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	<title>Cubadebate (Deutsch) &#187; Ägypten</title>
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		<title>Solidarität mit Palästina</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Aug 2011 16:55:46 +0000</pubDate>
<dc:creator>Cubadebate</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Tausende Ägypter haben am Freitag in Kairo gegen die Politik Israels protestiert. Schon seit dem bewaffneten Zwischenfall auf der Sinai-Halbinsel am Donnerstag voriger Woche hatten täglich mehrere hundert Menschen vor der Botschaft Tel Avivs in der ägyptischen Hauptstadt demonstriert. Im Anschluß an mehrere Anschläge hatten israelische Truppen bei der Verfolgungsjagd nach den Angreifern fünf ägyptische Soldaten getötet.
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				<content:encoded><![CDATA[<h3>Von Knut Mellenthin</h3>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-2380" src="/files/2011/08/palestinos-muertos-interior.jpg" alt="" width="300" height="250" />Tausende Ägypter haben am Freitag in Kairo gegen die Politik Israels  protestiert. Schon seit dem bewaffneten Zwischenfall auf der  Sinai-Halbinsel am Donnerstag voriger Woche hatten täglich mehrere  hundert Menschen vor der Botschaft Tel Avivs in der ägyptischen  Hauptstadt demonstriert. Im Anschluß an mehrere Anschläge hatten  israelische Truppen bei der Verfolgungsjagd nach den Angreifern fünf  ägyptische Soldaten getötet.</p>
<p>Die Regierung von Benjamin Netanjahu hat inzwischen ihr Bedauern über  den Vorfall geäußert, aber eine ausdrückliche Entschuldigung vermieden.  Viele Ägypter halten das für ungenügend und fordern ein Einfrieren der  diplomatischen Beziehungen. Erst am Donnerstag dieser Woche hat Israel  nach anfänglichem Weigern zugestimmt, zur Untersuchung des gesamten  Zwischenfalls eine gemeinsame Kommission einzusetzen.</p>
<p>Die israelische Regierung hat darüber hinaus am Donnerstag angekündigt,  daß sie der Verlegung weiterer ägyptischer Militäreinheiten ins  Sinai-Gebiet zugestimmt habe. Diese Truppen sollen über Hubschrauber und  gepanzerte Fahrzeuge, aber nicht über Panzer verfügen. Der 1979  geschlossene Friedensvertrag zwischen beiden Staaten schreibt vor, daß  Ägypten in einer breiten Zone an der Grenze zu Israel und zum  Gazastreifen ausschließlich zivile Polizei stationieren darf.</p>
<p>Die jetzt erteilte israelische Genehmigung zur Verlegung von regulären  Streitkräften in die entmilitarisierte Zone ist bereits die dritte seit  Jahresbeginn. Bewaffnete Gruppen hatten auf der Sinai-Halbinsel in den  vergangenen Monaten mindestens fünf Anschläge auf die Pipeline verübt,  durch die Israel mit ägyptischem Erdgas versorgt wird. Am Donnerstag  voriger Woche hatten rund zwanzig Angreifer, die offenbar vom Sinai aus  über die Grenze gekommen waren, acht Israelis, darunter mehrere  Soldaten, getötet.</p>
<p>Die israelische Regierung machte, noch bevor umfassende Erkenntnisse  vorlagen, die Volkswiderstandskomitees im Gazastreifen für die Angriffe  verantwortlich. Bei Luftangriffen starben der Vorsitzende dieser  Organisation und drei Mitglieder ihres militärischen Flügels. Daraus  entwickelte sich ein Wechsel von palästinensischen Raketen – die  überwiegend in unbewohntem Gebiet landeten oder nur Sachschäden  anrichteten – und israelischen Luftangriffen. Ihnen fielen innerhalb  einer Woche 14 Palästinenser, darunter mindestens vier Zivilisten  einschließlich eines zweijährigen Kindes, zum Opfer. Weitere 32  Palästinenser, unter ihnen acht Frauen und neun Kinder, wurden verletzt.</p>
<p>Inzwischen ist allerdings äußerst zweifelhaft, ob die  Volkswiderstandskomiteees – die eine Beteiligung sofort bestritten  hatten – überhaupt etwas mit den Anschlägen vom 18. August zu tun haben.  Es gibt solide Hinweise, daß die Aktion von Ägyptern geplant und  durchgeführt wurde.</p>
<p>Die Freitagsdemonstration in Kairo, deren Teilnehmerzahl bei  Redaktionsschluß noch nicht bekannt war, fand am internationalen  Al-Quds-Tag statt. Al-Quds ist der arabische Name von Jerusalem. Der Tag  soll die Solidarität mit dem Kampf der Palästinenser um ihre Rechte  ausdrücken und wird seit 1979 alljährlich am letzten Freitag des  islamischen Fastenmonats Ramadan begangen. Aus diesem Anlaß nahmen  Hunderttausende Iraner in Teheran und im ganzen Land an Kundgebungen  teil. Nach Berichten iranischer Medien wurde auch in Saudi-Arabien und  Bahrain demonstriert.</p>
<p>(<a href="http://www.jungewelt.de/2011/08-27/068.php" rel="nofollow"  target="_blank"><strong>JungeWelt</strong></a>)</p>
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