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	<title>Cubadebate (Deutsch) &#187; AFRICOM</title>
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		<title>Afrika liegt nackt da angesichts der euro-amerikanischen Militäroffensive</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Dec 2011 14:35:29 +0000</pubDate>
<dc:creator>Cubadebate</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Militäroffensive]]></category>
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		<description><![CDATA[Während die USA und ihre NATO-Alliierten nach Süden vorstoßen, um ihren Griff um Afrika weiter zu verstärken nach der Besitzergreifung von Libyen und seinen riesigen Ölfeldern, scheinen die meisten der afrikanischen Führer die Wiedereingliederung ins Imperium willkommen zu heißen. AFRICOM steht bereits in einer günstigen Position, in die sie von den Afrikanern selbst gebracht wurde.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Glen Ford</strong></p>
<p><strong>Traducido por Einar Schlereth</strong></p>
<p><strong>(Tlaxcala)</strong></p>
<p><span> </span></p>
<div><img class="alignleft size-full wp-image-2574" src="/files/2011/12/AFRIKA.jpg" alt="" width="300" height="250" />Die USA mit ihren Alliierten sind in einer  asiatischen und afrikanischen Offensive begriffen, einem mehrgleisigen  Überfall, der in manchen Regionen einem Blitzkrieg gleicht. Diese  besessene Aggression erlebte bereits in ihrem ersten Jahr die  Verwandlung der NATO in ein Expeditonskorps, um das harmlose libysche  Regime in Libyen zu zerschlagen, und ist jetzt dabei, die säkulare  Ordnung in Syrien zu stürzen. Obwohl man sich auf jahrelange Pläne für  offene und verdeckte Regimewechsel in ausgewählten Ländern stützte, in  vollem Einklang mit dem historischen Imperativ des globalen Kapitals,  den Planeten in einen geschmeidigen und Washington, London und Paris  hörigen Markt niederzuknüppeln, stieß die gegenwärtige Offensive auf  eine besondere zeitliche Entwicklung: die Alptraum-Vision eines  arabischen Erwachens.</div>
<div></div>
<div>Die Perspektive eines arabischen Frühlings zu Beginn von 2011 rief  eine allgemeine Hysterie in den imperialen Hauptstädten hervor.  Plötzlich starrte man ins Gesicht des geopolitischen Todes durch die  Hand der arabischen „Straße“. Washington versteht sehr gut, dass das  Entstehen von arabischen Regierungen, die den Willen des Volkes  widerspiegeln, bald dazu führen wird, wie Noam Chomsky so gerne sagt,  dass die USA aus der Region „hinausfliegen“ &#8211; die Totenglocke, nicht nur  für den ölhungrigen Westen, sondern auch für die Zweigstellen des  internationalen Kapitals in den autokratischen Jauchegruben des  Persischen Golfs.</div>
<div></div>
<div>Mit den Jahrhunderten euro-amerikanischer Herrschaft vor Augen,  machten Washington, London und Paris eiligst aus der NATO das Instrument  für eine „Shock and Awe“ Operation gegen das bevorzugte Opfer in  Nordafrika: Muammar Gaddafi. Der Schwung dieser Machtdemonstration hat  in seiner Erweiterung imperiale Gehilfen in die Straßen von Damaskus  gebracht. Aber Afrika ist die anfälligste Region auf dem Kriegspfad der  USA, ein Kontinent, reif zum Pflücken dank der unzähligen Verknüpfungen  von Afrikas politischer und militärischer Klassen mit dem Imperialismus.  Die Vereinigten Staaten und ihre Alliierten, vor allem die Franzosen,  sind in einer Position, den größten Teil Afrikas zu „schnappen“ mit der  Kollaboration der meisten seiner Regierungen und besonders seiner  Militärs.</div>
<div></div>
<div>AFRICOM, 2008 von der Regierung Bush geschaffen und jetzt voll und  ganz die Kreatur von Obamas „humanitärer“ Interventionsdoktrin,  beansprucht die militärische Verantwortung für den gesamten Kontinent  außer Ägypten. Das US-Militärkommando hat eine verwirrende Sammlung von  Allianzen mit regionalen Organisationen und Länderblocks versammelt, die  alle Länder auf dem Kontinent umfassen, mit wenigen Ausnahmen, die aber  schon das Fadenkreuz auf dem Rücken tragen. Während die USA mit  brutaler Gewalt nach der Eroberung von Libyen südwärts voranstürmt, ist  ihr Weg von den Afrikanern selbst geebnet worden.</div>
<div></div>
<div>Der lange US-Krieg in Somalia, der dramatisch durch die  US-Unterstützung der äthiopischen Invasion 2006 intensiviert wurde, ist  jetzt von der IGAD (International Authority on Development in East  Africa) abgesegnet worden unter Einschluss Äthiopiens, der  Marionettenregierung in Somalias Hauptstadt Mogadischu, Kenia, Uganda,  dem de facto französisch-amerikanischen Protektorat Dschibuti und  nominell dem Sudan.</div>
<div></div>
<div>Die von Frankreich geleitete, aber nominelle UN-Operation zum Sturz  des Regimes von Laurent Gbagbo in der Elfenbeinküste wurde von ECOWAS  genehmigt, der Wirtschaftsunion aus 16 Mitgliedern westafrikanischer  Staaten: Benin, Burkina Faso, Kapverden, Elfenbeinküste, Gambia, Ghana,  Guinea, Guinea-Bissao, Liberia, Mali, Nigeria, Senegal, Sierra Leone und  Togo.</div>
<div></div>
<div>AFRICOM veranstaltet jährlich ein gigantisches Militärmanöver,  African Endeavor genannt, das afrikanische Armeen darin schult,  „Standard- Kommunikationspraktiken“ zu benutzen. Den afrikanischen  Armeen werden die US-Kommando-und-Kontrollprozeduren an US-Ausrüstungen  beigebracht, die von US-Beratern gewartet werden. 2009 nahmen die Armeen  von 29 afrikanischen Ländern an dem Manöver teil. Dieses Jahr  beteiligten sich 40 Nationen an der Operation African Endeavor, was den  größten Teil der Männer unter Waffen in Afrika darstellt.</div>
<div></div>
<div>Noch heimtückischer ist AFRICOMS „Soldat-zu-Soldat“-Doktrin, durch  die Gleichrangige in den US- und Afrika-Armeen ermutigt werden,  persönliche Beziehungen auf allen Ebenen zu bilden: General-zu-General,  Oberst-zu-Oberst, Major-zu-Major und selbst Hauptmann-zu-Hauptmann.  Damit hofft AFRICOM, dass mit den afrikanischen Armeen dauerhafte  persönliche Beziehungen hergestellt werden, egal, welches Regime an der  Macht ist.</div>
<div></div>
<div>Im Sahel unterhält AFRCOM enge Bande mit praktisch jedem Staat in  dem langen Streifen Landes südlich der Sahara, der sich vom Atlantik bis  zum Indischen Ozean erstreckt, alles unter dem Vorwand des  „Anti-Terrorismus“. Dies umfasst Mauritanien, Mali, Tschad und Niger,  plus Nigeria und Senegal. Im Norden hat die AFRICOM ähnliche Bande mit  den Maghreb-Ländern Marokko, Algerien, Tunesien und bis dieses Jahr mit  Gaddafis Libyen.</div>
<div></div>
<div>AFRICOM ist oft die wahre Kraft hinter nominell afrikanischen  Aktionen. AMISOM, offiziell die sogenannte friedensbewahrende  Streitmacht in Somalia, ist in Wirklichkeit aus Truppen der  US-Marionetten-Staaten Uganda und Burundi zusammengesetzt, die als  Söldner Washingtons agieren und hauptsächlich von den Amerikanern  bezahlt werden. Bald schließen sich ihnen noch 500 Soldaten aus  Dschibuti an. Jahrelang war AMISOM die einzige Kraft, die das  Marionettenregime in Mogadischu vor der unmittelbaren Vernichtung durch  den Shabab-Widerstand rettete. Heute sind die verstärkten Kämpfer der  „Afrikanischen Union“ in der Offensive, zusammen mit kenianischen und  äthiopischen Invasoren, um die Shabab in einer Zangenbewegung zu  zerschlagen. US-Drohnen von Basen in Äthiopien und Dschibuti bringen den  Tod von oben. Folglich ist eine Armee, die nominell ein Arm der  Afrikanischen Union ist, ein aktiver Teil der US-Kriegsführung im Krieg  am Horn von Afrika, den die USA entfacht haben – ein Konflikt, der auch  von der IGAD, dem regionalen kooperativen Verband, gestützt wird.</div>
<div></div>
<div>Es ist nur eine Zeitfrage, bevor Eritrea, ein Gegner Äthipiens und  eines der wenigen afrikanischen Länder außerhalb des  AFRICOM-Dunstkreises, angegriffen wird – zweifellos von nominell  afrikanischen Streitkräften, mit der Hilfe von der USA und Frankreich.  Sicher wird sich die völlig kompromittierte Afrikanische Union dem nicht  widersetzen.</div>
<div></div>
<div>Sobald die letzte loyale Festung in Libyen gefallen war, dehnte  Obama seine ‚humanitären’ Interventionen bis tief nach Zentralafrika aus  und schickte 100 Mann Spezialeinheiten nach Uganda für den späteren  Einsatz in der Demokratischen Republik Kongo, der neuen Nation im  Südsudan und der Zentralafrikanischen Republik, ein französischer  neokolonialer Vorposten, wohin die Amerikaner den haitianischen  Präsidenten Jean Bertrand Aristide nach seiner Entführung 2004 geschickt  hatten. Wahrscheinlich werden die US-Green Berets die etwa 2000 Kämpfer  der Lord&#8217;s Liberation Army erlegen – eine Streitmacht, die die Ugander  selbst hätten auslöschen können, wenn sie nicht damit beschäftigt wären,  als US-Söldner sonstwo auf dem Kontinent zu agieren. (Washingtons  zweiter loyaler Berufskiller in der Region ist Ruanda, das in einem  Bericht der UNO als verantwortlich für Millionen Morde im Kongo  bezeichnet wurde.)</div>
<div></div>
<div>Die Aggression gegen Libyen wurde unausweichlich, als Nigeria,  Südafrika und Gabon sich selbst im UN-Sicherheitsrat entehrten, indem  sie für den „No Fly Zone“-Witz stimmten. Der Schwung der  euro-amerikanischen Offensive strömt südwärts und wird bald den ganzen  Kontinent in Brand stecken. Das Horn von Afrika ist schon ein  Schlachthaus aus Feuer und Hunger, von Amerika inszeniert, aber voll und  ganz von den Afrikanern und ihren regionalen Institutionen unterstützt.  Im Westen legitimiert ECOWAS die imperiale Politik, während im Sahel  sich die Afrikaner darum reißen, für die Amerikaner geeignete Ziele  auszusuchen. Jedes Jahr versammeln sich die Miltärs des Kontinents um  die Amerikaner, um zu lernen, wie sie ihre eigenen Truppen befehlen und  kontrollieren können, wodurch ihre Armeen untauglich werden, um dem  wirklichen Feind zu widerstehen: den USA und der NATO.</div>
<div></div>
<div>Betrogen von einer politisch-militärischen Klasse, die sich eifrig  in das imperiale System zu allen Bedingungen integrieren will, liegt  Afrika nackt da angesichts der euro-amerikanischen Militäroffensive.</div>
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<div>Es wird an den Slums und dem Busch liegen, um diese Katastrophe  abzuwenden. Wenn man den Amerikanern und Europäern widerstehen will,  müssen die Afrikaner zuallererst ihre eigenen Regierungen bekämpfen.</div>
<p>&nbsp;</p>
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