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	<title>Cubadebate (Deutsch) &#187; Klimaverhandlungen</title>
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		<title>Die Lähmung der Klimaverhandlungen</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Nov 2011 14:39:18 +0000</pubDate>
<dc:creator>Cubadebate</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Yash Tandon schreibt, dass die Befreiung vom Imperialismus für Afrikaner das wichtigste Thema ist. Den Klimawandel als ein separates Thema zu sehen, was linke Aktivisten oft tun, ist daher gefährlich kurzsichtig.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong> Yash Tandon </strong></p>
<p>Traducido por <strong> Susanne Schuster</strong></p>
<p><strong>(Tlaxcala)</strong></p>
<p><span><img class="alignleft size-full wp-image-2571" src="/files/2011/11/CMP7.jpg" alt="" width="300" height="250" />Warum hat der Klimawandelaktivismus der Linken  bisher darin versagt, Regierungen zu einer Kursänderung zu zwingen? Eine  sich selbst tröstende Antwort ist, dass die Vision der Linken im  Hinblick auf den Klimawandel kurzfristig nicht realisiert werden kann.  Der Klimawandel ist ein langfristiges Projekt. Diese Erklärung ist  leider kein Selbsttrost – sie ist eine Selbsttäuschung. Die Wahrheit  ist, dass die Linke nicht weiß, was sie mit dem Klimawandel erreichen  will.</p>
<p>Dies lässt sich veranschaulichen in Bezug auf eine bestimmte Dimenson  dieses Problems: Der Gegensatz zwischen dem Süden und dem Norden. Unter  der Linken, vor allem im Westen, herrscht viel Verwirrung darüber, was  die Menschen im Süden mit dem Klimawandel erreichen wollen. Für die  Menschen des Südens ist der Klimawandel eine wichtige Frage, aber es ist  nur eine unter mehreren, noch dringenderen Fragen, die sich um das  tägliche Überleben drehen. Für einen ländlichen Haushalt in Uganda, zum  Beispiel, der in den meisten Fällen von einer alternden Frau geführt  wird, deren ältere Kinder auf der Suche nach Arbeit in die Stadt  gegangen sind, ist die Wahl zwischen dem Schutz des Waldes und dem  Abholzen der Bäume, um Brennholz für unmittelbare Bedürfnisse zu  erhalten, ganz sicher kein Thema, zu dem sie Rat von einem  Klimawandelaktivisten will.</p>
<p>Die Grundbedürfnisse des Überlebens – Zugang zu Nahrung, Wasser, Wohnung  und billiger Energie – sind die tägliche, stündliche Sorge des  Großteils der Menschen im Süden, einschließlich großer Länder wie Indien  und China. Man könnte vielleicht anführen, dass es den Menschen überall  in der Welt genauso geht – in den USA und Deutschland genauso wie in  Ägypten oder Südafrika. Ja, aber es gibt enorme Unterschiede. Es ist  eine Binsenwahrheit, dass die USA und Deutschland industrialisierte  Wirtschaften sind, während Ägypten und Südafrika bestenfalls  semi-industrialisiert sind.</p>
<p>Aber es gibt noch einen grundlegenderen Aspekt als die Wirtschaft. Der  wesentliche Unterschied ist politisch. Die USA und Deutschland sind  unabhängige Länder – die Menschen dort kämpfen gegen ihre eigenen  Regierungen. Ägypten und Südafrika sind dagegen Neo-Kolonien – die  Menschen hier kämpfen immer noch für die Befreiung aus den Klauen des  Imperialismus. Sie kämpfen gegen ihre Regierungen (wie auf dem  Tahrir-Platz), doch hinter ihren Regierungen steckt US-amerikanische,  europäische und japanische – mit anderen Worten, imperialistische –  Macht. Diese Tatsache wird von der Linken im Westen oder von ihren  unterschiedlichen Ausprägungen in Afrika nie ganz verstanden.</p>
<p>Ein klareres Denken in dieser Sache ist ironischerweise infolge der  kürzlichen Ereignisse in Europa im Zuge der Finanz- bzw.  Wirtschaftskrise entstanden. Die Menschen in Griechenland sind auf die  Straße gegangen, um gegen die Sparpolitik ihrer Regierung zu kämpfen,  und dadurch, durch Praxis, stellen sie fest, dass sie gegen viel größere  Kräfte kämpfen, verkörpert in der Europäischen Zentralbank, der  EU-Bürokratie und dem Internationalen Währungsfonds (IWF). Die Menschen  in Afrika erleben seit Jahrzehnten das Gleiche durch die ‚strukturellen  Anpassungsprogramme’ und Sparmaßnahmen, die vom IWF und den sogenannten  ‚Geldgeber’-Krediten – die beschönigend ‚Entwicklungshilfe’ genannt  werden – verhängt wurden. Tatsächlich wird Afrika vom imperialistischen  Kapital seit seiner Aufteilung von europäischen Kolonisatoren nach der  fatalen Berliner Konferenz von 1884 abgezockt. Die Befreiung vom  Imperium überragt in Afrika alle anderen Themen. Den Klimawandel als ein  separates Thema zu sehen, was Klimawandelaktivisten oft tun, ist  gefährlich kurzsichtig.</p>
<p>Die linken afrikanischen Aktivisten, die mit der Linken in den  imperialistischen Zentren beim Klimawandel gemeinsame Sache machen,  sollten das größere Ganze im Auge behalten. Ein einfacher Grundsatz  lautet ‚Erkenne dich selbst’, doch unter ihm verborgen liegt eine tiefe  Identitätskrise ‚der Linken’. Die Linke in Afrika muss wissen, woher sie  kommt und wohin sie gehen muss.</span></p>
<p><span><br />
</span></p>
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