premierminister David Cameron ‚… in einer Rede in Kuwait zugegeben, dass sich die westlichen Länder geirrt hätten, als sie undemokratische Regierungen in der arabischen Welt unterstützt haben’.“</p>
<p>„Sein französischer Kollege Nicolás Sarkozy erklärte: ‚Die lang anhaltende brutale und blutige Unterdrückung der Zivilbevölkerung in Libyen ist abstoßend’.</p>
<p>Der italienische Außenminister Frattini erklärte die Zahl von tausend Toten in Tripolis als ‚glaubwürdig’ […] ‚diese tragische Ziffer ist ein Blutbad’.</p>
<p>Hillary Clinton erklärte: ‚…das ‚Blutbad’ ist ‚völlig inakzeptabel’ und ‚es muss aufhören’…“</p>
<p>Ban Ki-moon äußerte: ‚Die in diesem Land vorhandene Gewaltanwendung ist absolut inakzeptabel’.</p>
<p>…‚Der Sicherheitsrat wird dem gemäß handeln, was die internationale Gemeinschaft beschließt’.</p>
<p>‚Wir ziehen eine Reihe von Optionen in Betracht’.</p>
<p>Was Ban Ki-moon wirklich erwartet, ist, dass Obama das letzte Wort sagt.</p>
<p>Der US-Präsident sprach am Mittwochnachmittag und äußerte, dass die Außenministerin nach Europa reisen wird, um mit ihren Verbündeten der NATO die zu treffenden Maßnahmen zu vereinbaren. In seinem Gesicht konnte man erkennen, wie er die Gelegenheit nutzte, sich mit dem Senator der äußersten Rechten der Republikaner, John McCain, auseinanderzusetzen; mit dem pro israelitischen Senator von Connecticut, Joseph Lieberman,<strong> </strong>und mit den<strong> </strong>Führern der <em>Tea Party</em>, um seine Aufstellung zur Wahl seitens der demokratischen Partei zu gewährleisten.</p>
<p>Die Massenmedien des Imperiums haben das Gelände geebnet, um zu handeln. Die militärische Intervention in Libyen würde niemanden verwundern. Damit würden Europa außerdem die fast zwei Millionen Barrel Leichtöl täglich gewährleistet werden, wenn nicht schon vorher Ereignisse geschehen, die das Mandat oder das Leben von Gaddafi beenden.</p>
<p>Wie auch immer, die Rolle von Obama ist sehr kompliziert. Wie wird die Reaktion der arabischen und moslemischen Welt aussehen, wenn mit diesem Abenteuer viel Blut in jenem Land vergossen wird? Wird eine Intervention der NATO in Libyen die in Ägypten entfesselte revolutionäre Welle aufhalten?</p>
<p>Im Irak wurde das unschuldige Blut von über einer Million arabischer Bürger vergossen, als das Land unter falschen Vorwänden angegriffen wurde.“</p>
<p>„Niemand auf der Welt wird mit dem Tod von schutzlosen Bürgern in Libyen oder anderen Teilen der Welt einverstanden sein. Und ich frage mich: Werden die USA und die NATO dieses Prinzip auf jene schutzlosen Bürger anwenden, die von den unbemannten Yankee-Flugzeugen und den Soldaten dieser Organisation täglich in Afghanistan und Pakistan getötet werden?</p>
<p>Es ist ein Totentanz des Zynismus.“</p>
<p>Während ich Überlegungen über diese Ereignisse anstellte, begann in den Vereinten Nationen die für gestern, Dienstag, den 25. Oktober,  vorgesehene Debatte über die „Notwendigkeit, die von den Vereinigten Staaten von Amerika gegen Kuba verhängte Handels- und Finanzblockade zu beenden“, etwas, was von der Mehrheit der Mitglieder dieser Institution 20 Jahre lang unterbreitet worden ist.</p>
<p>Diesmal haben die zahlreichen grundlegenden und treffenden Argumentationen &#8211; für die US-Regierungen nur rhetorische Handlungen -, wie nie vorher die politische und moralische  Haltlosigkeit des mächtigsten Imperiums bewiesen, das es je gegeben hat, dessen oligarchischen Interessen und  unstillbarem Macht- und Reichtumshunger alle Einwohner des Planeten unterworfen worden sind, einschließlich das Volk jenes Landes selbst.</p>
<p>Die Vereinigten Staaten tyrannisieren die globalisierte Welt mit ihrer politischen, wirtschaftlichen, technologischen und militärischen Macht und plündern sie aus.</p>
<p>Diese Wahrheit wird immer offensichtlicher durch die ehrlichen und mutigen Debatten, die in den letzten zwanzig Jahre in den Vereinten Nationen stattgefunden haben. Diese fanden mit der Unterstützung der Staaten statt, von denen anzunehmen ist, dass sie den Willen der großen Mehrheit der Einwohner des Planeten verteidigen.</p>
<p>Vor dem Beitrag von Bruno haben Vertreter zahlreicher Länderorganisationen ihre Standpunkte dargelegt. Der erste war Argentinien, im Namen der Gruppe der 77 plus China; es folgten Ägypten, im Namen der Bewegung der blockfreien Länder NOAL;  Kenia, im Namen der Afrikanischen Union; Belize, im Namen vom CARICOM; Kasachstan, im Namen der Organisation für die Islamische Zusammenarbeit; und Uruguay, im Namen von MERCOSUR.</p>
<p>Unabhängig von diesen Erklärungen gemeinschaftlichen Charakters haben auch China, ein Land mit einer zunehmenden politischen und wirtschaftlichen Bedeutung auf der Welt, sowie Indien und Indonesien die  Resolution mittels ihrer Botschafter standhaft unterstützt. Diese drei Länder zusammen vertreten 2,7 Milliarden Einwohner. Auch die Botschafter von der Russischen Föderation, Belarus, Südafrika, Algerien, Venezuela und Mexiko haben ihre Unterstützung ausgesprochen.<strong> </strong>Aus den ärmsten Ländern der Karibik und von Lateinamerika haben die solidarischen Worte der Botschafterin von Belize, die im Namen der Karibischen Gemeinschaft auftrat, des Botschafters von Saint Vincent und die Grenadinen im Namen seines Landes und des Botschafters von Bolivien im Raum vibriert. Ihre Argumente bezüglich der Solidarität unseres Volkes trotz der mehr als 50 Jahre währenden Blockade werden eine unvergängliche Motivation für unsere Ärzte, Lehrer und Erzieher und Wissenschaftler sein.</p>
<p>Nicaragua hat vor der Abstimmung gesprochen, um mutig zu erklären, warum es gegen diese perfide Maßnahme stimmen wird.</p>
<p>Auch der Vertreter der Vereinigten Staaten hat vorher gesprochen, um zu erklären, was unerklärlich ist. Er tat mir leid, aufgrund der Rolle, die ihm zugewiesen wurde.</p>
<p>Zur Abstimmungszeit waren zwei Länder, Libyen und Schweden, nicht anwesend; drei Länder haben sich der Stimme enthalten: die Marshall-Inseln, Mikronesien und Palau; zwei Länder haben dagegen gestimmt: Vereinigte Staaten und Israel. Wenn man diejenigen zusammenzählt, die dagegen gestimmt haben, sich der Stimme enthalten haben oder nicht anwesend waren, d.h. die Vereinigten Staaten, mit 313 Millionen Einwohnern; Israel, mit 7,4 Millionen; Schweden, mit 9,1 Millionen; Libyen, mit 6,5 Millionen; Marshall-Inseln, mit 67.100; Mikronesien, mit 106.800; Palau, mit 20.900, dann sind das insgesamt 336,948 Millionen Einwohner, d.h. 4.8% der Weltbevölkerung, die im Augenblick schon die 7 Milliarden erreicht hat.</p>
<p>Um ihre Stimmen zu begründen hat Polen nach der Abstimmung im Namen der Europäischen Union gesprochen, die trotz ihres engen Bündnisses mit den Vereinigten Staaten und ihrer gezwungenen Teilnahme an der Blockade, gegen diese verbrecherische Maßnahme ist.</p>
<p>Danach habe siebzehn Länder gesprochen, um standhaft und entschlossen zu begründen, warum sie der gegen die Blockade gerichteten Resolution ihre Ja-Stimme gegeben haben.</p>
<p>Forsetzung folgt am Freitag, dem 28.</p>
<p><img class="alignnone" src="http://cuba.cubadebate.cu/wp-content/uploads/2011/10/firma-de-fidel-26-de-octubre-de-2011-300x176.jpg" alt="" width="300" height="176" /></p>
<p><strong>Fidel Castro Ruz</strong></p>
<p><strong>26. Oktober 2011</strong></p>
<p><strong> 21:45 Uhr</strong></p>
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		<title>DIE NATO IN DER VÖLKERMORD-ROLLE (ZWEITER TEIL)</title>
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		<pubDate>Wed, 26 Oct 2011 01:23:07 +0000</pubDate>
<dc:creator>Cubadebate</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reflexionen von Fidel]]></category>
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		<description><![CDATA[„Man kann mit Gaddafi einverstanden sein oder nicht. Die Welt ist mit allerart Nachrichten überflutet worden, vor allem über die Massenmedien. Man muss eine gewisse Zeit abwarten, um wirklich zu erkennen, was Wahrheit oder Lüge ist, oder eine Mischung aus den Ereignissen aller Art, die in Libyen inmitten des Chaos geschehen sind. Was für mich absolut klar ist, ist, dass es der Regierung der Vereinigten Staaten überhaupt nicht am Frieden in Libyen gelegen ist, und sie nicht zögern wird, der NATO den Befehl zur Invasion dieses reichen Landes zu geben, sei es in einigen Stunden oder in den nächsten Tagen.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Vor ungefähr acht Monaten, am 21. Februar dieses Jahres, habe ich voller Gewissheit Folgendes behauptet: „Der Plan der Nato besteht darin, Libyen zu besetzen“. Unter diesem Titel habe ich zum ersten Mal dieses Thema in einer Reflexion angeschnitten, deren Inhalt ein Produkt der Fantasie schien.</p>
<p>Jetzt wiederhole ich hier jene Einschätzungen, die mich zu jener Schlussfolgerung geführt haben.</p>
<p>„Das Erdöl wurde zum hauptsächlichen Reichtum in den Händen der großen transnationalen US-Unternehmen; mit dieser Energiequelle haben sie über ein Instrument verfügt, das ihre politische Macht auf der Welt deutlich erhöhte.“</p>
<p>„Auf der Grundlage dieser Energiequelle hat sich die heutige Zivilisation entwickelt. Venezuela war das Land in dieser Hemisphäre, das den höchsten Preis bezahlte. Die Vereinigten Staaten bemächtigten sich der enormen Vorkommen, mit denen dieses Bruderland von der Natur gesegnet worden ist.</p>
<p>Nach dem Ende des letzten Weltkriegs begann die Erdölförderung im Iran, in Saudi-Arabien, im Irak und in den umliegenden arabischen Ländern. Diese wurden zu den Hauptlieferanten. Der Weltverbrauch steigerte sich bis zu der fabulösen Menge von ungefähr 80 Millionen Barrels täglich, einschließlich der Fördermenge in den Vereinigten Staaten, zu der in jüngster Zeit noch Gas, Wasserkraft- und Kernenergie hinzukamen.“</p>
<p>„Die Verschwendung des Erdöls und des Erdgases sind mit einer der größten Tragödien der Menschheit verbunden, mit dem Klimawandel, einem absolut noch nicht gelösten Problem.“</p>
<p>„Im Dezember 1951 war Libyen das erste afrikanische Land, das nach dem Zweiten Weltkrieg seine Unabhängigkeit erreichte. In jenem Krieg war es Schauplatz bedeutender Schlachten zwischen deutschen und britischen Truppen gewesen…“</p>
<p>„95% des Territoriums dieses Landes sind Wüste. Die Technologie machte es möglich, bedeutende Vorkommen leichten Erdöls von hervorragender Qualität zu entdecken, die heutzutage 1,8 Millionen Barrels täglich erreichen, und zusätzlich eine große Menge von Naturgas. […] Die unerbittliche Wüste des Landes liegt über einem enormen See aus fossilem Wasser, der ungefähr dreimal so groß wie Kuba ist. Das hat es Libyen ermöglicht, ein umfangreiches Netz von Süßwasserleitungen durch das ganze Land zu bauen.“</p>
<p>„Die libysche Revolution fand im September 1969 statt. Ihr wichtigster Anführer war Muammar al-Gaddafi, ein Militär beduinischer Herkunft, der sich seit seiner frühen Jungendzeit an den Ideen des ägyptischen Führers Gamal Abdel Nasser inspiriert hatte. Zweifellos sind viele seiner Entscheidungen, wie auch im Fall von Ägypten, mit jenen Veränderungen verbunden, die vonstatten gingen, als in Libyen eine schwache und korrupte Monarchie gestürzt wurde.“</p>
<p>„Man kann mit Gaddafi einverstanden sein oder nicht. Die Welt ist mit allerart Nachrichten überflutet worden, vor allem über die Massenmedien. Man muss eine gewisse Zeit abwarten, um wirklich zu erkennen, was Wahrheit oder Lüge ist, oder eine Mischung aus den Ereignissen aller Art, die in Libyen inmitten des Chaos geschehen sind. Was für mich absolut klar ist, ist, dass es der Regierung der Vereinigten Staaten überhaupt nicht am Frieden in Libyen gelegen ist, und sie nicht zögern wird, der NATO den Befehl zur Invasion dieses reichen Landes zu geben, sei es in einigen Stunden oder in den nächsten Tagen.</p>
<p>Diejenigen, die mit niederträchtigen Absichten die Lüge erfunden haben, das Gaddafi nach Venezuela abgereist sei, wie sie es gestern Nachmittag, am Sonntag, dem 20. Februar, getan haben, erhielten heute eine würdige Antwort von Nicolás Maduro, dem Außenminister von Venezuela …“</p>
<p>„Ich kann mir nicht vorstellen, dass der libysche Staatsmann das Land verlässt und sich der Verantwortung bezüglich jener ihm zugeschriebener Tatsachen entzieht, unabhängig davon, ob diese nun teilweise oder ganz falsch sind oder nicht.</p>
<p>Eine ehrliche Person wird immer gegen jede Ungerechtigkeit sein, die gegenüber irgendeinem Volk der Welt verübt wird, und die schlimmste wäre in diesem Augenblick, über das von der NATO in Vorbereitung befindliche Verbrechen gegen das libysche Volk zu schweigen.</p>
<p>Es drängt die kriegerische Führung dieser Organisation geradezu, dieses Verbrechen zu begehen. Man muss das öffentlich anprangern!“</p>
<p>Schon so zeitig hatte ich bemerkt, was ganz offensichtlich war.</p>
<p>Morgen, am Dienstag, den 25. Oktober, wird unser Außenminister Bruno Rodríguez am Sitz der Vereinten Nationen sprechen, um die verbrecherische Blockade der Vereinigten Staaten gegenüber Kuba öffentlich zu verurteilen. Wir werden diese Schlacht aus der Nähe verfolgen, welche erneut eindeutig die Notwendigkeit beweisen wird, nicht nur die Blockade aufzuheben, sondern auch jenes System zu beenden, das die Ungerechtigkeit auf unserem Planet erzeugt, dessen Naturressourcen verschleudert und das menschliche Überleben in Gefahr bringt. Wir werden dem Plädoyer von Kuba besondere Aufmerksamkeit widmen.</p>
<p>Fortsetzung am Mittwoch, dem 26.</p>
<p><img class="alignnone" alt="" src="http://www.cubadebate.cu/wp-content/uploads/2011/10/firma-de-fidel-24-de-octubre-de-2011-300x146.jpg" width="300" height="146" /></p>
<p><strong>Fidel Castro Ruz</strong></p>
<p><strong>24. Oktober 2011</strong></p>
<p><strong>17:19 Uhr</strong></p>
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