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	<title>Cubadebate (Deutsch) &#187; Fidel Castro</title>
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		<title>Fehlgeschlagene Politik, die sie unverdrossen wiederkäuen</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Jun 2021 16:08:14 +0000</pubDate>
<dc:creator>Cubadebate</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Um solch widerliche und ordinäre Spektakel in ihrem eigenen Territorium zu veranstalten, machen die Vereinigten Staaten ihre eigene Stärke geltend. Sie haben sie aber auch schon in verschiedenen anderen Ländern organisiert, wie beispielsweise in ihrer Kolonie Puerto Rico, die weder ein freier noch ein assoziierter Staat ist.So entstand das berühmte Heldenepos der kubanischen Sportbewegung, Monate schon, bevor 1966 in San Juan die X. Mittelamerika- und Karibikspiele stattfanden.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img class="alignleft size-full wp-image-5339" alt="Fidel Cerro pelado" src="/files/2021/06/Fidel-Cerro-pelado1.jpg" width="300" height="253" />„In dem Versuch, unserem Land zu schaden, haben sie die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass unsere Delegation bei den Spielen Mittelamerikas und der Karibik 1966 die wichtigste Rolle gespielt hat &#8230;&#8221;</strong></p>
<p><strong>Fidel Castro Ruz</strong></p>
<p>Die Geschichte der Aggressionen der Vereinigten Staaten gegen Kuba hat seit dem Beginn der Revolution immer wieder Versuche gezeitigt, die Verdienste und das Ansehen des Landes zu schmälern. Heute ist das nicht anders, wie erst jüngst das vorolympische Baseballturnier in Florida bewiesen hat.</p>
<p>Um solch widerliche und ordinäre Spektakel in ihrem eigenen Territorium zu veranstalten, machen die Vereinigten Staaten ihre eigene Stärke geltend. Sie haben sie aber auch schon in verschiedenen anderen Ländern organisiert, wie beispielsweise in ihrer Kolonie Puerto Rico, die weder ein freier noch ein assoziierter Staat ist.So entstand das berühmte Heldenepos der kubanischen Sportbewegung, Monate schon, bevor 1966 in San Juan die X. Mittelamerika- und Karibikspiele stattfanden.</p>
<p>Angesichts der damaligen Weigerung des State Departments, die Visa bei der Schweizer Botschaft in Havanna zu bearbeiten, ließ die Beschwerde von Manuel González Guerra, Präsident des Kubanischen Olympischen Komitees, nicht lange auf sich warten, und das IOC wie auch das Puerto-ricanische Olympische Komitee forderten von den US-Behörden, dass sie die Visa erteilten.Zuvor war bereits kubanischen Flugzeugen die Landung in San Juan verweigert worden.</p>
<p>All dies unausgegorene Zeug führte zu der Reaktion, das Hauptquartier der Delegation auf das Schiff „Cerro Pelado“ zu verlegen, eine Aktion, bei der Comandante en Jefe Fidel Castro Ruz in der ersten Reihe war.Während der Überfahrt trainierten die kubanischen Athleten auf dem Deck, ständig beobachtet von Flugzeugen der US-Küstenwache.</p>
<p>Am 10. Juni bestiegen die puerto-ricanischen Sportdirektoren General Clark Flores, Leiter des örtlichen Olympischen Komitees, und Germán Rieckehoff, Präsident der Sportorganisation Zentralamerikas und der Karibik, das Schiff und trafen dort mit José Llanusa, dem Leiter der Delegation, und González Guerra zusammen, um die Landeoperation zu koordinieren.</p>
<p>Von puerto-ricanischen Freunden herzlich empfangen, behaupteten sich die kubanischen Athleten trotz vieler Provokationen und verhalfen Kuba mit 34 Gold-, 20 Silber- und 23 Bronzemedaillen zum zweiten Platz in der Länderwertung hinter Mexiko. Als sie inmitten eines schweren Sturms nach Santiago de Cuba zurückkehrten, wurden sie von Fidel und anderen hochrangigen Personen willkommen geheißen.</p>
<p>DIE POLITIK BLEIBT STETS DIE GLEICHE</p>
<p>Schon vier Jahre zuvor, bei den IX. Spielen Zentralamerikas und der Karibik 1962 in Kingston, Jamaika, mit einer Teilnahme von 1.559 Athleten aus 15 Ländern und Kuba auf dem dritten Platz (11-12-13), hinter Mexiko (37-25-27) und Venezuela (15-27-15), hatte es nicht an Angriffen auf unsere Athleten gefehlt, was aber nichts an ihren brillanten Leistungen ändern konnte.</p>
<p>Auch bei der XVII. Auflage des Events 1993 in Ponce, Puerto Rico, war das Drehbuch dasselbe: Aggressionen in Stadien zu organisieren, um Kubaner einzuschüchtern, aber wieder einmal machten sich auch die puerto-ricanischen Freunde bemerkbar.</p>
<p>Die Geschichte wiederholte sich: Als die kubanische Vertretung im Anflug auf Ponce war, wurde zunächst die Landeerlaubnis verweigert – eine Schamlosigkeit, auf die Kubas Delegation mit der Drohung reagierte, dass sie nicht an den Spielen teilnehmen werde, falls man sie nicht am Veranstaltungsort selber landen lasse, wohl wissend, dass die Spiele ohne die Kubaner viel von ihrer Anziehungskraft verlieren würden. Also wurde die Erlaubnis zur Landung erteilt. 3.570 Athleten nahmen in 34 Sportarten an dem Wettbewerb teil und Kuba verwies Mexiko im Medaillenspiegel auf den zweiten Platz.</p>
<p>Heute betonen sie mit ihrer Arroganz und ermutigt durch den Hass der Rechten in den Vereinigten Staaten das Interesse, unsere Leistungen bei Sportveranstaltungen zu beeinträchtigen, wie es beim vorolympischen Baseball-Turnier in Florida der Fall war, wo die Spieler sich trotz ihres Einsatzes nach zwei knappen Niederlagen nicht qualifizieren konnten, aber ihre Reaktion die gleiche war wie beim Abenteuer um die „Cerro Pelado“: Sie gaben mit ganzem Herzen alles für Kuba.</p>
<p><strong>(Quelle:Granma)</strong></p>
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		<title>Mit Almeida aus vollem Halse</title>
<link>http://de.cubadebate.cu/news/2021/02/16/mit-almeida-aus-vollem-halse/</link>
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		<pubDate>Tue, 16 Feb 2021 21:19:20 +0000</pubDate>
<dc:creator>Cubadebate</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Fidel Castro]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Juan Almeida]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Stimme des Revolutionskommandanten Juan Almeida Bosque wurde über die Zeiten hinweg zur Stimme von Millionen, die sie sich zu eigen machten auf dem Weg: die Geburt der Rebellenarmee, die Guerillafronten, das Epos des Untergrundkampfes, der Sieg des Januars, der Sieg von Giron, die hohe Moral in den Tagen der Oktoberkrise, der Kampf gegen Banditen, die Zuckerrohrernte des Volkes, die Vorstoßaufgaben.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-4963" alt="Fidel y Almeida" src="/files/2021/02/Fidel-y-Almeida.jpg" width="300" height="250" />Die Stimme von Juan Almeida Bosque gellte in Alegría de Pío: „Hier ergibt sich niemand&#8230;!“ rief er den Feinden zu, und rundete an jenem Morgen des 5. Dezember 1956 die Verwünschung mit einem Wort ab, das aus der Tiefe seiner Seele kam.</p>
<p>Die Stimme des Revolutionskommandanten Juan Almeida Bosque wurde über die Zeiten hinweg zur Stimme von Millionen, die sie sich zu eigen machten auf dem Weg: die Geburt der Rebellenarmee, die Guerillafronten, das Epos des Untergrundkampfes, der Sieg des Januars, der Sieg von Giron, die hohe Moral in den Tagen der Oktoberkrise, der Kampf gegen Banditen, die Zuckerrohrernte des Volkes, die Vorstoßaufgaben, der Anbruch der Wissenschaft, die Universalisierung der Bildung, die Konfrontation mit der Blockade, die Wende in der Krise der 1990er Jahre, der Widerstand gegen den Ansturm des Trumpismus &#8230;</p>
<p>Morgen, wenn wir des 94. Geburtstages des Kämpfers, Politikers, Dichters und Komponisten gedenken, vervielfältigt sich der Satz, der in einem der schwierigsten Momente des Beginns der letzten Etappe des heldenhaften Befreiungskampfes ausgesprochen wurde, hier und jetzt in der enormen Anstrengung, die Pandemie zu besiegen, die Wirtschaft unter widrigen Bedingungen zu entwickeln, die Errungenschaften des Volkes zu verteidigen und das soziale Gefüge gegen die Versuche, die Einheit zu zerbrechen, zu festigen.</p>
<p>„Hier ergibt sich niemand&#8230;!“ Dieser Ausruf Almeidas erfolgte mutig und emotionsgeladen, war aber auch Ausdruck der Werte, in denen Almeida und die Generation des hundertsten Jahrestages und der Granma, angeführt von Fidel, verwurzelt waren und für deren Weitergabe an die, die nach ihnen kamen, sie sich einsetzten.</p>
<p>„Die Geschichte wird immer lehrreich sein. Eine große Tugend ist Ehrlichkeit in unserem Handeln und auch im Urteilen auf der Grundlage der Lektionen, die uns die Geschichte selbst lehrt. Und nicht nur unsere, sondern auch die, die von den Geschehnissen dieser Welt ausgeht, von der wir ein Teil sind und der wir nicht fremd sind. Die Einheit unseres Volkes um seine Führer und die Revolution ist einer der mächtigsten Schutzschilde gegen unsere Feinde.“</p>
<p>Wie Fidel, wie Raúl, wie die gegenwärtige Reihe von Revolutionsführern wusste Almeida, dass Kapitulation ein Wort ist, das aus dem Wortschatz, dem Handeln und dem Schicksal der großen Mehrheit der Kubaner verbannt ist.</p>
<p>Hier ergibt sich definitiv niemand!</p>
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		<title>Redebeitrag von Dr. Fidel Castro, Präsident des Staatsrates und des Ministerrates der Republik Kuba, während der Arbeitssitzung des 10. Iberoamerikanischen Gipfeltreffens der Staats- und Regierungschefs in Panama-Stadt</title>
<link>http://de.cubadebate.cu/news/2020/11/18/redebeitrag-von-dr-fidel-castro-prasident-des-staatsrates-und-des-ministerrates-der-republik-kuba-wahrend-der-arbeitssitzung-des-10-iberoamerikanischen-gipfeltreffens-der-staats-und-regierungschefs/</link>
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		<pubDate>Wed, 18 Nov 2020 19:06:07 +0000</pubDate>
<dc:creator>Cubadebate</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Fidel Castro]]></category>
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		<category><![CDATA[Iberoamerikanischer Gipfel]]></category>
		<category><![CDATA[Kuba]]></category>
		<category><![CDATA[Panama]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich hatte gestern das Privileg, über die Kinder zu sprechen. Ich dachte deswegen nicht, daß ich hier über das Thema sprechen würde, doch die wichtige Debatte, die hier heute morgen stattgefunden hat, zwingt mich dazu, einige kurze Worte an Sie zu richten. Ich weise auf die Kürze hin, damit niemand erschreckt. (Lachen). Die neoliberale Globalisierung führt die Welt in eine Katastrophe. Schluß und aus. Ich teile keine Philosophien und Dogmen irgendeiner Art. Schluß und aus.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong><br />
<img class="alignleft size-full wp-image-3572" alt="Fidel unidad Granma" src="/files/2016/11/Fidel-unidad-Granma.jpg" width="300" height="225" />Fecha: 18/11/2000</strong></p>
<p>Werte Kollegen:</p>
<p>Ich hatte gestern das Privileg, über die Kinder zu sprechen. Ich dachte deswegen nicht, daß ich hier über das Thema sprechen würde, doch die wichtige Debatte, die hier heute morgen stattgefunden hat, zwingt mich dazu, einige kurze Worte an Sie zu richten. Ich weise auf die Kürze hin, damit niemand erschreckt. (Lachen).</p>
<p>Die neoliberale Globalisierung führt die Welt in eine Katastrophe. Schluß und aus.</p>
<p>Ich teile keine Philosophien und Dogmen irgendeiner Art. Schluß und aus.</p>
<p>Wenn wir hier sprechen, vergessen wir viele Dinge. Wir vergessen, daß es lateinamerikanische und europäische Nationen gibt. Wir vergessen, daß als große Ausnahmen nur einige wenige lateinamerikanische Länder – und wir freuen uns darüber – bestimmte Niveaus der wirtschaftlichen, industriellen und sozialen Entwicklung erreichen, die weit über dem Rest der lateinamerikanischen Länder liegen.</p>
<p>Chile sprach zum Beispiel davon, daß die Zahl der Armen von fünf auf drei Millionen zurückgegangen sei. Und es verdient für diesen Erfolg unsere Anerkennung und unseren Glückwunsch.</p>
<p>Die seriösesten Studien beweisen nichtsdestotrotz, daß im gesamten Lateinamerika die Anzahl der Armen täglich und jährlich anwächst, und daß etwa 50 % Arme und Mittellose sind. Ich beziehe mich hierbei auf die Kinder.</p>
<p>Wir vergessen zum Beispiel, daß die öffentliche Verschuldung Lateinamerikas und der Karibik, die sich 1992 auf 478 Milliarden Dollar belief, heutzutage 750 Milliarden Dollar beträgt.</p>
<p>Wir vergessen, daß es zu diesem kolossalen Anstieg gekommen ist, nachdem in jenem Zeitraum 913 Milliarden Dollar gezahlt worden waren.</p>
<p>Wir vergessen, daß der Internationale Währungsfonds, den wir alle gut kennen, und seine Herren existieren.</p>
<p>Wir vergessen, daß die privaten ausländischen Investitionen, die sich zum Ende des letzten Jahrzehnts auf 115 Milliarden Dollar beliefen, heute – oder im Jahr 1999 – auf 865 Milliarden Dollar angestiegen sind. Und daß von dieser Summe 71 % in den reichen Ländern selbst und nur 29 % in den sogenannten Entwicklungsländern investiert wurden. Von diesen 29 % wurden 45 % in China, 40 % in Lateinamerika und 15 % in Afrika und Asien investiert. Von dieser investierten Gesamtsumme wurden 85 % nicht investiert, um neue Industrieanlagen und Dienstleistungen – und damit Quellen für Beschäftigung und die Schaffung von neuen Reichtümern – zu schaffen, sondern um bestehende Unternehmen und Dienstleistungen zu erwerben. Ein neues Phänomen.</p>
<p>Es gibt keine wirkliche Antwort auf die Bedürfnisse der überwiegenden Mehrheit der Menschen in unseren Nationen.</p>
<p>Sogar in Ländern wie Kuba, das die Ungleichheit bei der Verteilung auf ein Minimum reduziert hat, gibt es Unterschiede, die man spürt. Wenn diese abgrundtief sind und aus der Armut Marginalisierung entsteht, kommt es zur Tragödie. Die Marginalisierung, eine Frucht der enormen Einkommensunterschiede, führt im Bereich der Bildung zu katastrophalen Folgen; es gibt nicht die geringste Gleichheit bei den Perspektiven eines armen Kindes und eines Kindes mit dem unverzichtbaren Minimum an Einkünften, und die Armut betrifft praktisch die Hälfte der Kinder in Lateinamerika und der Karibik. Diese wirkliche Tragödie erfordert eine Antwort.</p>
<p>Ich kann nicht bestreiten, daß auch unter diesen Bedingungen ein Spielraum für das existiert, was man für die Kinder in Lateinamerika machen kann. Dies muß gemacht werden, und hier ist bewiesen worden, daß einige Länder eine besondere Anstrengung in diese Richtung unternehmen. In Kuba, von dessen trotz Blockade und Armut erreichten Fortschritten ich gestern sprach, sind wir nicht zufrieden, denn wir haben begriffen, daß uns noch unermeßlich viel zu tun bleibt. Man kann es machen, und wir werden es tun, unterstützt von den wunderbaren technischen und audiovisuellen Mitteln, über die man heute verfügen kann.</p>
<p>Nebenbei füge ich hinzu, daß wir in unserem Land eine Methode entwickelt haben, um das Lesen und Schreiben mittels Radio beizubringen, eine solche Methode wird in der Republik Haiti getestet, wo man mit 300 Personen begann, und die Ergebnisse sind spektakulär gewesen. Jetzt ist es auf 3 000 Personen ausgeweitet worden, und sie planen, es im ganzen Land durchzuführen. Wir entwickeln das Programm in Kreolisch, welches die Sprache der Haitianer ist. Die Ergebnisse erwecken wirklich Hoffnung. Wenn dies so ist, ist die Chance einer Reduzierung der Zahl der Analphabeten groß, mit einem Minimum an Ressourcen, einem Minimum. Eine zentrale Radiostation überträgt schlicht und einfach diese Kenntnisse.</p>
<p>Ich spreche nicht vom Fernsehen, das ist sehr einfach. Wir weiten die Bildung schrittweise per Fernsehen aus, bis zu einem solchen Extrem, daß praktisch das ganze Land zu einer Universität wird. Ich spreche nicht von Dingen, die noch gemacht werden müssen, sondern von solchen, die bereits gemacht werden, und zwar mit spektakulären Ergebnissen und ausgehend von dem immensen Wissensdurst des Menschen.</p>
<p>Wir führen neben anderen Dingen eine tiefgehende Untersuchung über die Verbindung zwischen Armut, Marginalisierung und Bildung durch. Wir suchen wirklich dort, wo die Quellen oder die Nährböden des Verbrechens sind. Und hier wurden einige sehr interessante Dinge hinsichtlich der Situation – einschließlich des familiären Aspekts – der Jugendlichen gesagt. Darüber haben wir, und sind weiterhin dabei, unzählige Daten zusammengetragen.</p>
<p>Eine Welt eröffnet sich vor unseren Augen, nicht nur in diesem Bereich, sondern auch in vielen anderen. Ohne daß wir reich sind, ermöglicht uns heute das Verfügen über ein reichhaltiges Humankapital, die Frucht des erreichten Bildungsniveaus, Träume zu verwirklichen, die vor Jahren noch als unerreichbare Utopien gegolten hätten, und diese Träume lassen uns Scham fühlen angesichts des Wenigen, was wir bis heute erreicht haben.</p>
<p>Gehen wir von den momentanen Realitäten aus, schreiten wir nicht auf Wolken der Illusionen und Täuschungen; lassen Sie uns in der ungerechten politischen und wirtschaftlichen Ordnung, die der Welt aufgezwungen ist, den realen und hauptsächlichen Grund dafür suchen, daß wir der ersehnten Mittel entbehren, mit denen wir das Schicksal aller unserer Kinder gerne menschlicher machen würden.</p>
<p>Ich danke Ihnen allen, mit Ihren verschiedenartigen, aber interessanten und bemerkenswerten Vorträgen und Kriterien, für die von mir gefühlte tiefgreifende Notwendigkeit, diese Überlegungen zu verfassen.</p>
<p>Ich reihe mich ein in die äußerst gerechtfertigten Glückwünsche für Ihre Majestät, König Juan Carlos, den ich sehr, sehr schätze. Ich hoffe, daß er sich nicht darüber ärgert, daß ich ihm sagte, daß wir zwei übrigblieben. Gott wollte, daß er König ist, und Gott wollte, daß ich am Leben bin.</p>
<p>Danke (Beifall)</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Jeden Tag mit ihm geboren werden</title>
<link>http://de.cubadebate.cu/news/2020/08/13/jeden-tag-mit-ihm-geboren-werden/</link>
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		<pubDate>Thu, 13 Aug 2020 16:49:55 +0000</pubDate>
<dc:creator>Cubadebate</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn auf einen unserer Zeitgenossen die Charakterisierung, einzigartig und unwiederholbar zu sein, zutrifft, dann ist es Fidel Castro. Dies bedeutet jedoch nicht, Altäre auf Distanz zu platzieren, sondern im Gegenteil, sein Erbe anzunehmen, damit es weiterhin nützlich und fruchtbar sein kann. Es geht nicht darum, ihn in einen Rosenkranz aus Plattitüden oder Sätzen zu stecken. Wie er José Martí verstanden hat, müssen wir ihn verstehen.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-4736" alt="Fidel" src="/files/2020/08/Fidel.jpg" width="300" height="248" />Wenn auf einen unserer Zeitgenossen die Charakterisierung, einzigartig und unwiederholbar zu sein, zutrifft, dann ist es Fidel Castro. Dies bedeutet jedoch nicht, Altäre auf Distanz zu platzieren, sondern im Gegenteil, sein Erbe anzunehmen, damit es weiterhin nützlich und fruchtbar sein kann.</p>
<p>Es geht nicht darum, ihn in einen Rosenkranz aus Plattitüden oder Sätzen zu stecken. Wie er José Martí verstanden hat, müssen wir ihn verstehen. Er ließ Martí wieder leben, als er die Moncada angriff, als er die besten Männer und Frauen seiner Generation und die anderer Generationen für die revolutionäre Sache gewann, als er mit Pflichtgefühl, Kühnheit und dialektischer Disziplin die Transformation der Grundlagen in Angriff nahm, die die Ausbeutung und Ungerechtigkeit zu verewigen schienen.</p>
<p>Er lernte, setzte um und lehrte uns, den Sozialismus so zu verstehen, wie Mariátegui ihn wollte: nicht als Kopie, sondern als heldenhafte Schöpfung, die sich ständig neu erfindet, aber immer nach unerschütterlichen Prinzipien.</p>
<p>Es war keine konjunkturelle Antwort, sondern eine lange und tiefgreifende Projektion, die er im Jahr 2000 in Baraguá inmitten des Kampfes um die Rückkehr des entführten Kindes in den Vereinigten Staaten gab. Damals sprach er darüber, wie Kuba „sich selbst entdeckt, seine Geographie, seine Geschichte, seine kultivierten Intelligenzen, seine Kinder, seine Jugend, seine Lehrer, seine Ärzte, seine Fachleute, seine enorme menschliche Arbeit, das Produkt von 40 Jahren heldenhaften Kampfes gegen die mächtigste Macht, die jemals existiert hat, mehr denn je auf sich selbst vertraut und seine bescheidene, aber fruchtbare und vielversprechende Rolle in der heutigen Welt versteht“.</p>
<p>Und er führte aus: „Seine unbesiegbaren Waffen sind seine revolutionären, humanistischen und universellen Ideen. Gegen sie können Atomwaffen, militärische oder wissenschaftliche Technologie, das Monopol der Massenmedien, die politische und wirtschaftliche Macht des Imperiums nichts tun, angesichts einer Welt, die immer mehr ausgebeutet und rebellischer wird und mehr denn je die Angst verliert. und sich mit Ideen bewaffnet.“</p>
<p>Die jetzigen Zeiten sind jene, in denen wir weiterhin das tiefe Kuba entdecken müssen, das notwendige Kuba, das nichts und niemand uns herabwürdigen und noch weniger wegnehmen kann. Es sind Zeiten, um die gesammelten Erfahrungen zu aktualisieren, um unsere Richtung zu bestätigen und gleichzeitig die neuen Erfahrungen in der Kontinuität der Arbeit anzuwenden.</p>
<p>Nichts ist dafür besser, als Fidels Handlungsweise zu verstehen, die Art, auf jede Situation zu reagieren, den Puls dessen zu nehmen, was er getan hat und sogar von dem, was er nicht tun konnte. Denn selbst aus Einschränkungen und Rückschlägen müssen wir Lehren ziehen, aus seiner Kritik und Selbstkritik, um uns radikal von wiederkehrenden Dingen unseres täglichen Lebens zu heilen: Trägheit, Routine, Unbeweglichkeit, Verantwortungslosigkeit, Triumphismus und Improvisation.</p>
<p>Als ich in den letzten Tagen einen besonderen Auftritt von Eusebio Leal in der Fernsehsendung Mesa Redonda noch einmal sah, bemerkte ich erneut, wie ein außergewöhnlicher Mann wie unser Historiker die Lehren des außergewöhnlichsten Kubaners unserer Zeit aufnahm: „Das beste Geschenk an Fidel ist, die Aufgaben zu erfüllen, keine Ruhe zu geben, solange eine Ungerechtigkeit in irgendeinem Teil der Welt oder genau hier repariert werden muss, solange eine Träne weggewischt werden muss, ein Brot irgendwo hinzutragen ist, jemand auf der Straße mitgenommen werden muss. Nur in diesem Sinne lasse ich zu, dass der Ausruf wiederholt wird: Ich bin Fidel. Nein, ich bin nicht Fidel, ich möchte wie er sein, der einzige Weg, ihm Kontinuität zu verleihen, ist, das zu tun.</p>
<p>Jemand, der ihn gut kannte und sein Freund war, Gabriel García Márquez, hat die Dimension dessen, was Fidel darstellt, mit folgenden Worten festgehalten: „Er ist der Überzeugung, dass die größte Errungenschaft des Menschen die gute Herausbildung seines Gewissens ist, und dass die moralischen Anreize mehr als die materiellen Anreize in der Lage seind, die Welt zu verändern und die Geschichte voranzutreiben“.</p>
<p>Dies ist eine wahrhaft humanistische Vorstellung davon, was erforderlich ist, um Fidel nicht in der Zeit aufzuhalten, um für die kommenden Zeiten auf ihn zu zählen. Um jeden Tag mit ihm geboren zu werden.</p>
<p><strong>(Quelle: Granma)</strong></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Kuba und die komplexe Beziehung zwischen Individuum und Kollektiv</title>
<link>http://de.cubadebate.cu/news/2020/07/22/4667/</link>
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		<pubDate>Wed, 22 Jul 2020 22:30:15 +0000</pubDate>
<dc:creator>Cubadebate</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In der letzten Zeit hat sich in Kuba der Wahrnehmung des Rechts verstärkt, über öffentliche Angelegenheiten zu entscheiden: Kubanerinnen und Kubaner diskutieren über jeden Bereich des nationalen Lebens, über eine architektonische Entscheidung vor Ort genauso wie darüber, was mit den Grenzen des ganzen Landes zu tun sei]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft  wp-image-4668" alt="Carro de la revolucion alfredo sosabravo" src="/files/2020/07/Carro-de-la-revolucion-alfredo-sosabravo.jpg" width="300" height="250" />In der letzten Zeit hat sich in Kuba der Wahrnehmung des Rechts verstärkt, über öffentliche Angelegenheiten zu entscheiden: Kubanerinnen und Kubaner diskutieren über jeden Bereich des nationalen Lebens, über eine architektonische Entscheidung vor Ort genauso wie darüber, was mit den Grenzen des ganzen Landes zu tun sei Vor kurzem gedachte man der bedeutsamen Worte Fidels an die kubanischen Intellektuellen vor 59 Jahren. Eine Passage der Rede erregt meine besondere Aufmerksamkeit. Fidel sagte und ich zitiere: „ Die Revolution (…) muss so handeln, dass dieser gesamte Bereich der Künstler und Intellektuellen, die nicht aus sich heraus revolutionär sind, innerhalb der Revolution einen Raum finden, um zu arbeiten und zu schaffen. Und dass ihr schöpferischer Geist, auch wenn sie keine revolutionären Schriftsteller und Künstler sind, eine Gelegenheit findet, eine Freiheit findet, sich auszudrücken. Also, innerhalb der Revolution“ Darauf betonte er: „ Das bedeutet, innerhalb der Revolution alles ,gegen die Revolution nichts“ Die Reden dürfen nicht außerhalb des historischen Moments und des Kontexts interpretiert werden, in dem sie gesagt wurden, aber in diesen Worten greift Fidel einen Widerspruch auf, der weiterhin gilt, vielleicht den bedeutsamsten überhaupt, dem sich ein revolutionärer Prozess gegenübersieht: die schwierige Beziehung zwischen dem Individuellen und dem Kollektiven. Der Liberalismus führt diesen Widerspruch zum Äußersten: die individuellen Freiheiten werden als formal erklärt und sind nur für diejenigen wirksam, die über wirtschaftliche Macht verfügen oder wenn sie nicht direkt die Interessen dieser Gruppen beeinträchtigen, die sich an der Macht befinden. Die Geschichte der sozialen Bewegungen auf globaler Ebene hat bewiesen, dass die individuellen Freiheiten für die historisch Besitzlosen vor allem eine kollektive Eroberung bestimmter Bedingungen für deren Möglichkeit sein müssen, deren Kontinuität außerdem über die Zeiten hinweg kollektiv zu verteidigen ist. Dort, wo man die Kollektive atomisiert, gefangen genommen und korrumpiert hat, wurden die Rechte und die individuellen Freiheiten brutal hinweggefegt, ohne dass die Betroffenen über die Ressourcen verfügt hätten, um sie verteidigen zu können. Das konnten wir weltweit in den letzten Jahrzehnten mit der Prekarisierung der Arbeitswelt beobachten. Heute ist es immer schwieriger eine Beschäftigung zu bekommen, bei der ein Minimum an Arbeitsrechten gesichert ist, auch wenn diese eine historische Errungenschaft Arbeiterklasse darstellen. *** Die dringende Notwendigkeit, das Kollektive aufzuwerten, führt uns dazu, das Individuelle zu überdenken, das nicht aufgehoben werden darf: Das Kollektive muss ein Vehikel dafür sein, dass die individuellen Interessen bessere Möglichkeiten für sich finden. Daher sollte man biographische Dilemmas im Licht der kollektiven Handlung sehen, was nicht immer einfach ist. Das machte Julio Cortázar mit einer vorbildlichen Klarheit, als er im März 1980 in der Casa de las Américas sagte. „Ich habe aus meiner Überzeugung kein Geheimnis gemacht, dass die Zeit gekommen ist, den kritischen Horizont in Kuba mehr zu öffnen, dass die Medien – wie dies einige der Führer bereits betont haben- immer noch hinter dem zurückbleiben, das sie heute sein könnten. Und dass es eine Menge Dinge gibt, die getan werden könnten, aber nicht getan werden oder besser gemacht werden könnten. Aber diese Kritiken mache immer aus einem Gefühl heraus, das für mich in der Freude des Vertrauens liegt, ich mache sie, während ich gleichzeitig die erstaunliche Menge an positiven Dingen sehe und erlebe, die die kubanische Revolution auf allen Bereichen vollbracht hat und ich mache sie, ohne mich einfältig in dem zu verankern, was ich bin, also in meinem Sein als Schriftsteller, ohne mich ausschließlich an meine Kriterien als Intellektueller zu binden zu einer Zeit, in der ein ganzes Volk aller Widrigkeiten, Fehler und Stolpersteinen zum Trotz ein Volk ist, das in seiner kubanischen Authentizität unendlich mehr Würde besitzt, als zu den Zeiten als es unter entfremdenden und ausbeuterischen Regimen vegetierte“. Das Volk, von dem Cortázar spricht, ist genau das kollektive Subjekt des historischen Prozesses, der die kubanische Revolution gewesen ist. Und wenn ich Volk sage, beziehe ich mich nicht auf einen homogenen Block. So zu denken ist unhaltbar. Das Volk Kubas ist heterogen, was seine Lebensbedingungen und seine Wünsche angeht. Dies abzustreiten, ergäbe keinen Sinn. Was macht dann also dieses kollektive Subjekt aus, das man fühlen kann, wenn es auf der Plaza defiliert, einer Verfassung zustimmt oder die „Opposition“ in Kuba ignoriert? Vielleicht gibt es ja immer noch einen strukturierenden Konsens auf der Grundlage einiger elementarer Prinzipien, die gleichzeitig mit dem Gefühl für das authentisch Kubanische und die nationale Identität in einem komplexen historischen Prozess der Kämpfe des Widerstands, der Forderungen, großen Opfern und Hingabe für eine große Sehnsucht aufgebaut wurden (daher ihr Gewicht): die Souveränität der kubanischen Nation und die Verteidigung eines Systems, das man als gerechter betrachten kann, in dem Maße, in dem es auf unveräußerliche und universale Weise eine Reihe kollektiver Rechte garantiert, d.h. allen gleichermaßen- und deren Wirksamkeit gerade in diesen Tagen wieder präsent wurde, an denen jenseits aller Statistik Leben gerettet wurde. Das ist das größte Hindernis, dem sich die „Opposition“ in Kuba gegenübersieht. Eine von Washington fabrizierte „Opposition“ deren Interessen weit außerhalb des kollektiven Konsenses in Kuba liegen, in dem Maße, wie sie mit den wirtschaftlichen Interessen der mächtigen Gruppen verbunden sind, mit denen sich das Volk nicht identifizieren kann, wird sie der sozialen Mobilisierung nichts anhaben können. Faktisch hat es nie eine kubanische „Opposition“ gegeben, die nicht von den Vereinigten Staaten gemacht worden wäre. Das ist kein paranoider Diskurs über den Feind, es ist eine von ihm selbst zugegebene Realität. Die private Presse und andere politische Akteure in Kuba werden von einigen der berüchtigten und schlimmsten Organisationen der internationalen Rechten finanziert. Wir sollten sogar auf einen Kontext vorbereitet sein, in dem diese Tatsache zunehmend präsent werden kann. Mit dem Aufkommen der sozialen Netze hat die kubanische „Opposition“ ihr Gesicht verändert. Jetzt haben wir es nicht mehr nur mit jenen Gruppen in Miami zu tun, die weiter einen Narrativ des Hasses pflegen, sondern es kommen neue Akteure und Szenarien hinzu, die sich auf der Insel befinden, auch wenn sie von außen genährt werden. Sie spielen die ganze Zeit mit den Symbolen, die innerhalb der kollektiven Vorstellungswelt einen Wert besitzen und schlagen aus tatsächlich existierenden sozialen Problemen Kapital. Ich beziehe mich natürlich nicht auf jene, die außerhalb der staatlichen Medien, aber ohne Finanzierung aus dem Ausland, im Internet wertvolles Material mit einer kritischen Perspektive über die aktuelle kubanische Gesellschaft liefern, um die Debatte über unsere Realität durch Sichtweisen, die gelegentlich tiefgehend marxistisch und dekolonial sind, zu erweitern, die Beiträge liefern und kein Thema auslassen. In der letzten Zeit hat sich in Kuba der Wahrnehmung des Rechts verstärkt, über öffentliche Angelegenheiten zu entscheiden: Kubanerinnen und Kubaner diskutieren über jeden Bereich des nationalen Lebens, über eine architektonische Entscheidung vor Ort genauso wie darüber, was mit den Grenzen des ganzen Landes zu tun sei. Es gibt Stimmen, die diese Situation nutzen, um über die Medien die öffentliche Meinung in Bezug auf die Führung der Regierung und all ihrer Institutionen zu manipulieren. Vor dieser Realität dürfen wir die Augen nicht verschließen. Aber es trifft auch zu, dass nicht alles darauf hinausläuft und dass es trotz der Fabrikanten des Hasses ein Gefühl dafür gibt, das Gemeinwohl zu verteidigen. Die Notwendigkeit einer Regierungsführung auf lokaler Ebene, die die Mechanismen zur Beteiligung des Volkes vertieft, die die Befragung, Transparenz und die Lieferung von angemessener Information über die Prozesse der Entscheidungsfindung zu ihrer Arbeitsphilosophie macht, drängt sich als etwas auf, das der Entwicklung des Sozialismus Inhärent ist. *** Im März 2020 wurde das nationale Programm gegen Rassismus und rassische Diskriminierung angekündigt. Kürzlich kündete man die Verabschiedung eines Gesetzesentwurfs zum Tierschutz an. Es müssen weiterhin Arbeitsplattformen geschaffen werden, um zu analysieren, zu debattieren und Alternativen angesichts der Probleme der aktuellen kubanischen Gesellschaft zu entwickeln, die es ermöglichen, den demokratischen und gerechten Charakter des politischen Systems Kubas zu vertiefen. Das kann nicht außerhalb des Sozialismus geschehen. Der Kapitalismus verschärft heute überall auf der Welt diese Problematik. Der Übergang zum Sozialismus löst diese Probleme nicht naturbedingt und spontan, als etwas, das per se in ihm enthalten ist, aber er schafft bessere Bedingungen, um diese Problematik zu analysieren, zu debattieren und daran zu arbeiten. Es werden integrative, transparente Plattformen sein müssen, die Dialoge und Konsens aufbauen. Alle Sachen, immer wenn sie gerecht sind, finden ihren Platz innerhalb der Revolution und ihren Institutionen. Vielleicht hat Fidel das gemeint, als er sagte, dass in der Revolution für alle Platz sein müsste. Keiner der vom Ausland bezahlt wurde, um Kuba zu verändern, hat dem Volk einen vernünftigen Vorschlag unterbreitet. Es ist ein harter Kampf, denn die Kubaner und Kubanerinnen müssen ihr Leben inmitten widrigster Umstände führen ohne nur ein Stückchen der Souveränität aufzugeben, ein Ziel das diesem Volk entspricht, Vielleicht hat Fidel das gemeint, als er sagte, innerhalb der Revolution alles, gegen die Revolution nichts. Auch wenn es viele Dinge gibt, die man, wie Cortázar sagen und die Revolutionäre zugeben würden, zugunsten dieses kollektiven Subjekts besser machen müsse, damit das Individuelle sich immer voller entfalten kann.</p>
<p><strong>(Quelle: Granma)</strong></p>
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		<title>Wir sind die Kinder Fidels</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Jul 2020 13:23:30 +0000</pubDate>
<dc:creator>Cubadebate</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn die Worte und die Tatsachen Substanz haben, wenn die Medizin aufhört Wissenschaft zu sein und sich einfach nur in Humanismus verwandelt: Die Kamera sucht und findet diesen Moment in einer Hand, die umarmt, in einer beschützenden Geste, in Beinen, die sich nur mit Mühe fortbewegen.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-4592" alt="medicos cubanos Henry Reeve" src="/files/2020/07/medicos-cubanos-Henry-Reeve.jpg" width="300" height="252" />Wenn die Worte und die Tatsachen Substanz haben, wenn die Medizin aufhört Wissenschaft zu sein und sich einfach nur in Humanismus verwandelt: Die Kamera sucht und findet diesen Moment in einer Hand, die umarmt, in einer beschützenden Geste, in Beinen, die sich nur mit Mühe fortbewegen.</p>
<p>Das Szenario war eine riesige überdachte oder auch nicht überdachte Plattform. Das hing, davon ab, wie man es betrachtete, denn das Dach war so hoch, dass es fast in den Himmel reichte und es gab keine Wände sondern nur Säulen aus Eisen. Der Schauplatz ist eine zentral gelegene Zone Turins, eine ehemalige Stahlgießerei, die man in einen Park verwandelt hat. An diesem Sonntag hatte man einen beträchtlichen Teil davon für ein großes der Brigade Henry Reeve gewidmetes Abschiedsessen reserviert. 300 Gäste waren geladen, die Behörden der Stadt und der Region, Leitung und Angestellte des Krankenhauses, geheilte und bereits entlassene Patienten, Mitglieder von Freundschaftsorganisationen mit Kuba, die Brigademitglieder und die kubanischen Diplomaten. Es war dies das erste Mal, nach der Notsituation, dass so viele Menschen zusammenkamen. Unsere Epidemiologen halfen dabei, die Tische und die Regeln so aufzustellen, dass sichergestellt war, dass das Virus nicht zu einem weiteren Gast wurde. Die Brigadeteilnehmer und auch der kubanische Botschafter José Carlos Rodríguez kamen mit dem Fahrrad. Sie verließen das Krankenhaus und fuhren etwa 20 Minuten durch die Straßen Turins. Die an der Spitze hielten die Flaggen Kubas und Italiens. Alle trugen das neue T-Shirt der Brigade. Die Polizei machte den Weg für sie frei.</p>
<p>Jetzt habe ich die Aufgabe, alles zu beschreiben, was dann geschah. Kaum dass wir uns an den Tischen niedergelassen hatten (vier Personen pro großen Tisch, den Abstand einhaltend) wurde um eine Schweigeminute für die gebeten, die an COVID gestorben sind. Anschließend wurde gezeigt, wie man die Hände auf die richtige Weise mit einem hydroalkoholischen Gel wäscht. Dann konnte man das Video sehen, das einige speziell für diesen Anlass bearbeitete Szenen aus einem der Dokumentarfilme enthält, die über die Arbeit der Brigade gemacht wurden. Es stammt vom Road Television Italiens. Ich gehe kurz darauf ein.</p>
<p>In den 20 Minuten, die der Film dauert, erscheinen die Ärzte Miguel, René, Abel und Julio bei ihrer Arbeit und der Zuschauer hört sie nicht nur, sondern sieht auch, was sie tun. Wenn die Worte und die Tatsachen Substanz haben, wenn die Medizin aufhört Wissenschaft zu sein und sich einfach nur in Humanismus verwandelt: Die Kamera sucht und findet diesen Moment in einer Hand, die umarmt, in einer beschützenden Geste, in Beinen, die sich nur mit Mühe fortbewegen. Die Leiterin des Pflegepersonals im Krankenhaus fasst es in dem Dokumentarfilm folgendermaßen zusammen: „Die Kubaner haben uns gelehrt, dass man den Patienten zuhören muss, dass man sie berühren muss und dass sie besucht werden müssen“. Deswegen ist es anrührend, wenn eine alte Frau ihren Arzt, ihre Pfleger anschaut und sagt: „ Darf ich etwas sagen? Ich liebe euch alle“. Miguel erklärt seinen Standpunkt: „Kein Arzt kann ruhig zu Hause sitzen bleiben, wenn er weiß, dass Tausende von Menschen sterben. Kein Arzt kann so in Ruhe leben, ich wenigstens könnte das nicht“. Er sagt das ganz schlicht ohne sich in Pose zu setzen. Abel erklärt, dass als er Kind war, mitten in der Sonderperiode, die Kubaner eine große Spende mit Nahrungsmitteln aus Italien erhalten hätten. „Wir bekamen diese Hilfe von Menschen, die dich nicht gekannt haben und das hier war für mich die Gelegenheit, dem italienischen Volk zu sagen: Hier bin ich“. Ich erzähle das nicht einfach so. Ich weiß, dass die Musik, die Schnitte beim Zusammensetzen des Filmes die Emotionen stärker erscheinen lassen, aber in ihrem Wesen sind sie unabänderlich. Uns allen schnürt die Emotion die Kehle zu und treibt uns Tränen in die Augen. Aber an einem Tisch gegenüber dem meinen, sah ich, dass Julio, der gerechte und faire Chef, weinte. Und er war nicht der einzige.</p>
<p>Danach begleitete der Pianist Giovanni Casella, ein ehemaliger Patient, Ileana Jiménez auf dem Klavier. Hervorragende und gut aufeinander abgestimmte Interpretationen. Casella hatte nach seiner COVID Erkrankung Probleme mit seinen Händen, aber er bewies, dass er diese überwunden hat. Später sah man auf einer Leinwand die eindringlichen Fotos von Diana und Andrea, zwei professionellen Fotografen, die angestellt worden waren, um unseren Spuren zu folgen. Im Anschluss wurden Briefe von Patienten verlesen, die den kubanischen Ärzten gewidmet waren und Ausschnitte aus einigen meiner Chroniken ins Italienische übersetzt. Die Beschreibung des Geschehens darf nicht als Aufzählung verstanden werden. Jeder Moment drang in unser Innerstes, bewegte uns und es gab so viele solche Momente, dass man sie nicht alle umfassen kann.</p>
<p>Die kubanische Botschaft verlieh den Leitern des Krankenhauses und natürlich Michele Curto, der diese und alle Aktivitäten der Brigade organisierte und uns innerhalb und außerhalb der roten Zone begleitete, Diplome der Anerkennung. Irma Diolli und Rocco sprachen im Namen der Freundschaftgesellschaft. Italiener und Kubaner umarmten sich. Das Band der hundert Patienten, die geheilt entlassen worden waren, wurde in der Mitte durchgeschnitten. Ein Teil bleibt in Italien und der andere reist mit uns nach Kuba.</p>
<p>Gestern, als Präambel zum Abschied, machten wir zwei notwendige Ehrungen. Wir gingen zum Che Guevara Platz, dem ersten (dem einzigen?) in Europa und danach stiegen wir zum Fidel Castro Berg auf, der 1.600 Meter über dem Meeresspiegel liegt und somit die gleiche Höhe aufweist, wie die Kommandantur de la Plata in der Sierra Maestra. Der Weg aus Kopfsteinpflaster nach oben war hart und wir waren in keiner guten Kondition. Aber wir kamen an (und ich war nicht der letzte). Oben, neben dem Stück Holz von einem Caguairán Baum in dem der Namen unseres Comandante en Jefe eingraviert war, sangen wir die Nationalhymne. Wir sind seine Kinder.</p>
<p><strong>(Granma)</strong></p>
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		<title>Ansprache von Präsidente der Republik Kuba auf der Offenen Tribüne der Jugend, der Studenten und der Arbeiter, anlässlich des Internationalen Tag der Arbeitern. Plaza de la Revolución am Ersten Mai 2000</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Apr 2020 21:01:07 +0000</pubDate>
<dc:creator>Cubadebate</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Revolution bedeutet den Sinn des historischen Moments, bedeutet, all das zu verändern, was verändert werden muss, Gleichheit und volle Freiheit, den Nächsten wie ein menschliches Wesen zu behandeln und auch selbst so behandelt zu werden, uns selbst mit unseren eigenen Anstrengungen zu emanzipieren, die mächtigen herrschenden Kräfte inner- und außerhalb des sozialen und nationalen Rahmens herauszufordern, Werte zu verteidigen, an die man zum Preis des eigenen Opfers glaubt.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-4574" alt="Fidel Castro primero de Mayo" src="/files/2020/04/Fidel-Castro-primero-de-Mayo.jpg" width="300" height="252" />Ansprache von Präsidente der Republik Kuba auf der Offenen Tribüne der Jugend, der Studenten und der Arbeiter, anlässlich des Internationalen Tag der Arbeitern. Plaza de la Revolución am Ersten Mai 2000.<br />
Fecha: 01/05/2000</p>
<p>Landsleute:</p>
<p>Unser Dank gilt den bewundernswerten Persönlichkeiten, die uns begleiten, und unsere Anerkennung gilt den Arbeitern, den Studenten und dem gesamten Volk, das diesen Platz überflutet.</p>
<p>Wir durchleben Tage von intensivem und transzendentalem Kampf. Seit fünf Monaten kämpfen wir ohne Waffenstillstand. Millionen von Landsleuten, alle, fast ohne Ausnahme, haben an dem Kampf teilgenommen. Unsere Waffen waren das Bewusstsein und die Ideen, die die Revolution über mehr als vier Jahrzehnte hinweg gesät hat.</p>
<p>Revolution bedeutet den Sinn des historischen Moments, bedeutet, all das zu verändern, was verändert werden muss, Gleichheit und volle Freiheit, den Nächsten wie ein menschliches Wesen zu behandeln und auch selbst so behandelt zu werden, uns selbst mit unseren eigenen Anstrengungen zu emanzipieren, die mächtigen herrschenden Kräfte inner- und außerhalb des sozialen und nationalen Rahmens herauszufordern, Werte zu verteidigen, an die man zum Preis des eigenen Opfers glaubt; sie bedeutet Bescheidenheit, Uneigennützigkeit, Altruismus, Solidarität und Heldentum; sie bedeutet, mit Kühnheit, Intelligenz und Realismus zu kämpfen, niemals zu lügen oder ethische Prinzipien zu verletzen, und sie bedeutet die tiefe Überzeugung, dass auf der Welt keine Kraft existiert, die fähig ist, die Kraft der Wahrheit und der Ideen zu zerstören. Revolution bedeutet Einheit, Unabhängigkeit, den Kampf für unsere Träume von Gerechtigkeit für Kuba und die Welt zu führen, was die Grundlage darstellt für unseren Patriotismus, unseren Sozialismus und unseren Internationalismus.</p>
<p>In realen und konkreten Begriffen heißt das, dass wir 41 Jahre lang der mächtigsten Macht die Stirn geboten haben, die jemals auf der Welt existiert hat, unserem 90 Meilen entfernten Nachbarn, der zur Zeit einen unipolaren und hegemonischen Charakter annimmt.</p>
<p>Dieses Mal hatte der Kampf eine besonders scharfe Nuance angenommen. Er wurde ausgelöst durch die Entführung eines Kindes. War dies etwa die einzige? Nein! Viele kubanische Kinder wurden von einem ihrer Erzeuger getrennt und auf illegale Weise in die Vereinigten Staaten gebracht, und zwar ohne die geringste Möglichkeit, sie wiederzugewinnen, indem man sich an die US-Behörden wandte. Allein in den ersten zweieinhalb Jahren der Revolution wurden 14 000 Kinder im Geheimen geraubt, in diesem Fall mit dem Einverständnis des Vaters, der Mutter oder beider Elternteile, die Opfer eines Betruges waren, als durch die Geheimdienste der Vereinigten Staaten und ihre Agenten in Kuba das willkürliche und sorgsam erarbeitete &#8211; und von einem erdichteten Gesetz gestützte &#8211; das Gerücht gestreut wurde, dass die Eltern die elterlichen Sorge für ihre Kinder abgenommen bekämen. Die spätere, von der US-Regierung verfügte abrupte Aussetzung der regulären Flüge in dieses Land ließ die Eltern von ihren Kindern getrennt, von denen viele eine Hölle voll von Leiden, Schutzlosigkeit und Entwurzelung durchlebten.</p>
<p>Bei dieser Gelegenheit hatte sich ein einfacher Vater an die Regierung mit der Bitte um Hilfe gewandt: Sein Sohn, der noch nicht das sechste Lebensjahr erreicht hatte, war das Opfer einer großen Tragödie. Ohne sein Wissen oder seine Genehmigung wurde sein Sohn in einer illegalen, unverantwortlichen und abenteuerlichen Reise, die von einem aggressiven und gewalttätigen Kriminellen organisiert wurde, aus dem Land gebracht. Gemäß den Worten von Raquel, der Großmutter mütterlicherseits von Elián, bei ihrer Ankunft in New York am 21. Januar dieses Jahres, als sie sich dort für die Befreiung ihres Enkels einsetzte, wurde ihre Tochter durch die Gewalttätigkeit dieses Subjekts in die Tragödie gerissen.</p>
<p>Das Boot erlitt Schiffbruch, und das Kind sah, wie seine Mutter ertrank. Sie war eine hervorragende Arbeiterin, Mitglied der Kommunistischen Jugend und der Kommunistischen Partei. Alle, die sie kannten, haben eine gute Meinung über sie bewahrt. Sie war eines der Opfer unter den elf kubanischen Bürgern, die an diesem Tag starben. Wie viele andere in den letzten 34 Jahren wurden sie von einem monströsen und blutigen Machwerk namens Cuban Adjustment Act in den Tod getrieben. Dieses Gesetz bietet einen Anreiz für illegale Ausreisen und den Schmuggel mit Emigranten, die dazu angetrieben werden, in die USA zu fahren, wie es auch Millionen von Menschen aus den armen Ländern dieses und anderer Kontinente machen, die von dem Prunk, dem Luxus und der Verschwendung der Konsumgesellschaften angezogen werden.</p>
<p>Im besonderen Fall Kubas kommen hierzu die bedeutenden und exklusiven Privilegien, die das genannte Gesetz denjenigen gewährt, die aus Kuba kommend illegal in die USA fahren, und vier Jahrzehnte Blockade und Wirtschaftskrieg, die nicht weniger monströs sind als dieses Gesetz. Trotz der zwischen beiden Ländern unterzeichneten Migrationsabkommen füllt sich Florida auf diese Weise auf illegalem Weg mit Kriminellen. Fünf von zehn Immigranten, die so vorgehen, haben Vorstrafen wie gewaltsamer Raub und andere ähnliche Delikte.</p>
<p>Das Kind konnte überleben, indem es, wie man weiß, mehr als 36 Stunden auf einem Reifen auf der See trieb. Die terroristische kubanisch-amerikanische Mafia, die von unverantwortlichen US-Regierungen nach ihren Abbild und ihrer Ähnlichkeit geschaffen wurde, bemächtigte sich des Kindes wie einer begehrten Werbetrophäe, und eine korrupte und unheilvolle Person, die das Kind nur ein einziges Mal in seinem Leben gesehen hatte, erhielt in ihrer Eigenschaft als entfernter Verwandter die vorübergehende Vormundschaft für den Jungen. Unter der totalen Kontrolle der Mafia stehend, weigerte er sich, das Kind zurückzugeben, als es sein Vater zurückforderte, nachdem es aus dem Krankenhaus entlassen worden war. Sofort begann unser Volk mit seiner traditionellen Hartnäckigkeit den Kampf für die Rückgabe des Kindes an seinen Vater und die direkte und nahestehende Familie, die immer mit ihm zusammengelebt hatte.</p>
<p>Gemäß den internationalen Gesetzen und den Rechtsnormen der Vereinigten Staaten und Kubas war das, was angebracht war, die sofortige Rückgabe des Kindes an sein Herkunftsland. Jeglicher Rechtsstreit hätte in kubanischen Gerichten entschieden werden müssen. Sie brauchten fast zehn Tage, bis sie auf die diplomatische Note antworteten, die vom Außenminsterium übergeben wurde und in der die vom Vater von Beginn an beantragte Rückgabe gefordert wurde. Zu diesem Zeitpunkt hatte es in Kuba bereits die ersten öffentlichen Proteste gegeben, die bis zum heutigen Tag andauern.</p>
<p>Es ist offensichtlich, dass sie unser Volk unterschätzten, das nicht einen einzigen Tag nachgelassen hat in seinem Kampf für etwas absolut Gerechtes, und dieses Volk konnte dem US-amerikanischen Volk und der Welt seine Botschaft des Schmerzes und der Entrüstung überbringen angesichts der gegen eine einfache kubanische Familie begangenen Ungerechtigkeit und dem großen Verbrechen an diesem Kind. Dante wäre nicht fähig gewesen, die Hölle zu beschreiben, die aus fast fünf Monaten seelischer Folter, psychischem Druck und politischer Manipulation bestand, die das Kind erlitten hat!</p>
<p>Die Geschehnisse sensibilisierten Dutzende Millionen US-amerikanische Familien, die Söhne, Enkel, Urenkel und Neffen im Alter von Elían haben. Sie begriffen genauso wie der Rest der Welt in zunehmendem Maße, dass es keinen politischen oder ideologischen Vorwand gegen kann, um gegen ein Kind und seinen Vater, gleich welcher Nationalität, ein solches barbarisches und grausames Verbrechen zu begehen.</p>
<p>Die terroristische Mafia aus Miami und ihre Verbündeten der extremen Rechten der Vereinigten Staaten klagten uns an, den Fall zu politisieren, während wir nur gegen dieses Verbrechen kämpften, und wir haben dies mit friedlichen Mitteln getan. Nicht eine einzige Scheibe der Interessenvertretung der Vereinigten Staaten ist zu Bruch gegangen, kein einziger Stein wurde auf diese Einrichtung geworfen, kein US-amerikanischer Funktionär oder Besucher wurde belästigt, und keine US-amerikanische Flagge wurde mit den Füßen zertrampelt oder auf der Straße verbrannt.</p>
<p>Ich frage mich, was die Regierung der USA gemacht hätte, wenn es zu einer ähnlichen Situation mit einem US-amerikanischen Kind von kaum sechs Jahren gekommen wäre, das in Kuba entführt und der grausamen Behandlung unterzogen worden wäre, die dieses Kind in den Vereinigten Staaten erlitt.</p>
<p>Fast fünf Monate lang, seit das Kind an der Küste Floridas auftauchte, geschahen unglaubliche Dinge und es wurden alle Arten von Willkürakten und Fehlern begangen. Bis einige Stunden vor seiner Befreiung schien keine der verschiedenen Abteilungen der Regierung &#8211; obwohl sie wussten, was geschah &#8211; besorgt zu sein wegen seiner mentalen Gesundheit, der skandalösen öffentlichen Zurschaustellung und den Manipulationen, deren Opfer es war, und noch tadelnswerter ist die Tatsache, dass sie sich nicht um die physischen Risiken kümmerten, die für das Kind bestanden.</p>
<p>Der Chef des Kommandos, das den Jungen befreite, hat gerade erklärt, dass der Widerstand perfekt organisiert war und dass es zahlreiche bewaffnete Männer in der Umgebung des Hauses gab, in dem Elián festgehalten wurde. Das ist das gleiche, worauf die kubanische Regierung das State Department hingewiesen hatte und was zwischen dem 22. März und dem 22. April öffentlich denunziert wurde.</p>
<p>Der letzte, sieben Punkte umfassende Vorschlag, den die Generalstaatsanwältin dem Vater zukommen ließ &#8211; gegen 22.00 Uhr am Freitag, den 21. April, etwa sieben Stunden bevor Elían um 5.00 Uhr morgens aus der Hand der Entführer befreit wurde -, enthielt drei Punkte, die ich nicht auf der Offenen Tribüne in Jagüey Grande, bei der an die schmerzliche Episode der Söldnerinvasion in der Schweinebucht erinnert wurde, vorlesen wollte, da ich sie schlichtweg als grotesk ansah, und ich bevorzugte, von einem 24-stündigen Waffenstillstand zu sprechen, um der Entscheidung Anerkennung zu zollen, die die Generalstaatsanwältin schließlich fällte, wenn sie auch bei uns ein tiefes Unbehagen angesichts der Dinge hinterließ, die in der Zukunft geschehen könnten. Diese Punkte waren folgende:</p>
<p>&#8220;2. Am Samstagmorgen fliegen Elián und Lázaros Familie in einem Flugzeug der US-Marshalls unter deren Überwachung nach Washington. Das Justizministerium bringt sie direkt nach Airlie House. Das Kind befindet sich unter dem Schutz der Immigrations- und Einbürgerungsbehörde (INS).</p>
<p>&#8220;3. Während dem Aufenthalt in Airlie wird Elián mit Juan Miguel zusammenleben, der die volle Autorität über ihn besitzt, mit Ausnahme von jeglicher Bedingung im Zusammenhang mit der überwachten Freiheit und anderer vom INS auferlegter Beschränkungen wie die Kontrolle der Ausreise. Nach der Ankunft von Juan Miguel in Airlie House lässt die Generalstaatsanwältin Elián in einem Zustand der überwachten Freiheit, und zwar unter der Obhut von Juan Miguel. Die Familie von Lázaro wird in Airlie House in getrennten Wohnungen residieren.</p>
<p>&#8220;4. Die Seiten verbleiben an dem spezifischen Ort der Residenz, während die einstweilige Verfügung des Berufungsgerichts des 11. Distrikts von Atlanta in Kraft bleibt, oder bis die Generalstaatsanwältin in Absprache mit den Experten die Zulässigkeit einer Modifizierung der geschlossenen Vereinbarung bestimmt.&#8221;</p>
<p>Nicht konnte erniedrigender sein oder mehr einer Behandlung wie in einem Gefängnis bzw. der Entführung von Juan Miguel, seiner Ehefrau und seinen zwei Kindern ähneln. Dies wäre der Beginn einer neuen Etappe von psychischer Folter für die ganze Familie, schlimmer noch als die, die der Junge in Miami erlitt.</p>
<p>Diejenigen, die die Hysterie von Marisleysis im Fernsehen gesehen haben und die wissen, wer der unheilvolle Lázaro ist, sowie alle aufrichtigen Psychiater, verstehen sehr gut, was jenes absurde und unmögliche Zusammenleben für Elián und seine Familie bedeutet hätte. Es war eben genau die Forderung der Cuban-American National Foundation. Dieser Vorschlag bestimmte die nahezu selbstmörderische Entscheidung Juan Miguels, sofort mit seiner Ehefrau und seinem Kind aufzubrechen, um Elián persönlich in Miami zu befreien.</p>
<p>Die Dummheit dieser verrückt gewordenen Anführer war so groß, dass sie diesen Vorschlag ablehnten. Es war exakt das selbe, was sie forderten, nur dass sie es in Miami wollten und nicht in Washington.</p>
<p>Der bekannte Kongressabgeordnete Bob Menéndez, ein Lobbyist und enger Verbündeter der Mafia aus Miami, und eine Assistierende Stellvertretende Staatssekretärin suchten am Freitag, dem 21. April, eifrig einen Ort in der Nähe von Miami, der Airlie House ähnelt.</p>
<p>Ich habe diese Geschehnisse angeführt, um aufzuzeigen, bis zu welch einem beschämenden Punkt die Anstrengungen der Generalstaatsanwältin gingen, um die Anwendung von Gewalt zu verhindern. Niemand in unserem Land kann die potentiellen Risiken auf dem kurvigen Weg ignorieren, den die US-Behörden auf Druck der Cuban-American National Foundation auswählten, um einen Immigrationsfall zu lösen, der einfach wäre, wenn es sich nicht um ein kubanisches Kind handeln würde.</p>
<p>Tatsachen, die dies belegen:</p>
<p>Erstens: Die drei Richter des Berufungsgerichts, das über die Berufung der Mafia entscheiden soll, sind nicht vertrauenswürdig. Die Antwort auf den Antrag der Generalstaatsanwältin, Lázaro Gónzalez gerichtlich anzuordnen, das Kind nach seiner flagranten Nichtbeachtung der Anordnung des INS zu übergeben, wird in die Geschichte eingehen als ein Beispiel für Willkürlichkeit, Einseitigkeit und Präpotenz. An jenem Tag ordneten sie an, das ein Kind jeglichen Alters gegen den Willen seiner Eltern Asyl in den USA beantragen kann. Auf der anderen Seite wurde ein gequältes Kind gezwungen, bis zur Beendigung des Prozesses in den Vereinigten Staaten zu bleiben. Die Richter äußerten sich dagegen nicht über die Nichtbeachtung der Anordnung an den Entführer, das Kind zu übergeben. Sie ließen die Generalstaatsanwältin ohne Alternative und zwangen sie zu schamlosen Konzessionen oder dem Einsatz von Gewalt. Sie machte beides. Nur der Zufall und das Geschick der US-Marshalls verhinderten das Schlimmste, und das Kind wurde mit heiler Haut gerettet.</p>
<p>Welche Sicherheit bleibt jetzt dem Vater, dass das Zusammentreffen mit seinem Kind endgültig ist? Keine!</p>
<p>Zweitens: Die Tageszeitung El Nuevo Herald berichtet am 26. April, dass am Vortag, dem 25. April, die Generalstaatsanwältin Janet Reno vor einer Gruppe von elf Senatoren, die sie zu einem Treffen bestellt hatten, um &#8220;über Besorgnisse zu diskutieren&#8221;, auf die Frage &#8220;Was würde geschehen, wenn das Gericht von Atlanta oder jegliches andere Gericht entscheiden würde, dass das Kind Asyl erhalten müsse?&#8221; wortwörtlich antwortete: &#8221; Nun, ich glaube, dann müssen wir ihn wieder nach Miami schicken&#8221;.</p>
<p>Das Risiko, dass dieses Gericht entscheidet, das Kind habe ein Recht auf Asyl, ist real. Das würde vollkommen mit der Rechtsdoktrin übereinstimmen, die das Gericht in seinem Urteil vom 19. April unterzeichnete und die die Mafia forderte. Niemand könnte sich vorstellen, was die Reaktion der Weltöffentlichkeit und der Öffentlichkeit in den USA selbst wäre, die all das sah, was dem Kind in Miami angetan wurde, und die später die bewegenden Fotos vom Zusammentreffen des Vaters mit seinem Sohn sah, wenn sie Juan Miguel das Kind entreißen, um es erneut in die Hölle von Lázaros Haus zu schicken. Das ist unmöglich, doch das sagte die Generalstaatsanwältin und das kann das Gericht in Atlanta entscheiden.</p>
<p>Drittens: An diesem 26. April verbreitete die Nachrichtenagentur ANSA aus Washington die folgende Meldung: &#8220;&#8216; Wye River&#8217;&#8221; &#8211; so heißt der Ort, wo sich Juan Miguel mit seiner Familie befindet &#8211; &#8220;&#8216;wurde ausgewählt, weil er sehr gut für das Kind ist, das das Gelände benutzen kann. Und es ist genügend groß, damit sich die Familienangehörigen dort möglicherweise aufhalten, ohne sich gegenseitig zu stören&#8217;, sagte ein Beamter des Justizministeriums, der darum bat, anonym zu bleiben.&#8221;</p>
<p>Wie man hierbei bemerkt, kommt erneut die alte und ominöse Idee auf, die in den bereits erwähnten haarsträubenden Punkten des Vorschlags enthalten war, der Juan Miguel an dem kritischen Freitagabend des 21. April übergeben wurde. Und dies sagt niemand Geringeres als ein &#8220;anonymer&#8221; Beamter des Justizministeriums.</p>
<p>Viertens: Am 26. April präsentiert Gregory Craig, Juan Miguels Anwalt, vor dem Panel der drei Richter des Gerichts von Atlanta das, was als eine Dringlichkeitseingabe bekannt ist, wobei er die Beteiligung von Juan Miguel an dem Prozess und die Ersetzung von Lázaro González durch den Vater des Kindes in dessen Eigenschaft als einziger gesetzlicher Vertreter beantragt, und zwar sowohl in Anbetracht von Juan Miguels Eigenschaft als überlebender Vater als auch in seiner Eigenschaft als &#8220;enger Freund&#8221; von Elián. Dies ist ein seltsamer Begriff, der in der US-amerikanischen Gesetzgebung verwendet wird, wenn ein Minderjähriger keinen näheren Verwandten hat, der ihn vor einem Gericht vertritt, was ohne Zweifel im Fall von Elián nicht zutrifft.</p>
<p>Am folgenden Tag, dem 27. April, lehnt es das Panel von Atlanta ab, Juan Miguels Eigenschaft als einziger Vertreter des Kindes zu akzeptieren, und es akzeptiert durch Mehrheitsentscheidung, dass er an dem Prozess teilnimmt.</p>
<p>Bezüglich dieses Aspekts schreibt die New York Times am 28. April folgendes: Mit einer Mehrheitsentscheidung über den Fall von Elián González verwarf ein Berufungsgericht gestern die Petition des Vaters des Kindes, als dessen einziger gesetzlicher Vertreter zu fungieren, was auf wirksame Art und Weise das Gerichtsverfahren beendet hätte. [...] In seiner Entscheidung erklärte das Panel des Berufungsgerichts, dass es gezweifelt habe, Juan Miguel zu diesem Zeitpunkt das Recht auf die Teilnahme an diesem Verfahren zu gewähren, doch es habe schließlich zugestimmt, da es sich um den Vater des Kindes handelte. Einer der drei Richter war nicht damit einverstanden.</p>
<p>&#8220;[...] Das Gericht erklärte ebenfalls, dass es verfrüht sei zu sagen, ob der Vater der einzige Vertreter des Jungen sein sollte.&#8221;</p>
<p>Die treffende Eingabe von Juan Miguels Anwalt und seine soliden Argumente waren bezüglich des Alleinvertretungsrechts des Vaters für das Kind verworfen worden.</p>
<p>Laut juristischen Experten ist es folgendermaßen: Wenn die Entscheidung, die die drei Richter in dem am 11. Mai stattfindenden Prozess fällen, nicht einstimmig ist, das heißt zwei zu eins, dann könnte die Verliererseite beantragen, dass alle Richter des Berufungsgerichts von Atlanta sich zu dem Fall äußern und nicht nur die drei dafür bestimmten Richter.</p>
<p>Dieses Rechtsmittel würde gemäß den Experten auf jeden Fall eine neue Möglichkeit zum Ausdehnen der Dauer des legalen Prozesses bedeuten, und immer würde dies noch vor einer Berufung beim Obersten Gericht geschehen.</p>
<p>Es gibt weitere fünf Varianten zum Hinauszögern des Prozesses auf unbestimmte Zeit.</p>
<p>Die Anwälte der Mafia beantragten ihrerseits verschiedene Anordnungen und Definitionen.</p>
<p>Fünftens: Am 25. April meldete die Nachrichtenagentur AP aus Laredo, Texas, folgendes: &#8220;&#8216;Die Regierung von Bill Clinton sollte versuchen, den Vater von Elián González zu überzeugen, in den Vereinigten Staaten zu bleiben, um hier seinen Sohn aufzuziehen&#8217;, sagte der republikanische Präsidentschaftskandidat George W. Bush. &#8216; Ich hoffe, dass die Regierung dem Vater erklärt, dass er, wenn er dies vorzieht, seinen Sohn in Freiheit aufziehen kann und dass er hier in den USA bleiben kann. Es ist wichtig, dass unsere Regierung daran erinnert, dass die Mutter auf der Suche nach Freiheit floh, um ihren Sohn in die Freiheit zu bringen. Ich hoffe, dass die Regierung den Vater überzeugt, seinen Sohn in den Vereinigten Staaten von Amerika aufzuziehen.&#8217;&#8221;</p>
<p>Sechstens: Laut einer Meldung der Nachrichtenagentur EFE zeigte Frau Hillary Clinton, die Ehefrau des US-Präsidenten, in einer Radiosendung in der Stadt Buffalo im Bundesstaat New York &#8220;ihr Interesse, dass der Vater des kubanischen Kindes Elián González, Juan Miguel, sich am Ende dafür entscheidet, ins Exil zu gehen und in den Vereinigten Staaten zu bleiben, um dort zu leben.&#8221;</p>
<p>&#8216;Ich hoffe, dass das Ausprobieren der Freiheit und die Gelegenheit, die er mit seinem Sohn während dieser Zeit hat, ihm vielleicht dabei helfen, in Betracht zu ziehen, endgültig in den USA zu bleiben.</p>
<p>&#8220;[...] Ich bin davon überzeugt, dass es viele Leute gibt, die sehr zufrieden damit wären, ihn aufzunehmen, wenn er sich entscheidet, zu desertieren&#8217;, sagte die First Lady, wobei sie den Begriff verwendete, der für diejenigen Soldaten gebraucht wird, die sich dafür entscheiden, ihr Land zu verlassen, um in einem anderen Zuflucht zu finden, normalerweise beim Feind.&#8221;</p>
<p>Das bedeutet, sie sprechen in aller Ruhe davon, zur Desertion eines Vaters anzustiften, der in den vergangenen Monaten feige gedemütigt wurde. Sie können sich nicht einmal einen würdigen Kubaner vorstellen. Zuerst prangern sie ihn als Feigling an, der sich weder wagte, in die USA zu fahren, noch sich für seinen Sohn interessierte. Danach behaupteten sie, dass die kubanische Regierung ihm keine Genehmigung zur Reise in dieses Land erteilen würde, damit er nicht desertiere. Seit sie ihn mit seiner Frau und seinem kleinen Kind ankommen sahen &#8211; zum richtigen Zeitpunkt, genau zur richtigen Stunde und Minute, als er abfahren musste &#8211; sind sie immer noch nicht aus dem Staunen herausgekommen angesichts der Würde, des Mutes und dem Ehrgefühl von Juan Miguel. Sie versuchen, ihn bis in alle Ewigkeit zurückzuhalten, in der Hoffnung, ihn zu verführen. Alle verfolgen unisono das gleiche Ziel, nämlich dass der Junge niemals mehr nach Kuba zurückkehrt, um damit einem selbstbewussten und heldenhaften Volk, aus dem Juan Miguel und Elián erwachsen sind, einen moralischen Schlag zu versetzen.</p>
<p>Wo ist die Ethik der politischen Führer dieses Landes? Wie ist es möglich, dass sie in einem solchen Grad die Realitäten in Kuba ignorieren? Warum so viel Verachtung? Bis wann werden sie an ihre eigenen Lügen glauben?</p>
<p>Am 27. April kommt es plötzlich zu Restriktionen und Hindernissen aller Art bezüglich der Bewegungsfreiheit der kubanischen Funktionäre, die Juan Miguel, seine Frau und seine zwei Kinder betreuten, die bereits 70 Meilen entfernt untergebracht worden waren. Es werden nur vier Visa gewährt für die Kinder, die in die USA reisen sollten, um bei Eliáns Erholung mitzuhelfen, und diese Visa sind auf 15 Tage beschränkt. Man legt die absurde Formel von einem zweiwöchigen Rotieren fest, und es wird keine Genehmigung erteilt zur Reise von irgendeinem der von der Familie erbetenen unerlässlichen Fachleute. Das Ziel, Juan Miguel, seine Ehefrau und seine beiden Kinder im fernen Wye Plantation im Bundesstaat Maryland zu isolieren, war offensichtlich.</p>
<p>Im Einklang mit den erwähnten Erklärungen von Bush und Hillary sagte die Außenministerin Albright in einem Interview in dem Fernsehsender Fox folgendes: &#8220;Wir haben einige sehr schwerwiegende Probleme mit Kuba und wir werden fortfahren, das Embargogesetz&#8221; &#8211; so nennt sie die Blockade und den Wirtschaftskrieg &#8211; &#8220;und das Gesetz für die Kubanische Demokratie aufrechtzuerhalten&#8221; &#8216; auf diese Weise bezieht sie sich auf das völkermörderische Helms-Burton-Gesetz.</p>
<p>Das Seltsame dabei ist, dass niemand in Kuba die US-Regierung um Vergebung gebeten hatte, niemand hatte die Beendigung dieser Blockade gefordert, die immer unhaltbarer wird und die unvermeidlich fallen wird, weil sie anachronistisch ist und politisch und moralisch für die USA immer kostspieliger wird.</p>
<p>Die Vorfahren, die die heldenhafte Tradition unseres Vaterlandes begannen, im Widerstreit gegen die annexionistischen Träume bezüglich Kubas, die seit zweihundert Jahren in den USA konzipiert werden, zeigten uns, dass man die Rechte einfordert und nicht erbettelt. Nichts wird leichter sein bezüglich Kubas in der Zukunft. Vierzig Jahre Widerstand gegen Aggressionen und Ungerechtigkeiten jeder Art und die Schlacht der Ideen, die wir ohne Pause über fünf lange Monate hinweg geschlagen haben, haben uns noch stärker gemacht. Wir werden ohne Pause gegen den mörderischen Cuban Adjustment Act und gegen das grausame Helms-Burton-Gesetz kämpfen, dessen Autoren verdienen &#8211; gemäß den 1948 und 1949 sowohl von Kuba als auch den Vereinigten Staaten unterzeichneten Verträgen -, wegen des Verbrechens des Völkermordes vor einem Gericht erscheinen zu müssen. Wir werden gegen das Gesetz kämpfen, dessen Autor, Robert Torricelli, ein Verbündeter der terroristischen Mafia von Miami ist; wir werden gegen die Blockade und den Wirtschaftskrieg kämpfen, denen unser Volk fast ein halbes Jahrhundert widerstehen konnte; wir werden gegen die subversiven Aktivitäten kämpfen, die von den USA aus durchgeführt werden, einschließlich des Terrorismus, um uns zu destabilisieren, und wir werden dafür kämpfen, dass unserem Vaterland schließlich das in unserem Land illegal besetzte Territorium zurückgegeben wird. Wir werden all das erfüllen, was wir in Baraguá vor dem unauslöschlichen und unsterblichen Gedenken an den Bronzetitan schworen.</p>
<p>Wir geben nicht dem US-amerikanischen Volk die Schuld. Wir geben den Verantwortlichen für die Lügen die Schuld, mit denen sie dieses Volk sehr viel länger betrogen, als Lincoln sich das vorgestellt hatte. Im Gegenteil, wir zollen dem Volk Tribut, das trotz der Lügen in seiner großen Mehrheit fähig war, das abscheuliche Verbrechen, das gegen ein kubanisches Kind begangen wurde, abzulehnen.</p>
<p>Es wäre weise, wenn die jetzigen und zukünftigen Regierenden der Vereinigten Staaten begreifen würden, dass David gewachsen ist. Er hat sich in einen moralischen Giganten verwandelt, der mit seiner Schleuder keine Steine abfeuert, sondern Beispiele, Botschaften und Ideen, gegenüber denen der große Goliath der Finanzen, der gewaltigen Reichtümer, der Atomwaffen, der ausgeklügelsten Technologie und einer weltweiten politischen Macht, die sich auf dem Egoismus, der Demagogie, der Scheinheiligkeit und der Lüge gründet, wehrlos ist.</p>
<p>Damit sie sich nicht zu viele Illusionen machen angesichts ihres lächerlichen Pyrrhussieges, und gegenüber der infamen Resolution von Genf, die sich auf der Verleumdung gründet und von der US-Regierung mittels erniedrigendem Druck und mit der Hilfe ihrer Verbündeten von der NATO aufgezwungen wurde, hat Kuba in dieser selben Sitzungsperiode sechs Resolutionen zugunsten der Länder der Dritten Welt eingebracht, die alle mit überwältigender Mehrheit angenommen wurden, immer gegen die Stimme der Vereinigten Staaten, die im Allgemeinen einzig auf die Unterstützung oder die Stimmenthaltung des Grüppchens seiner reichen europäischen Verbündeten zählen konnte.</p>
<p>Die Völker einer unregierbaren Welt, die die Armut und das Elend erleiden, die man ständig mehr ausbeutet und ausplündert, werden unsere besten Kampfgefährten sein. Wir verfügen über keine finanziellen Ressourcen, um mit ihnen zusammenzuarbeiten. Wir zählen dagegen auf ein außergewöhnliches und hingebungsvolles Humankapital, über das die reichen Völker nicht verfügen und auch in Zukunft niemals verfügen werden.</p>
<p>Es leb e der Patriotismus!</p>
<p>Es lebe der Sozialismus!</p>
<p>Es lebe der Internationalismus!</p>
<p>Vaterland oder Tod!</p>
<p>Wir werden siegen!</p>
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		<title>Fidel, am Heiligabend, mit den Armen der Erde</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Dec 2019 22:01:04 +0000</pubDate>
<dc:creator>Cubadebate</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dieser Tag wurde für die Köhler zum ersten Mal zum Fest. An diesem Abend wurden sie sich der erheblichen Veränderungen in ihrem Leben nach dem 1. Januar 1959 bewusst.

Nicht wenige mussten die Nervosität mit kindlichen Mienen und Gesten verbergen, bevor sie den ersten Bissen zu sich nahmen. Ihr Beruf hatte sie stets daran gehindert, den 24. Dezember gottgefällig zu feiern und erst recht nicht hatten sie an einem Tisch gesessen mit jemandem, der so wichtig war.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-medium wp-image-4568" alt="fidel fin año" src="/files/2019/12/fidel-fin-año-300x245.jpg" width="300" height="245" />Dieser Tag wurde für die Köhler zum ersten Mal zum Fest. An diesem Abend wurden sie sich der erheblichen Veränderungen in ihrem Leben nach dem 1. Januar 1959 bewusst.</p>
<p>Nicht wenige mussten die Nervosität mit kindlichen Mienen und Gesten verbergen, bevor sie den ersten Bissen zu sich nahmen. Ihr Beruf hatte sie stets daran gehindert, den 24. Dezember gottgefällig zu feiern und erst recht nicht hatten sie an einem Tisch gesessen mit jemandem, der so wichtig war.</p>
<p>Für die Köhler vollkommen unerwartet waren Fidel, Celia Sánchez und andere revolutionäre Führer an diesem Tag im Jahr 1959 beim Weiler Soplillar erschienen, um ein Festmahl zu Heiligabend mit ihnen zu teilen.</p>
<p>Fidel hatte beschlossen, diesen Weihnachtsabend an einem so abgelegenen Ort zu verbringen, als Zeichen der Bewunderung für die Köhler und die armen Bauern dieses Gebiets.</p>
<p>Es waren das erste freie Weihnachtsfest Kubas nach dem Sieg der Revolution in dem früher vernachlässigten Teil des Landes, wo die Menschen unter sehr schlechten Bedingungen lebten, ohne Strom, ohne Ärzte oder Lehrer und in urigen Hütten. Es war das erste Mal in der Geschichte Kubas, dass ein Führer dieser Größe ein Fest mit den Ärmsten und am meisten Vergessenen teilte.</p>
<p>60 Jahre nach dem historischen Ereignis werden die Bewohner der Ciénaga de Zapata mit einem Kultur-, Sport- und Freizeitprogramm an das Datum erinnern, wie Bienvenido Roig Chirino, erster Parteisekretär dieser Gemeinde der Provinz Matanzas sagte. Die Veranstaltung wird in der Gedenkbibliothek des Köhler-Festmahls stattfinden. Die Einwohner erinnern sich stolz an das Ereignis, das viel über die menschliche Dimension von Fidel aussagt.</p>
<p><strong>(Granma)</strong></p>
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		<title>Rede von Comandante en Jefe Fidel Castro Ruz nach seiner Ankunft in Ciudad Libertad in Havanna am 8. Januar 1959</title>
<link>http://de.cubadebate.cu/news/2019/10/25/4537/</link>
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		<pubDate>Fri, 25 Oct 2019 14:07:37 +0000</pubDate>
<dc:creator>Cubadebate</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mir ist bewusst, dass, heute Abend hier zu sprechen, für mich vielleicht eine der schwierigsten Pflichten in diesem langen, am 30. November 1956 in Santiago de Cuba begonnenen Kampfprozess darstellt. Die Bevölkerung hört zu, die revolutionären Kämpfer hören zu, und es hören die Soldaten der Armee zu, deren Schicksal in unseren Händen liegt.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-4218" alt="Fidel Constitucion" src="/files/2018/07/Fidel-Constitucion.jpg" width="300" height="258" /><strong>Fecha:08/01/1959</strong></p>
<p>Liebe Mitbürger!</p>
<p>Mir ist bewusst, dass, heute Abend hier zu sprechen, für mich vielleicht eine der schwierigsten Pflichten in diesem langen, am 30. November 1956 in Santiago de Cuba begonnenen Kampfprozess darstellt.</p>
<p>Die Bevölkerung hört zu, die revolutionären Kämpfer hören zu, und es hören die Soldaten der Armee zu, deren Schicksal in unseren Händen liegt.</p>
<p>Ich bin überzeugt, dass dies ein entscheidender Augenblick in unserer Geschichte ist: die Tyrannei ist besiegt worden. Die Freude ist riesig. Es ist jedoch noch viel zu tun. Wir dürfen uns nicht täuschen und glauben, dass von nun an alles einfach sein wird; vielleicht wird von jetzt an alles noch schwieriger werden.</p>
<p>Die Wahrheit zu sagen, ist die erste Pflicht jedes Revolutionärs. Das Volk zu täuschen, in ihm falsche Hoffnungen zu erwecken, das wird immer die schlimmsten Folgen mit sich bringen; und ich bin der Meinung, dass die Bevölkerung vor einem Übermaß an Optimismus gewarnt werden muss.</p>
<p>Wie hat die Rebellenarmee den Krieg gewonnen? Indem sie immer die Wahrheit gesagt hat. Wie hat die Tyrannei den Krieg verloren? Indem sie die Soldaten getäuscht und angelogen hat.</p>
<p>Wenn wir eine Niederlage erlitten haben, dann haben wir das über den Rundfunksender „Radio Rebelde“ verkündet, die Fehler jeglichen Befehlshabers kritisiert, der diese verursacht hatte, und alle Kameraden darauf aufmerksam gemacht, damit ihnen in jeglicher anderen Truppe nicht dasselbe geschähe. In den Kompanien der Armee war das nicht so. Verschiedene Truppenteile begingen die gleichen Fehler, weil den Offizieren und Soldaten niemals die Wahrheit gesagt wurde.</p>
<p>Und deshalb möchte ich beginnen – oder besser gesagt -, mit dem gleichen System fortfahren: d.h. der Bevölkerung immer die Wahrheit zu sagen.</p>
<p>Wir sind eine Wegstrecke vorangekommen, vielleicht einen bedeutenden Schritt vorwärts. Wir sind hier in der Hauptstadt, hier im Militärcamp Columbia, die revolutionären Kräfte scheinen siegreich zu sein; die Regierung ist gebildet und von zahlreichen Regierungen der Welt anerkannt, scheinbar ist der Frieden erobert worden. Wir dürfen jedoch nicht optimistisch sein. Während die Bevölkerung heute lachte, während die Bevölkerung sich freute, waren wir besorgt. Und je außergewöhnlicher die Menschenmenge war, die uns zu empfangen erschien, und je außergewöhnlicher der Jubel der Bevölkerung, desto größer war unsere Besorgnis, weil dadurch auch unsere Verantwortung der Geschichte gegenüber, dem Volk von Kuba gegenüber, größer war.</p>
<p>Der Revolution steht schon eine Armee gegenüber, die klar zum Gefecht ist. Welche können heute oder von jetzt an die Feinde der Revolution sein? Welche können von jetzt an angesichts dieses siegreichen Volkes die Feinde der Revolution sein? Die schlimmsten Feinde, welche die Kubanische Revolution von jetzt an haben kann, sind wir Revolutionäre selbst.</p>
<p>Das habe ich immer den Kämpfern der Rebellenarmee gesagt: wenn der Feind nicht mehr vor uns steht, wenn der Krieg zu Ende ist, dann können die einzigen Feinde der Revolution wir selbst sein. Und deshalb habe ich immer gesagt und sage es weiterhin, dass wir mit den Soldaten der Rebellenarmee strenger umgehen werden, als mit jedem anderen, dass wir an die Soldaten der Rebellenarmee höhere Ansprüche stellen werden, als an jeden anderen, denn von ihnen wird abhängen, dass die Revolution siegt oder scheitert.</p>
<p>Es gibt viele Arten von Revolutionären. Seit langer Zeit hören wir schon von Revolution sprechen; sogar am 10. März wurde gesagt, dass eine Revolution gemacht worden war, und sie beriefen sich auf das Wort Revolution, und alles war revolutionär; die Soldaten wurden hier versammelt und sie sprachen zu ihnen von „der Revolution des 10. März“ (GELÄCHTER)</p>
<p>Von Revolutionären haben wir schon lange Zeit sprechen gehört. Ich erinnere mich an meine ersten Eindrücke bezüglich eines Revolutionärs; bis das Studium und eine gewisse Reife mir eine Idee davon vermittelten, was wirklich eine Revolution ist und was wirklich ein Revolutionär ist. Die ersten Eindrücke über einen Revolutionär bekamen wir als Kinder vermittelt, und wir hörten sagen: „Herr Soundso war Revolutionär, er hat an jenem Kampf teilgenommen, oder an jener Kampfhandlung, oder er hat Bomben gelegt“. „Herr Dingsda war Revolutionär…“, und es wurde sogar eine Art Kaste von Revolutionären geschaffen, und so gab es Revolutionäre, die von der Revolution leben wollten, die davon leben wollten, Revolutionäre gewesen zu sein, eine Bombe oder zwei Bomben gelegt zu haben; und möglicherweise hatten diejenigen am wenigsten getan, die am meisten darüber redeten. Aber es ist so, dass sie in den Ministerien erschienen, um Posten zu verlangen, um als Parasiten zu leben, den Preis dafür einzukassieren, was sie zu jenem Augenblick für eine Revolution getan hatten, die leider nicht vollendet wurde. Denn ich bin der Meinung, dass die erste Revolution, welche größere Möglichkeiten der Verwirklichung zu haben scheint, die jetzige ist, wenn wir sie nicht verderben… (AUSRUFE: „Nein!“ UND BEIFALL).</p>
<p>Jener Revolutionär meiner ersten kindlichen Eindrücke lief mit einer 45mm-Pistole im Gürtel herum und wollte mit Ehrfurcht behandelt werden; man sollte Angst vor ihm haben: er war in der Lage, jedermann zu töten; er kam in die Arbeitsräume hoher Beamter und spielte den großen Herrn, der was zu sagen hat; und man fragte sich wirklich:</p>
<p>Wo ist denn die Revolution, die diese Leute, diese Revolutionäre gemacht haben? Denn es hat keine Revolution gegeben und es hat nur sehr wenige Revolutionäre gegeben.</p>
<p>Das erste, was wir, d.h. diejenigen, die wir diese Revolution gemacht haben, uns fragen müssen, ist, mit welchen Absichten wir sie gemacht haben; ob jemand von uns ambitiöse Absichten verhüllt hat, ein Befehlsbedürfnis, ein niederträchtiges Ziel; ob jeder der Kämpfer dieser Revolution einen Idealisten verkörperte oder ob mit dem Vorwand des Idealismus andere Zielstellungen verfolgt wurden; ob wir diese Revolution im Glauben gemacht haben, dass wir die Freuden der Macht genießen würden, sobald die Tyrannei besiegt wäre; dass jeder von uns die Nebenleistungen der Macht genießen würde; dass jeder von uns einen Luxus-Cadillac fahren würde, dass jeder von uns wie ein König leben würde, dass jeder von uns einen Palast haben würde, und dass das Leben von jetzt an für uns wie ein Spaziergang sein würde, da wir ja dafür Revolutionäre geworden waren und die Diktatur gestürzt hatten; ob wir der Meinung waren, die einen Minister abzusetzen, um andere einzusetzen; ob wir gedachten, einfach die einen Menschen abzusetzen, um andere Menschen dort einzusetzen; oder ob jedem von uns echte Uneigennützigkeit innewohnt, ob jedem von uns ein echter Opfergeist innewohnt, ob jedem von uns die Absicht innewohnt, Alles als Gegenleistung für Nichts zu geben, und ob wir von vornherein bereit waren, auf alles zu verzichten, was nicht darin besteht, opferbereit die Pflicht aufrichtiger Revolutionäre zu erfüllen. (LANG ANHALTENDER BEIFALL). Diese Frage muss sich jeder stellen, denn von unserer Gewissensprüfung kann das zukünftige Schicksal Kubas, unser Schicksal und das des Volkes abhängen.</p>
<p>Wenn ich von Kolonnen sprechen hören, wenn ich von Kampffronten sprechen höre, wenn ich von mehr oder weniger zahlreichen Truppen sprechen höre, dann denke ich immer: Hier ist unsere standhafteste Kolonne, unsere beste Truppe, die einzige Truppe, die in der Lage ist, allein den Krieg zu gewinnen: Diese Truppe ist das Volk! (BEIFALL)</p>
<p>Mehr als das Volk kann kein einziger General; mehr als das Volk kann keinerlei Armee. Wenn man mich fragen würde, welche Truppe ich zu führen vorziehe, dann würde ich sagen: ich ziehe es vor, das Volk zu führen (BEIFALL), denn das Volk ist unbesiegbar. Und das Volk war es, das diesen Krieg gewonnen hat, denn wir hatten keine Panzer, wir hatten keine Flugzeuge, wir hatten keine Geschütze, wir hatten keine Militärakademien, wir hatten keine Rekrutierungs- und Ausbildungslager, wir hatten weder Divisionen noch Regimente, Kompanien oder Züge, nicht einmal Trupps (LANG ANHALTENDER BEIFALL).</p>
<p>Wer hat schließlich den Krieg gewonnen? Das Volk, die Bevölkerung hat den Krieg gewonnen. Diesen Krieg hat niemand anderes als die Bevölkerung gewonnen – und ich sage das, falls jemand glaubt, dass er ihn gewonnen habe, falls irgendeine Truppe glaubt, dass sie ihn gewonnen habe (BEIFALL). Und somit steht in erster Linie das Volk.</p>
<p>Aber mehr noch: die Revolution interessiert mich, als Einzelperson, nicht, auch nicht einen anderen Comandante persönlich, bzw. einen anderen Hauptmann, oder eine andere Kolonne oder andere Kompanie; wen die Revolution interessiert, ist das Volk (BEIFALL).</p>
<p>Wer durch sie gewinnt oder verliert, ist das Volk. Da die Bevölkerung es war, die die Schrecklichkeiten dieser sieben Jahre erlitten hat, ist es auch das Volk, das sich fragen muss, ob es selbst, seine Kinder, seine Enkel, in 10 oder 15 oder 20 Jahren weiterhin die Gräueltaten erleiden werden, die die Republik Kuba von Beginn an erlitten hat, gekrönt von solchen Diktaturen wie denen von Machado und Batista (LANG ANHALTENDER BEIFALL).</p>
<p>Das Volk ist sehr daran interessiert, dass wir diese Revolution gut machen werden, oder ob wir in die gleichen Fehler verfallen werden, die die vorangegangene Revolution begangen hat, oder die Revolution vor dieser, oder die noch weiter davor, und somit werden wir die Folgen unserer Fehler erleiden, denn es gibt keinen Fehler ohne Folgen für die Bevölkerung; es gibt keinen politischen Fehler, für den früher oder später gebüßt werden muss.</p>
<p>Es gibt Umstände, die nicht die gleichen sind. Ich bin zum Beispiel der Meinung, dass dieses Mal eine bessere Möglichkeit als je besteht, dass die Revolution vollständig ihre Bestimmung erfüllt. Vielleicht ist deshalb der Jubel der Bevölkerung so groß und sie vergisst dabei ein wenig, wie viel noch gekämpft werden muss.</p>
<p>Eine der größten Sehnsüchte der Nation – Folge der aufgrund der Repression und des Krieges erlittenen Gräueltaten – war die Sehnsucht nach Frieden, nach Frieden mit Freiheit, nach Frieden mit Gerechtigkeit, nach Frieden mit Rechten. Niemand wollte den Frieden zu einem anderen Preis, denn Batista sprach von Frieden, sprach von Ordnung, und jenen Frieden wollte niemand, weil das der Frieden auf Kosten der Unterwerfung gewesen wäre.</p>
<p>Heute hat das Volk den Frieden so, wie es ihn wollte: einen Frieden ohne Diktatur, einen Frieden ohne Verbrechen, einen Frieden ohne Zensur, einen Frieden ohne Verfolgung (LANG ANHALTENDER BEIFALL).</p>
<p>Möglicherweise ist im Augenblick die größte Freude die der kubanischen Mütter. Mütter von Soldaten oder Mütter von Revolutionären, Mütter jeglichen Bürgers, haben heute das Gefühl, dass ihre Kinder endlich außer Gefahr sind (BEIFALL).</p>
<p>Das größte Verbrechen, das heutzutage in Kuba begangen werden könnte &#8211; ich wiederhole -, das größte Verbrechen, das heutzutage in Kuba begangen werden könnte, wäre ein Vergehen gegen den Frieden. Was heutzutage niemand in Kuba vergeben würde, wäre, wenn jemand gegen den Frieden konspirieren würde (BEIFALL).</p>
<p>Jedermann, der heutzutage etwas gegen den Frieden von Kuba unternimmt, jedermann, der die Ruhe und das Glück von Millionen kubanischen Müttern in Gefahr bringt, ist ein Verbrecher und ist ein Verräter (BEIFALL). Wer nicht bereit ist, um des Friedens willen auf etwas zu verzichten, wer zum jetzigen Zeitpunkt nicht bereit ist, um des Friedens willen auf alles zu verzichten, ist ein Verbrecher und ist ein Verräter (BEIFALL).</p>
<p>Da ich so denke, sage und schwöre ich vor meinen Mitbürgern, dass ab sofort, wenn irgendeiner meiner Kameraden oder unsere Bewegung oder ich auch nur das geringste Hindernis für den Frieden in Kuba wären, das Volk über alle uns verfügen kann und uns sagen kann, was wir zu tun haben (BEIFALL). Denn ich bin ein Mensch, der ein Amt niederlegen kann, das habe ich mehr als einmal in meinem Leben bewiesen, denn das habe ich meinen Kameraden gelehrt, ich habe Moral und spüre die ausreichende Kraft und Autorität, um zu so einem Augenblick wie diesem hier zu sprechen (BEIFALL UND AUSRUFE: „Fidel Castro lebe hoch!“).</p>
<p>Und in erster Linie muss ich zu den Revolutionären so sprechen; wenn es notwendig wäre, oder besser gesagt, da es notwendig ist, es rechtzeitig zu sagen.</p>
<p>Jenes Jahrzehnt, das auf den Sturz von Machado folgte, liegt nicht allzu weit zurück; eines der vielleicht größten Übel jenes Kampfes war die Ausbreitung der revolutionären Gruppen, die nicht zögerten, sich gegenseitig zu beschießen (BEIFALL). Und so kam infolgedessen Batista und blieb 11 Jahre an der Macht.</p>
<p>Als die Bewegung 26 de Julio organisiert wurde, und sogar als wir diesen Krieg begannen, war ich der Meinung, wenn auch die von uns gemachten Opfer sehr groß waren, wenn auch der Kampf sehr lang sein würde, und das ist er gewesen, denn er hat über zwei Jahre gedauert, zwei Jahre, die für uns kein Spaziergang gewesen sind, zwei Jahre des harten Kampfes, seitdem wir die Kampagne mit einer Handvoll Männer erneut begonnen hatten, bis wir in der Hauptstadt der Republik angekommen sind; dass trotz der vor uns liegenden Opfer uns jedoch eine Idee beruhigte: es war offensichtlich, dass die Bewegung 26 de Julio über die Unterstützung der riesigen Mehrheit und die Sympathie der Bevölkerung verfügte (BEIFALL); es war offensichtlich, dass die Bewegung 26 de Julio die fast einmütige Unterstützung der kubanischen Jugend hatte (BEIFALL). Es schien, dass dieses Mal eine große und starke Organisation die Erwartungen und Bestrebungen unserer Bevölkerung aufnehmen würde und dass die schrecklichen Folgen der Ausbreitung von revolutionären Organisationen sich in diesem Prozess nicht zeigen würden.</p>
<p>Ich bin der Meinung, dass wir vom ersten Augenblick an alle in einer einzigen revolutionären Organisation sein sollten: unsere oder die eines anderen, die 26., die 27. oder die 50., wo auch immer, denn schließlich waren wir doch die Gleichen, d.h. diejenigen die im Gebirge Sierra Maestra kämpften, diejenigen, die im Gebirge Escambray kämpften oder in Pinar del Rio, junge Menschen, Menschen mit den gleichen Idealen. Warum sollte es also ein Dutzend revolutionärer Organisationen geben? (BEIFALL)</p>
<p>Unsere war einfach die erste; unsere war einfach diejenige, die den ersten Kampf in der Kaserne Moncada ausgefochten hat, die am 2. Dezember mit der Jacht „Granma“ gelandet ist (BEIFALL), und die über ein Jahr allein gegen die gesamten Streitkräfte der Tyrannei gekämpft hat (BEIFALL); die, als sie knapp 12 Mann hatte, die Flagge der Rebellion weiter hoch gehalten hat, die dem Volk gezeigt hat, dass man kämpfen und siegen konnte, die alle in Kuba vorhandenen falschen Hypothesen über das, was eine Revolution ist, zerstört hat. Denn hier hat sich jedermann verschwört, mit dem Gefreiten, mit dem Sargenten, oder durch Einschleusen von Waffen in Havanna, die ihnen dann die Polizei abnahm (BEIFALL), bis wir gekommen sind und gezeigt haben, dass das nicht der Kampf ist, dass der Kampf anders aussehen musste, dass man eine neue Taktik und eine neue Strategie erfinden musste, und das waren die Taktik und die Strategie, die wir in die Praxis umgesetzt haben und die zum außergewöhnlichsten Sieg geführt haben, den das Volk von Kuba in seiner Geschichte zu verzeichnen hatte (BEIFALL).</p>
<p>Und ich möchte, dass die Bevölkerung mir ehrlich sagt, ob das der Wahrheit entspricht oder nicht (BEIFALL UND AUSRUFE: „Ja!“)</p>
<p>Es gibt außerdem eine weitere Tatsache: die Bewegung 26 de Julio (26. Juli) war die absolut mehrheitliche Organisation, stimmt das oder etwa nicht? (AUSRUFE: „Ja!“) Und wie endete der Kampf? Ich werde es sagen: die Ejército Rebelde (Rebellenarmee), wie der Name unserer Armee lautet, jene, die im Gebirge Sierra Maestra begonnen wurde, hatte den ganzen Ostteil, ganz Camagüey, einen Teil von Las Villas, ganz Matanzas, die Festung La Cabaña, das Militärcamp Columbia, das Polizeipräsidium und Pinar del Rio besetzt, als die Tyrannei fiel (BEIFALL).</p>
<p>Der Kampf endete gemäß dem vorhandenen Kräfteverhältnis, denn aus irgendeinem Grund haben unsere Kolonnen die Ebenen von Camagüey, verfolgt von Tausenden Soldaten und der Luftwaffe, durchquert und sind in Las Villas angekommen; und weil die Rebellenarmee Comandante Camilo Cienfuegos hatte (LANG ANHALTENDER BEIFALL), in Las Villas, und weil sie Comandante Ernesto Guevara in Las Villas hatte (LANG ANHALTENDER BEIFALL), am 1. Januar, kurz nach dem Verrat von Cantillo (AUSRUFE: „Raus mit ihm!“)… Denn unsere Armee hatte sie dort, wie ich sage, am Ersten und konnte Comandante Camilo Cienfuegos den Befehl geben, mit 500 Mann in die Hauptstadt vorzurücken und das Militärcamp Columbia anzugreifen (BEIFALL); und weil sie Comandante Ernesto Guevara in Las Villas hatte, konnte sie ihm sagen, auf die Hauptstadt vorzurücken und die Festung La Cabaña einzunehmen (BEIFALL).</p>
<p>Alle Regimente, alle bedeutenden militärischen Festungen waren in der Gewalt der Rebellenarmee, und das hat uns niemand geschenkt, es ist nicht so, dass jemand gesagt hätte: „Geh dorthin, geh dahin und geh an jenen Ort“; es waren unsere Bemühungen und unsere Opfer, unsere Erfahrung und unsere Organisation, was zu jenen Ergebnissen geführt hat (BEIFALL).</p>
<p>Bedeutet das, dass die anderen nicht gekämpft hätten? Nein. Bedeutet das, dass die anderen keine Verdienste hätten? Nein. Denn wir alle haben gekämpft, denn das gesamte Volk hat gekämpft. In Havanna gab es keinen Gebirgsschauplatz, aber es gibt Hunderte Tote, Kameraden, die, ermordet in Erfüllung ihrer revolutionären Pflichten, gefallen sind. In Havanna gab es keinen Gebirgsschauplatz, jedoch der Generalstreik war ein entscheidender Faktor dafür, dass der Sieg der Revolution vollständig war (BEIFALL).</p>
<p>Wenn ich das sage, dann nur, um die Dinge an ihren Platz zu situieren, die Rolle der Bewegung 26 de Julio in diesem Kampf, wie sie die Bevölkerung zu jenem Zeitpunkt geführt und geleitet hat, wo hier von Wahlen und wahltaktischem Verhalten die Rede war. Von Mexiko aus musste ich einmal einen Artikel unter dem Titel „Allen die Stirn bietend“ schreiben, weil wir wirklich allen Meinungen entgegengesetzt waren und unsere revolutionäre These, die Strategie dieser Revolution, verteidigten, die die Bewegung 26 de Julio festgelegt hatte, und die Fertigstellung dieser Revolution, die die überwältigende Niederlage der Tyrannei war, da sich die wichtigsten Festungen letzterer in Händen der von der Bewegung 26 de Julio organisierten Rebellenarmee befanden.</p>
<p>Nicht nur die Richtlinien im Krieg hat die Bewegung 26 de Julio festgelegt sondern sie hat ebenfalls gelehrt, wie der Feind im Krieg zu behandeln war. Das ist vielleicht die erste Revolution auf der Welt, wo niemals auch nur ein einziger Kriegsgefangener ermordet worden ist. (LANG ANHALTENDER BEIFALL); wo niemals ein Verletzter im Stich gelassen worden ist, wo niemals jemand gefoltert worden ist (BEIFALL); denn diese Richtlinie war von der Rebellenarmee festgelegt worden. Mehr noch: dies ist die einzige Revolution auf der Welt, aus der kein General hervorgegangen ist (BEIFALL), und nicht einmal ein Oberst, denn den Dienstgrad, den ich für mich bestimmt habe bzw. den meine Kameraden für mich festgelegt haben, war Comandante (Anm. des Übersetzers: Mayor, Kommandant, Kommandeur), und den habe ich nicht verändert &#8211; trotzdem wir viele Schlachten gewonnen haben und einen Krieg gewonnen haben &#8211; und bin weiterhin Comandante und möchte keinen anderen Dienstgrad (BEIFALL).</p>
<p>Und die moralische Auswirkung, die Tatsache, dass wir, d.h. diejenigen, die diesen Krieg begonnen haben, einen bestimmten Dienstgrad in der militärischen Hierarchie festgelegt hatten, führte dazu, dass sich niemand hier getraut hat, sich einen höheren Dienstgrad als den eines Comandante zu geben – obwohl es allem Anschein nach zu viel Kommandanten gibt.</p>
<p>Ich glaube, die Bevölkerung ist einverstanden damit, dass ich klare Aussagen treffe, denn die Tatsache, so um die Rechte jedes Bürgers gekämpft zu haben, wie ich es getan habe, erteilt mir zumindest das Recht, die Wahrheit laut auszusprechen (BEIFALL). Und da außerdem die Interessen des Vaterlandes im Spiel sind, kann ich angesichts der Risiken, die plötzlich in der Kubanischen Revolution auftreten können, absolut nicht auch nur die geringste Anpassung dulden.</p>
<p>Haben alle die gleiche moralische Autorität zu sprechen? Ich sage, dass derjenige, der mehr Verdienste aufweist, mehr Autorität zum Sprechen hat, als derjenige mit geringeren Verdiensten. Ich bin der Meinung, dass die Menschen, um in moralischen Vorrechten gleich zu sein, erst bezüglich ihrer Verdienste gleichziehen müssen. Ich bin der Meinung, dass die Revolution so geendet hat, wie sie sollte, da Comandante Camilo Cienfuegos – Veteran mit zwei Jahren und einem Monat des Kampfes – (BEIFALL), Befehlshaber des Militärcamps Columbia ist; da Comandante Efigenio Ameijeiras, der in diesem Krieg drei Brüder verloren hat und Veteran der „Granma“ und Comandante aufgrund der von ihm ausgefochtenen Schlachten ist (BEIFALL), oberster Befehlshaber der Polizei der Republik ist, und da Comandante Ernesto Guevara – echter Held, Expeditionsteilnehmer der „Granma“ und Veteran mit zwei Jahren und einem Monat des Kampfes in den höchsten und rauesten Bergen von Kuba – der Befehlshaber der Festung La Cabaña (BEIFALL); und da wir als Befehlshaber jedes Regiments in den verschiedenen Provinzen jene Männer eingesetzt haben, die sich bei dieser Revolution am meisten aufgeopfert und am meisten gekämpft haben. Und da dem so ist, hat also niemand das Recht, beleidigt zu sein.</p>
<p>Allem voran soll dem Verdienst Gebühr gezollt werden, denn derjenige, der nicht dem Verdienst Gebühr zollt, ist nur ein Ambitiöser (BEIFALL); der ohne die Verdienste wie andere zu haben, die Vorrechte der anderen haben möchte.</p>
<p>Jetzt tritt die Republik, bzw. die Revolution in eine neue Etappe ein. Wäre es gerecht, dass die Ambition oder die Selbstsucht und der Personenkult das Geschick der Revolution in Gefahr bringen würden? (AUSRUFE: „NEIN!“) Woran ist die Bevölkerung interessiert, da sie hier das letzte Wort zu sagen hat? (AUSRUFE: „Freiheit!“, „Freiheit!“) Sie ist in erster Linie an den Freiheiten interessiert, an den dem Volk geraubten Rechten und am Frieden. Und sie hat sie, denn im Augenblick hat sie alle Freiheiten, alle Rechte, welche ihr die Tyrannei geraubt hatte, und sie hat den Frieden (BEIFALL).</p>
<p>Woran ist das Volk interessiert? An einer redlichen Regierung. Ist es nicht eine redliche Regierung, woran die Bevölkerung interessiert ist? (AUSRUFE: „Ja!“). Da habt ihr es: einen ehrbaren höheren Justizbeamten als Präsidenten der Republik (BEIFALL). Woran ist sie interessiert, daran, dass junge und unbescholtene Menschen die Minister der Revolutionären Regierung seien? (AUSRUFE: „Ja!“). Da habt ihr sie: analysiert einen nach dem anderen die Minister der Revolutionären Regierung und sagt mir, ob unter ihnen ein Dieb, oder ein Verbrecher oder eine unverschämte Person ist (AUSRUFE: „Nein!“).</p>
<p>Es gibt viele Menschen, die aufgrund ihrer Ehrbarkeit und Fähigkeit Minister in Kuba sein könnten, aber es können nicht alle Minister sein, denn es kann nur 14, 15 oder 16 Minister geben. Und hier ist die Bevölkerung nicht daran interessiert, dass es „Don Hinz“ bzw. „Don Kunz“ sei, sondern dass derjenige, der Minister ist, ein junger Mensch und ein ehrbarer Mensch ist. (BEIFALL). Und das Wichtige hier ist, dass die Ernannten jene Eigenschaften und Fähigkeiten besitzen, und nicht, dass es nicht „Don Hinz“ bzw. „Don Kunz“ sind, denn die Hinz und Kunz sind zum jetzigen Augenblick nicht wichtig für die Revolution und für die Republik (BEIFALL).</p>
<p>Darf jemand versuchen, dieses Land mit Blut zu beflecken, weil er nicht Minister geworden ist? (AUSRUFE: „Nein!“) Darf irgendeine Gruppe aufgrund der Tatsache, dass man ihr nicht drei oder vier Ministerposten zugesprochen hat, dieses Land mit Blut beflecken und den Frieden stören? (AUSRUFE: „Nein!“) Wenn das Regierungsteam nicht taugt, über das die Bevölkerung von Kuba im Augenblick verfügt, dann wird das Volk Zeit haben, es rauszuschmeißen1*, aber nicht an den Urnen zu wählen**, sondern es bei Wahlen rauszuschmeißen* (BEIFALL). Das ist nicht so im Fall, dass das Regierungsteam nicht geeignet bzw. ideal wäre, dann würde niemand hier eine Revolution machen oder einen Putsch, um es abzusetzen, da jedermann weiß, dass es Wahlen geben wird und wenn es nicht taugt, dann wird die Bevölkerung es übernehmen, frei das letzte Wort zu sprechen; und nicht das tun, was Batista gemacht hat, der 80 Tage vor den Wahlen gesagt hat, dass er die Regierung absetzen musste und dass dies das Patriotische sei – weil er behauptet hat, dass er jene Regierung bekämpfe, und eine Reihe Anschuldigungen gegen jene Regierung gemacht hat. Denn hier ist für immer Schluss mit den Putschen und mit den Anschlägen auf die Verfassung und das Recht (BEIFALL).</p>
<p>Es ist erforderlich, so zu sprechen, damit nicht die Demagogie und die Begriffsverwirrung und die Spalttätigkeit aufkommen und damit die Bevölkerung diesen erkennt, sobald der erste die Ohren der Ambition hervorgucken lässt. (BEIFALL). Und ich versichere euch meinerseits, da es das Volk ist, das ich führen und leiten möchte, weil es die beste Truppe ist und weil ich das Volk allen bewaffneten Kolonnen vereint vorziehe; ich sage euch, dass das Erste sein wird, was ich immer tun werde, wenn ich die Revolution in Gefahr sehe, das Volk zusammenzurufen (BEIFALL). Denn indem wir zum Volk sprechen, können wir Blutvergießen sparen; denn hier muss, bevor ein einziger Schuss abgegeben wird, erst tausend Mal das Volk zusammengerufen werden und zum Volk gesprochen werden, damit das Volk ohne Schießerei die Probleme löst. Ich habe Vertrauen in das Volk, und das habe ich bewiesen, ich weiß, was das Volk kann, und ich glaube, das habe ich bewiesen, ich sage euch, wenn das Volk will, dann wird hier in diesem Land niemals wieder ein Schuss erklingen (BEIFALL). Denn die öffentliche Meinung hat eine außerordentliche Kraft und einen außerordentlichen Einfluss, besonders, wenn keine Diktatur vorhanden ist. In der Zeitspanne der Diktatur ist die öffentliche Meinung ein Nichts, aber zu Zeiten der Freiheit der öffentlichen Meinung ist sie alles, und die Gewehre müssen sich ihr beugen und vor der öffentlichen Meinung niederknien (BEIFALL). Liege ich richtig, Camilo? (AUSRUFE: „Camilo lebe hoch!”)</p>
<p>Ich spreche so zum Volk, weil ich es schon immer gemocht habe, vorauszusehen, und ich bin der Meinung, dass die Revolution, wenn ich vorausschauend zum Volk spreche, die einzigen Gefahren verhindern kann, die noch vor ihr stehen; und ich sage euch, dass sie nicht so groß sind; aber mir wäre es lieb, dass, damit die Revolution sich konsolidiere, kein einziger Tropfen kubanischen Blutes mehr zu vergießen wäre (BEIFALL).</p>
<p>Meine große Sorge besteht darin, dass nicht in drei Wochen, oder vier Wochen, oder in einem Monat, oder in einer Woche im Ausland – wo diese Revolution die Bewunderung der ganzen Welt genießt &#8211; gesagt werden muss, dass hier erneut kubanisches Blut vergossen wurde, um diese Revolution zu konsolidieren, denn dann wäre diese Revolution nicht ein Beispiel (BEIFALL).</p>
<p>Ich hätte nicht so gesprochen, als wir eine Gruppe von 12 Mann waren, denn als wir eine Gruppe von 12 Mann waren, da war alles, was wir vor uns hatten, nur kämpfen, kämpfen und kämpfen, und unter jenen Umständen bestand Verdienst darin zu kämpfen; aber heute, wo wir die Flugzeuge, die Panzer, die Geschosse und die Mehrheit der bewaffneten Männer haben, die Kriegsflotte, zahlreiche Armee-Kompanien und eine enorme Macht im militärischen Bereich (AUSRUFE: „Und das Volk!“, „Und das Volk!“) Das Volk… Ich komme auf die Idee zurück, die ich euch mitteilen wollte: heute, wo wir all das haben, beunruhigt es mich sehr, kämpfen zu sehen, denn so ist es kein Verdienst, zu kämpfen; ich würde es vorziehen, erneut mit 12 Mann ins Sierra Maestra-Gebirge zu gehen, gegen alle Panzer zu kämpfen, anstelle mit allen Panzern zu kommen, um auch nur irgendjemanden hier zu beschießen (BEIFALL).</p>
<p>Und diejenige, die ich bitte, uns sehr zu helfen, die ich von ganzem Herzen bitte, mir zu helfen, ist die Bevölkerung (BEIFALL), ist die öffentliche Meinung, um die Ambitiösen zu entwaffnen, um von vornherein diejenigen zu verurteilen, die von jetzt an beginnen, ihre wahre Absicht zu verraten (BEIFALL).</p>
<p>Ich werde mich heute nicht in persönlichen bzw. spezifischen Angriffen auslassen, da das gerade erst geschehen ist und es noch zu früh ist, öffentliche Polemiken zu führen – obwohl, wenn dies erforderlich wird, dann ist das für mich kein Problem, denn ich werde das erhobenen Hauptes tun und bin bereit, mit der Wahrheit in der Hand zu diskutieren -, und weil eine sehr große Freude in der Bevölkerung vorhanden ist, und in der Masse der Kämpfer, ich werde nicht sagen, bei allen ihren Befehlshabern und führenden Köpfen, obwohl bei der Mehrheit der führenden Köpfe, denn bei der Mehrheit von ihnen – und da habt ihr zum Beispiel Carlos Prío Socarrás, der mit einer Haltung nach Kuba gekommen ist, der Revolution bedingungslos zu helfen, wie er sagt, und absolut nach nichts zu trachten – (BEIFALL); er hat nicht gegen die Tatsache protestiert, er hat absolut nicht protestiert, er hat weder die geringste Beanstandung noch die geringste Ablehnung gegen das Kabinett gezeigt, er weiß, dass es sich um ein Kabinett ehrbarer Menschen und junger Menschen handelt, die es sehr gut verdient haben, dass ihnen ein Vertrauensvotum zum Arbeiten gegeben wird.</p>
<p>Und da sind die Führungskräfte anderer Organisationen, die dieselbe Bereitschaft zeigen. Und noch etwas: die Massen der Kämpfer, die Menschen, die gekämpft haben und die sich allein von Idealen leiten lassen, die Menschen, die gekämpft haben, die aller Organisationen, die haben alle eine sehr patriotische Haltung und sehr revolutionäre und großmütige Gefühle, denn sie werden immer so denken, wie das Volk denkt, denn ich bin sicher, dass derjenige, der die Verrücktheit zu begehen versucht, einen Bürgerkrieg zu verursachen, die Verurteilung des gesamten Volkes haben wird (BEIFALL), und von den einfachen Kämpfern verlassen wird, die ihm nicht folgen werden. Und man muss wirklich verrückt sein, um nicht nur die Macht unter den Bedingungen herauszufordern, unter denen wir sie heute haben, sondern auch die Vernunft, das Recht des Vaterlandes und das gesamte Volk von Kuba (BEIFALL).</p>
<p>Und ich sage all das, weil ich dem Volk eine Frage stellen möchte; weil ich der Bevölkerung eine Frage stellen möchte, die mich sehr interessiert, und die für die Bevölkerung von äußerstem Interesse ist, sie zu beantworten: Wozu im Augenblick heimlich einen Waffenvorrat anlegen? Wozu Waffen an verschiedenen Stellen der Hauptstadt verstecken? Wozu im Augenblick Waffen schmuggeln? Wofür? Und ich sage euch, dass es Elemente einer bestimmten revolutionären Organisation gibt, die Waffen verstecken (AUSRUFE: „Los, suchen wir sie!“), die Waffenvorrat anlegen und die Waffen schmuggeln. Alle Waffen, die die Rebellenarmee aufgegriffen hat, befinden sich in den Kasernen, von diesen ist keine einzige angefasst worden, niemand hat sie mit zu sich nach Hause genommen oder sie versteckt; sie sind in den Kasernen, unter Verschluss; in Pinar del Rio genauso wie in der Festung La Cabaña, wie im Militärcamp Columbia, wie in Matanzas, wie in Santa Clara, in Camagüey und in Oriente (im Ostteil); es sind nicht Lastwagen voll Waffen beladen worden, um sie irgendwo zu verstecken, denn diese Waffen müssen in den Kasernen sein.</p>
<p>Ich werde euch eine Frage stellen, denn die Probleme löst man, indem man klar spricht und sie analysiert, und ich bin bereit, alles das zu tun, was mir möglich ist, um sie so zu lösen, wie sie gelöst werden müssen: mit Vernunft und Intelligenz, und unter Einfluss der öffentlichen Meinung, die es ist, welche befiehlt, und nicht mit Gewalt; denn wenn ich an die Gewalt glauben würde, dass sie mit Gewalt zu lösen wären, dann müsste man nicht mit dem Volk sprechen, dann müsste man ihm nicht dieses Problem vorlegen, sondern hingehen, jene Waffen zu suchen (BEIFALL).</p>
<p>Und was hier erreicht werden muss, ist, dass die revolutionären Kämpfer, die idealistischen Menschen, die durch jenes Manöver getäuscht werden können, jene falschen „Führerlein“, die jene Haltung einnehmen, verlassen, und sich an die Seite des Volkes stellen, dem sie vor allem dienen müssen.</p>
<p>Ich werde euch eine Frage stellen: Waffen wozu, um gegen wen zu kämpfen? Gegen die Revolutionäre Regierung, die die Unterstützung des gesamten Volkes hat? (AUSRUFE: „Nein!“) Ist es etwa dasselbe, wenn der Richter Urrutia die Republik regiert, als wenn Batista die Republik regiert? (AUSRUFE: „Nein!“) Waffen wozu? Gibt es eine Diktatur hier? (AUSRUFE: „Nein!“) Werden sie gegen eine freie Regierung kämpfen, die die Rechte der Bevölkerung achtet? (AUSRUFE: „Nein!“) Jetzt, wo es keine Zensur gibt, wo die Presse vollkommen frei ist, freier als je, und außerdem die Sicherheit hat, dass sie es für immer sein wird, ohne dass es hier erneut eine Zensur geben wird? (BEIFALL) Jetzt, wo die gesamte Bevölkerung sich frei versammeln kann? Jetzt, wo es weder Folter noch politische Gefangene, noch Morde oder Terror gibt? Jetzt, wo es nur Freude darüber gibt, dass alle Führungskräfte in den Gewerkschaften, die Verräter waren, abgesetzt worden sind, und wo unmittelbar in allen Gewerkschaften zu Wahlen aufgerufen werden wird? (BEIFALL) Wo alle Rechte der Bürger wiederhergestellt worden sind, wo in der kürz möglichsten Zeit zu Wahlen aufgerufen werden wird, wozu dann Waffen? Wozu Waffen verstecken? Um den Präsidenten der Republik unter Druck zu setzen bzw. zu erpressen? Um hier zu drohen, den Frieden zu brechen? Um Gangster-Organisationen zu schaffen? Werden wir etwa in das Gangsterunwesen zurückkehren? Werden wir etwa zur täglichen Schießerei auf den Straßen der Hauptstadt zurückkehren? Waffen, wozu?</p>
<p>Also ich sage euch, dass vor zwei Tagen Elemente einer bestimmten Organisation in eine Kaserne gegangen sind, die Kaserne San Antonio, eine Comandante Camilo Cienfuegos unterstehende Kaserne, und mir als Comandante en Jefe (Oberstem Befehlshaber) aller Streitkräfte unterstehend, und haben die dort aufbewahrten Waffen mitgenommen, sie haben 500 Waffen weggenommen und 6 Maschinengewehre und 80 000 Gewehrkugeln bzw. Geschosse (AUSRUFE: „Los, suchen wir sie!“).</p>
<p>Und ich sage euch ehrlich, es hätte keine schlimmere Provokation begangen werden können. Denn dies jenen Männern anzutun, die es verstanden haben, während zwei Jahren hier für das Land zu kämpfen, Männern, die heute die Verantwortung für den Frieden des Landes tragen und die die Dinge gut machen wollen, das ist eine Gemeinheit und ist eine nicht zu rechtfertigende Provokation.</p>
<p>Und was wir gemacht haben, ist nicht, hinzugehen und jene Waffen zu suchen; denn es ist so – wie ich euch schon vorher gesagt habe – dass wir mit dem Volk sprechen und den Einfluss der öffentlichen Meinung nutzen wollen, damit jene „Führerlein“, die hinter diesen kriminellen Manövern stecken, ohne Truppen bleiben, damit die idealistischen Kämpfer – und diejenigen, die in jeder Organisation hier gekämpft haben, sind echte Idealisten – es wissen, damit jene zur Verantwortung für diese Taten gezogen werden.</p>
<p>Und deshalb haben wir uns nicht einmal provozieren lassen, wir haben sie wegen diesem Waffenraub vollkommen in Ruhe gelassen, einem nicht zu rechtfertigenden Raub, denn hier gibt es keine Diktatur und niemand befürchtet, dass wir zu Diktatoren werden, und ich werde euch sagen, warum, ich werde es euch sagen: derjenige wird zum Diktator, der nicht die Unterstützung des Volkes hat und so zur Gewalt greifen muss, da er über keine Stimmen verfügt, wenn er zur Wahl antreten muss (BEIFALL). Wir können nicht zu Diktatoren werden, wir, die wir so viel Zuneigung im Volk gesehen haben, eine einstimmige, vollkommene und absolute Zuneigung im Volk; abgesehen von unseren Prinzipien, denn wir werden niemals die Plumpheit begehen, eine Stellung mit Gewalt zu bekleiden, denn das ist uns zuwider, denn wir sind nicht umsonst die Anführer dieses Kampfes gegen die ekelhafte und scheußliche Tyrannei gewesen (BEIFALL).</p>
<p>Wir werden niemals die Gewalt benötigen, denn wir haben die Unterstützung des Volkes, und außerdem, an dem Tag, an dem das Volk uns ein unfreundliches Gesicht macht, uns einfach nur ein unfreundliches Gesicht macht, da gehen wir (BEIFALL). Denn wir sehen das als eine Pflicht an, nicht als ein Vergnügen; wir sehen das als eine Arbeit an, denn nicht umsonst schlafen wir nicht, ruhen wir uns nicht aus und essen wir nicht, während wir die Insel abfahren und ehrlich arbeiten, um unserem Land zu dienen; nicht umsonst besitzen wir nichts, und nicht umsonst werden wir Menschen sein, die nichts haben (BEIFALL UND AUSRUFE: „Doch, du hast das Volk!“). Und das Volk wird uns niemals bei etwas Unmoralischem sehen und auch nicht irgendjemandem Privilegien erteilend oder eine Ungerechtigkeit tolerierend, oder stehlend oder uns bereichernd und auch nicht bei anderen Dingen dieser Art; denn die Macht verstehen wir als ein Opfer, und glaubt mir, wenn dem nicht so wäre, dann wäre es besser – wenn es nicht eine Pflicht wäre, die man zu erfüllen hat &#8211; nach all den Beweisen der Zuneigung, die mir von der Bevölkerung zuteil geworden sind, nach all den grandiosen Bekundungen, zu gehen, sich zurückzuziehen oder zu sterben; denn nach so viel Zuneigung und so viel Vertrauen macht es einem Angst, dem Volk nicht alles so erfüllen zu können, wie man es tun muss! (LANG ANHALTENDER BEIFALL).</p>
<p>Und wenn es nicht wegen jener Pflicht wäre, wenn es nicht wegen jener Pflicht wäre – das sage ich – dann würde ich mich vom Volk verabschieden und die mir heute dargebrachte Zuneigung für immer bewahren, und dass man mich mit den gleichen Mut machenden Worten anruft, wie es heute geschehen ist.</p>
<p>Ich weiß jedoch, dass die Machtausübung eine harte, komplizierte Aufgabe ist, dass unsere Aufträge und Aufgaben so sind, wie dieses vor uns stehende Problem, wirklich ein schwieriges Problem und voller Bitterkeit, und man geht es an, weil das einzige, was man zu dieser Stunde nicht zum Volk sagen wird, ist: „Ich gehe.“ (AUSRUFE: „Der Vater des Vaterlandes, er lebe hoch!“; GEFOLGT VON GESCHLOSSENEM BEIFALL).</p>
<p>Außerdem gibt es noch einen weiteren Grund, weshalb uns die Gewalt nicht gefällt: wenn sich eines Tages hier jemand mit Gewalt in Waffen erheben würde, und es ist so, dass ich mich trauen würde, den schlimmsten Feind zu rufen, denjenigen, der am wenigsten mit mir sympathisiert, wenn dieser bereit wäre, dem Volk gegenüber seiner Pflicht nachzukommen, und würde ihm sagen: „Schauen Sie, nehmen Sie alle jene Streitkräfte, alle jene Truppen und alle jene Waffen“, und ich würde ganz ruhig bleiben, weil ich weiß, dass ich an dem Tag, wo jener sich mit Gewalt erheben würde, erneut ins Sierra Maestra-Gebirge gehen würde und dann würden wir schon sehen, wie lange jene Diktatur dort an der Macht dauern würde (BEIFALL).</p>
<p>Ich bin der Meinung, dass dies mehr als ausreichende Gründe sind, damit jedermann überzeugt ist, dass wir nicht daran interessiert sind, irgendeine Macht mittels Gewalt zu kontrollieren.</p>
<p>Der Präsident der Republik hat mich mit der heikelsten aller Aufgaben beauftragt, mit der Aufgabe, die bewaffneten Einrichtungen der Republik umzuorganisieren und mir das Amt des Oberbefehlshabers aller Luft-, See- und Bodenstreitkräfte der Nation übertragen (BEIFALL UND AUSRUFE: „Du hast es verdient!“). Nein, ich habe es nicht verdient, denn es ist ein Opfer für mich, und schließlich ist dies für mich weder ein Grund zum Stolz noch zur Eitelkeit, für mich ist es ein Opfer. Aber ich möchte, dass das Volk mir sagt, ob es der Meinung ist, dass ich diese Funktion übernehmen soll (LANG ANHALTENDER BEIFALL UND AUSRUFE: „Ja!“)</p>
<p>Ich bin der Meinung, da wir mit 12 Mann eine Armee gebildet haben und diese 12 Mann heute den Einrichtungen der Streitkräfte vorstehen, ich bin der Meinung, da wir unserer Armee gelehrt haben, dass man einen Gefangenen nie ermordet, dass man einen Verletzten nie im Stich lässt, dass man einen Häftling niemals schlägt, dann sind wir diejenigen, die allen militärischen Einrichtungen der Republik dieselben Dinge beibringen können, die wir jener Armee beigebracht haben (BEIFALL). Um Streitkräfte zu haben, wo kein einziger ihrer Mitglieder erneut einen Häftling schlägt, oder ihn foltert oder ihn ermordet (BEIFALL). Und außerdem können wir als Brücke zwischen den Revolutionären und den ehrbaren Militärangehörigen dienen, jenen, die weder gestohlen noch ermordet haben, denn jene Militärangehörige, die nicht gestohlen und nicht ermordet haben, werden das Recht haben, weiterhin den Streitkräften anzugehören (BEIFALL); so wie ich euch ebenfalls sage, dass niemand denjenigen, der gemordet hat, vor dem standrechtlichen Erschießen retten kann (LANG ANHALTENDER BEIFALL).</p>
<p>Außerdem, alle revolutionären Kämpfer, die den regulären Streitkräften der Republik angehören möchten, haben das Recht dazu, unabhängig davon, welchen Organisationen sie angehören, und dies mit ihren Dienstgraden… die Türen stehen allen revolutionären Kämpfern offen, die kämpfen möchten und die eine Aufgabe zum Wohl des Landes erfüllen wollen. Und da das so ist, da es Freiheiten gibt, da es eine Regierung junger und ehrbarer Menschen gibt, da das Land zufrieden ist, da es Vertrauen in jene Regierung hat und in die Männer, die die Streitkräfte befehligen, da es Wahlen geben wird, da die Türen allen offen stehen, warum also Waffen einlagern?</p>
<p>Ich möchte, dass ihr mir sagt, ob die Bevölkerung möchte, dass Frieden ist, oder ob sie möchte, dass an jeder Ecke ein mit einem Gewehr bewaffneter Typ steht; ich möchte, dass ihr mir sagt, ob die Bevölkerung damit einverstanden ist bzw. der Meinung ist, dass es richtig ist, dass jeder der hier will, eine Privatarmee hat, die allein ihrem Boss gehorcht (AUSRUFE: „Nein!“); ob es so Ordnung und Frieden in der Republik geben kann (AUSRUFE: „Nein!“).</p>
<p>(JEMAND RUFT: „Säuberung der Streitkräfte!“) Gründliche Säuberung, nicht nur eine einfache (BEIFALL).</p>
<p>(AUSRUFE: „Sag etwas über Raúl!“) Raúl ist in der Moncada-Kaserne, d.h. dort, wo er jetzt sein muss.</p>
<p>Und dies sind die Probleme, die ich heute dem Volk vorlegen wollte. Die Waffen müssen so schnell als möglich von den Straßen fort, die Waffen müssen von den Straßen verschwinden (BEIFALL). Denn der Feind steht nicht mehr direkt gegenüber, es braucht nicht mehr gegen irgendjemand gekämpft zu werden; und wenn eines Tages gegen einen fremden Feind bzw. gegen eine gegen die Revolution gehende Bewegung gekämpft werden muss, dann werden nicht nur einige Wenige sondern ein ganzes Volk kämpfen (LANG ANHALTENDER BEIFALL).</p>
<p>Die Waffen müssen in den Kasernen sein, niemand hat hier das Recht, Privatarmeen zu haben (BEIFALL).</p>
<p>Jene Elemente, die mit jenen verdächtigen Machenschaften beschäftigt sind, haben vielleicht einen Vorwand dafür in der Tatsache gefunden, dass ich und meine Kameraden ernannt wurden für eine Arbeit, die der Präsident zugewiesen hat, und haben davon gesprochen, dass es eine politische Armee gäbe. Politische Armee? Wo doch, wie ich euch schon sagte, das gesamte Volk hinter uns steht, das in Wirklichkeit unsere politische Armee ist.</p>
<p>Heute will ich die Bevölkerung darauf aufmerksam machen, und die kubanischen Mütter darauf aufmerksam machen, dass ich immer alles, was in unserer Macht steht, unternehmen werde, um alle Probleme zu lösen, ohne auch nur einen Blutstropfen zu vergießen (BEIFALL). Ich möchte den kubanischen Müttern sagen, dass hier niemals wieder durch unserer Schuld auch nur ein einziger Schuss abgegeben werden wird; und ich möchte die Bevölkerung darum bitten, wie ich auch die Presse bitten möchte, wie ich auch alle gesunden und verantwortungsbewussten Menschen des Landes bitten möchte, dass sie uns helfen, diese Probleme mit Unterstützung der öffentlichen Meinung zu lösen, nicht mit Kompromissen, denn wenn die Leute sich bewaffnen und drohen, damit man ihnen etwas gibt, dann ist das unmoralisch, und das werde ich niemals akzeptieren (BEIFALL). Denn nachdem bestimmte Individuen Waffen einzulagern begonnen haben, sage ich hier, dass ich nicht das geringste Zugeständnis akzeptieren werde, denn das würde bedeuten, die Moral der Revolution zu demütigen (BEIFALL). Was getan werden muss besteht darin, dass derjenige, der nicht den regulären Streitkräften der Republik angehört – denen anzugehören jeder revolutionäre Kämpfer das Recht hat -, die Waffen in die Kasernen zurückbringt, denn hier werden Waffen überflüssig sein, da es keine Tyrannei mehr gibt und es ist nachgewiesen, dass die Waffen nur taugen, wenn man Recht hat, und wenn das Volk hinter einem steht, und im gegenteiligen Fall dienen sie allein dazu, zu morden und Missetaten zu begehen (BEIFALL).</p>
<p>Ich möchte der Bevölkerung außerdem sagen, dass sie sicher sein kann, dass die Gesetze des Landes geachtet werden und dass es hier weder Gangsterunwesen noch Cliquenwirtschaft noch Banditentum geben wird; einfach deswegen, weil es keine Duldsamkeit geben wird. Die Waffen der Republik sind heute in den Händen der Revolutionäre. Ich hoffe, dass diese Waffen niemals verwendet werden müssen, aber an jenem Tag, wenn das Volk es befiehlt, um seinen Frieden, seine Ruhe und seine Rechte abzusichern, wenn das Volk darum bittet, wenn das Volk es will, wenn es eine Notwendigkeit wäre, dann werden diese Waffen das erfüllen, was sie erfüllen müssen, und sie werden einfach ihre Pflicht erfüllen (BEIFALL).</p>
<p>Niemand soll glauben, dass wir uns provozieren lassen, denn wir sind zu gelassen, um uns provozieren zu lassen, denn wir haben sehr große Verantwortungen, um uns jemals beim Maßnahmetreffen zu überstürzen, bzw. zu prahlen oder ähnliche Dinge, und ich bin vollkommen überzeugt, dass hier immer alle Mittel der Überzeugung und alle vernünftigen Mittel und alle menschlichen Mittel erschöpft werden müssen – und ich werde sie immer erschöpfen -, um zu verhindern, dass erneut auch nur ein einziger Blutstropfen in Kuba vergossen wird. Also braucht niemand zu befürchten, dass wir uns provozieren lassen; denn wenn uns allen die Geduld zu Ende geht, dann suchen wir mehr Geduld, und wenn uns erneut die Geduld zu Ende geht, suchen wir erneut mehr Geduld; das wird unsere Richtschnur sein (BEIFALL). Und das muss die Losung derjenigen sein, die die Waffen in ihrer Hand haben und die die Macht in der Hand haben: niemals müde werden auszuhalten, niemals müde werden, sich mit allen Bitternissen und mit allen Provokationen abzufinden, ausgenommen den Fall, wenn schon die heiligsten Interessen des Volkes in Gefahr geraten werden. Aber nur, wenn dies wirklich bewiesen wird, wenn es schon eine Forderung der gesamten Nation ist, der Presse, der bürgerlichen Einrichtungen, der Werktätigen und des gesamten Volkes; wenn sie darum bitten und nur wenn sie darum bitten. Und was ich immer tun werde, unter jedem von diesen Umständen, das ist, zu kommen und dem Volk zu sagen: „Seht, es ist dies und das geschehen.“</p>
<p>Dieses Mal habe ich die Namen ausgelassen, denn ich möchte nicht die Atmosphäre vergiften, ich möchte nicht die Spannung erhöhen; ich möchte einfach nur das Volk auf diese Gefahren aufmerksam machen, denn es wäre sehr traurig, dass diese Revolution, die so viel Opfer gekostet hat – und nicht dass sie vereitelt würde, denn diese Revolution wird auf keine Art und Weise vereitelt, denn es ist ja bekannt, dass, zusammen mit dem Volk und mit allem, was es zum Wohl des Volkes gibt, nicht die geringste Gefahr besteht -, aber es wäre sehr traurig, dass nach dem Amerika gegebenen Beispiel hier erneut ein Schuss fällt.</p>
<p>Es stimmt, dass bei fast allen Revolutionen nach dem Kampf ein weiterer Kampf folgt, und dann noch einer – schaut euch die Geschichte aller Revolutionen an, in Mexiko und überall. Es schien jedoch, dass diese eine Ausnahme sein würde, wie sie eine Ausnahme bei allem Anderen gewesen ist; sie war außerordentlich bei allem Anderen, und wir möchten, dass sie auch durch die Tatsache so außerordentlich bliebe, dass hier kein einziger Schuss mehr fällt; und ich glaube, dass das gelingt. Ich glaube, dass die Revolution siegen wird, ohne dass auch nur noch ein einziger Schuss fällt. Und wisst ihr warum? Weil der im Land entwickelte Bewusstseinsgrad wirklich bewundernswert ist, die staatsbürgerliche Verantwortung dieses Volkes, die Disziplin dieses Volkes, der Geist dieses Volkes; ich bin wirklich stolz auf das gesamte Volk, ich habe ein außerordentliches Vertrauern in das Volk von Kuba (BEIFALL). Sich für unser Volk aufzuopfern, ist der Mühe wert.</p>
<p>Heute hatte ich das Vergnügen, vor der versammelten Presse ein Beispiel zu geben: eine große Menschenmenge war vor dem Präsidentenpalast versammelt, und man sagte mir, dass 1 000 Mann erforderlich seien, um dort herauszukommen; so habe ich mich schließlich hingestellt und die Bevölkerung gebeten, sie möchte zwei Reihen bilden, und gesagt, dass kein einziger Mann erforderlich sei, dass ich allein dort gehen würde, und in wenigen Minuten haben die Leute ihre zwei Reihen gebildet und wir sind dort entlang gegangen, ohne ein Problem irgendeiner Art. Das ist das Volk von Kuba, und dieser Beweis erfolgte vor allen Journalisten (BEIFALL).</p>
<p>Von jetzt an hören die freundlichen Empfänge und Beifallsbekundungen auf; von jetzt an gilt für uns: arbeiten, morgen wird genau so ein Tag wie jeder andere sein, und alle anderen ebenso, und wir werden uns an die Freiheit gewöhnen. Jetzt sind wir zufrieden, weil wir schon lange Zeit nicht mehr frei gewesen waren, aber in einer Woche werden wir uns um andere Dinge Sorgen machen: ob wir Geld haben, die Miete zu zahlen, den Strom, das Essen, das sind die Probleme, die die Revolutionäre Regierung wirklich lösen muss, die Million Probleme, die die Bevölkerung von Kuba hat, und dafür hat sieeinen aus jungen Leuten bestehenden Ministerrat, von denen ich weiß, dass sie voller Enthusiasmus sind, bezüglich deren ich sicher bin, dass sie die Republik verändern werden, da bin ich sicher (LANG ANHALTENDER BEIFALL). Außerdem, weil es einen Präsidenten gibt, der sicher in seinem Amt ist, dem keinerlei Gefahr droht, denn die Gefahren, von denen ich gesprochen habe, sind nicht jene Gefahren, dass das Regime irgendwie Gefahr liefe, gestürzt zu werden, diese sind tausend Meilen entfernt davon; ich sprach von der Gefahr, dass auch nur ein einziger weiterer Tropfen Blut vergossen würde. Aber der Präsident der Republik ist konsolidiert, schon von allen Nationen anerkannt – nicht von allen, aber sehr schnell anerkennen ihn alle Nationen der Welt -, und verfügt über die Unterstützung der Bevölkerung und unsere Unterstützung, die Unterstützung der revolutionären Kräfte; und eine echte Unterstützung, eine Unterstützung ohne Bedingungen, eine Unterstützung ohne um etwas zu bitten oder etwas zu fordern, denn hier haben wir um das Vorrecht der Zivilmacht gekämpft und das werden wir beweisen, dass für uns die Prinzipien vor jeglicher anderer Erwägung stehen und dass wir nicht aus Ambition gekämpft haben.</p>
<p>Ich bin der Meinung, dass wir ausreichend bewiesen haben, ohne Ambitionen gekämpft zu haben. Ich glaube, dass kein Kubaner auch nur den geringsten Zweifel darüber hegt.</p>
<p>Sodass wir jetzt alle viel arbeiten müssen. Ich meinerseits bin bereit, mein Bestmögliches zum Nutzen des Landes zu tun, und weiß, dass alle meine Kameraden es ebenso sind, und dass der Präsident der Republik es ist, und dass alle Minister es sind, die nicht rasten werden. Und ich versichere euch, wenn heute jemand aus Kuba weggeht und in zwei Jahren zurückkommt, dann wird er diese Republik nicht wiedererkennen.</p>
<p>Ich sehe einen außerordentlichen Zusammenarbeitsgeist im gesamten Volk, ich sehe die Presse, die Journalisten, alle Sektoren des Landes, wie sie begierig sind zu helfen, und das ist es, was gebraucht wird. Es ist so, dass die Bevölkerung von Kuba viel gelernt hat, und in diesen sieben Jahren hat sie für siebzig gelernt. Es ist gesagt worden, dass der Putsch ein Zurückbleiben von fünfundzwanzig Jahren bedeutet hat, wenn dem so gewesen ist – und jenes war wirklich ein Rückschritt von fünfundzwanzig Jahren -, dann haben wir jetzt einen Vormarsch von fünfzig gemacht. Die Republik ist nicht wiederzuerkennen: keinerlei Biertischpolitik, keinerlei Laster, keinerlei Glücksspiel, keinerlei Raub. Wir haben gerade erst vor wenigen Tagen begonnen und schon ist die Republik nicht wiederzuerkennen.</p>
<p>Jetzt steht noch eine große Arbeit vor uns. Alle Fragen bezüglich der Streitkräfte sind Angelegenheiten, die zu unseren zukünftigen Tätigkeiten in Beziehung stehen werden, aber außerdem werden wir immer alles in unserer Macht stehende für das gesamte Volk tun, denn ich bin nicht Militär von Beruf, und schon gar nicht Berufsoffizier; ich werde die minimale Zeit hier sein und wenn ich hier fertig sein werde, werde ich andere Dinge tun, denn ehrlich, ich werde hier dafür nicht gebraucht (AUSRUFE). Ich meine damit, dass man mich nicht für die Tätigkeiten militärischer Art brauchen wird, ich habe andere Erwartungen, von anderer Art. Und genau das, unter andern Dingen: an jenem Tag, wo ich schießen, kämpfen, eine Besorgnis begründen möchte, gibt es hier viel freies Feld, wo man die Dinge tun kann (BEIFALL).</p>
<p>(AUSRUFE: „Es müssen Arbeitsplatz-Quellen gefördert werden!“) Wenn wir nicht alle diese Probleme lösen, dann wäre dies nicht eine Revolution, Kameraden, denn ich bin der Meinung, dass das Hauptproblem der Republik im Augenblick und das, was die Bevölkerung demnächst benötigen wird, wenn erst die Siegesfreude verklingt, Arbeit ist, d.h. die Art und Weise, sich auf anständige Weise ihren Lebensunterhalt zu verdienen (BEIFALL).</p>
<p>Aber nicht nur das, Kameraden; es gibt tausende Dinge mehr, über die ich in all diesen Tagen gesprochen habe, und die ich mir vorstellen kann, dass ihr sie über Rundfunk gehört habt oder über die Presse, mancher mehr, der andere weniger, und außerdem werden wir auch nicht alle Themen an einem einzigen Abend ausschöpfen.</p>
<p>Wir werden weiterhin über die von mir heute angesprochenen Probleme nachdenken und so wollen wir den langen Tag abschließen – und obwohl ich gar nicht erschöpft bin, weiß ich doch, dass ihr nach Hause zurückkehren müsst und das ist weit. (AUSRUFE: „Das macht nichts!“, „Sprich weiter!“)</p>
<p>Ich hatte die Vereinbarung getroffen, heute Abend um 10:30 Uhr oder zu jeglicher anderer Uhrzeit zum Programm „Ante la Prensa“ (Vor der Presse) zu erscheinen und jetzt ist es schon 1:30 Uhr (AUSRUFE: „Morgen!“) Nun gut, ich werde es für morgen lassen.</p>
<p>Ihr werdet die Möglichkeit haben, über die Presse, über Rundfunk und über alle möglichen Medien die Minister zu hören.</p>
<p>Alle meine langzeitigen Freunde &#8211; von der Schule, aus dem Wohngebiet -, sie sind von überall her gekommen. Ich könnte euch beinahe sagen, dass ich schon alle Kubaner kenne…</p>
<p>Und ich sagte euch, dass ihr die Möglichkeit haben werdet, die Minister zu hören, von denen jeder seine Pläne hat und sein Programm darlegen wird; und jeder der Männer im Ministerrat ist eng gegenseitig mit allen weiteren revolutionären Elementen durchdrungen.</p>
<p>Der Präsident der Republik, mit dem ihm zustehenden Recht – denn er wurde bedingungslos gewählt -, hat eine Mehrheit der Minister aus der Bewegung 26 de Julio gewählt. Er hatte das Recht, und als er um unsere Mitarbeit bat, hat er diese vollständig bekommen, und wir übernehmen die Verantwortung für diese Revolutionäre Regierung.</p>
<p>Was ich schon anderswo gesagt habe: niemand soll glauben, dass die Dinge von Heute auf Morgen gelöst werden können. Der Krieg wurde nicht an einem einzigen Tag gewonnen, und nicht an zwei oder drei, und es musste hart gekämpft werden; die Revolution wird ebenfalls nicht an einem einzigen Tag gewonnen werden, und es wird auch nicht alles, was getan werden wird, an einzigem Tag gemacht. Außerdem habe ich der Bevölkerung bei anderen Kundgebungen gesagt, dass sie nicht glauben soll, dass die Minister Weise sind – angefangen dabei, dass keiner von ihnen vorher Minister gewesen ist, oder fast keiner. D.h. niemand weiß, ein Minister zu sein, das ist etwas Neues für sie; sie sind jedoch voller guter Absichten. Und ich sage hierzu, ebenso wie ich es über die Befehlshaber der Rebellenarmee sage: schaut, Comandante Camilo Cienfuegos hatte keine Ahnung vom Krieg, verstand es nicht, mit einer Waffe umzugehen, er wusste hiervon absolut nichts. Und Che wusste nichts; als ich Che in Mexiko kennen gelernt habe, war dieser damit beschäftigt, Kaninchen zu sezieren und medizinische Forschungen durchzuführen. Raúl wusste ebenfalls nichts; Efigenio Ameijeiras auch nicht; und am Anfang wussten sie gar nichts von Kriegsführung und zum Schluss konnte man ihnen sagen, wie ich ihnen gesagt habe: „Comandante, rücke auf das Militärcamp Columbia vor und nimm es ein“; „Comandante, rücke auf die Festung La Cabaña vor und nimm sie ein“; „Rücke auf Santiago vor und nimm die Stadt ein“, und ich wusste, dass sie diese einnehmen würden&#8230; (LANG ANHALTENDER BEIFALL). Warum? Weil sie gelernt hatten.</p>
<p>Möglicherweise werden die Minister jetzt nicht große Erfolge haben, aber ich bin sicher, dass sie es in ein paar Monaten verstehen werden, alle Probleme zu lösen, die ihnen von der Bevölkerung vorgelegt werden, denn sie haben das Wichtigste: den Wunsch, dass es ihnen gelingt und dem Volk zu helfen; und vor allem bin ich sicher, dass keiner von ihnen jemals einen der klassischen Fehler der Minister begehen wird. Ihr wisst, welcher das ist, nicht wahr? (AUSRUFE: „Stehlen!“, „Stehlen!“) Oh, woher wisst ihr das?</p>
<p>Also vor allem das: die Moral, die Rechtschaffenheit jener Kameraden. Sie sind vielleicht keine Weisen, denn hier ist niemand ein Weiser, aber ich versichere euch, dass sie Rechtschaffenheit im Überfluss haben, das ist es, was verlangt wird. Ist es nicht das, worum die Bevölkerung immer gebeten hat, eine rechtschaffene Regierung? (AUSRUFE: „Ja!“) so werden wir ihnen schließlich ein Vertrauensvotum erteilen und warten (AUSRUFE). Ja die meisten sind von der „26“, aber wenn sie dafür nicht geeignet sind, dann kommen danach die von der 27 oder der 28. Wir wissen, dass es viele befähigte Leute in Kuba gibt, aber nicht alle können Minister sein. Oder hat etwa die „26 de Julio“ nicht das Recht, einen Versuch zu machen, die Republik zu regieren? (AUSRUFE: „Ja!”).</p>
<p>Das ist also alles für heute. Es ist wirklich nur noch eins zu sagen… Wenn ihr wüsstet, sobald ich mit dem Volk zusammentreffe, dann fällt die Müdigkeit von mir ab, der Hunger, alles. Euch geht es ebenso mit der Müdigkeit, nicht wahr?</p>
<p>(AUSRUFE: „Ja!”)</p>
<p>Das Wichtige, bzw. das, was ich euch noch sagen wollte, ist Folgendes: Ich glaube, dass die heutigen Kundgebungen der Bevölkerung von Havanna, die Massenkundgebungen von Heute, die kilometerlange Menschenmenge – denn das war erstaunlich, ihr habt es gesehen; das wird in den Filmen, auf den Fotos zu sehen sein -, ich glaube ehrlich, dass das eine Übertreibung der Bevölkerung gewesen ist, denn es ist viel mehr, als wir verdienen (AUSRUFE: “Nein!“).</p>
<p>Ich weiß außerdem, dass wir niemals wieder in unserem Leben eine ähnliche Menschenmenge erleben werden, ausgenommen zu einem weiteren Anlass – bei dem ich sicher bin, dass sich erneut große Menschenmengen versammeln werden – und das ist der Tag, an dem wir sterben, denn, wenn man uns zu Grabe tragen werden muss, an jenem Tag, werden sich erneut so viele Leute wie heute versammeln, denn wir werden niemals unser Volk enttäuschen!</p>
<p>(OVATION.)</p>
<p>STENOGRAPHISCHE VERSION DES SEKRETARIATS DES PREMIERMINISTERS</p>
<p>Source: <a href="http://www.fidelcastro.cu/es/node/77406?fbclid=IwAR16fu4gcQiA2lNBlEUCgH2-EWwpilfimUh-yABLAyzjwTEunGYFUsS6Qbk"  target="_blank" rel="nofollow"><strong>Fidel, soldado de las ideas</strong></a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Ein Volk, das sich selbst zur Größe erhoben hat</title>
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		<pubDate>Wed, 26 Dec 2018 22:03:00 +0000</pubDate>
<dc:creator>Cubadebate</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ausschnitte aus der Rede, die der historische Führer der Kubanischen Revolution bei de rzentralen Veranstaltung zum 40. Jahrestag des Sieges der Revolution am 1. Januar 1999 im Céspedes Park in Santiago de Cuba gehalten hat]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-4335" alt="Cuba pueblo" src="/files/2018/12/Cuba-pueblo.jpg" width="300" height="228" />Ausschnitte aus der Rede, die der historische Führer der Kubanischen Revolution bei de rzentralen Veranstaltung zum 40. Jahrestag des Sieges der Revolution am 1. Januar 1999 im Céspedes Park in Santiago de Cuba gehalten hat</p>
<p>Ehre und ewiger Ruhm, unendlicher Respekt und Liebe jenen, die damals gefallen sind für die endgültige Unabhängigkeit des Vaterlandes zu; allen, die jenes Heldenepos in den Bergen, den Ebenen und den Städten geschrieben haben &#8211; Guerilleros und Untergrundkämpfer; jenen, die nach dem Sieg bei anderen ruhmreichen Missionen ihr Leben gelassen oder in Treue ihre Jugend und ihre Energie in den Dienst der Gerechtigkeit, der Souveränität und der Erlösung ihres Volkes gestellt haben; jenen, die bereits verstorben sind und jenen, die noch leben (&#8230;)</p>
<p>Für die jüngsten Generationen beginnt die Revolution heute gerade erst. Ein Tag wie der heutige hätte keinen Sinn, wenn man sich nicht an sie richtet (&#8230;)</p>
<p>Das Volk von gestern, in dem es Analphabeten und Halbanalphabeten gab, in dem es kaum eine echte politische Kultur gab, war in der Lage, die Revolution zu vollbringen, das Vaterland zu verteidigen, im Anschluß ein außergewöhnliches politisches Bewußtsein zu erlangen und einen revolutionären Prozeß einzuleiten, zu dem es weder auf dieser Erdhälfte noch sonstwo auf der Welt Parallelen gibt. Das sage ich nicht etwa aus einem lächerlichen Chauvinismus oder dem absurden Vorhaben heraus, uns glauben zu machen, besser als andere zu sein. Ich sage es, weil der Zufall oder das Schicksal es so wollte, daß dieser Revolution, die an jenem ersten Januar geboren wurde, die härtesten Proben auferlegt wurden, die jemals auf der Welt ein revolutionärer Prozeß zu bestehen hatte (&#8230;)</p>
<p>Unser Volk ist nicht besser als andere Völker. Seine immense historische Größe rührt von dem einmaligen Umstand, sich dieser Probe unterzogen und standgehalten zu haben. Es handelt sich nicht von vornherein um ein großes sondern um ein Volk, das durch sich selbst gewachsen ist. Aus dieser Fähigkeit entspringt die Größe der Ideale und der gerechte Charakter der Sache, die es verteidigt. Es gibt keine andere Sache wie diese, es hat sie nie gegeben. Es geht heute nicht darum, aus purem Egoismus eine nationale Sache zu verteidigen. In der Welt von heute kann eine ausschließlich nationale Sache für sich allein keine große Sache sein. Unsere Welt wird aufgrund ihrer eigenen Entwicklung und historischen Evolution auf schnelle, unaufhaltsame und unumkehrbare Art und Weise globalisiert. Ohne nationale und kulturelle Identitäten oder etwa die legitimen Interessen der Völker eines jeden Landes zu vernachlässigen, gibt es keine wichtigere als die globale Sache, d.h. die Sache der Menschheit selbst (&#8230;)</p>
<p>Das Volk, das den heldenhaften Kampf der Spezialperiode kämpft, um das Vaterland, die Revolution und die Errungenschaften des Sozialismus zu retten, schreitet unaufhaltsam in Richtung seiner gestellten Ziele voran, gleich den Kämpfern um Camilo und Che in der Sierra Maestra und dem Escambray-Gebirge. Wie Mella sagte, hat jede Zukunft besser zu sein. Laßt uns dieses mit den Zielen bestätigen, die wir uns für 1999 gestellt haben. Wir wollen festigen und vertiefen, arbeiten und mit dem gleichen Mut kämpfen wie unsere heldenhaften Kämpfer bei Uvero in den ruhmreichen Tagen der großen feindlichen Offensive, in den Schlachten und Aktionen, derer wir heute gedacht haben. Den Rückschlag von Alegría de Pío haben wir bereits hinter uns gelassen, sind an Cinco Palmas vorbei und haben wieder Kräfte gesammelt. Wir sind schon wieder in der Lage zu siegen so wie 300 über 10 000 gesiegt haben; wir sind schon wieder viel stärker und uns des Sieges sicher. (Beifall)</p>
<p>Die Schlacht von heute ist hart und schwer. Wie im kriegerischen gibt es auch im ideologischen Kampf Verluste. Zum Durchstehen harter Zeiten und schwerer Bedingungen hat nicht jeder die erforderliche Veranlagung.<br />
Heute hatte ich daran erinnert, daß während des Krieges bei Luftangriffen und aller Art von Entbehrungen von den freiwilligen Jugendlichen, die in unsere Guerillaschule kamen, nur einer von zehn dies alles ertrug; doch dieser Eine war zehn, hundert, tausend Mann wert. Vertiefen im Bewußtsein, Formung des Charakters, Erziehung in der harten Schule des Lebens unserer Epoche, Verbreiten stichhaltiger Ideen, Benutzen von unwiderlegbaren Argumenten, Überzeugen mit eigenem Beispiel und Vertrauen auf die Ehre des Menschen; damit kann erreicht werden, daß von zehn neun auf ihrem Kampfposten bleiben, eng verbunden mit der Fahne, der Revolution und der Heimat. (Beifall)</p>
<p>(Ausschnitte aus der Rede bei der zentralen Veranstaltung zum 40. Jahrestags des Siegs der Revolution im Cépedes Park in Santiago de Cuba am 1. Januar 1999).</p>
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