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	<title>Cubadebate (Deutsch) &#187; Geschichte</title>
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		<title>Afrika verdient nicht nur für einen Tag sondern für Jahrhunderte die Beachtung und Solidarität der Welt</title>
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		<pubDate>Wed, 26 May 2021 17:51:29 +0000</pubDate>
<dc:creator>Cubadebate</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Erste Sekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas und Präsident der Republik Miguel Díaz-Canel Bermúdez hob in Twitter die Feierlichkeiten anlässlich der Afrikatages hervor und sagte, dass uns die Geschichte, die Tradition und die Kultur mit diesem Kontinent vereint. Er sprach außerdem der Afrikanischen Union seine Glückwünsche anlässlich des Jahrestags ihrer Gründung aus und erneuerte die Solidarität mit diesen Brüdern des Kampfes und der gemeinsamen Herausforderungen.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-5235" alt="Fidel africa" src="/files/2021/06/Fidel-africa.jpg" width="300" height="251" />Der Erste Sekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas und Präsident der Republik Miguel Díaz-Canel Bermúdez hob in Twitter die Feierlichkeiten anlässlich der Afrikatages hervor und sagte, dass uns die Geschichte, die Tradition und die Kultur mit diesem Kontinent vereint. Er sprach außerdem der Afrikanischen Union seine Glückwünsche anlässlich des Jahrestags ihrer Gründung aus und erneuerte die Solidarität mit diesen Brüdern des Kampfes und der gemeinsamen Herausforderungen.</p>
<p>Am Afrikatag umarmen wir den Kontinent, mit dem uns gemeinsame Vorfahren und Schlachten für die Unabhängigkeit und das Leben verbinden. Afrika verdient nicht nur für einen Tag sondern für Jahrhunderte die Beachtung und Solidarität der Welt, die sich an ihm bereicherte, indem sie es arm machte“, sagte Díaz-Canel.</p>
<p>Der Präsident des Instituts für Völkerfreundschaft (ICAP) Fernando González Llort zollte den Führern Afrikas im Park gleichen Namens Tribut und sagte, dass die schwierige Realität uns dazu verpflichte, unsere Aktionen zu vervielfachen, um zu verhindern, dass die von den Völkern unter Blut und Opfern erreichten Errungenschaften jenen weggenommen werden, die sie ermöglicht haben und er bedankte sich für die Solidarität der afrikanischen Länder.</p>
<p>Der Botschafter Dschibutris Nasser Mohamed Ousbo sagte, dass „der Afrikatag in erster Linie den Helden der Befreiungskämpfe gewidmet ist, die ihr Leben geopfert haben, damit Afrika dort ankommt, wo es heute ist“ und er dankte den Comandantes Fidel Castro und Hugo Chávez, die die Afrikanität über die Grenzen Kubas und Venezuelas hinaus gebracht hätten.</p>
<p>„Aktuell unter der Präsidentschaft des Compañero Díaz-Canel arbeiten die Republik Kuba und die afrikanischen Staaten zusammen, damit Afrika niemals wieder die Schrecken der Vergangenheit d.h. die Sklaverei, den Kolonialismus, den Neokolonialismus und die Unternetwicklung erlebt“, fügte er hinzu.</p>
<p><strong>(Quelle: Granma)</strong></p>
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		<title>Mit Almeida aus vollem Halse</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Feb 2021 21:19:20 +0000</pubDate>
<dc:creator>Cubadebate</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Stimme des Revolutionskommandanten Juan Almeida Bosque wurde über die Zeiten hinweg zur Stimme von Millionen, die sie sich zu eigen machten auf dem Weg: die Geburt der Rebellenarmee, die Guerillafronten, das Epos des Untergrundkampfes, der Sieg des Januars, der Sieg von Giron, die hohe Moral in den Tagen der Oktoberkrise, der Kampf gegen Banditen, die Zuckerrohrernte des Volkes, die Vorstoßaufgaben.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-4963" alt="Fidel y Almeida" src="/files/2021/02/Fidel-y-Almeida.jpg" width="300" height="250" />Die Stimme von Juan Almeida Bosque gellte in Alegría de Pío: „Hier ergibt sich niemand&#8230;!“ rief er den Feinden zu, und rundete an jenem Morgen des 5. Dezember 1956 die Verwünschung mit einem Wort ab, das aus der Tiefe seiner Seele kam.</p>
<p>Die Stimme des Revolutionskommandanten Juan Almeida Bosque wurde über die Zeiten hinweg zur Stimme von Millionen, die sie sich zu eigen machten auf dem Weg: die Geburt der Rebellenarmee, die Guerillafronten, das Epos des Untergrundkampfes, der Sieg des Januars, der Sieg von Giron, die hohe Moral in den Tagen der Oktoberkrise, der Kampf gegen Banditen, die Zuckerrohrernte des Volkes, die Vorstoßaufgaben, der Anbruch der Wissenschaft, die Universalisierung der Bildung, die Konfrontation mit der Blockade, die Wende in der Krise der 1990er Jahre, der Widerstand gegen den Ansturm des Trumpismus &#8230;</p>
<p>Morgen, wenn wir des 94. Geburtstages des Kämpfers, Politikers, Dichters und Komponisten gedenken, vervielfältigt sich der Satz, der in einem der schwierigsten Momente des Beginns der letzten Etappe des heldenhaften Befreiungskampfes ausgesprochen wurde, hier und jetzt in der enormen Anstrengung, die Pandemie zu besiegen, die Wirtschaft unter widrigen Bedingungen zu entwickeln, die Errungenschaften des Volkes zu verteidigen und das soziale Gefüge gegen die Versuche, die Einheit zu zerbrechen, zu festigen.</p>
<p>„Hier ergibt sich niemand&#8230;!“ Dieser Ausruf Almeidas erfolgte mutig und emotionsgeladen, war aber auch Ausdruck der Werte, in denen Almeida und die Generation des hundertsten Jahrestages und der Granma, angeführt von Fidel, verwurzelt waren und für deren Weitergabe an die, die nach ihnen kamen, sie sich einsetzten.</p>
<p>„Die Geschichte wird immer lehrreich sein. Eine große Tugend ist Ehrlichkeit in unserem Handeln und auch im Urteilen auf der Grundlage der Lektionen, die uns die Geschichte selbst lehrt. Und nicht nur unsere, sondern auch die, die von den Geschehnissen dieser Welt ausgeht, von der wir ein Teil sind und der wir nicht fremd sind. Die Einheit unseres Volkes um seine Führer und die Revolution ist einer der mächtigsten Schutzschilde gegen unsere Feinde.“</p>
<p>Wie Fidel, wie Raúl, wie die gegenwärtige Reihe von Revolutionsführern wusste Almeida, dass Kapitulation ein Wort ist, das aus dem Wortschatz, dem Handeln und dem Schicksal der großen Mehrheit der Kubaner verbannt ist.</p>
<p>Hier ergibt sich definitiv niemand!</p>
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		<title>Der Kunst eine gute Gesundheit</title>
<link>http://de.cubadebate.cu/news/2020/10/19/der-kunst-eine-gute-gesundheit/</link>
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		<pubDate>Mon, 19 Oct 2020 22:12:28 +0000</pubDate>
<dc:creator>Cubadebate</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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		<description><![CDATA[Einen Glückwunsch für „unsere jungen Künstler und Kulturschaffenden“ übermittelte Präsident Miguel Díaz-Canel Bermúdez am 18. Oktober über seine Twitter Konto der Hermanos Saíz Gesellschaft (AHS) zum zu 34. Jahrestag ihrer Gründung. Im selben sozialen Netz würdigte Vizepremierminister Roberto Morales Ojeda den Jahrestag der „intellektuellen und künstlerischen Avantgarde“, die sich als Banner und Leitfaden der jungen Kunst konsoldiert“ und deren Kunstschaffende „ein unlöslicher Teil des kulturellen Lebens unseres Landes sind“.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-4823" alt="Cuba historia cultura" src="/files/2020/10/Cuba-historia-cultura.jpg" width="300" height="253" />Einen Glückwunsch für „unsere jungen Künstler und Kulturschaffenden“ übermittelte Präsident Miguel Díaz-Canel Bermúdez am 18. Oktober über seine Twitter Konto der Hermanos Saíz Gesellschaft (AHS) zum zu 34. Jahrestag ihrer Gründung.</p>
<p>Im selben sozialen Netz würdigte Vizepremierminister Roberto Morales Ojeda den Jahrestag der „intellektuellen und künstlerischen Avantgarde“, die sich als Banner und Leitfaden der jungen Kunst konsoldiert“ und deren Kunstschaffende „ein unlöslicher Teil des kulturellen Lebens unseres Landes sind“.</p>
<p>Um diesen Tag zu begehen, hat die Jugendorganisation in diesen Tagen eine Reihe von Aktionen durchgeführt, darunter die Kampagne „Die Kunst vereint uns“, bei der künstlerische Initiativen in Zeiten der akutellen epidemiologischen Bedingungen zum Ausdruck gebracht wurden. Auch wurden diverse Materialien vorgestellt, die bedeutende Momente im Leben der der Gesellschaft veranschaulichen.</p>
<p>Außerdem übertrug der Fernsehkanal Clave und diverse digitale Plattformen ein Konzert junger Musiker sowie den von Kulturschaffenden aus Santiago de Cuba geschaffenen Film Bitácoras AHS.</p>
<p>Über die Aufgabe, der sich AHS seit über drei Jahrzehnten widmet, sagte der Minister für Kultur Alpidio Alonso: „Ihre Arbeit zur Förderung junger Schriftsteller und Künstler ist unersetzlich. Dieser jungen Avantgarde, die sich deutlich und unerschütterlich für das Beste der Kunst und die Revolution einsetzt, unsere herzlichsten Glückwünsche“.<br />
<strong><br />
(Quelle: Granma)</strong></p>
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		<title>Neokolonialrepublik, Revolution und Postpositionen</title>
<link>http://de.cubadebate.cu/news/2020/08/13/neokolonialrepublik-revolution-und-postpositionen/</link>
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		<pubDate>Thu, 13 Aug 2020 16:18:00 +0000</pubDate>
<dc:creator>Cubadebate</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich bin heutzutage erstaunt über die Sehnsucht einiger nach einem wohlwollenden Kapitalismus, den es in Kuba nie gab. Aufgrund ihrer historischen Beziehung zum US-Imperialismus war der rosa Kapitalismus für die Insel immer eine Chimäre oder vielmehr ein schlecht gekaufter und noch schlechter verkaufter Betrug. Es war jene Illusion eines gütigen Kapitalismus, mit deren Erreichung eine grausamere Realität der Ausbeutung und Unterordnung gerechtfertigt werden sollte.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-4721" alt="cartel habana" src="/files/2020/08/cartel-habana.jpg" width="300" height="252" />Alle Regierungsformen in Kuba vor 1959 waren mit all ihrer Komplexität Ausdruck einer ausbeuterischen Minderheit an der Macht, einer Klasse, die von imperialen Mächten außerhalb der Insel angeheuert wurde</p>
<p>Ich bin heutzutage erstaunt über die Sehnsucht einiger nach einem wohlwollenden Kapitalismus, den es in Kuba nie gab. Aufgrund ihrer historischen Beziehung zum US-Imperialismus war der rosa Kapitalismus für die Insel immer eine Chimäre oder vielmehr ein schlecht gekaufter und noch schlechter verkaufter Betrug. Es war jene Illusion eines gütigen Kapitalismus, mit deren Erreichung eine grausamere Realität der Ausbeutung und Unterordnung gerechtfertigt werden sollte.</p>
<p>Die Verfassung von 1940 war zu ihrer Zeit ein außerordentlicher Fortschritt und kodifizierte eine Reihe von zukunftsgerichteten Bestrebungen, die zum Maßstab für zukünftige Ereignisse wurden. Aus einer fragilen und konjunkturellen Korrelation von Kräften geboren, war sie jedoch, selbst in ihrem bürgerlichen Charakter, objektiv nicht umsetzbar. In Kuba war die Beseitigung des neokolonialen Vasallentums nur ausgehend von der Zerstörung dieser bürgerlichen Sozialstruktur selbst möglich. Eine antiimperialistische Revolution, die laut Mella eine notwendige Voraussetzung für die Emanzipation darstellte, konnte von der an der Macht befindlichen Bourgeoisie nicht aufrechterhalten werden. Ihre einzige Chance auf einen Sieg bestand in der Machtergreifung durch diejenigen, die bis dahin enteignet waren, oder wie Fidel sagen würde, eine Revolution der einfachen Menschen, durch und für die einfachen Menschen.</p>
<p>Man kann das in der Verteidigungsschrift Die Geschichte wird mich freisprechen enthaltene Programm nicht verstehen, wenn man die in der Verfassung von 1940 enthaltenen Ideen nicht versteht. Ihre Rolle als Referenz für die Kräfte, die gegen die Diktatur kämpften, darf nicht unterschätzt werden. Sie war die Flagge des Kampfes, bis genau diese Realität die Überzeugung hervorrief, dass der einzige Weg, sie umzusetzen, darin bestand, sie zu übertreffen.</p>
<p>In dieser angeschlagenen Republik reifte, entgegen den hegemonialen Interessen, eine von Martí inspirierte Idee der Nation heran, die in dem Maße Gestalt annahm, in dem die objektive Realität sie prägte. Laut Dr. Ana Cairo wurden in diesem Zusammenhang die Ideen der Gerechtigkeit entwickelt, die sich auf ein sozialistisches Gedankengut unterschiedlicher Basis beziehen. Ideen, die in den aufeinanderfolgenden Kämpfen gegen diese vorherrschende Realität radikalisiert und allmählich mit Klassengefühl in die der kubanischen Nation integriert wurden. Ohne eine bürgerliche neokoloniale Republik hätten wir keine Revolution gehabt. „Die Revolution hat als die außergewöhnliche Tatsache, die sie ist und war, unter vielen anderen den Verdienst, de facto Wege beschritten zu haben, in der Praxis Maßnahmen durchgeführt zu haben, die in ihren verschiedene Optionen erdacht, erörtert und bewertet orden waren, deren Verwirklichung jedoch durch die bisherigen republikanischen Strukturen unmöglich war.“ (1)</p>
<p>Die republikanischen Regierungsformen können nicht verstanden werden, wenn die wirtschaftlichen Beziehungen, die sie stützen, nicht verstanden werden. Alle Regierungsformen in Kuba vor 1959 waren mit all ihrer Komplexität Ausdruck einer ausbeuterischen Minderheit an der Macht, einer Klasse, die von imperialen Mächten außerhalb der Insel angeheuert wurde.</p>
<p>In seiner Arbeit Die verschobene Revolution stellt Ramón de Armas die These auf, dass „im kubanischen Fall bereits 1895 eine Neokolonie innerhalb der Kolonie gebildet worden war“, als Folge der zunehmend hegemonialen Unterwerfung der kubanischen Wirtschaft durch die bürgerlichen Mächte der Vereinigten Staaten. Die Revolution von 1895 stand nicht nur der zerfallenden „kubanischen Kolonie Spaniens“ gegenüber, sondern auch der aufkommenden „kubanischen Neokolonie der Vereinigten Staaten“. Unser Unabhängigkeitskrieg von 1895 verlief den Worten von Martínez Heredia zufolge so, dass „während die Kubaner den Krieg gewannen, sie die Revolution verloren“.</p>
<p>Die Rolle, die unsere Bourgeoisie beim Scheitern der potenziellen Republik Martís spielte, wurde von Martínez Heredia folgendermaßen beschrieben: „Die kubanische Bourgeoisie ist sich einig in Bezug auf die Sorge um die Wiederherstellung der Ordnung, die durch den Abbau der Instrumente der Revolution erreicht wird, und sei es auf Kosten der ausländischen Besatzung. Nachdem sie sich im Laufe des Jahrhunderts widersetzt hatte, akzeptiert und übernimmt der derzeitige neokoloniale Sektor nun die Unabhängigkeit und die Republik als Weg, der ihre Position sichert und die Mehrheit zwingt, zu den grundlegenden Beziehungen der Ausbeutung und Herrschaft zurückzukehren.“ Für Fernando war unsere Bourgeoisie strukturell nicht in der Lage, eine nationale Klasse zu sein.</p>
<p>Die Familie Gómez-Mena wurde in der Kolonie durch das Völkermordgeschäft des Sklavenhandels und des Schmuggels reich. Der Übergang zur Republik hat ihrem wirtschaftlichen Vermögen nicht geschadet: Sie waren Eigentümer des berühmten Gómez-Blocks, Aktionäre von Banken, Eigentümer von mehr als 500 Häusern, Zuckermühlen, Fabriken, einer Baseballmannschaft. Die Gómez-Menas hatten nie Probleme, in Kuba reich zu werden, weder in der Sklaverei, dem Ursprung ihres Vermögens, noch in der angeschlagenen Republik, wo ihre direkten politischen Aktionen oder ihre Verbindungen zu allen Regierungen des Tages, sei es US-amerikanische Besatzung, Demokratie, Tyrannei oder Diktatur, ihnen die Kontinuität des Zustandes der Dinge gewährleisteten, die sie begünstigten: Sie waren Minister in einigen Regierungen, Berater anderer, immer an der Spitze oder unter den Direktoren von Kammern von Immobilienbesitzern, Kaufleuten, Landbesitzern. Die Tür der diensthabenden Präsidenten stand ihrer Kaste immer offen. Batista nahm, bereits als Diktator, an der Hochzeit einer der Töchter teil, verbündet nun durch Heirat mit der Familie von Fanjul, einem anderen glücklichen Bourgeois aus der angeschlagenen Republik, derselben Familie, die heute außerhalb Kubas ein Milliardengeschäft unterhält.</p>
<p>Was gut gelernt ist, wird nicht vergessen. Die Politik der Plünderung und der rücksichtslosesten Ausbeutung, die in den täglichen Praktiken der angeschlagenen Republik erlernt wurde, wird bis heute angewendet.</p>
<p>Wie die dominikanische Zeitung El Salto berichtet, hat die Central Romana Corporation, die der Familie Fanjul gehört, im Jahr 2016 80 Familien in diesem Land vertrieben, wobei sie „Häuser mit kranken älteren Menschen im Inneren abgerissen und auf Minderjährige auf öffentlichen Straßen gezielt hat, damit sie verschwinden“. Die Räumung wurde von der NGO Selvas Amazónicas als „willkürlich und ohne Mitgefühl“ beschrieben. Die Fanjuls, die ihrer Herkunft treu geblieben sind, wurden wegen der Arbeitssituationen der Halbsklaven auf ihren Grundstücken denunziert. Unsere Bourgeois ändern sich nicht.</p>
<p>Fernando Buen Abad erinnert: „Die Bourgeoisie spielt gern mit dem Gedächtnis, um sich selbst zu huldigen, und verwandelt sich in eine tiefe Sehnsucht, die uns als nicht existierende„ Erinnerung an die Zukunft “hingestellt wird. Sie erfanden „goldene Zeiten“, um uns mit Träumen und nostalgischen Illusionismen zu impfen und uns das Gefühl zu geben, dass wir das „gelobte Land“ verloren haben, das wir nie hatten.“ (2)</p>
<p>Was die Revolution wirklich bedeutete, war keine andere Regierungsform, sondern eine klassenbasierte Machtübernahme. Infolgedessen haben diejenigen, die nie verloren haben, verloren. Es verloren diejenigen, die es immer geschafft hatten, gut herauszukommen, diejenigen, die bis zum Ende Autonomie spielten, als sie sich mit der Besatzungsmacht verbündeten, um ihren Platz am Verteilungstisch zu garantieren, diejenigen, die, als der Tyrann fiel, sich an Vermittler und Sergeanten hielten, dann den Pakt mit den neuen Korrupten, die angekommen war, neu schlossen. Es verloren diejenigen, die das, was in der Verfassung von 1940 fortschrittlich war, in der Praxis rückgängig machten, diejenigen, die erleichtert seufzten, als sie durch einen Staatsstreich begraben wurde. Es verloren diejenigen, die es gewohnt waren, den neuen Mietern des Präsidentenhauses eine Wiederholung des Vertrags zu geben. Dieses Mal, als die Rebellen eintraten, fegten sie alle weg, die bereit waren, diese Täuschung für die Mehrheit fortzusetzen. Dann praktizierten sie besiegt den alten Verliererkult: Hass. Und in der Niederlage zeigten sie sich wieder so wie sie waren, wie sie es seit der Kolonie immer waren: als Frontmänner fremder Imperien.</p>
<p>Niemand soll uns täuschen, indem er eine falsche Erinnerung schafft. In unserem Kampf ging es nie darum, Vergangenheit wiederherzustellen, oder darum, Formalitäten vorzugeben. Wie Frank País 1957 in einem Brief zu Fidel sagte: „&#8230; es ist eine Tatsache, dass das kubanische Volk nicht länger nach dem Sturz ein Regime oder eines Statisten strebt, sondern es strebt grundlegende Veränderungen in der Struktur des Landes an &#8230;“.</p>
<p>Der Revolution ging es immer darum, die Mehrheit an die Macht zu bringen, die sie niemals ausüben konnte, bevor wir als Nation existierten, und seit mehr als 60 Jahren übt sie sie hartnäckig aus, gegen die Macht, die Che als den grundlegenden Feind der Menschheit bezeichnete: den US-Imperialismus.</p>
<p>Der Preis für diese Hartnäckigkeit ist der, was wir heute zahlen und den wir immer noch bereit sind zu zahlen. Alles andere ist, wie mein Großvater sagen würde, eine Geschichte für ein dummes Kind.</p>
<p>(Die Zitate von Ramón de Armas und Fernando Martínez Heredia stammen aus La revolución pospuesta. Destino de la revolución martiana de 1895 (Die verschobene Revolution. Schicksal der Revolution Martís von 1895). Centro de Estudios Martianos, Havanna, 2002).</p>
<p>(1) Interview mit Ana Cairo Ballester, Zeitschrift Sin Permiso, veröffentlicht am 6. April 2019.</p>
<p>(2) ) La memoria (también) es un campo de batalla simbólica (Das Gedächtnis ist (auch) ein Schlachtfeld des Kriegs der Symbole, digitale Chronik, 8. Juni 2020.<br />
<strong><br />
(Quelle: Granma)</strong></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Kubaner von heute angesichts historischer Manipulation und Medienkrieg</title>
<link>http://de.cubadebate.cu/news/2020/07/14/die-kubaner-von-heute-angesichts-historischer-manipulation-und-medienkrieg/</link>
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		<pubDate>Tue, 14 Jul 2020 17:26:35 +0000</pubDate>
<dc:creator>Cubadebate</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Granma sprach auf digitalem Weg mit dem Professor für Geschichte Kubas der Fakultät für Philosophie und Geschichte der Universität von Havanna Dr. Fabio Fernández Batista über Medienstrategien. Die Wirtschaft zu Zeiten der Republik zu loben ist ein schlechter Scherz. Selbst in den Analysen des vorrevolutionären bürgerlichen Denkens wird das Ausmaß der Strukturkrise, in der das Land lebte und die enormen Schwierigkeiten bei der Suche nach Wegen zu deren Überwindung deutlich.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-4634" alt="fIDEL REUNION" src="/files/2020/07/fIDEL-REUNION.jpg" width="300" height="246" />Granma sprach auf digitalem Weg mit dem Professor für Geschichte Kubas der Fakultät für Philosophie und Geschichte der Universität von Havanna Dr. Fabio Fernández Batista über Medienstrategien</p>
<p>Die Wirtschaft zu Zeiten der Republik zu loben ist ein schlechter Scherz. Selbst in den Analysen des vorrevolutionären bürgerlichen Denkens wird das Ausmaß der Strukturkrise, in der das Land lebte und die enormen Schwierigkeiten bei der Suche nach Wegen zu deren Überwindung deutlich</p>
<p>Es gibt Leute, die darauf bestehen, das vorrevolutionäre Kuba der 40er und 50er Jahre als eine Epoche des Wohlstands und des Überflusses zu präsentieren. Diese Sichtweise kann man oft im Internet entdecken, beispielsweise in Artikeln, die in digitalen Kommunikationsmedien veröffentlicht werden und sich an das kubanische Publikum richten oder in Videos oder Fotogalerien, die für die sozialen Netze zusammengestellt wurden. Über diese und andere Medienstrategiensprach Granma auf digitalem Weg mit dem Professor für Geschichte Kubas der Fakultät für Philosophie und Geschichte der Universität von Havanna Dr. Fabio Fernández Batista.</p>
<p>Begünstigt die Tatsache, dass die Mehrheit des Publikums, an das diese Veröffentlichungen gerichtet sind, diese Zeit nicht selbst erlebte, die ideologischen Absichten damit Faszination zu erreichen?</p>
<p>- Das Manöver, mit dem man das Kuba der 40er und 50er Jahre als Ausbund eines „goldenen Zeitalters“ zeigen möchte ist bemerkenswert. Die gesamte insel mit Havanna gleichzusetzen und Havanna mit Vedado und seinen „Wolkenkratzern“ hat dazu geführt, dass einige Personen eine bestimmte Berichterstattung als bare Münze nehmen, die die Gesamtheit des Szenarios der Republik in der zweiten Hälfte des XX. Jahrhunderts nicht berücksichtigt. Ohne die Wirkung der Kommunikationsmechanismen, die von den Förderern dieses Diskurses angewandt werden, in Abrede zu stellen, so muss man doch sagen, dass die Verantwortung dafür, dass sich diese Vorstellungen verwurzeln konnten, bis zu einem gewissen Grad auf uns zurückfällt. Die Darstellung eines republikanischen Kuba, das nur aus Schattenseiten besteht, fordert von der Zukunft seinen Tribut. Das Fehlen von Nuancen hat dazu geführt, dass ein Publikum, das immer begierig ist Neues zu erfahren, einer „anderen Geschichte“ Eingang verschafft hat, die außerdem noch optisch ansprechend zusammengesetzt ist.<br />
Photo: Granma-Archiv</p>
<p>Angesichts dieser Umstände liegt der Schlüssel darin, die Pluralität der Szenarien, die in der vorrevolutionären Gesellschaft nebeneinander existierten, einzufangen. Die Gegensätze müssen sichtbar gemacht, die Widersprüche erklärt werden, die gleichzeitig die Existenz eines Habana Hilton und die elenden Lebensbedingungen der Köhler bedingten, wie sie in dem Dokumentarfilm „El Mégano“ zu sehen sind. Dokumente wie „Die Geschichte wird mich freisprechen“, der Truslow Bericht, der Zensus von 1953 und die Umfrage der Gesellschaft der Katholischen Universität machen die Spannungen der Epoche deutlich, da sie einen verlässlichen Beweis eines Landes zeigen, das in der Deformierung seiner Wirtschaft gefangen ist. Wenn man das Kuba des 40 er und 50er Jahrzehnts eingehend studiert, stellt man fest, dass die heute so gern publizierten öffentlichen Bauten von damals in mehr als einem Sinne das Ausmaß der Krise zum Ausdruck bringen, die die Insel durchlebte.</p>
<p>Eine andere Sache fällt mit der positiven Aufnahme zusammen, die heute der beschönigte Diskurs über die letzten Jahrzehnte der Republik erfährt. Die Schlacht zwischen dem Kapitalismus und dem Sozialismus, die in unserem Land ausgetragen wird, zeigt sich deutlich im Entstehen von Denkweisen und Vorstellungswelten, die eine sentimentale Verbindung mit der bürgerlichen Vergangenheit herstellen. Es gibt Kubaner, die keinerlei Verbindung mit den von der Revolution vertriebenen herrschenden Gruppen haben, die einen Diskurs wiedergeben, der die Restauration dieses „prosperierenden Kubas von gestern“ verfechten, das in dieser Reinheit nur in ihren Köpfen existiert. Hinzu kommt, dass die Unzulänglichkeiten unserer Gegenwart und die eigene Zukunftsangst die menschliche Tendenz unterstützen, die Vergangenheit zu verklären. Dieser Prozess wird im Falle Kubas noch durch eine Kampagne potenziert, die genau diese Sichtweise bestätigen soll. Der Aufbau eines prosperierenden Sozialismus wird zum gegenwärtigen Zeitpunkt zweifellos als ein Mechanismus dienen, dieser reaktionären Lesart der nationalen Vergangenheit entgegenzutreten.</p>
<p>Man kann beobachten, dass man bei diesen Inhalte dazu übergegangen ist, Zählungen über die Menge an Autos, Kinos oder Haushaltsgeräte anzustellen, und was die wirtschaftliche Effizienz angeht, von der Landwirtschaft, der Viehzucht und dem Handel von damals angeblich die Bedürfnisse der gesamten Gesellschaft abgedeckt wurden. Hat diese Änderung in der Botschaft etwas mit der Verschärfung der Blockade und deren Auswirkungen auf den Alltag der Kubaner zu tun?</p>
<p>Der Diskurs der Beschönigung der Republik hat sich an die Zeit angepasst. Die beste Weise ihm zu begegnen ist jedoch unverändert geblieben. Angesichts von Manipulationen und falschen Darstellungen ist es an der Zeit zu den Quellen zu gehen, um die Fehlerhaftigkeit der Version der Geschichte zu demonstrieren, die man als die richtige etablieren möchte. Die Wirtschaft zu Zeiten der Republik zu loben ist ein schlechter Scherz. Selbst in den Analysen des vorrevolutionären bürgerlichen Denkens werden das Ausmaß der Strukturkrise, in der das Land lebte und die enormen Schwierigkeiten bei der Suche nach Wegen zu deren Überwindung deutlich.</p>
<p>Ein anderer sinnloser Diskurs besteht darin, Vergleiche aufzustellen, die die Einzigartigkeit der Zusammenhänge nicht berücksichtigt. Kalte kontrastierende Daten und statistische Reihen sind aus historischer Sicht nicht die kohärenteste Methode, um den neuen Kurs, den das Land fordert, zu gestalten. Die Gründlichkeit unserer Analysen und die Fähigkeit, Nuancen zu berücksichtigen, werden immer die Erfolgsformel gegenüber jenen sein, die uns ein X für ein U vormachen wollen.</p>
<p>- Wie ist es zu verstehen, dass die Medien darauf beharren, losgelöst sowohl vom Alltag als auch von der wirtschaftlichen Aktualisierung und der legislativen Umwandlung, die Revolution als eine Periode zu sehen, die in der Vergangenheit begonnen und beendet wurde ?</p>
<p>– Im Fall Kubas verstehen wir diese als ein politisches Projekt das von dem Ziel geleitet wird, eine alternative Gesellschaft zum Kapitalismus aufzubauen, weswegen kein Zweifel an seiner Beständigkeit besteht. Man könnte andere Nuancen bedenken, wenn man sich auf dem Gebiet fortbewegt, das die Sozialwissenschaften über den sozialen Wandel anstellen, auf den die Frage zielt.</p>
<p>Das revolutionäre Projekt steht aktuell vor vier großen Hindernissen: die Feindseligkeit von außen, die wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die ständige Ermutigung zu einem Bruch des politischen Konsens und die Hürden, auf die die praktische Umsetzung der Aktualisierung des Sozialismus trifft. Das sind Wälle, die es zu überwinden gilt. Die Revolution muss den Erhalt ihrer historischen Errungenschaften mit der Konkretisierung des neuen Strebens nach Wohlstand verbinden.</p>
<p>Die Wirtschaft ist der Faktor, dem unbedingte Aufmerksamkeit gewidmet werden muss, wenn man die unbestrittenen sozialen Erfolge erhalten und mit größerem Nachdruck die produktive Basis fördern möchte, die sie stützen soll. Auch müssen andere Dynamiken des sozialen Gewebes auf Wege geleitet werden, die die Vielfalt berücksichtigen. Der jüngst verabschiedeten Verfassung kommt es zu, als Roadmap für die Vollendung eines sozialistischen Projekts zu dienen, das es schafft, die neuen Forderungen seiner Bürger zu verwirklichen, ohne der gelebten Geschichte abzuschwören.</p>
<p>Die Aufforderung die Geschichte zu vergessen war Teil der Strategie, die möglicherweise zurückkehren wird, während andere uns dazu auffordern, die revolutionäre und konterrevolutionäre Terminologie beiseite zu schieben, die wesentlicher Teil der politischen und historischen Sprache Kubas gewesen ist. Haben diese Begriffe noch eine Funktion?</p>
<p>-Die Aufforderung, die Geschichte zu vergessen, war ganz klar eine Taktik, um uns zu entwaffnen. Geschichtliches Bewusstsein zu haben, bedeutet nicht, Gefangener der Vergangenheit zu sein, sondern an der Verbindung mit der gelebten Erfahrung festzuhalten, um sie in einen Halt beim Einschlagen des Weges in die Zukunft zu verwandeln. Auch wenn der Rolle von Wörtern oft zu große Bedeutung beigemessen wird, so darf man ihren Wert nicht außer Acht lassen. Daher ist es im heutigen Kuba eine wichtige Aufgabe, über den politischen Diskurs nachzudenken.</p>
<p>Unter denen, die eine terminologische Erneuerung fordern, kann man zwei Gruppen unterscheiden. Auf der einen Seite finden sich diejenigen, die die Aktualisierung des revolutionären Diskurses verfechten, um ihn an die Besonderheiten der jetzigen Zeit anzupassen. Dia andre Gruppe setzt auf unterschiedliche Weise darauf, das Gerüst des Diskurses abzubauen, um dann mit einem zerstörerischen Wasserschwall über den Rest herzufallen. Innerhalb des Kampfes, der im Innern des Landes im Bereich des Aufbaus von Bedeutungen vonstatten geht, bricht die Benutzung von Wörtern in ein Terrain ein, das nicht vernachlässigt werden darf.</p>
<p>Ich halte die Benutzung von revolutionären und konterrevolutionären Begriffen immer dann für angebracht, wenn sie der Pluralität des Gebietes Rechnung trägt, das sie abdecken möchte. Das Revolutionäre besteht unter den heutigen Umständen in der Verteidigung einer antikapitalistischen Gesellschaft, die in der Lage ist, die subversive Essenz der Revolution von 1959 zur Errichtung eines besseren Kuba zu projizieren. Der Bereich der Konterrevolution auf der anderen Seite definiert sich durch die Anstrengungen ein kapitalistisches Regime wiederherzustellen und damit die Gesamtheit der ihm innewohnenden Beziehungen der Ausbeutung. Ich glaube, dass der ideologische Kampf unserer Tage sich in diesem aufgezeigten Rahmen abspielt, ohne dass sich das Vorhandensein anderer Problematiken verneinen würde, die den im Innern des Landes geführten Debatten diverse Nuancen verleihen.<br />
Informations associées</p>
<p>Die Kubaner von heute angesichts von historischer Manipulation und Medienkrieg (Teil II und Schluss)</p>
<p><strong>(Quelle: Granma)</strong></p>
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		<title>Wir sind die Kinder Fidels</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Jul 2020 13:23:30 +0000</pubDate>
<dc:creator>Cubadebate</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn die Worte und die Tatsachen Substanz haben, wenn die Medizin aufhört Wissenschaft zu sein und sich einfach nur in Humanismus verwandelt: Die Kamera sucht und findet diesen Moment in einer Hand, die umarmt, in einer beschützenden Geste, in Beinen, die sich nur mit Mühe fortbewegen.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-4592" alt="medicos cubanos Henry Reeve" src="/files/2020/07/medicos-cubanos-Henry-Reeve.jpg" width="300" height="252" />Wenn die Worte und die Tatsachen Substanz haben, wenn die Medizin aufhört Wissenschaft zu sein und sich einfach nur in Humanismus verwandelt: Die Kamera sucht und findet diesen Moment in einer Hand, die umarmt, in einer beschützenden Geste, in Beinen, die sich nur mit Mühe fortbewegen.</p>
<p>Das Szenario war eine riesige überdachte oder auch nicht überdachte Plattform. Das hing, davon ab, wie man es betrachtete, denn das Dach war so hoch, dass es fast in den Himmel reichte und es gab keine Wände sondern nur Säulen aus Eisen. Der Schauplatz ist eine zentral gelegene Zone Turins, eine ehemalige Stahlgießerei, die man in einen Park verwandelt hat. An diesem Sonntag hatte man einen beträchtlichen Teil davon für ein großes der Brigade Henry Reeve gewidmetes Abschiedsessen reserviert. 300 Gäste waren geladen, die Behörden der Stadt und der Region, Leitung und Angestellte des Krankenhauses, geheilte und bereits entlassene Patienten, Mitglieder von Freundschaftsorganisationen mit Kuba, die Brigademitglieder und die kubanischen Diplomaten. Es war dies das erste Mal, nach der Notsituation, dass so viele Menschen zusammenkamen. Unsere Epidemiologen halfen dabei, die Tische und die Regeln so aufzustellen, dass sichergestellt war, dass das Virus nicht zu einem weiteren Gast wurde. Die Brigadeteilnehmer und auch der kubanische Botschafter José Carlos Rodríguez kamen mit dem Fahrrad. Sie verließen das Krankenhaus und fuhren etwa 20 Minuten durch die Straßen Turins. Die an der Spitze hielten die Flaggen Kubas und Italiens. Alle trugen das neue T-Shirt der Brigade. Die Polizei machte den Weg für sie frei.</p>
<p>Jetzt habe ich die Aufgabe, alles zu beschreiben, was dann geschah. Kaum dass wir uns an den Tischen niedergelassen hatten (vier Personen pro großen Tisch, den Abstand einhaltend) wurde um eine Schweigeminute für die gebeten, die an COVID gestorben sind. Anschließend wurde gezeigt, wie man die Hände auf die richtige Weise mit einem hydroalkoholischen Gel wäscht. Dann konnte man das Video sehen, das einige speziell für diesen Anlass bearbeitete Szenen aus einem der Dokumentarfilme enthält, die über die Arbeit der Brigade gemacht wurden. Es stammt vom Road Television Italiens. Ich gehe kurz darauf ein.</p>
<p>In den 20 Minuten, die der Film dauert, erscheinen die Ärzte Miguel, René, Abel und Julio bei ihrer Arbeit und der Zuschauer hört sie nicht nur, sondern sieht auch, was sie tun. Wenn die Worte und die Tatsachen Substanz haben, wenn die Medizin aufhört Wissenschaft zu sein und sich einfach nur in Humanismus verwandelt: Die Kamera sucht und findet diesen Moment in einer Hand, die umarmt, in einer beschützenden Geste, in Beinen, die sich nur mit Mühe fortbewegen. Die Leiterin des Pflegepersonals im Krankenhaus fasst es in dem Dokumentarfilm folgendermaßen zusammen: „Die Kubaner haben uns gelehrt, dass man den Patienten zuhören muss, dass man sie berühren muss und dass sie besucht werden müssen“. Deswegen ist es anrührend, wenn eine alte Frau ihren Arzt, ihre Pfleger anschaut und sagt: „ Darf ich etwas sagen? Ich liebe euch alle“. Miguel erklärt seinen Standpunkt: „Kein Arzt kann ruhig zu Hause sitzen bleiben, wenn er weiß, dass Tausende von Menschen sterben. Kein Arzt kann so in Ruhe leben, ich wenigstens könnte das nicht“. Er sagt das ganz schlicht ohne sich in Pose zu setzen. Abel erklärt, dass als er Kind war, mitten in der Sonderperiode, die Kubaner eine große Spende mit Nahrungsmitteln aus Italien erhalten hätten. „Wir bekamen diese Hilfe von Menschen, die dich nicht gekannt haben und das hier war für mich die Gelegenheit, dem italienischen Volk zu sagen: Hier bin ich“. Ich erzähle das nicht einfach so. Ich weiß, dass die Musik, die Schnitte beim Zusammensetzen des Filmes die Emotionen stärker erscheinen lassen, aber in ihrem Wesen sind sie unabänderlich. Uns allen schnürt die Emotion die Kehle zu und treibt uns Tränen in die Augen. Aber an einem Tisch gegenüber dem meinen, sah ich, dass Julio, der gerechte und faire Chef, weinte. Und er war nicht der einzige.</p>
<p>Danach begleitete der Pianist Giovanni Casella, ein ehemaliger Patient, Ileana Jiménez auf dem Klavier. Hervorragende und gut aufeinander abgestimmte Interpretationen. Casella hatte nach seiner COVID Erkrankung Probleme mit seinen Händen, aber er bewies, dass er diese überwunden hat. Später sah man auf einer Leinwand die eindringlichen Fotos von Diana und Andrea, zwei professionellen Fotografen, die angestellt worden waren, um unseren Spuren zu folgen. Im Anschluss wurden Briefe von Patienten verlesen, die den kubanischen Ärzten gewidmet waren und Ausschnitte aus einigen meiner Chroniken ins Italienische übersetzt. Die Beschreibung des Geschehens darf nicht als Aufzählung verstanden werden. Jeder Moment drang in unser Innerstes, bewegte uns und es gab so viele solche Momente, dass man sie nicht alle umfassen kann.</p>
<p>Die kubanische Botschaft verlieh den Leitern des Krankenhauses und natürlich Michele Curto, der diese und alle Aktivitäten der Brigade organisierte und uns innerhalb und außerhalb der roten Zone begleitete, Diplome der Anerkennung. Irma Diolli und Rocco sprachen im Namen der Freundschaftgesellschaft. Italiener und Kubaner umarmten sich. Das Band der hundert Patienten, die geheilt entlassen worden waren, wurde in der Mitte durchgeschnitten. Ein Teil bleibt in Italien und der andere reist mit uns nach Kuba.</p>
<p>Gestern, als Präambel zum Abschied, machten wir zwei notwendige Ehrungen. Wir gingen zum Che Guevara Platz, dem ersten (dem einzigen?) in Europa und danach stiegen wir zum Fidel Castro Berg auf, der 1.600 Meter über dem Meeresspiegel liegt und somit die gleiche Höhe aufweist, wie die Kommandantur de la Plata in der Sierra Maestra. Der Weg aus Kopfsteinpflaster nach oben war hart und wir waren in keiner guten Kondition. Aber wir kamen an (und ich war nicht der letzte). Oben, neben dem Stück Holz von einem Caguairán Baum in dem der Namen unseres Comandante en Jefe eingraviert war, sangen wir die Nationalhymne. Wir sind seine Kinder.</p>
<p><strong>(Granma)</strong></p>
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		<title>Fidel, am Heiligabend, mit den Armen der Erde</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Dec 2019 22:01:04 +0000</pubDate>
<dc:creator>Cubadebate</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dieser Tag wurde für die Köhler zum ersten Mal zum Fest. An diesem Abend wurden sie sich der erheblichen Veränderungen in ihrem Leben nach dem 1. Januar 1959 bewusst.

Nicht wenige mussten die Nervosität mit kindlichen Mienen und Gesten verbergen, bevor sie den ersten Bissen zu sich nahmen. Ihr Beruf hatte sie stets daran gehindert, den 24. Dezember gottgefällig zu feiern und erst recht nicht hatten sie an einem Tisch gesessen mit jemandem, der so wichtig war.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-4568" alt="fidel fin año" src="/files/2019/12/fidel-fin-año-300x245.jpg" width="300" height="245" />Dieser Tag wurde für die Köhler zum ersten Mal zum Fest. An diesem Abend wurden sie sich der erheblichen Veränderungen in ihrem Leben nach dem 1. Januar 1959 bewusst.</p>
<p>Nicht wenige mussten die Nervosität mit kindlichen Mienen und Gesten verbergen, bevor sie den ersten Bissen zu sich nahmen. Ihr Beruf hatte sie stets daran gehindert, den 24. Dezember gottgefällig zu feiern und erst recht nicht hatten sie an einem Tisch gesessen mit jemandem, der so wichtig war.</p>
<p>Für die Köhler vollkommen unerwartet waren Fidel, Celia Sánchez und andere revolutionäre Führer an diesem Tag im Jahr 1959 beim Weiler Soplillar erschienen, um ein Festmahl zu Heiligabend mit ihnen zu teilen.</p>
<p>Fidel hatte beschlossen, diesen Weihnachtsabend an einem so abgelegenen Ort zu verbringen, als Zeichen der Bewunderung für die Köhler und die armen Bauern dieses Gebiets.</p>
<p>Es waren das erste freie Weihnachtsfest Kubas nach dem Sieg der Revolution in dem früher vernachlässigten Teil des Landes, wo die Menschen unter sehr schlechten Bedingungen lebten, ohne Strom, ohne Ärzte oder Lehrer und in urigen Hütten. Es war das erste Mal in der Geschichte Kubas, dass ein Führer dieser Größe ein Fest mit den Ärmsten und am meisten Vergessenen teilte.</p>
<p>60 Jahre nach dem historischen Ereignis werden die Bewohner der Ciénaga de Zapata mit einem Kultur-, Sport- und Freizeitprogramm an das Datum erinnern, wie Bienvenido Roig Chirino, erster Parteisekretär dieser Gemeinde der Provinz Matanzas sagte. Die Veranstaltung wird in der Gedenkbibliothek des Köhler-Festmahls stattfinden. Die Einwohner erinnern sich stolz an das Ereignis, das viel über die menschliche Dimension von Fidel aussagt.</p>
<p><strong>(Granma)</strong></p>
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		<title>Rede von Comandante en Jefe Fidel Castro Ruz nach seiner Ankunft in Ciudad Libertad in Havanna am 8. Januar 1959</title>
<link>http://de.cubadebate.cu/news/2019/10/25/4537/</link>
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		<pubDate>Fri, 25 Oct 2019 14:07:37 +0000</pubDate>
<dc:creator>Cubadebate</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mir ist bewusst, dass, heute Abend hier zu sprechen, für mich vielleicht eine der schwierigsten Pflichten in diesem langen, am 30. November 1956 in Santiago de Cuba begonnenen Kampfprozess darstellt. Die Bevölkerung hört zu, die revolutionären Kämpfer hören zu, und es hören die Soldaten der Armee zu, deren Schicksal in unseren Händen liegt.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-4218" alt="Fidel Constitucion" src="/files/2018/07/Fidel-Constitucion.jpg" width="300" height="258" /><strong>Fecha:08/01/1959</strong></p>
<p>Liebe Mitbürger!</p>
<p>Mir ist bewusst, dass, heute Abend hier zu sprechen, für mich vielleicht eine der schwierigsten Pflichten in diesem langen, am 30. November 1956 in Santiago de Cuba begonnenen Kampfprozess darstellt.</p>
<p>Die Bevölkerung hört zu, die revolutionären Kämpfer hören zu, und es hören die Soldaten der Armee zu, deren Schicksal in unseren Händen liegt.</p>
<p>Ich bin überzeugt, dass dies ein entscheidender Augenblick in unserer Geschichte ist: die Tyrannei ist besiegt worden. Die Freude ist riesig. Es ist jedoch noch viel zu tun. Wir dürfen uns nicht täuschen und glauben, dass von nun an alles einfach sein wird; vielleicht wird von jetzt an alles noch schwieriger werden.</p>
<p>Die Wahrheit zu sagen, ist die erste Pflicht jedes Revolutionärs. Das Volk zu täuschen, in ihm falsche Hoffnungen zu erwecken, das wird immer die schlimmsten Folgen mit sich bringen; und ich bin der Meinung, dass die Bevölkerung vor einem Übermaß an Optimismus gewarnt werden muss.</p>
<p>Wie hat die Rebellenarmee den Krieg gewonnen? Indem sie immer die Wahrheit gesagt hat. Wie hat die Tyrannei den Krieg verloren? Indem sie die Soldaten getäuscht und angelogen hat.</p>
<p>Wenn wir eine Niederlage erlitten haben, dann haben wir das über den Rundfunksender „Radio Rebelde“ verkündet, die Fehler jeglichen Befehlshabers kritisiert, der diese verursacht hatte, und alle Kameraden darauf aufmerksam gemacht, damit ihnen in jeglicher anderen Truppe nicht dasselbe geschähe. In den Kompanien der Armee war das nicht so. Verschiedene Truppenteile begingen die gleichen Fehler, weil den Offizieren und Soldaten niemals die Wahrheit gesagt wurde.</p>
<p>Und deshalb möchte ich beginnen – oder besser gesagt -, mit dem gleichen System fortfahren: d.h. der Bevölkerung immer die Wahrheit zu sagen.</p>
<p>Wir sind eine Wegstrecke vorangekommen, vielleicht einen bedeutenden Schritt vorwärts. Wir sind hier in der Hauptstadt, hier im Militärcamp Columbia, die revolutionären Kräfte scheinen siegreich zu sein; die Regierung ist gebildet und von zahlreichen Regierungen der Welt anerkannt, scheinbar ist der Frieden erobert worden. Wir dürfen jedoch nicht optimistisch sein. Während die Bevölkerung heute lachte, während die Bevölkerung sich freute, waren wir besorgt. Und je außergewöhnlicher die Menschenmenge war, die uns zu empfangen erschien, und je außergewöhnlicher der Jubel der Bevölkerung, desto größer war unsere Besorgnis, weil dadurch auch unsere Verantwortung der Geschichte gegenüber, dem Volk von Kuba gegenüber, größer war.</p>
<p>Der Revolution steht schon eine Armee gegenüber, die klar zum Gefecht ist. Welche können heute oder von jetzt an die Feinde der Revolution sein? Welche können von jetzt an angesichts dieses siegreichen Volkes die Feinde der Revolution sein? Die schlimmsten Feinde, welche die Kubanische Revolution von jetzt an haben kann, sind wir Revolutionäre selbst.</p>
<p>Das habe ich immer den Kämpfern der Rebellenarmee gesagt: wenn der Feind nicht mehr vor uns steht, wenn der Krieg zu Ende ist, dann können die einzigen Feinde der Revolution wir selbst sein. Und deshalb habe ich immer gesagt und sage es weiterhin, dass wir mit den Soldaten der Rebellenarmee strenger umgehen werden, als mit jedem anderen, dass wir an die Soldaten der Rebellenarmee höhere Ansprüche stellen werden, als an jeden anderen, denn von ihnen wird abhängen, dass die Revolution siegt oder scheitert.</p>
<p>Es gibt viele Arten von Revolutionären. Seit langer Zeit hören wir schon von Revolution sprechen; sogar am 10. März wurde gesagt, dass eine Revolution gemacht worden war, und sie beriefen sich auf das Wort Revolution, und alles war revolutionär; die Soldaten wurden hier versammelt und sie sprachen zu ihnen von „der Revolution des 10. März“ (GELÄCHTER)</p>
<p>Von Revolutionären haben wir schon lange Zeit sprechen gehört. Ich erinnere mich an meine ersten Eindrücke bezüglich eines Revolutionärs; bis das Studium und eine gewisse Reife mir eine Idee davon vermittelten, was wirklich eine Revolution ist und was wirklich ein Revolutionär ist. Die ersten Eindrücke über einen Revolutionär bekamen wir als Kinder vermittelt, und wir hörten sagen: „Herr Soundso war Revolutionär, er hat an jenem Kampf teilgenommen, oder an jener Kampfhandlung, oder er hat Bomben gelegt“. „Herr Dingsda war Revolutionär…“, und es wurde sogar eine Art Kaste von Revolutionären geschaffen, und so gab es Revolutionäre, die von der Revolution leben wollten, die davon leben wollten, Revolutionäre gewesen zu sein, eine Bombe oder zwei Bomben gelegt zu haben; und möglicherweise hatten diejenigen am wenigsten getan, die am meisten darüber redeten. Aber es ist so, dass sie in den Ministerien erschienen, um Posten zu verlangen, um als Parasiten zu leben, den Preis dafür einzukassieren, was sie zu jenem Augenblick für eine Revolution getan hatten, die leider nicht vollendet wurde. Denn ich bin der Meinung, dass die erste Revolution, welche größere Möglichkeiten der Verwirklichung zu haben scheint, die jetzige ist, wenn wir sie nicht verderben… (AUSRUFE: „Nein!“ UND BEIFALL).</p>
<p>Jener Revolutionär meiner ersten kindlichen Eindrücke lief mit einer 45mm-Pistole im Gürtel herum und wollte mit Ehrfurcht behandelt werden; man sollte Angst vor ihm haben: er war in der Lage, jedermann zu töten; er kam in die Arbeitsräume hoher Beamter und spielte den großen Herrn, der was zu sagen hat; und man fragte sich wirklich:</p>
<p>Wo ist denn die Revolution, die diese Leute, diese Revolutionäre gemacht haben? Denn es hat keine Revolution gegeben und es hat nur sehr wenige Revolutionäre gegeben.</p>
<p>Das erste, was wir, d.h. diejenigen, die wir diese Revolution gemacht haben, uns fragen müssen, ist, mit welchen Absichten wir sie gemacht haben; ob jemand von uns ambitiöse Absichten verhüllt hat, ein Befehlsbedürfnis, ein niederträchtiges Ziel; ob jeder der Kämpfer dieser Revolution einen Idealisten verkörperte oder ob mit dem Vorwand des Idealismus andere Zielstellungen verfolgt wurden; ob wir diese Revolution im Glauben gemacht haben, dass wir die Freuden der Macht genießen würden, sobald die Tyrannei besiegt wäre; dass jeder von uns die Nebenleistungen der Macht genießen würde; dass jeder von uns einen Luxus-Cadillac fahren würde, dass jeder von uns wie ein König leben würde, dass jeder von uns einen Palast haben würde, und dass das Leben von jetzt an für uns wie ein Spaziergang sein würde, da wir ja dafür Revolutionäre geworden waren und die Diktatur gestürzt hatten; ob wir der Meinung waren, die einen Minister abzusetzen, um andere einzusetzen; ob wir gedachten, einfach die einen Menschen abzusetzen, um andere Menschen dort einzusetzen; oder ob jedem von uns echte Uneigennützigkeit innewohnt, ob jedem von uns ein echter Opfergeist innewohnt, ob jedem von uns die Absicht innewohnt, Alles als Gegenleistung für Nichts zu geben, und ob wir von vornherein bereit waren, auf alles zu verzichten, was nicht darin besteht, opferbereit die Pflicht aufrichtiger Revolutionäre zu erfüllen. (LANG ANHALTENDER BEIFALL). Diese Frage muss sich jeder stellen, denn von unserer Gewissensprüfung kann das zukünftige Schicksal Kubas, unser Schicksal und das des Volkes abhängen.</p>
<p>Wenn ich von Kolonnen sprechen hören, wenn ich von Kampffronten sprechen höre, wenn ich von mehr oder weniger zahlreichen Truppen sprechen höre, dann denke ich immer: Hier ist unsere standhafteste Kolonne, unsere beste Truppe, die einzige Truppe, die in der Lage ist, allein den Krieg zu gewinnen: Diese Truppe ist das Volk! (BEIFALL)</p>
<p>Mehr als das Volk kann kein einziger General; mehr als das Volk kann keinerlei Armee. Wenn man mich fragen würde, welche Truppe ich zu führen vorziehe, dann würde ich sagen: ich ziehe es vor, das Volk zu führen (BEIFALL), denn das Volk ist unbesiegbar. Und das Volk war es, das diesen Krieg gewonnen hat, denn wir hatten keine Panzer, wir hatten keine Flugzeuge, wir hatten keine Geschütze, wir hatten keine Militärakademien, wir hatten keine Rekrutierungs- und Ausbildungslager, wir hatten weder Divisionen noch Regimente, Kompanien oder Züge, nicht einmal Trupps (LANG ANHALTENDER BEIFALL).</p>
<p>Wer hat schließlich den Krieg gewonnen? Das Volk, die Bevölkerung hat den Krieg gewonnen. Diesen Krieg hat niemand anderes als die Bevölkerung gewonnen – und ich sage das, falls jemand glaubt, dass er ihn gewonnen habe, falls irgendeine Truppe glaubt, dass sie ihn gewonnen habe (BEIFALL). Und somit steht in erster Linie das Volk.</p>
<p>Aber mehr noch: die Revolution interessiert mich, als Einzelperson, nicht, auch nicht einen anderen Comandante persönlich, bzw. einen anderen Hauptmann, oder eine andere Kolonne oder andere Kompanie; wen die Revolution interessiert, ist das Volk (BEIFALL).</p>
<p>Wer durch sie gewinnt oder verliert, ist das Volk. Da die Bevölkerung es war, die die Schrecklichkeiten dieser sieben Jahre erlitten hat, ist es auch das Volk, das sich fragen muss, ob es selbst, seine Kinder, seine Enkel, in 10 oder 15 oder 20 Jahren weiterhin die Gräueltaten erleiden werden, die die Republik Kuba von Beginn an erlitten hat, gekrönt von solchen Diktaturen wie denen von Machado und Batista (LANG ANHALTENDER BEIFALL).</p>
<p>Das Volk ist sehr daran interessiert, dass wir diese Revolution gut machen werden, oder ob wir in die gleichen Fehler verfallen werden, die die vorangegangene Revolution begangen hat, oder die Revolution vor dieser, oder die noch weiter davor, und somit werden wir die Folgen unserer Fehler erleiden, denn es gibt keinen Fehler ohne Folgen für die Bevölkerung; es gibt keinen politischen Fehler, für den früher oder später gebüßt werden muss.</p>
<p>Es gibt Umstände, die nicht die gleichen sind. Ich bin zum Beispiel der Meinung, dass dieses Mal eine bessere Möglichkeit als je besteht, dass die Revolution vollständig ihre Bestimmung erfüllt. Vielleicht ist deshalb der Jubel der Bevölkerung so groß und sie vergisst dabei ein wenig, wie viel noch gekämpft werden muss.</p>
<p>Eine der größten Sehnsüchte der Nation – Folge der aufgrund der Repression und des Krieges erlittenen Gräueltaten – war die Sehnsucht nach Frieden, nach Frieden mit Freiheit, nach Frieden mit Gerechtigkeit, nach Frieden mit Rechten. Niemand wollte den Frieden zu einem anderen Preis, denn Batista sprach von Frieden, sprach von Ordnung, und jenen Frieden wollte niemand, weil das der Frieden auf Kosten der Unterwerfung gewesen wäre.</p>
<p>Heute hat das Volk den Frieden so, wie es ihn wollte: einen Frieden ohne Diktatur, einen Frieden ohne Verbrechen, einen Frieden ohne Zensur, einen Frieden ohne Verfolgung (LANG ANHALTENDER BEIFALL).</p>
<p>Möglicherweise ist im Augenblick die größte Freude die der kubanischen Mütter. Mütter von Soldaten oder Mütter von Revolutionären, Mütter jeglichen Bürgers, haben heute das Gefühl, dass ihre Kinder endlich außer Gefahr sind (BEIFALL).</p>
<p>Das größte Verbrechen, das heutzutage in Kuba begangen werden könnte &#8211; ich wiederhole -, das größte Verbrechen, das heutzutage in Kuba begangen werden könnte, wäre ein Vergehen gegen den Frieden. Was heutzutage niemand in Kuba vergeben würde, wäre, wenn jemand gegen den Frieden konspirieren würde (BEIFALL).</p>
<p>Jedermann, der heutzutage etwas gegen den Frieden von Kuba unternimmt, jedermann, der die Ruhe und das Glück von Millionen kubanischen Müttern in Gefahr bringt, ist ein Verbrecher und ist ein Verräter (BEIFALL). Wer nicht bereit ist, um des Friedens willen auf etwas zu verzichten, wer zum jetzigen Zeitpunkt nicht bereit ist, um des Friedens willen auf alles zu verzichten, ist ein Verbrecher und ist ein Verräter (BEIFALL).</p>
<p>Da ich so denke, sage und schwöre ich vor meinen Mitbürgern, dass ab sofort, wenn irgendeiner meiner Kameraden oder unsere Bewegung oder ich auch nur das geringste Hindernis für den Frieden in Kuba wären, das Volk über alle uns verfügen kann und uns sagen kann, was wir zu tun haben (BEIFALL). Denn ich bin ein Mensch, der ein Amt niederlegen kann, das habe ich mehr als einmal in meinem Leben bewiesen, denn das habe ich meinen Kameraden gelehrt, ich habe Moral und spüre die ausreichende Kraft und Autorität, um zu so einem Augenblick wie diesem hier zu sprechen (BEIFALL UND AUSRUFE: „Fidel Castro lebe hoch!“).</p>
<p>Und in erster Linie muss ich zu den Revolutionären so sprechen; wenn es notwendig wäre, oder besser gesagt, da es notwendig ist, es rechtzeitig zu sagen.</p>
<p>Jenes Jahrzehnt, das auf den Sturz von Machado folgte, liegt nicht allzu weit zurück; eines der vielleicht größten Übel jenes Kampfes war die Ausbreitung der revolutionären Gruppen, die nicht zögerten, sich gegenseitig zu beschießen (BEIFALL). Und so kam infolgedessen Batista und blieb 11 Jahre an der Macht.</p>
<p>Als die Bewegung 26 de Julio organisiert wurde, und sogar als wir diesen Krieg begannen, war ich der Meinung, wenn auch die von uns gemachten Opfer sehr groß waren, wenn auch der Kampf sehr lang sein würde, und das ist er gewesen, denn er hat über zwei Jahre gedauert, zwei Jahre, die für uns kein Spaziergang gewesen sind, zwei Jahre des harten Kampfes, seitdem wir die Kampagne mit einer Handvoll Männer erneut begonnen hatten, bis wir in der Hauptstadt der Republik angekommen sind; dass trotz der vor uns liegenden Opfer uns jedoch eine Idee beruhigte: es war offensichtlich, dass die Bewegung 26 de Julio über die Unterstützung der riesigen Mehrheit und die Sympathie der Bevölkerung verfügte (BEIFALL); es war offensichtlich, dass die Bewegung 26 de Julio die fast einmütige Unterstützung der kubanischen Jugend hatte (BEIFALL). Es schien, dass dieses Mal eine große und starke Organisation die Erwartungen und Bestrebungen unserer Bevölkerung aufnehmen würde und dass die schrecklichen Folgen der Ausbreitung von revolutionären Organisationen sich in diesem Prozess nicht zeigen würden.</p>
<p>Ich bin der Meinung, dass wir vom ersten Augenblick an alle in einer einzigen revolutionären Organisation sein sollten: unsere oder die eines anderen, die 26., die 27. oder die 50., wo auch immer, denn schließlich waren wir doch die Gleichen, d.h. diejenigen die im Gebirge Sierra Maestra kämpften, diejenigen, die im Gebirge Escambray kämpften oder in Pinar del Rio, junge Menschen, Menschen mit den gleichen Idealen. Warum sollte es also ein Dutzend revolutionärer Organisationen geben? (BEIFALL)</p>
<p>Unsere war einfach die erste; unsere war einfach diejenige, die den ersten Kampf in der Kaserne Moncada ausgefochten hat, die am 2. Dezember mit der Jacht „Granma“ gelandet ist (BEIFALL), und die über ein Jahr allein gegen die gesamten Streitkräfte der Tyrannei gekämpft hat (BEIFALL); die, als sie knapp 12 Mann hatte, die Flagge der Rebellion weiter hoch gehalten hat, die dem Volk gezeigt hat, dass man kämpfen und siegen konnte, die alle in Kuba vorhandenen falschen Hypothesen über das, was eine Revolution ist, zerstört hat. Denn hier hat sich jedermann verschwört, mit dem Gefreiten, mit dem Sargenten, oder durch Einschleusen von Waffen in Havanna, die ihnen dann die Polizei abnahm (BEIFALL), bis wir gekommen sind und gezeigt haben, dass das nicht der Kampf ist, dass der Kampf anders aussehen musste, dass man eine neue Taktik und eine neue Strategie erfinden musste, und das waren die Taktik und die Strategie, die wir in die Praxis umgesetzt haben und die zum außergewöhnlichsten Sieg geführt haben, den das Volk von Kuba in seiner Geschichte zu verzeichnen hatte (BEIFALL).</p>
<p>Und ich möchte, dass die Bevölkerung mir ehrlich sagt, ob das der Wahrheit entspricht oder nicht (BEIFALL UND AUSRUFE: „Ja!“)</p>
<p>Es gibt außerdem eine weitere Tatsache: die Bewegung 26 de Julio (26. Juli) war die absolut mehrheitliche Organisation, stimmt das oder etwa nicht? (AUSRUFE: „Ja!“) Und wie endete der Kampf? Ich werde es sagen: die Ejército Rebelde (Rebellenarmee), wie der Name unserer Armee lautet, jene, die im Gebirge Sierra Maestra begonnen wurde, hatte den ganzen Ostteil, ganz Camagüey, einen Teil von Las Villas, ganz Matanzas, die Festung La Cabaña, das Militärcamp Columbia, das Polizeipräsidium und Pinar del Rio besetzt, als die Tyrannei fiel (BEIFALL).</p>
<p>Der Kampf endete gemäß dem vorhandenen Kräfteverhältnis, denn aus irgendeinem Grund haben unsere Kolonnen die Ebenen von Camagüey, verfolgt von Tausenden Soldaten und der Luftwaffe, durchquert und sind in Las Villas angekommen; und weil die Rebellenarmee Comandante Camilo Cienfuegos hatte (LANG ANHALTENDER BEIFALL), in Las Villas, und weil sie Comandante Ernesto Guevara in Las Villas hatte (LANG ANHALTENDER BEIFALL), am 1. Januar, kurz nach dem Verrat von Cantillo (AUSRUFE: „Raus mit ihm!“)… Denn unsere Armee hatte sie dort, wie ich sage, am Ersten und konnte Comandante Camilo Cienfuegos den Befehl geben, mit 500 Mann in die Hauptstadt vorzurücken und das Militärcamp Columbia anzugreifen (BEIFALL); und weil sie Comandante Ernesto Guevara in Las Villas hatte, konnte sie ihm sagen, auf die Hauptstadt vorzurücken und die Festung La Cabaña einzunehmen (BEIFALL).</p>
<p>Alle Regimente, alle bedeutenden militärischen Festungen waren in der Gewalt der Rebellenarmee, und das hat uns niemand geschenkt, es ist nicht so, dass jemand gesagt hätte: „Geh dorthin, geh dahin und geh an jenen Ort“; es waren unsere Bemühungen und unsere Opfer, unsere Erfahrung und unsere Organisation, was zu jenen Ergebnissen geführt hat (BEIFALL).</p>
<p>Bedeutet das, dass die anderen nicht gekämpft hätten? Nein. Bedeutet das, dass die anderen keine Verdienste hätten? Nein. Denn wir alle haben gekämpft, denn das gesamte Volk hat gekämpft. In Havanna gab es keinen Gebirgsschauplatz, aber es gibt Hunderte Tote, Kameraden, die, ermordet in Erfüllung ihrer revolutionären Pflichten, gefallen sind. In Havanna gab es keinen Gebirgsschauplatz, jedoch der Generalstreik war ein entscheidender Faktor dafür, dass der Sieg der Revolution vollständig war (BEIFALL).</p>
<p>Wenn ich das sage, dann nur, um die Dinge an ihren Platz zu situieren, die Rolle der Bewegung 26 de Julio in diesem Kampf, wie sie die Bevölkerung zu jenem Zeitpunkt geführt und geleitet hat, wo hier von Wahlen und wahltaktischem Verhalten die Rede war. Von Mexiko aus musste ich einmal einen Artikel unter dem Titel „Allen die Stirn bietend“ schreiben, weil wir wirklich allen Meinungen entgegengesetzt waren und unsere revolutionäre These, die Strategie dieser Revolution, verteidigten, die die Bewegung 26 de Julio festgelegt hatte, und die Fertigstellung dieser Revolution, die die überwältigende Niederlage der Tyrannei war, da sich die wichtigsten Festungen letzterer in Händen der von der Bewegung 26 de Julio organisierten Rebellenarmee befanden.</p>
<p>Nicht nur die Richtlinien im Krieg hat die Bewegung 26 de Julio festgelegt sondern sie hat ebenfalls gelehrt, wie der Feind im Krieg zu behandeln war. Das ist vielleicht die erste Revolution auf der Welt, wo niemals auch nur ein einziger Kriegsgefangener ermordet worden ist. (LANG ANHALTENDER BEIFALL); wo niemals ein Verletzter im Stich gelassen worden ist, wo niemals jemand gefoltert worden ist (BEIFALL); denn diese Richtlinie war von der Rebellenarmee festgelegt worden. Mehr noch: dies ist die einzige Revolution auf der Welt, aus der kein General hervorgegangen ist (BEIFALL), und nicht einmal ein Oberst, denn den Dienstgrad, den ich für mich bestimmt habe bzw. den meine Kameraden für mich festgelegt haben, war Comandante (Anm. des Übersetzers: Mayor, Kommandant, Kommandeur), und den habe ich nicht verändert &#8211; trotzdem wir viele Schlachten gewonnen haben und einen Krieg gewonnen haben &#8211; und bin weiterhin Comandante und möchte keinen anderen Dienstgrad (BEIFALL).</p>
<p>Und die moralische Auswirkung, die Tatsache, dass wir, d.h. diejenigen, die diesen Krieg begonnen haben, einen bestimmten Dienstgrad in der militärischen Hierarchie festgelegt hatten, führte dazu, dass sich niemand hier getraut hat, sich einen höheren Dienstgrad als den eines Comandante zu geben – obwohl es allem Anschein nach zu viel Kommandanten gibt.</p>
<p>Ich glaube, die Bevölkerung ist einverstanden damit, dass ich klare Aussagen treffe, denn die Tatsache, so um die Rechte jedes Bürgers gekämpft zu haben, wie ich es getan habe, erteilt mir zumindest das Recht, die Wahrheit laut auszusprechen (BEIFALL). Und da außerdem die Interessen des Vaterlandes im Spiel sind, kann ich angesichts der Risiken, die plötzlich in der Kubanischen Revolution auftreten können, absolut nicht auch nur die geringste Anpassung dulden.</p>
<p>Haben alle die gleiche moralische Autorität zu sprechen? Ich sage, dass derjenige, der mehr Verdienste aufweist, mehr Autorität zum Sprechen hat, als derjenige mit geringeren Verdiensten. Ich bin der Meinung, dass die Menschen, um in moralischen Vorrechten gleich zu sein, erst bezüglich ihrer Verdienste gleichziehen müssen. Ich bin der Meinung, dass die Revolution so geendet hat, wie sie sollte, da Comandante Camilo Cienfuegos – Veteran mit zwei Jahren und einem Monat des Kampfes – (BEIFALL), Befehlshaber des Militärcamps Columbia ist; da Comandante Efigenio Ameijeiras, der in diesem Krieg drei Brüder verloren hat und Veteran der „Granma“ und Comandante aufgrund der von ihm ausgefochtenen Schlachten ist (BEIFALL), oberster Befehlshaber der Polizei der Republik ist, und da Comandante Ernesto Guevara – echter Held, Expeditionsteilnehmer der „Granma“ und Veteran mit zwei Jahren und einem Monat des Kampfes in den höchsten und rauesten Bergen von Kuba – der Befehlshaber der Festung La Cabaña (BEIFALL); und da wir als Befehlshaber jedes Regiments in den verschiedenen Provinzen jene Männer eingesetzt haben, die sich bei dieser Revolution am meisten aufgeopfert und am meisten gekämpft haben. Und da dem so ist, hat also niemand das Recht, beleidigt zu sein.</p>
<p>Allem voran soll dem Verdienst Gebühr gezollt werden, denn derjenige, der nicht dem Verdienst Gebühr zollt, ist nur ein Ambitiöser (BEIFALL); der ohne die Verdienste wie andere zu haben, die Vorrechte der anderen haben möchte.</p>
<p>Jetzt tritt die Republik, bzw. die Revolution in eine neue Etappe ein. Wäre es gerecht, dass die Ambition oder die Selbstsucht und der Personenkult das Geschick der Revolution in Gefahr bringen würden? (AUSRUFE: „NEIN!“) Woran ist die Bevölkerung interessiert, da sie hier das letzte Wort zu sagen hat? (AUSRUFE: „Freiheit!“, „Freiheit!“) Sie ist in erster Linie an den Freiheiten interessiert, an den dem Volk geraubten Rechten und am Frieden. Und sie hat sie, denn im Augenblick hat sie alle Freiheiten, alle Rechte, welche ihr die Tyrannei geraubt hatte, und sie hat den Frieden (BEIFALL).</p>
<p>Woran ist das Volk interessiert? An einer redlichen Regierung. Ist es nicht eine redliche Regierung, woran die Bevölkerung interessiert ist? (AUSRUFE: „Ja!“). Da habt ihr es: einen ehrbaren höheren Justizbeamten als Präsidenten der Republik (BEIFALL). Woran ist sie interessiert, daran, dass junge und unbescholtene Menschen die Minister der Revolutionären Regierung seien? (AUSRUFE: „Ja!“). Da habt ihr sie: analysiert einen nach dem anderen die Minister der Revolutionären Regierung und sagt mir, ob unter ihnen ein Dieb, oder ein Verbrecher oder eine unverschämte Person ist (AUSRUFE: „Nein!“).</p>
<p>Es gibt viele Menschen, die aufgrund ihrer Ehrbarkeit und Fähigkeit Minister in Kuba sein könnten, aber es können nicht alle Minister sein, denn es kann nur 14, 15 oder 16 Minister geben. Und hier ist die Bevölkerung nicht daran interessiert, dass es „Don Hinz“ bzw. „Don Kunz“ sei, sondern dass derjenige, der Minister ist, ein junger Mensch und ein ehrbarer Mensch ist. (BEIFALL). Und das Wichtige hier ist, dass die Ernannten jene Eigenschaften und Fähigkeiten besitzen, und nicht, dass es nicht „Don Hinz“ bzw. „Don Kunz“ sind, denn die Hinz und Kunz sind zum jetzigen Augenblick nicht wichtig für die Revolution und für die Republik (BEIFALL).</p>
<p>Darf jemand versuchen, dieses Land mit Blut zu beflecken, weil er nicht Minister geworden ist? (AUSRUFE: „Nein!“) Darf irgendeine Gruppe aufgrund der Tatsache, dass man ihr nicht drei oder vier Ministerposten zugesprochen hat, dieses Land mit Blut beflecken und den Frieden stören? (AUSRUFE: „Nein!“) Wenn das Regierungsteam nicht taugt, über das die Bevölkerung von Kuba im Augenblick verfügt, dann wird das Volk Zeit haben, es rauszuschmeißen1*, aber nicht an den Urnen zu wählen**, sondern es bei Wahlen rauszuschmeißen* (BEIFALL). Das ist nicht so im Fall, dass das Regierungsteam nicht geeignet bzw. ideal wäre, dann würde niemand hier eine Revolution machen oder einen Putsch, um es abzusetzen, da jedermann weiß, dass es Wahlen geben wird und wenn es nicht taugt, dann wird die Bevölkerung es übernehmen, frei das letzte Wort zu sprechen; und nicht das tun, was Batista gemacht hat, der 80 Tage vor den Wahlen gesagt hat, dass er die Regierung absetzen musste und dass dies das Patriotische sei – weil er behauptet hat, dass er jene Regierung bekämpfe, und eine Reihe Anschuldigungen gegen jene Regierung gemacht hat. Denn hier ist für immer Schluss mit den Putschen und mit den Anschlägen auf die Verfassung und das Recht (BEIFALL).</p>
<p>Es ist erforderlich, so zu sprechen, damit nicht die Demagogie und die Begriffsverwirrung und die Spalttätigkeit aufkommen und damit die Bevölkerung diesen erkennt, sobald der erste die Ohren der Ambition hervorgucken lässt. (BEIFALL). Und ich versichere euch meinerseits, da es das Volk ist, das ich führen und leiten möchte, weil es die beste Truppe ist und weil ich das Volk allen bewaffneten Kolonnen vereint vorziehe; ich sage euch, dass das Erste sein wird, was ich immer tun werde, wenn ich die Revolution in Gefahr sehe, das Volk zusammenzurufen (BEIFALL). Denn indem wir zum Volk sprechen, können wir Blutvergießen sparen; denn hier muss, bevor ein einziger Schuss abgegeben wird, erst tausend Mal das Volk zusammengerufen werden und zum Volk gesprochen werden, damit das Volk ohne Schießerei die Probleme löst. Ich habe Vertrauen in das Volk, und das habe ich bewiesen, ich weiß, was das Volk kann, und ich glaube, das habe ich bewiesen, ich sage euch, wenn das Volk will, dann wird hier in diesem Land niemals wieder ein Schuss erklingen (BEIFALL). Denn die öffentliche Meinung hat eine außerordentliche Kraft und einen außerordentlichen Einfluss, besonders, wenn keine Diktatur vorhanden ist. In der Zeitspanne der Diktatur ist die öffentliche Meinung ein Nichts, aber zu Zeiten der Freiheit der öffentlichen Meinung ist sie alles, und die Gewehre müssen sich ihr beugen und vor der öffentlichen Meinung niederknien (BEIFALL). Liege ich richtig, Camilo? (AUSRUFE: „Camilo lebe hoch!”)</p>
<p>Ich spreche so zum Volk, weil ich es schon immer gemocht habe, vorauszusehen, und ich bin der Meinung, dass die Revolution, wenn ich vorausschauend zum Volk spreche, die einzigen Gefahren verhindern kann, die noch vor ihr stehen; und ich sage euch, dass sie nicht so groß sind; aber mir wäre es lieb, dass, damit die Revolution sich konsolidiere, kein einziger Tropfen kubanischen Blutes mehr zu vergießen wäre (BEIFALL).</p>
<p>Meine große Sorge besteht darin, dass nicht in drei Wochen, oder vier Wochen, oder in einem Monat, oder in einer Woche im Ausland – wo diese Revolution die Bewunderung der ganzen Welt genießt &#8211; gesagt werden muss, dass hier erneut kubanisches Blut vergossen wurde, um diese Revolution zu konsolidieren, denn dann wäre diese Revolution nicht ein Beispiel (BEIFALL).</p>
<p>Ich hätte nicht so gesprochen, als wir eine Gruppe von 12 Mann waren, denn als wir eine Gruppe von 12 Mann waren, da war alles, was wir vor uns hatten, nur kämpfen, kämpfen und kämpfen, und unter jenen Umständen bestand Verdienst darin zu kämpfen; aber heute, wo wir die Flugzeuge, die Panzer, die Geschosse und die Mehrheit der bewaffneten Männer haben, die Kriegsflotte, zahlreiche Armee-Kompanien und eine enorme Macht im militärischen Bereich (AUSRUFE: „Und das Volk!“, „Und das Volk!“) Das Volk… Ich komme auf die Idee zurück, die ich euch mitteilen wollte: heute, wo wir all das haben, beunruhigt es mich sehr, kämpfen zu sehen, denn so ist es kein Verdienst, zu kämpfen; ich würde es vorziehen, erneut mit 12 Mann ins Sierra Maestra-Gebirge zu gehen, gegen alle Panzer zu kämpfen, anstelle mit allen Panzern zu kommen, um auch nur irgendjemanden hier zu beschießen (BEIFALL).</p>
<p>Und diejenige, die ich bitte, uns sehr zu helfen, die ich von ganzem Herzen bitte, mir zu helfen, ist die Bevölkerung (BEIFALL), ist die öffentliche Meinung, um die Ambitiösen zu entwaffnen, um von vornherein diejenigen zu verurteilen, die von jetzt an beginnen, ihre wahre Absicht zu verraten (BEIFALL).</p>
<p>Ich werde mich heute nicht in persönlichen bzw. spezifischen Angriffen auslassen, da das gerade erst geschehen ist und es noch zu früh ist, öffentliche Polemiken zu führen – obwohl, wenn dies erforderlich wird, dann ist das für mich kein Problem, denn ich werde das erhobenen Hauptes tun und bin bereit, mit der Wahrheit in der Hand zu diskutieren -, und weil eine sehr große Freude in der Bevölkerung vorhanden ist, und in der Masse der Kämpfer, ich werde nicht sagen, bei allen ihren Befehlshabern und führenden Köpfen, obwohl bei der Mehrheit der führenden Köpfe, denn bei der Mehrheit von ihnen – und da habt ihr zum Beispiel Carlos Prío Socarrás, der mit einer Haltung nach Kuba gekommen ist, der Revolution bedingungslos zu helfen, wie er sagt, und absolut nach nichts zu trachten – (BEIFALL); er hat nicht gegen die Tatsache protestiert, er hat absolut nicht protestiert, er hat weder die geringste Beanstandung noch die geringste Ablehnung gegen das Kabinett gezeigt, er weiß, dass es sich um ein Kabinett ehrbarer Menschen und junger Menschen handelt, die es sehr gut verdient haben, dass ihnen ein Vertrauensvotum zum Arbeiten gegeben wird.</p>
<p>Und da sind die Führungskräfte anderer Organisationen, die dieselbe Bereitschaft zeigen. Und noch etwas: die Massen der Kämpfer, die Menschen, die gekämpft haben und die sich allein von Idealen leiten lassen, die Menschen, die gekämpft haben, die aller Organisationen, die haben alle eine sehr patriotische Haltung und sehr revolutionäre und großmütige Gefühle, denn sie werden immer so denken, wie das Volk denkt, denn ich bin sicher, dass derjenige, der die Verrücktheit zu begehen versucht, einen Bürgerkrieg zu verursachen, die Verurteilung des gesamten Volkes haben wird (BEIFALL), und von den einfachen Kämpfern verlassen wird, die ihm nicht folgen werden. Und man muss wirklich verrückt sein, um nicht nur die Macht unter den Bedingungen herauszufordern, unter denen wir sie heute haben, sondern auch die Vernunft, das Recht des Vaterlandes und das gesamte Volk von Kuba (BEIFALL).</p>
<p>Und ich sage all das, weil ich dem Volk eine Frage stellen möchte; weil ich der Bevölkerung eine Frage stellen möchte, die mich sehr interessiert, und die für die Bevölkerung von äußerstem Interesse ist, sie zu beantworten: Wozu im Augenblick heimlich einen Waffenvorrat anlegen? Wozu Waffen an verschiedenen Stellen der Hauptstadt verstecken? Wozu im Augenblick Waffen schmuggeln? Wofür? Und ich sage euch, dass es Elemente einer bestimmten revolutionären Organisation gibt, die Waffen verstecken (AUSRUFE: „Los, suchen wir sie!“), die Waffenvorrat anlegen und die Waffen schmuggeln. Alle Waffen, die die Rebellenarmee aufgegriffen hat, befinden sich in den Kasernen, von diesen ist keine einzige angefasst worden, niemand hat sie mit zu sich nach Hause genommen oder sie versteckt; sie sind in den Kasernen, unter Verschluss; in Pinar del Rio genauso wie in der Festung La Cabaña, wie im Militärcamp Columbia, wie in Matanzas, wie in Santa Clara, in Camagüey und in Oriente (im Ostteil); es sind nicht Lastwagen voll Waffen beladen worden, um sie irgendwo zu verstecken, denn diese Waffen müssen in den Kasernen sein.</p>
<p>Ich werde euch eine Frage stellen, denn die Probleme löst man, indem man klar spricht und sie analysiert, und ich bin bereit, alles das zu tun, was mir möglich ist, um sie so zu lösen, wie sie gelöst werden müssen: mit Vernunft und Intelligenz, und unter Einfluss der öffentlichen Meinung, die es ist, welche befiehlt, und nicht mit Gewalt; denn wenn ich an die Gewalt glauben würde, dass sie mit Gewalt zu lösen wären, dann müsste man nicht mit dem Volk sprechen, dann müsste man ihm nicht dieses Problem vorlegen, sondern hingehen, jene Waffen zu suchen (BEIFALL).</p>
<p>Und was hier erreicht werden muss, ist, dass die revolutionären Kämpfer, die idealistischen Menschen, die durch jenes Manöver getäuscht werden können, jene falschen „Führerlein“, die jene Haltung einnehmen, verlassen, und sich an die Seite des Volkes stellen, dem sie vor allem dienen müssen.</p>
<p>Ich werde euch eine Frage stellen: Waffen wozu, um gegen wen zu kämpfen? Gegen die Revolutionäre Regierung, die die Unterstützung des gesamten Volkes hat? (AUSRUFE: „Nein!“) Ist es etwa dasselbe, wenn der Richter Urrutia die Republik regiert, als wenn Batista die Republik regiert? (AUSRUFE: „Nein!“) Waffen wozu? Gibt es eine Diktatur hier? (AUSRUFE: „Nein!“) Werden sie gegen eine freie Regierung kämpfen, die die Rechte der Bevölkerung achtet? (AUSRUFE: „Nein!“) Jetzt, wo es keine Zensur gibt, wo die Presse vollkommen frei ist, freier als je, und außerdem die Sicherheit hat, dass sie es für immer sein wird, ohne dass es hier erneut eine Zensur geben wird? (BEIFALL) Jetzt, wo die gesamte Bevölkerung sich frei versammeln kann? Jetzt, wo es weder Folter noch politische Gefangene, noch Morde oder Terror gibt? Jetzt, wo es nur Freude darüber gibt, dass alle Führungskräfte in den Gewerkschaften, die Verräter waren, abgesetzt worden sind, und wo unmittelbar in allen Gewerkschaften zu Wahlen aufgerufen werden wird? (BEIFALL) Wo alle Rechte der Bürger wiederhergestellt worden sind, wo in der kürz möglichsten Zeit zu Wahlen aufgerufen werden wird, wozu dann Waffen? Wozu Waffen verstecken? Um den Präsidenten der Republik unter Druck zu setzen bzw. zu erpressen? Um hier zu drohen, den Frieden zu brechen? Um Gangster-Organisationen zu schaffen? Werden wir etwa in das Gangsterunwesen zurückkehren? Werden wir etwa zur täglichen Schießerei auf den Straßen der Hauptstadt zurückkehren? Waffen, wozu?</p>
<p>Also ich sage euch, dass vor zwei Tagen Elemente einer bestimmten Organisation in eine Kaserne gegangen sind, die Kaserne San Antonio, eine Comandante Camilo Cienfuegos unterstehende Kaserne, und mir als Comandante en Jefe (Oberstem Befehlshaber) aller Streitkräfte unterstehend, und haben die dort aufbewahrten Waffen mitgenommen, sie haben 500 Waffen weggenommen und 6 Maschinengewehre und 80 000 Gewehrkugeln bzw. Geschosse (AUSRUFE: „Los, suchen wir sie!“).</p>
<p>Und ich sage euch ehrlich, es hätte keine schlimmere Provokation begangen werden können. Denn dies jenen Männern anzutun, die es verstanden haben, während zwei Jahren hier für das Land zu kämpfen, Männern, die heute die Verantwortung für den Frieden des Landes tragen und die die Dinge gut machen wollen, das ist eine Gemeinheit und ist eine nicht zu rechtfertigende Provokation.</p>
<p>Und was wir gemacht haben, ist nicht, hinzugehen und jene Waffen zu suchen; denn es ist so – wie ich euch schon vorher gesagt habe – dass wir mit dem Volk sprechen und den Einfluss der öffentlichen Meinung nutzen wollen, damit jene „Führerlein“, die hinter diesen kriminellen Manövern stecken, ohne Truppen bleiben, damit die idealistischen Kämpfer – und diejenigen, die in jeder Organisation hier gekämpft haben, sind echte Idealisten – es wissen, damit jene zur Verantwortung für diese Taten gezogen werden.</p>
<p>Und deshalb haben wir uns nicht einmal provozieren lassen, wir haben sie wegen diesem Waffenraub vollkommen in Ruhe gelassen, einem nicht zu rechtfertigenden Raub, denn hier gibt es keine Diktatur und niemand befürchtet, dass wir zu Diktatoren werden, und ich werde euch sagen, warum, ich werde es euch sagen: derjenige wird zum Diktator, der nicht die Unterstützung des Volkes hat und so zur Gewalt greifen muss, da er über keine Stimmen verfügt, wenn er zur Wahl antreten muss (BEIFALL). Wir können nicht zu Diktatoren werden, wir, die wir so viel Zuneigung im Volk gesehen haben, eine einstimmige, vollkommene und absolute Zuneigung im Volk; abgesehen von unseren Prinzipien, denn wir werden niemals die Plumpheit begehen, eine Stellung mit Gewalt zu bekleiden, denn das ist uns zuwider, denn wir sind nicht umsonst die Anführer dieses Kampfes gegen die ekelhafte und scheußliche Tyrannei gewesen (BEIFALL).</p>
<p>Wir werden niemals die Gewalt benötigen, denn wir haben die Unterstützung des Volkes, und außerdem, an dem Tag, an dem das Volk uns ein unfreundliches Gesicht macht, uns einfach nur ein unfreundliches Gesicht macht, da gehen wir (BEIFALL). Denn wir sehen das als eine Pflicht an, nicht als ein Vergnügen; wir sehen das als eine Arbeit an, denn nicht umsonst schlafen wir nicht, ruhen wir uns nicht aus und essen wir nicht, während wir die Insel abfahren und ehrlich arbeiten, um unserem Land zu dienen; nicht umsonst besitzen wir nichts, und nicht umsonst werden wir Menschen sein, die nichts haben (BEIFALL UND AUSRUFE: „Doch, du hast das Volk!“). Und das Volk wird uns niemals bei etwas Unmoralischem sehen und auch nicht irgendjemandem Privilegien erteilend oder eine Ungerechtigkeit tolerierend, oder stehlend oder uns bereichernd und auch nicht bei anderen Dingen dieser Art; denn die Macht verstehen wir als ein Opfer, und glaubt mir, wenn dem nicht so wäre, dann wäre es besser – wenn es nicht eine Pflicht wäre, die man zu erfüllen hat &#8211; nach all den Beweisen der Zuneigung, die mir von der Bevölkerung zuteil geworden sind, nach all den grandiosen Bekundungen, zu gehen, sich zurückzuziehen oder zu sterben; denn nach so viel Zuneigung und so viel Vertrauen macht es einem Angst, dem Volk nicht alles so erfüllen zu können, wie man es tun muss! (LANG ANHALTENDER BEIFALL).</p>
<p>Und wenn es nicht wegen jener Pflicht wäre, wenn es nicht wegen jener Pflicht wäre – das sage ich – dann würde ich mich vom Volk verabschieden und die mir heute dargebrachte Zuneigung für immer bewahren, und dass man mich mit den gleichen Mut machenden Worten anruft, wie es heute geschehen ist.</p>
<p>Ich weiß jedoch, dass die Machtausübung eine harte, komplizierte Aufgabe ist, dass unsere Aufträge und Aufgaben so sind, wie dieses vor uns stehende Problem, wirklich ein schwieriges Problem und voller Bitterkeit, und man geht es an, weil das einzige, was man zu dieser Stunde nicht zum Volk sagen wird, ist: „Ich gehe.“ (AUSRUFE: „Der Vater des Vaterlandes, er lebe hoch!“; GEFOLGT VON GESCHLOSSENEM BEIFALL).</p>
<p>Außerdem gibt es noch einen weiteren Grund, weshalb uns die Gewalt nicht gefällt: wenn sich eines Tages hier jemand mit Gewalt in Waffen erheben würde, und es ist so, dass ich mich trauen würde, den schlimmsten Feind zu rufen, denjenigen, der am wenigsten mit mir sympathisiert, wenn dieser bereit wäre, dem Volk gegenüber seiner Pflicht nachzukommen, und würde ihm sagen: „Schauen Sie, nehmen Sie alle jene Streitkräfte, alle jene Truppen und alle jene Waffen“, und ich würde ganz ruhig bleiben, weil ich weiß, dass ich an dem Tag, wo jener sich mit Gewalt erheben würde, erneut ins Sierra Maestra-Gebirge gehen würde und dann würden wir schon sehen, wie lange jene Diktatur dort an der Macht dauern würde (BEIFALL).</p>
<p>Ich bin der Meinung, dass dies mehr als ausreichende Gründe sind, damit jedermann überzeugt ist, dass wir nicht daran interessiert sind, irgendeine Macht mittels Gewalt zu kontrollieren.</p>
<p>Der Präsident der Republik hat mich mit der heikelsten aller Aufgaben beauftragt, mit der Aufgabe, die bewaffneten Einrichtungen der Republik umzuorganisieren und mir das Amt des Oberbefehlshabers aller Luft-, See- und Bodenstreitkräfte der Nation übertragen (BEIFALL UND AUSRUFE: „Du hast es verdient!“). Nein, ich habe es nicht verdient, denn es ist ein Opfer für mich, und schließlich ist dies für mich weder ein Grund zum Stolz noch zur Eitelkeit, für mich ist es ein Opfer. Aber ich möchte, dass das Volk mir sagt, ob es der Meinung ist, dass ich diese Funktion übernehmen soll (LANG ANHALTENDER BEIFALL UND AUSRUFE: „Ja!“)</p>
<p>Ich bin der Meinung, da wir mit 12 Mann eine Armee gebildet haben und diese 12 Mann heute den Einrichtungen der Streitkräfte vorstehen, ich bin der Meinung, da wir unserer Armee gelehrt haben, dass man einen Gefangenen nie ermordet, dass man einen Verletzten nie im Stich lässt, dass man einen Häftling niemals schlägt, dann sind wir diejenigen, die allen militärischen Einrichtungen der Republik dieselben Dinge beibringen können, die wir jener Armee beigebracht haben (BEIFALL). Um Streitkräfte zu haben, wo kein einziger ihrer Mitglieder erneut einen Häftling schlägt, oder ihn foltert oder ihn ermordet (BEIFALL). Und außerdem können wir als Brücke zwischen den Revolutionären und den ehrbaren Militärangehörigen dienen, jenen, die weder gestohlen noch ermordet haben, denn jene Militärangehörige, die nicht gestohlen und nicht ermordet haben, werden das Recht haben, weiterhin den Streitkräften anzugehören (BEIFALL); so wie ich euch ebenfalls sage, dass niemand denjenigen, der gemordet hat, vor dem standrechtlichen Erschießen retten kann (LANG ANHALTENDER BEIFALL).</p>
<p>Außerdem, alle revolutionären Kämpfer, die den regulären Streitkräften der Republik angehören möchten, haben das Recht dazu, unabhängig davon, welchen Organisationen sie angehören, und dies mit ihren Dienstgraden… die Türen stehen allen revolutionären Kämpfern offen, die kämpfen möchten und die eine Aufgabe zum Wohl des Landes erfüllen wollen. Und da das so ist, da es Freiheiten gibt, da es eine Regierung junger und ehrbarer Menschen gibt, da das Land zufrieden ist, da es Vertrauen in jene Regierung hat und in die Männer, die die Streitkräfte befehligen, da es Wahlen geben wird, da die Türen allen offen stehen, warum also Waffen einlagern?</p>
<p>Ich möchte, dass ihr mir sagt, ob die Bevölkerung möchte, dass Frieden ist, oder ob sie möchte, dass an jeder Ecke ein mit einem Gewehr bewaffneter Typ steht; ich möchte, dass ihr mir sagt, ob die Bevölkerung damit einverstanden ist bzw. der Meinung ist, dass es richtig ist, dass jeder der hier will, eine Privatarmee hat, die allein ihrem Boss gehorcht (AUSRUFE: „Nein!“); ob es so Ordnung und Frieden in der Republik geben kann (AUSRUFE: „Nein!“).</p>
<p>(JEMAND RUFT: „Säuberung der Streitkräfte!“) Gründliche Säuberung, nicht nur eine einfache (BEIFALL).</p>
<p>(AUSRUFE: „Sag etwas über Raúl!“) Raúl ist in der Moncada-Kaserne, d.h. dort, wo er jetzt sein muss.</p>
<p>Und dies sind die Probleme, die ich heute dem Volk vorlegen wollte. Die Waffen müssen so schnell als möglich von den Straßen fort, die Waffen müssen von den Straßen verschwinden (BEIFALL). Denn der Feind steht nicht mehr direkt gegenüber, es braucht nicht mehr gegen irgendjemand gekämpft zu werden; und wenn eines Tages gegen einen fremden Feind bzw. gegen eine gegen die Revolution gehende Bewegung gekämpft werden muss, dann werden nicht nur einige Wenige sondern ein ganzes Volk kämpfen (LANG ANHALTENDER BEIFALL).</p>
<p>Die Waffen müssen in den Kasernen sein, niemand hat hier das Recht, Privatarmeen zu haben (BEIFALL).</p>
<p>Jene Elemente, die mit jenen verdächtigen Machenschaften beschäftigt sind, haben vielleicht einen Vorwand dafür in der Tatsache gefunden, dass ich und meine Kameraden ernannt wurden für eine Arbeit, die der Präsident zugewiesen hat, und haben davon gesprochen, dass es eine politische Armee gäbe. Politische Armee? Wo doch, wie ich euch schon sagte, das gesamte Volk hinter uns steht, das in Wirklichkeit unsere politische Armee ist.</p>
<p>Heute will ich die Bevölkerung darauf aufmerksam machen, und die kubanischen Mütter darauf aufmerksam machen, dass ich immer alles, was in unserer Macht steht, unternehmen werde, um alle Probleme zu lösen, ohne auch nur einen Blutstropfen zu vergießen (BEIFALL). Ich möchte den kubanischen Müttern sagen, dass hier niemals wieder durch unserer Schuld auch nur ein einziger Schuss abgegeben werden wird; und ich möchte die Bevölkerung darum bitten, wie ich auch die Presse bitten möchte, wie ich auch alle gesunden und verantwortungsbewussten Menschen des Landes bitten möchte, dass sie uns helfen, diese Probleme mit Unterstützung der öffentlichen Meinung zu lösen, nicht mit Kompromissen, denn wenn die Leute sich bewaffnen und drohen, damit man ihnen etwas gibt, dann ist das unmoralisch, und das werde ich niemals akzeptieren (BEIFALL). Denn nachdem bestimmte Individuen Waffen einzulagern begonnen haben, sage ich hier, dass ich nicht das geringste Zugeständnis akzeptieren werde, denn das würde bedeuten, die Moral der Revolution zu demütigen (BEIFALL). Was getan werden muss besteht darin, dass derjenige, der nicht den regulären Streitkräften der Republik angehört – denen anzugehören jeder revolutionäre Kämpfer das Recht hat -, die Waffen in die Kasernen zurückbringt, denn hier werden Waffen überflüssig sein, da es keine Tyrannei mehr gibt und es ist nachgewiesen, dass die Waffen nur taugen, wenn man Recht hat, und wenn das Volk hinter einem steht, und im gegenteiligen Fall dienen sie allein dazu, zu morden und Missetaten zu begehen (BEIFALL).</p>
<p>Ich möchte der Bevölkerung außerdem sagen, dass sie sicher sein kann, dass die Gesetze des Landes geachtet werden und dass es hier weder Gangsterunwesen noch Cliquenwirtschaft noch Banditentum geben wird; einfach deswegen, weil es keine Duldsamkeit geben wird. Die Waffen der Republik sind heute in den Händen der Revolutionäre. Ich hoffe, dass diese Waffen niemals verwendet werden müssen, aber an jenem Tag, wenn das Volk es befiehlt, um seinen Frieden, seine Ruhe und seine Rechte abzusichern, wenn das Volk darum bittet, wenn das Volk es will, wenn es eine Notwendigkeit wäre, dann werden diese Waffen das erfüllen, was sie erfüllen müssen, und sie werden einfach ihre Pflicht erfüllen (BEIFALL).</p>
<p>Niemand soll glauben, dass wir uns provozieren lassen, denn wir sind zu gelassen, um uns provozieren zu lassen, denn wir haben sehr große Verantwortungen, um uns jemals beim Maßnahmetreffen zu überstürzen, bzw. zu prahlen oder ähnliche Dinge, und ich bin vollkommen überzeugt, dass hier immer alle Mittel der Überzeugung und alle vernünftigen Mittel und alle menschlichen Mittel erschöpft werden müssen – und ich werde sie immer erschöpfen -, um zu verhindern, dass erneut auch nur ein einziger Blutstropfen in Kuba vergossen wird. Also braucht niemand zu befürchten, dass wir uns provozieren lassen; denn wenn uns allen die Geduld zu Ende geht, dann suchen wir mehr Geduld, und wenn uns erneut die Geduld zu Ende geht, suchen wir erneut mehr Geduld; das wird unsere Richtschnur sein (BEIFALL). Und das muss die Losung derjenigen sein, die die Waffen in ihrer Hand haben und die die Macht in der Hand haben: niemals müde werden auszuhalten, niemals müde werden, sich mit allen Bitternissen und mit allen Provokationen abzufinden, ausgenommen den Fall, wenn schon die heiligsten Interessen des Volkes in Gefahr geraten werden. Aber nur, wenn dies wirklich bewiesen wird, wenn es schon eine Forderung der gesamten Nation ist, der Presse, der bürgerlichen Einrichtungen, der Werktätigen und des gesamten Volkes; wenn sie darum bitten und nur wenn sie darum bitten. Und was ich immer tun werde, unter jedem von diesen Umständen, das ist, zu kommen und dem Volk zu sagen: „Seht, es ist dies und das geschehen.“</p>
<p>Dieses Mal habe ich die Namen ausgelassen, denn ich möchte nicht die Atmosphäre vergiften, ich möchte nicht die Spannung erhöhen; ich möchte einfach nur das Volk auf diese Gefahren aufmerksam machen, denn es wäre sehr traurig, dass diese Revolution, die so viel Opfer gekostet hat – und nicht dass sie vereitelt würde, denn diese Revolution wird auf keine Art und Weise vereitelt, denn es ist ja bekannt, dass, zusammen mit dem Volk und mit allem, was es zum Wohl des Volkes gibt, nicht die geringste Gefahr besteht -, aber es wäre sehr traurig, dass nach dem Amerika gegebenen Beispiel hier erneut ein Schuss fällt.</p>
<p>Es stimmt, dass bei fast allen Revolutionen nach dem Kampf ein weiterer Kampf folgt, und dann noch einer – schaut euch die Geschichte aller Revolutionen an, in Mexiko und überall. Es schien jedoch, dass diese eine Ausnahme sein würde, wie sie eine Ausnahme bei allem Anderen gewesen ist; sie war außerordentlich bei allem Anderen, und wir möchten, dass sie auch durch die Tatsache so außerordentlich bliebe, dass hier kein einziger Schuss mehr fällt; und ich glaube, dass das gelingt. Ich glaube, dass die Revolution siegen wird, ohne dass auch nur noch ein einziger Schuss fällt. Und wisst ihr warum? Weil der im Land entwickelte Bewusstseinsgrad wirklich bewundernswert ist, die staatsbürgerliche Verantwortung dieses Volkes, die Disziplin dieses Volkes, der Geist dieses Volkes; ich bin wirklich stolz auf das gesamte Volk, ich habe ein außerordentliches Vertrauern in das Volk von Kuba (BEIFALL). Sich für unser Volk aufzuopfern, ist der Mühe wert.</p>
<p>Heute hatte ich das Vergnügen, vor der versammelten Presse ein Beispiel zu geben: eine große Menschenmenge war vor dem Präsidentenpalast versammelt, und man sagte mir, dass 1 000 Mann erforderlich seien, um dort herauszukommen; so habe ich mich schließlich hingestellt und die Bevölkerung gebeten, sie möchte zwei Reihen bilden, und gesagt, dass kein einziger Mann erforderlich sei, dass ich allein dort gehen würde, und in wenigen Minuten haben die Leute ihre zwei Reihen gebildet und wir sind dort entlang gegangen, ohne ein Problem irgendeiner Art. Das ist das Volk von Kuba, und dieser Beweis erfolgte vor allen Journalisten (BEIFALL).</p>
<p>Von jetzt an hören die freundlichen Empfänge und Beifallsbekundungen auf; von jetzt an gilt für uns: arbeiten, morgen wird genau so ein Tag wie jeder andere sein, und alle anderen ebenso, und wir werden uns an die Freiheit gewöhnen. Jetzt sind wir zufrieden, weil wir schon lange Zeit nicht mehr frei gewesen waren, aber in einer Woche werden wir uns um andere Dinge Sorgen machen: ob wir Geld haben, die Miete zu zahlen, den Strom, das Essen, das sind die Probleme, die die Revolutionäre Regierung wirklich lösen muss, die Million Probleme, die die Bevölkerung von Kuba hat, und dafür hat sieeinen aus jungen Leuten bestehenden Ministerrat, von denen ich weiß, dass sie voller Enthusiasmus sind, bezüglich deren ich sicher bin, dass sie die Republik verändern werden, da bin ich sicher (LANG ANHALTENDER BEIFALL). Außerdem, weil es einen Präsidenten gibt, der sicher in seinem Amt ist, dem keinerlei Gefahr droht, denn die Gefahren, von denen ich gesprochen habe, sind nicht jene Gefahren, dass das Regime irgendwie Gefahr liefe, gestürzt zu werden, diese sind tausend Meilen entfernt davon; ich sprach von der Gefahr, dass auch nur ein einziger weiterer Tropfen Blut vergossen würde. Aber der Präsident der Republik ist konsolidiert, schon von allen Nationen anerkannt – nicht von allen, aber sehr schnell anerkennen ihn alle Nationen der Welt -, und verfügt über die Unterstützung der Bevölkerung und unsere Unterstützung, die Unterstützung der revolutionären Kräfte; und eine echte Unterstützung, eine Unterstützung ohne Bedingungen, eine Unterstützung ohne um etwas zu bitten oder etwas zu fordern, denn hier haben wir um das Vorrecht der Zivilmacht gekämpft und das werden wir beweisen, dass für uns die Prinzipien vor jeglicher anderer Erwägung stehen und dass wir nicht aus Ambition gekämpft haben.</p>
<p>Ich bin der Meinung, dass wir ausreichend bewiesen haben, ohne Ambitionen gekämpft zu haben. Ich glaube, dass kein Kubaner auch nur den geringsten Zweifel darüber hegt.</p>
<p>Sodass wir jetzt alle viel arbeiten müssen. Ich meinerseits bin bereit, mein Bestmögliches zum Nutzen des Landes zu tun, und weiß, dass alle meine Kameraden es ebenso sind, und dass der Präsident der Republik es ist, und dass alle Minister es sind, die nicht rasten werden. Und ich versichere euch, wenn heute jemand aus Kuba weggeht und in zwei Jahren zurückkommt, dann wird er diese Republik nicht wiedererkennen.</p>
<p>Ich sehe einen außerordentlichen Zusammenarbeitsgeist im gesamten Volk, ich sehe die Presse, die Journalisten, alle Sektoren des Landes, wie sie begierig sind zu helfen, und das ist es, was gebraucht wird. Es ist so, dass die Bevölkerung von Kuba viel gelernt hat, und in diesen sieben Jahren hat sie für siebzig gelernt. Es ist gesagt worden, dass der Putsch ein Zurückbleiben von fünfundzwanzig Jahren bedeutet hat, wenn dem so gewesen ist – und jenes war wirklich ein Rückschritt von fünfundzwanzig Jahren -, dann haben wir jetzt einen Vormarsch von fünfzig gemacht. Die Republik ist nicht wiederzuerkennen: keinerlei Biertischpolitik, keinerlei Laster, keinerlei Glücksspiel, keinerlei Raub. Wir haben gerade erst vor wenigen Tagen begonnen und schon ist die Republik nicht wiederzuerkennen.</p>
<p>Jetzt steht noch eine große Arbeit vor uns. Alle Fragen bezüglich der Streitkräfte sind Angelegenheiten, die zu unseren zukünftigen Tätigkeiten in Beziehung stehen werden, aber außerdem werden wir immer alles in unserer Macht stehende für das gesamte Volk tun, denn ich bin nicht Militär von Beruf, und schon gar nicht Berufsoffizier; ich werde die minimale Zeit hier sein und wenn ich hier fertig sein werde, werde ich andere Dinge tun, denn ehrlich, ich werde hier dafür nicht gebraucht (AUSRUFE). Ich meine damit, dass man mich nicht für die Tätigkeiten militärischer Art brauchen wird, ich habe andere Erwartungen, von anderer Art. Und genau das, unter andern Dingen: an jenem Tag, wo ich schießen, kämpfen, eine Besorgnis begründen möchte, gibt es hier viel freies Feld, wo man die Dinge tun kann (BEIFALL).</p>
<p>(AUSRUFE: „Es müssen Arbeitsplatz-Quellen gefördert werden!“) Wenn wir nicht alle diese Probleme lösen, dann wäre dies nicht eine Revolution, Kameraden, denn ich bin der Meinung, dass das Hauptproblem der Republik im Augenblick und das, was die Bevölkerung demnächst benötigen wird, wenn erst die Siegesfreude verklingt, Arbeit ist, d.h. die Art und Weise, sich auf anständige Weise ihren Lebensunterhalt zu verdienen (BEIFALL).</p>
<p>Aber nicht nur das, Kameraden; es gibt tausende Dinge mehr, über die ich in all diesen Tagen gesprochen habe, und die ich mir vorstellen kann, dass ihr sie über Rundfunk gehört habt oder über die Presse, mancher mehr, der andere weniger, und außerdem werden wir auch nicht alle Themen an einem einzigen Abend ausschöpfen.</p>
<p>Wir werden weiterhin über die von mir heute angesprochenen Probleme nachdenken und so wollen wir den langen Tag abschließen – und obwohl ich gar nicht erschöpft bin, weiß ich doch, dass ihr nach Hause zurückkehren müsst und das ist weit. (AUSRUFE: „Das macht nichts!“, „Sprich weiter!“)</p>
<p>Ich hatte die Vereinbarung getroffen, heute Abend um 10:30 Uhr oder zu jeglicher anderer Uhrzeit zum Programm „Ante la Prensa“ (Vor der Presse) zu erscheinen und jetzt ist es schon 1:30 Uhr (AUSRUFE: „Morgen!“) Nun gut, ich werde es für morgen lassen.</p>
<p>Ihr werdet die Möglichkeit haben, über die Presse, über Rundfunk und über alle möglichen Medien die Minister zu hören.</p>
<p>Alle meine langzeitigen Freunde &#8211; von der Schule, aus dem Wohngebiet -, sie sind von überall her gekommen. Ich könnte euch beinahe sagen, dass ich schon alle Kubaner kenne…</p>
<p>Und ich sagte euch, dass ihr die Möglichkeit haben werdet, die Minister zu hören, von denen jeder seine Pläne hat und sein Programm darlegen wird; und jeder der Männer im Ministerrat ist eng gegenseitig mit allen weiteren revolutionären Elementen durchdrungen.</p>
<p>Der Präsident der Republik, mit dem ihm zustehenden Recht – denn er wurde bedingungslos gewählt -, hat eine Mehrheit der Minister aus der Bewegung 26 de Julio gewählt. Er hatte das Recht, und als er um unsere Mitarbeit bat, hat er diese vollständig bekommen, und wir übernehmen die Verantwortung für diese Revolutionäre Regierung.</p>
<p>Was ich schon anderswo gesagt habe: niemand soll glauben, dass die Dinge von Heute auf Morgen gelöst werden können. Der Krieg wurde nicht an einem einzigen Tag gewonnen, und nicht an zwei oder drei, und es musste hart gekämpft werden; die Revolution wird ebenfalls nicht an einem einzigen Tag gewonnen werden, und es wird auch nicht alles, was getan werden wird, an einzigem Tag gemacht. Außerdem habe ich der Bevölkerung bei anderen Kundgebungen gesagt, dass sie nicht glauben soll, dass die Minister Weise sind – angefangen dabei, dass keiner von ihnen vorher Minister gewesen ist, oder fast keiner. D.h. niemand weiß, ein Minister zu sein, das ist etwas Neues für sie; sie sind jedoch voller guter Absichten. Und ich sage hierzu, ebenso wie ich es über die Befehlshaber der Rebellenarmee sage: schaut, Comandante Camilo Cienfuegos hatte keine Ahnung vom Krieg, verstand es nicht, mit einer Waffe umzugehen, er wusste hiervon absolut nichts. Und Che wusste nichts; als ich Che in Mexiko kennen gelernt habe, war dieser damit beschäftigt, Kaninchen zu sezieren und medizinische Forschungen durchzuführen. Raúl wusste ebenfalls nichts; Efigenio Ameijeiras auch nicht; und am Anfang wussten sie gar nichts von Kriegsführung und zum Schluss konnte man ihnen sagen, wie ich ihnen gesagt habe: „Comandante, rücke auf das Militärcamp Columbia vor und nimm es ein“; „Comandante, rücke auf die Festung La Cabaña vor und nimm sie ein“; „Rücke auf Santiago vor und nimm die Stadt ein“, und ich wusste, dass sie diese einnehmen würden&#8230; (LANG ANHALTENDER BEIFALL). Warum? Weil sie gelernt hatten.</p>
<p>Möglicherweise werden die Minister jetzt nicht große Erfolge haben, aber ich bin sicher, dass sie es in ein paar Monaten verstehen werden, alle Probleme zu lösen, die ihnen von der Bevölkerung vorgelegt werden, denn sie haben das Wichtigste: den Wunsch, dass es ihnen gelingt und dem Volk zu helfen; und vor allem bin ich sicher, dass keiner von ihnen jemals einen der klassischen Fehler der Minister begehen wird. Ihr wisst, welcher das ist, nicht wahr? (AUSRUFE: „Stehlen!“, „Stehlen!“) Oh, woher wisst ihr das?</p>
<p>Also vor allem das: die Moral, die Rechtschaffenheit jener Kameraden. Sie sind vielleicht keine Weisen, denn hier ist niemand ein Weiser, aber ich versichere euch, dass sie Rechtschaffenheit im Überfluss haben, das ist es, was verlangt wird. Ist es nicht das, worum die Bevölkerung immer gebeten hat, eine rechtschaffene Regierung? (AUSRUFE: „Ja!“) so werden wir ihnen schließlich ein Vertrauensvotum erteilen und warten (AUSRUFE). Ja die meisten sind von der „26“, aber wenn sie dafür nicht geeignet sind, dann kommen danach die von der 27 oder der 28. Wir wissen, dass es viele befähigte Leute in Kuba gibt, aber nicht alle können Minister sein. Oder hat etwa die „26 de Julio“ nicht das Recht, einen Versuch zu machen, die Republik zu regieren? (AUSRUFE: „Ja!”).</p>
<p>Das ist also alles für heute. Es ist wirklich nur noch eins zu sagen… Wenn ihr wüsstet, sobald ich mit dem Volk zusammentreffe, dann fällt die Müdigkeit von mir ab, der Hunger, alles. Euch geht es ebenso mit der Müdigkeit, nicht wahr?</p>
<p>(AUSRUFE: „Ja!”)</p>
<p>Das Wichtige, bzw. das, was ich euch noch sagen wollte, ist Folgendes: Ich glaube, dass die heutigen Kundgebungen der Bevölkerung von Havanna, die Massenkundgebungen von Heute, die kilometerlange Menschenmenge – denn das war erstaunlich, ihr habt es gesehen; das wird in den Filmen, auf den Fotos zu sehen sein -, ich glaube ehrlich, dass das eine Übertreibung der Bevölkerung gewesen ist, denn es ist viel mehr, als wir verdienen (AUSRUFE: “Nein!“).</p>
<p>Ich weiß außerdem, dass wir niemals wieder in unserem Leben eine ähnliche Menschenmenge erleben werden, ausgenommen zu einem weiteren Anlass – bei dem ich sicher bin, dass sich erneut große Menschenmengen versammeln werden – und das ist der Tag, an dem wir sterben, denn, wenn man uns zu Grabe tragen werden muss, an jenem Tag, werden sich erneut so viele Leute wie heute versammeln, denn wir werden niemals unser Volk enttäuschen!</p>
<p>(OVATION.)</p>
<p>STENOGRAPHISCHE VERSION DES SEKRETARIATS DES PREMIERMINISTERS</p>
<p>Source: <a href="http://www.fidelcastro.cu/es/node/77406?fbclid=IwAR16fu4gcQiA2lNBlEUCgH2-EWwpilfimUh-yABLAyzjwTEunGYFUsS6Qbk"  target="_blank" rel="nofollow"><strong>Fidel, soldado de las ideas</strong></a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Unsere Helden und Märtyrer werden nie vergessen werden</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Jul 2019 19:53:07 +0000</pubDate>
<dc:creator>Cubadebate</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Erste Sekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas, Armeegeneral Raúl Castro Ruz, würdigte am gestrigen Dienstag auf dem Friedhof Santa Ifigenia die Märtyrer der kubanischen Revolution an dem Tag, der seit 1959 dazu ausgewählt wurde, all jene zu ehren, die ihr Leben für das Wohl der Nation opferten.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-4533" alt="Raúl-rinde-homenaje-a-Martí-580x435-460x334" src="/files/2019/07/Raúl-rinde-homenaje-a-Martí-580x435-460x334.jpg" width="300" height="251" />Der Erste Sekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas, Armeegeneral Raúl Castro Ruz, würdigte am gestrigen Dienstag auf dem Friedhof Santa Ifigenia die Märtyrer der kubanischen Revolution an dem Tag, der seit 1959 dazu ausgewählt wurde, all jene zu ehren, die ihr Leben für das Wohl der Nation opferten.</p>
<p>Kurz nach vier Uhr nachmittags begann vor dem Mausoleum des Apostels die Ehrung mit der Zeremonie des Wachwechsels, die jede halbe Stunde stattfindet, aber normalerweise nicht begleitet wird von den Klängen der Elegie an José Martí, komponiert von Comandante Juan Almeida Bosque, und durch die Kampfkunst der jungen Soldaten.</p>
<p>Der Armeegeneral, begleitet von Beatriz Johnson Urrutia, Vizepräsidentin des Staatsrates und Präsidentin der Provinzversammlung, sowie anderen Funktionären der Provinz, legte Blumen vor dem mit der Nationalflagge bedeckten Sarg nieder, in dem die Überreste des „Größten der Kubaner“ ruhen.</p>
<p>Raul ging dann zum Stein aus der Sierra Maestra, der seit dem 4. Dezember 2016 die Asche des Comandante en Jefe hütet. Eine weiße Rose und seine Hand auf dem Stück Marmor, in das ein einziges Wort eingraviert ist – Fidel – war der einfache Akt der Erinnerung an den geliebten Bruder und Führer der Revolution.</p>
<p>Die Hommage setzte sich fort an den Denkmälern von Carlos Manuel de Céspedes und Mariana Grajales, Vater und Mutter des Vaterlandes und heilige Symbole unserer Geschichte</p>
<p>Ein Moment besonderer Emotionen fand vor dem einfachen Pantheon der Familie País García statt, als man an diesem 30. Juli des 62. Jahrestags des Mordes am helllichten Tag in einer Straße in Santiago an dem jungen Frank zu gedenken, dem David des Untergrundkampfes, einem der von den Schergen der Batista-Tyrannei meistgesuchten Männer. Neben ihm wurde damals sein Kampfesbruder Raúl Pujol erschossen, und seitdem erinnert man sich an den Beerdigungszug, der mutig die Stadt durchquerte, während Rosenblätter von seinen Balkonen regneten.</p>
<p>Angesichts dieser ungeheuren Geschichte, die Santiago laut Fidel zur Märtyrerstadt Kubas machte, würdigte der Armeegeneral die Erinnerung an Frank País, den Jungen, der sich mit 22 Jahren den Respekt der Jugend von Santiago verdiente, die von überall auf der Insel kam, um ein besseres Land aufzubauen.</p>
<p>Die Hymne von Bayamo, ein Blumengebinde, ein Hauch von Stille und eine weitere Rose von Raul für Frank waren der Höhepunkt der Hommage an diesem „Tag der Meditation, an dem wir jedes Jahr herkommen müssen, um an die Toten der Revolution zu erinnern (…). Was wir nicht wollen, ist, dass morgen jemand sagen kann, dass unser Volk seine Toten vergessen hat.“</p>
<p>Dies sagte Fidel am 30. Juli 1959 am Institut für Sekundarlehre, in dessen Klassenzimmern die Brüder Frank und Josué studiert hatten. Folglich ist die respektvolle Haltung dieses Dienstags auf dem Friedhof Santa Ifigenia, auf dem auch Tausende von Menschen aus Santiago auf der üblichen Wallfahrt ankamen, die jedes Jahr im Juli durch die Straßen der Heldenstadt zieht, eine durchschlagende Antwort: Die Helden und Märtyrer Kubas werden niemals vergessen sein.</p>
<p><strong>(Granma)</strong></p>
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		<title>„Wenn es eines Tages nur noch einen Kubaner gibt, der an diese Revolution glaubt, werde ich dieser Kubaner sein“</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Jul 2019 19:47:27 +0000</pubDate>
<dc:creator>Cubadebate</dc:creator>
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		<description><![CDATA[u jenen Männern, die ein Volk bewegen, die Ebenen und Berge erobern, und deren Stimme die Stimme aller ist, gehörte Frank País García, der junge Revolutionär, der vor 62 Jahren mit über 20 Projektilen im Körper gefunden wurde, ermordet von Schergen der Batista-Tyrannei, die schon glaubten, ihn mit diesem Akt dem Vergessen preisgegeben zu haben, während sie ihn doch tatsächlich in die Ewigkeit erhoben.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-4532" alt="Frankpais" src="/files/2019/07/Frankpais.jpeg" width="260" height="283" />Zu jenen Männern, die ein Volk bewegen, die Ebenen und Berge erobern, und deren Stimme die Stimme aller ist, gehörte Frank País García, der junge Revolutionär, der vor 62 Jahren mit über 20 Projektilen im Körper gefunden wurde, ermordet von Schergen der Batista-Tyrannei, die schon glaubten, ihn mit diesem Akt dem Vergessen preisgegeben zu haben, während sie ihn doch tatsächlich in die Ewigkeit erhoben.</p>
<p>Kuba erinnert sich an diesen 30. Juli, an dem die Treue zur guten Sache besiegelt wurde, über die Frank País gesagt hatte: „Wenn es eines Tages nur noch einen Kubaner gibt, der an diese Revolution glaubt, werde ich dieser Kubaner sein.“ Sein unerschütterlicher Glaube an den Sieg und sein beispielhafter Mut verwandelten ihn – nach den Worten des Comandante en Jefe Fidel Castro – „in ein Symbol der ganzen Generation, die sich opferte“.</p>
<p>Erst 18 Jahre alt war er an jenem Morgen von Santa Ana, als die Schießerei, die von der Moncada kommend entfernt zu hören war, ihn aufrüttelte. Er wollte wissen, was passiert war und versuchte, die Kaserne zu erreichen, aber die Wachen hinderten ihn. Nachts gelang es ihm dennoch einzudringen, und er sah die durchlöcherten Körper auf dem Boden liegen, die er später als „voll von Blut, Kugeln und Ehre“ beschreiben würde.</p>
<p>„Nach dieser Aktion und dem anschließenden Massaker&#8221;, sagte Armeegeneral Raúl Castro, „rief Frank die Besten aus Santiagos Jugend zusammen &#8230; Er wollte den Kampf fortsetzen, an dessen Beginn er nicht teilgenommen hatte, und als die Bedingungen dazu geschaffen worden waren, setzte er auf völlig natürliche Weise (…) seine Mitkämpfer ein (&#8230;) und stellte sich selbst unter die Befehle Fidels &#8230;“</p>
<p>Als ob es weiterer Beweise für dieses Engagement, das hohe Verantwortungsbewusstsein und die unbestrittene Führungsrolle beim Kampf im Untergrund bedurft hätte, vertraute Fidel ihm am 30. November 1956 die strategische und entscheidende Mission an, in Santiago de Cuba die Waffen zu erheben zur Unterstützung der Landung der Granma, jener Expedition, die das Schicksal des Landes bestimmen sollte.</p>
<p>Von Santiago de Cuba aus musste Frank País in die Sierra Maestra hinaufsteigen, wo er den ganzen Tag lang mit Fidel sprach und die Verstärkung von Männern, Waffen und anderen Ressourcen auswertete.</p>
<p>Diese Aktionen weckten die verstärkte Aufmerksamkeit der Diktatur, die nun alle seine Schritte registrierte, sodass man ihn an jenem 30. Juli in der Calle San Germán überraschte.</p>
<p>Es heißt, dass nach den von dem berüchtigten Oberstleutnant José María Salas Cañizares angeordneten Schüssen in der Callejón del Muro die Glocken der nahe gelegenen Kirche San Francisco und auch die in anderen Winkeln der Stadt geläutet haben sollen.</p>
<p>Tausende Menschen Santiagos begleiteten die Beerdigung von Frank und seinem treuen Mitkämpfer Raúl Pujol, der als erster, nur wenige Meter entfernt, getötet worden war. Die Rosenblätter, die von Balkonen geworfen wurden, und die revolutionären Parolen erzwangen den Rückzug der Kräfte der Diktatur. Sie erschossen den „wertvollsten, nützlichsten und außergewöhnlichsten unserer Kämpfer&#8221;, wie Fidel sagte, einen dieser Männer, wie Raúl es ausdrückte, die „tief und dauerhaft in das Herz des Volkes eindringen&#8221;.</p>
<p><strong>(Granma)</strong></p>
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